1. Strategische Analyse

Die Hochschule legt dar, wie sie die Wirkungen ihrer wesentlichen Aktivitäten im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert und auf welchem Nachhaltigkeitsverständnis diese basieren. Die Hochschule erläutert, wie sie im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten hochschulspezifischen, nationalen und internationalen Standards operiert.

Aufbau einer nachhaltigen Entwicklung an der UDE:
Seit 2002 richtet sich die Universität in einem kontinuierlichen Prozess auf eine universitätsweite nachhaltige Entwicklung aus. In diesem Zuge wurde 2014 der Nachhaltigkeitsprozess (napro) mit einer Laufzeit von zunächst fünf Jahren etabliert. Der napro entwickelte die strukturelle Einbettung und Rahmung von Nachhaltigkeit in vier Phasen: Vorbereitung, Initiierung, Konzeption sowie Ermittlung interner und externer leistungsbereiter Akteur*innen. Im Rahmen der Berichterstattung dienten die 20 Kriterien des hochschulspezifischen Nachhaltigkeitskodex (HS-DNK) sowie die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (SDGs) als wichtige Orientierungshilfen. In der aktuellen Phase sind die Nachhaltigkeitsaktivitäten der UDE möglichst effektiv zu verstetigen.  

Nachhaltigkeitsverständnis:
Die UDE orientiert sich in ihrem Handeln an zehn Leitlinien1, die im Hochschulentwicklungsplan 2016-2020 und in den universitären Strategien2 verankert sind. Diese dienen als Bezugsrahmen für das allgemeine Nachhaltigkeitsverständnis, denn sie dokumentieren ein Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung der Wissenschaft und zur Beteiligung der Wissenschaft an der Transformation der postindustriell geprägten Region. Sie betonen, dass sich die UDE als Gemeinschaft versteht und die Zukunft der UDE durch eine breite Beteiligung aller Hochschulangehörigen gestaltet wird. Sie setzen Schwerpunkte wie Bildungsgerechtigkeit, lebenslanges Lernen und Geschlechtergerechtigkeit und betonen die disziplinären und interdisziplinären Forschungsschwerpunkte der UDE, die sich unter anderem in den Themenbereichen Nanowissenschaften, Biomedizin, urbane Forschung, Gegenwartsgesellschaft und Wasserforschung widerspiegeln. Dabei gehören enge Partnerschaften auf regionaler Ebene, wie die Zusammenarbeit in der Universitätsallianz Ruhr, und auf internationaler Ebene, wie die Mitwirkung am europäischen AURORA-Netzwerk und der Aurora Allianz (EUN), zum Selbstverständnis der UDE.

Ein individuelles eigens entwickeltes Nachhaltigkeitsverständnis gibt es noch nicht an der UDE. Dennoch sieht sie ihre Verantwortung darin, gegenüber allen Interessengruppen langfristig sozial (ethisch, kulturell), ökologisch (ressourcenschonend) und ökonomisch (leistungsfähig) zu handeln. Nachhaltigkeit ist somit ein normatives Prinzip. Denn Nachhaltigkeit baut auf moralisch verpflichtende Regeln (Normen) auf. Das bedeutet, dass wir uns den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts annehmen, um gegenwärtigen und zukünftigen Generationen ein gutes Leben zu ermöglichen – in enger Zusammenarbeit mit allen Hochschulangehörigen und unserem lokalen, regionalen und internationalen Umfeld.

Durch die Leitlinien sind alle Hochschulangehörigen angehalten, nachhaltiges Handeln und Denken zu fördern und umzusetzen - sei es in Forschung, Lehre oder Betrieb. Ziel des napro ist es, die bereits vorhandenen Ansätze in eine universitätsweite Nachhaltigkeitsstrategie zu transferieren.


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1Rektorat der Universität Duisburg-Essen (Hrsg.) 2015: Hochschulentwicklungsplan 2016–2020.
2 Informationen zu den zentralen Strategien.
Weitere Informationen siehe napro-Bericht (S.6-11)