1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die Kindernothilfe hat in ihrem Leitbild ihre Grundwerte, den Auftrag und die Ziele ihrer Arbeit / der Vision definiert.
In unserer Programmarbeit in mehr als 30 Ländern fördern wir Projekte, in denen Bildung und Entwicklung des Gemeinwesens einen besonderen Stellenwert haben. Die Kindernothilfe stärkt lokale Strukturen der Zivilgesellschaft und arbeitet auf der Basis gemeinsamer Werte mit einheimischen, vorzugsweise christlichen Partnern, die sich in ihrem internationalen und nationalen Kontext wirkungsvoll für die Rechte der Kinder stark machen und sich in entsprechenden Netzwerken engagieren. Damit trägt die Kindernothilfe dazu bei, die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Handlungsspielräume der Menschen zu erweitern und nachhaltig zu sichern.

Alle 17 Sustainable Development Goals (SDG) der Agenda 2030 sind von Relevanz für Kinder und können dazu beitragen die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern. Dies kann nur gelingen, wenn die SDGs von der globalen bis hin zur lokalen Ebene umgesetzt werden. Als globaler politischer Referenzrahmen mit universeller Gültigkeit und einer Laufzeit bis 2030 wird die Agenda 2030 (zusammen mit dem Pariser Klimaabkommen) die nationale wie internationale Politik, nicht nur im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit, in den nächsten fünfzehn Jahren mitbestimmen. Die folgenden SDG haben eine besondere Relevanz für die Arbeit der Kindernothilfe:
Die Kindernothilfe kann unterstützend tätig werden, indem sie interessierten Partnern bei Gesprächen Hinweise gibt, wie sie die SDGs für ihre (Advocacy-) Arbeit vor Ort nutzen können.

Durch ihre Kampangenarbeit trägt die Kindernothilfe zum Bewusstsein über die Situation und die Rechtslage von Kindern bei.

Der Auftrag der Kindernothilfe findet sich ausführlich im Jahresbericht.

Die Kindernothilfe hat keine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie und plant gegenwärtig auch kein Organisationsmanagement für den Bereich Nachhaltigkeit. Allerdings ist Nachhaltigkeit Teil unseres Selbstverständnisses und damit der Gesamtstrategie der Kindernothilfe, die sich stark an den SDGs orientiert. Dabei konzentrieren wir uns insbesondere auf folgende strategische Maßnahmen:  
  1. Wir schaffen gewaltfreie Räume („child-friendly spaces“), in denen Kinder und Jugendliche Schutz und Entfaltungsmöglichkeiten finden.
  2. Wir stärken die Kinder und Jugendlichen, damit sie ihr Recht auf Teilhabe besser wahrnehmen können.
  3. Wir fördern Maßnahmen gegen ausbeuterische Kinderarbeit und versuchen gleichzeitig, Kindern und Jugendlichen bessere Chancen auf Bildung zu ermöglichen.
  4. Wir arbeiten kontinuierlich auf eine Verringerung unserer klimarelevanten Emissionen und kompensieren die Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen.
  5. Wir erweitern kontinuierlich unser Compliance-System mit einem besonderen Schwerpunkt auf Korruptionsbekämpfung. Wesentlicher Teil der derzeitigen strategischen Planung ist derzeit die vollständige Überarbeitung und Einführung einer Integritäts- und Antikorruptions-Policy im Laufe des Jahres 2019. Wichtig ist dabei die korporative Mitgliedschaft bei Transparency International, an deren Standards sich die Kindernothilfe orientiert.