1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die Sparkasse Heidelberg ist als regionales, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut mit öffentlichem Auftrag dem Gemeinwohl verpflichtet. Ihr unternehmerisches Handeln ist auf diesen Auftrag ausgerichtet und fokussiert sich auf die Zukunftsfähigkeit. Das heißt, den Wohlstand und die Attraktivität ihres Geschäftsgebiets im Rhein-Neckar-Kreis zu sichern und zu fördern. Sie versteht Nachhaltigkeit als einen ganzheitlichen Ansatz, der sich sowohl auf die Beratung als auch auf die Balance zwischen Ökonomie, Sozialem und Ökologie bezieht.

Nachhaltigkeitsaspekte waren schon immer fester Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. In 2017 haben wir diesen Anspruch mit den "Nachhaltigkeits-Leitsätzen der Sparkasse Heidelberg" strukturiert und konkretisiert.

In 2018 haben wir unsere strategische Ausrichtung zum Thema Nachhaltigkeit nochmals deutlich geschärft und einer systematischen Analyse unterzogen. Um die für unsere Sparkasse wichtigsten Handlungsfelder im Bereich Nachhaltigkeit zu identifizieren, haben wir eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt (siehe hierzu auch Kriterium 2). An diesem Workshop haben der Gesamtvorstand sowie Führungskräfte der 2. Ebene teilgenommen. Gleichzeitig haben wir unsere Kundinnen und Kunden einbezogen und die wichtigsten Handlungsfelder aus Sicht der Kunden in einem moderierten und strukturierten Kundendialog abgefragt (siehe hierzu auch Kriterium 9 sowie Leistungsindikator GRI SRS-102-44 zu Kriterium 9).

Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse und des Kundendialogs sind in den Strategieprozess 2018 eingeflossen. Unsere nachhaltigkeitsstrategischen Aussagen sind nun in einem separaten Kapitel in der Geschäftsstrategie gebündelt. Darin haben wir mittel- und langfristige Nachhaltigkeitsziele definiert (siehe hierzu Kriterium 3). Die Leitsätze der Nachhaltigkeit drücken weiterhin unsere grundlegende Positionierung zum Thema Nachhaltigkeit aus und dienen uns als konkreter Orientierungsrahmen (siehe hierzu auch Leistungsindikator GRI SRS-102-16 zu den Kriterien 5-7).

Die Nachhaltigkeitsstrategischen Aussagen bilden den geschäftspolitischen Rahmen zu Nachhaltigkeitsaspekten und damit den Überbau für die Leitsätze der Nachhaltigkeit und unsere Ausschlusskriterien gemäß Geschäftsstrategie. Sie formulieren Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen:

- Geschäftspolitische Fokussierung
- Einbindung unserer Stakeholder
- Angebot von ökologischen Finanzprodukten und nachhaltigen Anlageformen
- Soziales Handeln
- Nachhaltig vertretbare Anlage unseres Eigenkapitals
- Klimaverträglicher Geschäftsbetrieb
- Fokussierung von Klimarisiken.

Die nachhaltigkeitsstrategischen Aussagen wurden im Rahmen des Updates der Geschäftsstrategie vom Vorstand der Sparkasse Heidelberg verabschiedet und mit dem Verwaltungsrat (Aufsichtsgremium) umfassend erörtert. Im Jahr 2019 haben wir mit Unterstützung der Nachhaltigkeits-Ratingagentur imug Ausschlusskriterien für unser Eigengeschäft festgelegt. Darüber hinaus wurde unser Klimaziel zur CO2-Reduktion (siehe Kriterium 3) in unsere strategischen Zielgrößen aufgenommen und Umweltleitlinien beschlossen, die im Jahr 2020 eingeführt werden. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist damit in unsere übergreifende Geschäftsstrategie eingebunden.
 
Bei der strategischen Analyse der Nachhaltigkeitsthemen orientieren wir uns insbesondere an den Klimazielen der internationalen Staatengemeinschaft, den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals) sowie den bereits absehbaren Anforderungen des EU-Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen. Als konkreter Handlungsrahmen für die Operationalisierung dieser Aspekte dient uns der deutsche Nachhaltigkeitskodex.