1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

WESSLING verfolgt eine Nachhaltigkeitsstrategie, wobei die Nachhaltigkeitsziele in den Kontext der SDG's (Ziele für nachhaltige Entswicklung) gestellt werden (siehe Kapitel 3 "Ziele").  Zur Verfolgung der Ziele und Maßnahmen ist ein Team etabliert, das an die Geschäftsführung berichtet. Nachhaltigkeitsaspekte, entsprechende Ziele und Maßnahmen, werden für das jeweilige Berichtsjahr im Teilmanagementbewertungsbericht vom Team Nachhaltigkeit dokumentiert und fließen als verpflichtende Eingabe in die Gesamtmanagementbewertung ein. Ziele und Maßnahmen zu einzelnen Nachhaltigkeitsaspekten sind Bestandteile der Qualitätsziele für das jeweils nachfolgende Jahr.  Die Priorität einzelner Handlungsfelder und Themen variiert. In 2020 stand u. a. die Initierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Fokus (SDG 8).

Folgende Handlungsfelder werden als bedeutend gewertet: 
  1. Steuerung des Einflusses auf die Gesellschaft und die Umwelt (soziale Verantwortung),
  2. Förderung eines verantwortungsvollen Verhaltens gegenüber interessierten Parteien (ethische Verantwortung),
  3. Berücksichtigung familiärer und privater Belange sowie der Gesunderhaltung von Mitarbeitern (Verantwortung für Mitarbeiter),
  4. Fortlaufende Optimierung der Betriebsökologie (Verantwortung für die Umwelt),
  5. Berücksichtigung der Interessen von Lieferanten und anderen Partnern (moralische Verantwortung),
  6. Nachhaltige Dienstleistungen und Produkte (WESSLING Mission). 
Die genannten Handlungsfelder stehen in Wechselwirkung zueinander und werden im Gesamtkontext betrachtet. Konkrete Ziele und Maßnahmen können somit mehr als einem Handlungsfeld zugeordnet werden.
      
Folgende Themen werden als zentrale Aufgaben verstanden:
  1. Reduzierung der Umweltleistung (z. B. durch Einsatz eines gasbetriebenen BHKW, Prozessoptimierung),
  2. Förderung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes (z. B. durch BGM),
  3. Ökologische Optimierung des Fuhrparks (z. B. durch Einsatz verbrauchsarmer Fahrzeuge),
  4. Unterstützung von gemeinnützigen Unternehmen und Aktionen (z. B. Erteilung von Aufträgen für die Grünpflege),
  5. Aufrechterhaltung der lernenden Organisation als Grundlage des Wissensmanagements,
  6. Prozessoptimierungen im Sinne des Stakeholder-Ansatzes.
Die Einhaltung gesetzlicher Regelungen ist Basis aller Aktivitäten von WESSLING. Die implementierten Managementsysteme nach Vorgaben der DIN EN ISO/IEC 17025 (Qualität), der DIN EN ISO 9001 (Qualität), der DIN EN ISO 14001 (Umwelt) und dem BG-Siegel „Sicher mit System (Arbeitssicherheit)“ dienen auch der Ermittlung relevanter Vorgaben und deren Einhaltung. In 2020 wurde damit begonnen, in Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse, ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zu etablieren.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
In 2020 wurde der Aspekt Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (SDG 8) in besonderer Weise priorisiert. Hieraus folgte als Maßnahme der Start der Implementierung eines "Betrieblichen Gesundheitsmanagementsystems (BGM)" in Zusammenarbeit mit  einem Institut für Gesundheitsschutz und einer Krankenkasse, womit sowohl wissenschaftliche und auf das Unternehmen zugeschnittene Herangehensweisen verknüpft wurden. Die Implementierung wird über das Jahr 2020 andauern.

Ökologisches Umfeld
Es werden an keinem der 14 WESSLING Standorte Anlagen betrieben, die einer Genehmigung nach den Vorgaben des Bundes-Immissionschutzgesetzes bedürfen. Keiner der Standorte unterliegt aufgrund seiner Lage besonderen Anforderungen zum Schutz der Umwelt. Die Standorte liegen in ausgewiesenen Gewerbegebieten, reine Bürostandorte mitunter in Mischgebieten. Am Hauptstandort in Altenberge werden Bienenstöcke betrieben. Sie sind ein Nachweis dafür, dass Ökologie und Ökonomie sich nicht ausschließen. 

Sozioökonomisches Umfeld
WESSLING Kunden erwarten qualitativ hochwertige und gleichzeitig preiswerte Analytik- und Beratungsdienstleistungen, die zu individuellen Lösungen im Dienstleistungsspektrum führen.  Dies setzt die Anwendung moderner und zukunfstorientierter Methoden voraus, die den gesetzlichen, normativen und kundenspezifischen Anforderungen genügen. Hochqualifizierte Mitarbeiter,  ein innovatives Vorgehen, eine hohes Maß an Arbeitssicherheit sowie die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards sind gängige Kundenanforderungen. Diese Eigenschaften erwartet WESSLING in gleicher Weise von seinen Lieferanten. Gesellschaftliche und umweltschutzrelevante Fragestellungen finden im Dienstleistungsportfolio auch dann Berücksichtigung, wenn lediglich ein langfristiger wirtschaftlicher Erfolg erwartet werden kann. So ist bereits seit Jahren eine Organisationseinheit (Geschäftsfeld Funktionale Materialien) etabliert, die sich mit der Thematik Mikro- und Nanoanalytik beschäftigt, um hier mittelfristig Lösungen für den Nachweis und den Umgang mit z. B. Mikroplastik anbieten zu können.    

Politisches Umfeld

Die WESSLING GmbH betreibt ausschließlich Standorte in Deutschland. Es werden keine spezifischen Besonderheiten  hinsichtlich des  politischen Umfeldes abgeleitet, die Einfluss auf die WESSLING Aktivitäten haben.  

Auswirkungen
Die WESSLING Dienstleistungen haben im Kontext Kunde potenziell Einfluss auf die Zusammensetzung von Produkten, auf die Gestaltung von Prozessen, die Belastung der verschiedenen Umweltmedien (Boden, Wasser, Luft), die Schadstoffkontamination von Immobilien oder die Entsorgung von Abfällen. Damit wird WESSLING Teil der Nachhaltigkeitsanstrengungen der Kunden. In welchem Maße WESSLING Einfluss auf die Nachhaltigkeitsbemühungen der Kunden hat ist auftragsabhängig und unterliegt damit der Entscheidung des Kunden.
Gleichzeitig wirken die Nachhaltigkeitsanforderungen und die Bedürfnisse der Kunden auf die Prozesse von WESSLING.
So wurde der Beschaffungsprozess optimiert, in dem die Bewertung von Lieferanten inzwischen auch ökologische und soziale Aspekte beinhaltet. Auch werden die WESSLING Anforderungen über einen Code of Conduct kommuniziert. 

Positive Wirkungen und Chancen
Das WESSLING Leistungsportfolio zielt darauf ab, den Kunden mindestens die Einhaltung von Regularien sowie die Optimierung von Prozessen und Produkten zu ermöglichen. Damit nimmt WESSLING - je nach Auftrag - unter anderem positiven Einfluss auf die Abfallströme, die Effizienz von Prozessen und Anlagen, die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz, die Rechtssicherheit und die fortlaufende Verbesserung im Rahmen der beim Kunden implementierten Managementsysteme und Vorgehensweisen im jeweiligen Themenfeld.  
Gestiegene Anforderungen von Kunden an die Nachhaltigkeitsperformance von Lieferanten, der Anspruch der eigenen Mitarbeiter und das eigene Selbstverständnis führen zu einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit Themen der Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund ist seit 2018 die WESSLING Nachhaltigkeitsperformance Teil der Managementbewertung durch die oberste Leitung.  
Wegen der Bedeutung der Nachhaltigkeitsaspekte für die WESSLING Geschäftstätigkeit wurde in 2018 das WESSLING Leitbild von den Gesellschaftern und Eigentümern verabschiedet und an alle Mitarbeiter kommuniziert. Das Leitbild enthält Klarstellungen zum Zweck, zur Verantwortung, den Werten, den Zielen und den Führungsprinzipien des Unternehmens. 
Es wird die positive Wirkung erwartet, dass ein intensiverer Austausch über die einzelnen Inhalte verbindlicher Dokumente (Leitbild, QHSE-Politik, Unabhängigkeits-, Unparteilichkeits- & Vertraulichkeitspolitik, Chancen- und Risiken-Politik, Sozialleitlinien, Kommunikationspolitik) die  Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen fördert und sich die Mitarbeiter in die Entwicklung des Unternehmens besser einbringen können.
Die Feststellung und die aktive Auseinandersetzung mit bedeutenden ökologischen (z. B. Energieeffizienz, Entsorgung, Ressourcenverbrauch)  und sozialen Themen (z. B. Arbeitsplatzgestaltung, Sozialklima, mitarbeiterorientierte Prozessoptimierungen, Lieferkette, Arbeitnehmerrechte- und pflichten, Arbeitsplatzmodelle) werden als Chance zur weiteren Optimierung
  • der  Kundenorientierung,
  • der Mitarbeiterorientierung,
  • der eigenen Umweltleistung,
  • der Fortentwicklung der Dienstleistungen und
  • der systematischen Norm- und Rechtskonformität 
verstanden.

Es wird die positive Wirkung erwartet, dass die Nachhaltigkeitsanstrengungen auch von Kunden und Gesellschaft positiv aufgenommen werden und die Marke WESSLING aufwerten.

Negative Wirkungen und Risiken
Rechtsunsicherheiten, gering qualifizierte Mitarbeiter, Fehlverhalten im Bereich der Arbeitssicherheit oder im Bereich des Umweltschutzes sowie das Umgehen von Sozialstandards gefährden die Glaubwürdigkeit von WESSLING und damit den wirtschaftlichen Erfolg.

Outside-in-Perspektive
Änderungen in der Umweltgesetzgebung (z. B. Abfallrecht, Energierecht, Wasserrecht) oder ein veränderter Anspruch von Kunden und anderen interessierten Parteien haben potenziell Einfluss auf das Dienstleistungsportfolio, weshalb Entwicklunglungen in diesem Bereich fortlaufend beobachtet werden. Gleichzeitig haben diese Vorgaben potenziell Einfluss auf den Betrieb der Standorte und auf Verfahren und Prozesse. Gleiches gilt für soziale und ethische Aspekte und Rahmenbedingungen. So führt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), unabhängig vom Anwendungsbereich, auf das WESSLING Managementsystem.    

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Grundsätzlich versteht WESSLING die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen als Wettbewerbsvorteil und als ein Mittel zur Stärkung der Arbeitgebermarke. Daher werden Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen jährlich von der Geschäftsführung bewertet.   
Folgende Ziele wurden für das Bilanzjahr 2020 festgelegt: 

Teilnahme an Projekten
  1. Erfolgreicher Abschluss der Teilnahme am Projekt ÖKOPROFIT Kreis Steinfurt mit dem Hauptstandort Altenberge. 
    Ziel: Objektive Bewertung der Umwelt und Nachhaltigkeitsleistung am Hauptstandort und die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen. 
Reduzierung des Energieverbrauches
  1. Sicherstellung der BHKW-Betriebszuverlässigkeit zur Reduzierung des Stromfremdbezuges auf Niveau 2019,
  2. Ausbau des Einsatzes von LED-Beleuchtung (+12 %),
  3. Umsetzung des Konzeptes zum Weiterbetrieb der PV-Anlage (Ende der Förderung 12/20),
  4. Implementierung eines digitalen Messstellenbetriebes zur Optimierung der Datenlage und Ableitung von Maßnahmen (Ende der Maßnahme in 2021). 
Reduzierung der Abfallerzeugung
  1. Ausrollen der Abfallfibel zur Kommunikation der Anforderungen auf weitere Standorte (Ende der Maßnahme in 2022),
  2. Optimierung der Abfallfraktionierung (erfolgt kontinuierlich), 
Förderung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes
  1. Angebot „Jobrad“ für alle Mitarbeiter (nicht quantifiziert, da Nutzung freiwillig) sowie Angebot von Yogakursen und anderen Fitnessprogrammen (nicht quantifiziert, erfolgt auf Nachfrage der Mitarbeiter an die Personalabteilung),
  2. Implementierung eines "Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)" in Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse (Ende der Maßnahme in 2022), anschließend Aufrechterhaltung des Systems. Ziel ist die Gesunderhaltung der Mitarbeiter, die Reduzierung von Fehltagen und die Reduzierung von Fallzahlen. Der Fokus liegt u. a. auf der Thematik "psychische Belastung", 
  3. Fortführung des Arbeitsschutzmanagementsystems "Sicherheit mit System" der BGRCI (Umstellung auf neue Vorgaben der DIN EN ISO 45001 bis 02/20).
Ökologische Optimierung des Fuhrparks
  1. Bahncard für Mitarbeiter mit signifikanter Reisetätigkeit (nicht quantifiziert, da Nutzung der Bahn auftragsabhängig),
  2. Jobticket (nicht quantifiziert, da von Wohnorten und Verhalten der Mitarbeiter abhängig),
  3. Verbrauch und Emissionen als Kriterien für die Beschaffung von Dienstfahrzeugen (wird kontinuierlich an die Verfügbarkeit von emissionsarmen Fahrzeugen angepasst),
  4. Downsizing bzw. Downgrading im Fuhrpark in Abstimmung mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Abstimmung Green Car Policy,
  5. Fahrzeuggenaues Controlling von Verbrauchswerten in Abstimmung mit externem Dienstleister, 
  6. Prüfung der Zusammenarbeit mit Dienstleister zur Optimierung des Fuhrparkprozesses (Ende der Maßnahme in 2021).
Unterstützung von gemeinnützigen Unternehmen und Aktionen oder Sportvereinen
  1. Durchführung von betriebsinternen Aktionen, z. B. Spenden (nicht quantifiziert, erfolgt teilweise auf Initiative von Mitarbeitern, teilweise anlassbezogen bei Anfragen), 
  2. Erteilung von Aufträgen an gemeinnützige Unternehmen (nicht quantifiziert), 
  3. Sponsoring lokaler Vereine und Aktionen  (nicht quantifiziert, erfolgt auf Initiative von Mitarbeitern). 
Aufrechterhaltung der lernenden Organisation als Grundlage des Wissensmanagements
  1. Aufrechterhaltung und Förderung der Lernkultur (nicht quantifizierbar, erfolgt anlassbezogen durch die Führungskräfte),
  2. Aufrechterhaltung des partizipativen Führungsstils (nicht quantifizierbar, Maßnahmen bei abweichendem Verhalten der Führungskraft),
Prozessoptimierungen im Sinne des Stakeholder-Ansatzes
  1. Regelmäßige Ermittlung der Stakeholder (erfolgt kontinuierlich durch die Bereichsverantwortlichen sowie das zentrale Qualitätsmanagement), 
  2. Bewertung der Interessen der Stakeholder bei Unternehmensentscheidungen (erfolgt regelmäßig durch die Geschäftsführung),
  3. Werteorientierte Führung (Bewertung erfolgt jährlich durch die jeweils vorgesetze Führungskraft).
Nachhaltige Beschaffung
  1. Weiterentwicklung des Verfahrens "nachhaltige Beschaffung", Optimierung des Umsetzungsprozesses, u.a. unter Berücksichtigung kommender gesetzlicher Regelungen (z. B. Lieferkettengesetz),
  2. Fortentwicklung eines "Code of Conduct" und Kommunikation gegenüber interessierten Parteien, Kommunikation über Internetseite, Mailing etc.,
  3. Optimiertes Beschaffungswesen durch spezielles Tool zur verbesserten Auswertung hinsichtlich Dienstleistern und beschafften Produkten und Dienstleistungen (Ende der Maßnahme in 2020). 
Priorisierung

Höchste Priorität haben Ziele und Maßnahmen, die der Umsetzung von gesetzlichen und anderen normativen Vorgaben dienen (z. B. Umsetzung des Energieaudits nach EDL-G) sowie Ziele und Maßnahmen, die der Arbeitssicherheit und der Kundenorientierung zugutekommen.
Unabhängig von der Wesentlichkeit einzelner Aspekte ist der zeitliche und monetäre Aufwand für die Umsetzung von Maßnahmen relevant.

Ziele im Kontext der SDG´s (Ziele für nachhaltige Entwicklung)

Die WESSLING Nachhaltigkeitsziele berücksichtigen insbesondere die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDG's), die durch das eigene Handeln im WESSLING Kontext signifikant beeinflusst werden können. Hierzu gehören insbesondere die SDG's Hochwertige Bildung (SDG 4), Geschlechtergleichheit (SDG 5), Energie (SDG 7), menschenwürdige Arbeit und Wachstum (SDG 8), Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9), Nachhaltige/r Konsum und Produktion (SDG 12) sowie Massnahmen zum Klimaschutz (SDG 13). Die oben nicht genannten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung werden von WESSLING unterstützt, sind aber nicht unmittelbar den WESSLING Nachhaltigkeitszielen zuzuordnen. 

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

WESSLING Wertschöpfungskette
WESSLING ist Dienstleister für hochwertige Laboranalytik und Beratungsdienstleistungen. Die Wertschöpfung erfolgt im Wesentlichen unmittelbar über die Arbeitsleistung der Mitarbeiter und nicht über Produkte im eigentlichen Sinne. Hierbei erstreckt sich die Wertschöpfungskette von der Akquise und der Angebotserstellung, über die eigentliche Leistungserbringung (Probenahme, Analytik samt Prüfberichterstellung, Beratungs- und Gutachterleistungen, Berichtserstellungen) bis hin zu nachgelagerten Serviceleistungen.

Qualifizierung - die Basis der Wertschöpfung
Hochqualifizierte und zufriedene Mitarbeiter sind die Basis der Dienstleistungserbringung in jeder Phase der Wertschöpfung. Qualifizierungsmaßnahmen, ob aus fachlichen Gründen oder zur Förderung der Persönlichkeit, werden als Möglichkeit zur Steigerung der Identifikation mit dem Unternehmen, zur Mitarbeiterbindung und zur Motivation der Mitarbeiter verstanden.

Nachhaltigkeitsaspekte in der Wertschöpfungskette
Der Ressourcenverbrauch und die Abfallerzeugung, die Sicherstellung der Rechtssicherheit und der Überparteilichkeit, die Wahrung der Arbeitnehmer- und Menschenrechte, das Thema Qualifizierung (siehe oben) sowie die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden in jeder Phase der Wertschöpfung hinterfragt. Hierzu verpflichten u.a. die Unternehmenspolitiken, das dokumentierte WESSLING Leitbild, der Code of Conduct und die Leitlinien (für z. B. Unabhängigkeit, Überparteilichkeit & Vertraulichkeit, Chancen & Risiken, Sozialleitlinien, Kommunikation, Anti-Kinder- und Zwangsarbeit, menschenwürdige Arbeit).  

Ermittlung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten
Mindestens jährlich erfolgt eine umfassende Bewertung der WESSLING Performance durch die Geschäftsführung. Ein Teilmanagementbewertungsbericht Umwelt und Nachhaltigkeit wird erstellt. Damit unterliegen - neben dem Aspekt Umwelt - weitere Aspekte der Nachhaltigkeit (z. B. Mitarbeiterbelange/Betriebsrat, Ethik, Vergütungssystem, Einbindung von Mitarbeitern mit Behinderung, betriebliches Eingliederungsmanagement, Nachhaltige Beschaffung)  der regelmäßigen Bewertung.
Über die jährlichen Mitarbeitergespräche, das Intranet, Bereichssitzungen etc. werden die WESSLING Anforderungen und Ansprüche in die Mitarbeiterschaft transportiert.

Grenzen der Nachhaltigkeitsbemühungen
WESSLING Dienstleistungen werden teilweise beim Kunden vor Ort durchgeführt. Zuverlässige, fehlerfreie und schnelle Dienstleistungserbringung erfordert ein Maß an Moblität, das derzeit nur durch die Nutzung von Dienstfahrzeugen umgesetzt werden kann. Wachstum bedeutet derzeit noch zusätzliche Mobilität und zusätzliche Emissionen.
Die Anforderungen an die Dienstleistungserbringung bedeuten immer eine Belastung für die Mitarbeiter.  Die WESSLING Arbeitsorganisation zielt daher darauf ab, dass die inviduelle Beanspruchung der Mitarbeiter - unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsvoraussetzungen - keine Über- oder Unterforderung bedeutet. 
Bedingt durch die Corona-Pandemie wurden in 2020 mit den interessierten Parteien neue Wege in der Kommunikation und Leistungserbringung ausprobiert, die zu weniger Mobilität führten. Die Aufrechterhaltung dieser Modelle wird angestrebt. Hierzu gehören die verstärkte Nutzung des Home-Office, von mobilem Arbeiten und die Durchführung von Videokonferenzen.
Arbeitsplatzmodelle, die Höhe von Gehältern, flexible Arbeitszeiten und sonstige Freiheiten, Annehmlichkeiten und Zuwendungen oder die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern dürfen die Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens nicht gefährden.     

Kommunikation
Die Kommunikation mit Lieferanten, Kunden und sonstigen interessierten Dritten über die Nachhaltigkeitsaktivitäten findet auf unterschiedlichen Wegen statt, beispielsweise im Rahmen persönlicher Gespräche, Kundenaudits oder Workshops. Ein Code of Conduct, der u.a. über die Internetseite abrufbar ist, informiert Lieferanten und andere interessierten Parteien über den Anspruch und die Werte von WESSLING. Für Kunden stehen die Kompetenz der Mitarbeiter, die Qualität der Leistung und die Aktivitäten zur Sicherstellung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes im Vordergrund.
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Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4