1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Unsere strategischen Überlegungen zu Aspekten der Nachhaltigkeit werden nicht nur von den geltenden Gesetzen und externen Richtlinien unterstützt, sondern auch von freiwilligen und selbstverpflichtenden internen Leitlinien. Einerseits dient ein Verhaltenskodex als Orientierungsrahmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit allen Geschäftsangelegenheiten innerhalb der Metzler-Gruppe, sowie gegenüber Kunden, Dienstleistern und der Öffentlichkeit, aber auch zum Umgang der Mitarbeiter mit Compliance-relevanten Aspekten. Zudem sind im Verhaltenskodex die zehn Prinzipien des UN Global Compact konkretisiert und damit verbundene richtungsweisende Richtlinien zum Umgang mit Aspekten der Nachhaltigkeit. Andererseits stärkt ein Leitbild zum Verständnis unternehmerischer Verantwortung bei Metzler das Bewusstsein der Mitarbeiter und erinnert im täglichen Arbeitsalltag daran auch aus Aspekten der Nachhaltigkeit heraus zu agieren und zu handeln. Diese Leitlinien tragen zu einem stringenten und konsequenten Auftritt von Metzler in puncto Nachhaltigkeit bei und stärken das interne Verständnis zu unternehmerischer Verantwortung.
In Kriterium 12 "Wesentlichkeit" hat Metzler fünf Kernhandlungsfelder in seiner Geschäftsausrichtung identifiziert und sieht hierbei das größte Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens.

Nachhaltigkeit beinhaltet für Metzler auch ein klares Bekenntnis zur Entwicklung langfristig tragfähiger Konzepte. Dies bezieht sich zunächst auf Produkte und Dienstleistungen, aber auch auf eine dauerhafte Begleitung unserer Kunden bei allen Finanzmarktfragen und nicht zuletzt auf unsere bewährten Kooperationen. Denn bei nicht selbst erstellten Produkten und Dienstleistungen sucht Metzler die Kooperation und den lösungsorientierten Dialog in Partnerschaften, beispielsweise seit 2014 mit der Bank of Montreal (BMO) in puncto nachhaltige Investments.

Metzler handelt im Einklang mit diversen nationalen und internationalen Standards. Vor allem das Metzler Asset Management orientiert sich an internationalen normenbasierten Ausschlusskriterien, unter anderem an den anerkannten zehn Prinzipien des UN Global Compact und den Richtlinien der ILO (International Labour Organisation). Als einer der ersten Asset-Manager in Deutschland unterzeichnete Metzler im Jahr 2012 die Prinzipien für verantwortungsvolles Investment der Vereinten Nationen, die UN PRI, und ist seit 2002 Mitglied im Forum für Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Ziel dieses Gremiums ist, die  Aufmerksamkeit für nachhaltige Lösungen in der Geldanlage zu steigern und dadurch einen positiven Lenkungseffekt bei den Investments auszulösen. Parallel zu rein finanziellen Kriterien berücksichtigt Metzler Asset Management im Investmentprozess für aktive Aktien- und Unternehmensanleihen-Fonds, wie Unternehmen ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung beachten. Eine solche breitere Datenbasis soll die Unternehmensauswahl verbessern - und damit das Rendite-Risiko-Profil der Portfolios. Zudem kommen Ausschlusskriterien zum Einsatz, die sich an 120 Normen und Konventionen orientieren. Die Daten stammen primär von MSCI ESG Research. Bei schwersten Verstößen gegen eine dieser Normen, schließt Metzler das Unternehmen grundsätzlich aus dem Anlageuniversum aus. Auf Kundenwunsch werden weitere Kriterien in den Investmentprozess einbezogen, zum Beispiel basierend auf Daten von ISS-oekom.

Chancen ergeben sich für Metzler vor allem aus dem zunehmend geforderten Engagement für Gesellschaft und Umwelt. Für das Jahr 2018 beabsichtigte Metzler als Unterzeichner der sogenannten Frankfurter Erklärung, an nachhaltigen Infrastrukturen in der Finanzwirtschaft mitzuarbeiten. Ziel dieser Nachhaltigkeitsinitiative ist, wichtige Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen sich passende Initiativen am Finanzplatz Frankfurt anstoßen und wesentliche Meilensteine in puncto Nachhaltigkeit erreichen lassen. Zudem unterstützt die sogenannte Frankfurter Erklärung das Green and Sustainable Finance Cluster Germany (GSFC). Das GSFC ist ein Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und dem Green Finance Cluster Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Die Organisation verfolgt das Ziel, weitsichtigere und wirkungsvollere Finanzmarktstrukturen durch die Implementierung zukunftsfördernder Finanzierungsstrategien zu etablieren. Seit Beginn 2018 übernimmt Metzler eine Patenschaft und unterstützt hiermit eine Dialogplattform zu Themen rund um Green und Sustainable Finance unter Berücksichtigung aller relevanten Anspruchsgruppen – Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik/Regulatoren und Wissenschaft.
Des Weiteren gehört Metzler bereits jetzt in Frankfurt am Main zum Business-Energie-Effizienz-Netzwerk. Das gemeinsame Ziel der Mitglieder dieser Initiative ist es, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen in den Unternehmen zu senken.