1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

WESSLING verfolgt eine Nachhaltigkeitsstrategie. Zur Verfolgung der Ziele und Maßnahmen ist ein Team etabliert, das an die Geschäftsführung berichtet. Nachhaltigkeitsaspekte, entsprechende Ziele und Maßnahmen werden für das jeweilige Berichtsjahr im Teilmanagementbewertungsbericht vom Team Nachhaltigkeit dokumentiert und fließen als verpflichtende Eingabe in die Gesamtmanagementbewertung ein. Ziele und Maßnahmen zu einzelnen Nachhaltigkeitsaspekten sind Bestandteile der Qualitätsziele für das jeweils nachfolgende Jahr.

Folgende Handlungsfelder werden als bedeutend gewertet: 
  1. Steuerung des Einflusses auf die Gesellschaft und die Umwelt (soziale Verantwortung),
  2. Förderung eines verantwortungsvollen Verhaltens gegenüber interessierten Parteien (ethische Verantwortung),
  3. Berücksichtigung familiärer und privater Belange sowie der Gesunderhaltung von Mitarbeitern (Verantwortung für Mitarbeiter),
  4. Fortlaufende Optimierung der Betriebsökologie (Verantwortung für die Umwelt),
  5. Berücksichtigung der Interessen von Lieferanten und anderen Partnern (moralische Verantwortung),
  6. Nachhaltige Dienstleistungen und Produkte (WESSLING Mission). 
Die genannten Handlungsfelder stehen in Wechselwirkung zueinander und werden im Gesamtkontext betrachtet. Konkrete Ziele und Maßnahmen können somit mehr als einem Handlungsfeld zugeordnet werden.
      
Folgende Themen werden als zentrale Aufgaben verstanden:
  1. Reduzierung der Umweltleistung (z. B. durch Einsatz eines gasbetriebenen BHKW, Prozessoptimierung),
  2. Förderung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes (z. B. durch Dienstradleasing),
  3. Ökologische Optimierung des Fuhrparks (z. B. durch Einsatz verbrauchsarmer Fahrzeuge),
  4. Unterstützung von gemeinnützigen Unternehmen und Aktionen (z. B. Erteilung von Aufträgen für die Grünpflege),
  5. Aufrechterhaltung der lernenden Organisation als Grundlage des Wissensmanagements,
  6. Prozessoptimierungen im Sinne des Stakeholder-Ansatzes.
Die Einhaltung gesetzlicher Regelungen ist Basis aller Aktivitäten von WESSLING. Die implementierten Managementsysteme nach Vorgaben der DIN EN ISO/IEC 17025 (Qualität), der DIN EN ISO 9001 (Qualität), der DIN EN ISO 14001 (Umwelt) und dem BG-Siegel „Sicher mit System (Arbeitssicherheit)“ dienen auch der Ermittlung relevanter Vorgaben und deren Einhaltung. 

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.


Ökologisches Umfeld
WESSLING betreibt in Deutschland 14 Standorte, die sich sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum befinden. Mit den Standorten wird dem Kundenbedürfnis nach Nähe Rechnung getragen. Es werden an keinem Standort Anlagen betrieben, die einer Genehmigung nach den Vorgaben des Bundes-Immissionschutzgesetzes bedürfen. Keiner der Standorte unterliegt aufgrund seiner Lage oder des Betriebes besonderen Anforderungen zum Schutz der Umwelt. 
Als kundenorientierter Dienstleister in den Bereichen Immobilien (z. B. Schadstofferkundung und -sanierung, Altlasten, Luftmonitoring), Umwelt (z. B. Boden-, Wasser-, Luft-, Agrar- und Abfallanalytik sowie Beratung), Lebensmittel (z. B. Lebensmittelanalytik, Pflanzenschutzmittel, Lebensmittelhygiene), Verbraucherprodukte (z.B. Beratung und Analytik für Lebensmittelkontaktmaterialien, Bedarfsgegenstände, Bauprodukte, Daunen und Federn), Pharma   (z. B. Pharmaanalytik und -consulting), Kosmetik (z. B. Kosmetikanalytik und -beratung) Mikro- und Nanoanalytik (z. B. Mikroplastik) und Unternehmensberatung (z. B. Energieeffizienz, Prozesse, Managementsysteme) wird das ökologische Umfeld wesentlich durch die Standorte des Kunden und die gesetzlichen und sonstigen normativen Regelungen definiert. Dieses Umfeld ist von Kunde zu Kunde unterschiedlich und wird von WESSLING nicht unmittelbar beeinflusst. 

Sozioökonomisches Umfeld
WESSLING Kunden erwarten qualitativ hochwertige und gleichzeitig preiswerte Analytik- und Beratungsdienstleistungen, die zu individuellen Lösungen im Dienstleistungsspektrum führen.  Dies setzt die Anwendung moderner und zukunfstorientierter Methoden voraus, die den gesetzlichen, normativen und kundenspezifischen Anforderungen genügen. Hochqualifizierte Mitarbeiter,  ein innovatives Vorgehen, eine hohes Maß an Arbeitssicherheit sowie die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards sind gängige Kundenanforderungen. Diese Eigenschaften erwartet WESSLING in gleicher Weise von seinen Lieferanten. Gesellschaftliche und umweltschutzrelevante Fragestellungen finden im Dienstleistungsportfolio auch dann Berücksichtigung, wenn lediglich ein langfristiger wirtschaftlicher Erfolg erwartet werden kann. So ist bereits seit Jahren eine Organisationseinheit etabliert, die sich mit der Thematik Mikro- und Nanoanalytik beschäftigt, um hier mittelfristig Lösungen für den Nachweis und den Umgang mit z. B. Mikroplastik anbieten zu können.    

Politisches Umfeld

Die WESSLING GmbH betreibt ausschließlich Standorte in Deutschland. Es werden keine spezifischen Besonderheiten  hinsichtlich des  politischen Umfeldes abgeleitet, die Einfluss auf die WESSLING Aktivitäten haben.  

Auswirkungen
Die WESSLING Dienstleistungen haben im Kontext Kunde potenziell Einfluss auf die Zusammensetzung von Produkten, auf die Gestaltung von Prozessen, die Belastung der verschiedenen Umweltmedien (Boden, Wasser, Luft), die Schadstoffkontamination von Immobilien oder die Entsorgung von Abfällen. Damit wird WESSLING Teil der Nachhaltigkeitsanstrengungen der Kunden. In welchem Maße WESSLING Einfluss auf die Nachhaltigkeitsbemühungen der Kunden hat ist auftragsabhängig und unterliegt damit der Entscheidung des Kunden.
Gleichzeitig wirken die Nachhaltigkeitsanforderungen und die Bedürfnisse der Kunden auf die Prozesse von WESSLING.
So wurde der Beschaffungsprozess optimiert, in dem die Bewertung von Lieferanten inzwischen auch ökologische und soziale Aspekte beinhaltet. Auch werden die WESSLING Anforderungen über einen Code of Conduct kommuniziert. 

Positive und negative Wirkungen, Chancen und Risiken
Positive Wirkungen und Chancen
Das WESSLING Leistungsportfolio zielt darauf ab, den Kunden mindestens die Einhaltung von Regularien sowie die Optimierung von Prozessen und Produkten zu ermöglichen. Damit nimmt WESSLING je nach Auftrag unter anderem positiven Einfluss auf die Abfallströme, die Effizienz von Prozessen und Anlagen, die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz, die Rechtssicherheit und die fortlaufende Verbesserung im Rahmen der beim Kunden implementierten Managementsysteme und Vorgehensweisen im jeweiligen Themenfeld.  
Gestiegene Anforderungen von Kunden an die Nachhaltigkeitsperformance von Lieferanten, der Anspruch der eigenen Mitarbeiter und das eigene Selbstverständnis führen zu einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit Themen der Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund ist seit 2018 die WESSLING Nachhaltigkeitsperformance Teil der Managementbewertung durch die oberste Leitung.  
Wegen der Bedeutung der Nachhaltigkeitsaspekte für die WESSLING Geschäftstätigkeit wurde in 2018 das WESSLING Leitbild von den Gesellschaftern und Eigentümern verabschiedet und an alle Mitarbeiter kommuniziert. Das Leitbild enthält Klarstellungen zum Zweck, zur Verantwortung, den Werten, den Zielen und den Führungsprinzipien des Unternehmens.
Es wird die positive Wirkung erwartet, dass ein intensiverer Austausch über die einzelnen Inhalte verbindlicher Dokumente (Leitbild, QHSE-Politik, Unabhängigkeits-, Unparteilichkeits- & Vertraulichkeitspolitik, Chancen- und Risiken-Politik, Sozialleitlinien, Kommunikationspolitik) die  Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen fördert und sich die Mitarbeiter in die Entwicklung des Unternehmens besser einbringen können.
Die Feststellung und die aktive Auseinandersetzung mit bedeutenden ökologischen (z. B. Energieeffizienz, Entsorgung, Ressourcenverbrauch)  und sozialen Themen (z. B. Arbeitsplatzgestaltung, Sozialklima, mitarbeiterorientierte Prozessoptimierungen, Lieferkette, Arbeitnehmerrechte- und pflichten, Arbeitsplatzmodelle) werden als Chance zur weiteren Optimierung
  • der  Kundenorientierung,
  • der Mitarbeiterorientierung,
  • der eigenen Umweltleistung,
  • der Fortentwicklung der Dienstleistungen und
  • der systematischen Norm- und Rechtskonformität 
verstanden.

Es wird die positive Wirkung erwartet, dass die Nachhaltigkeitsanstrengungen auch von Kunden und Gesellschaft positiv aufgenommen werden und die Marke WESSLING aufwerten.

Negative Wirkungen und Risiken
Rechtsunsicherheiten, gering qualifizierte Mitarbeiter, Fehlverhalten im Bereich der Arbeitssicherheit oder im Bereich des Umweltschutzes sowie das Umgehen von Sozialstandards gefährden die Glaubwürdigkeit von WESSLING und damit den wirtschaftlichen Erfolg. Dieser ist Basis für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und die Zukunftsfähigkeit von WESSLING.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen werden mit dem Teilmanagementbewertungsbericht "Nachhaltigkeit" jährlich bewertet. Diese Teilmanagementbewertung fließt in die Gesamtmanagementbewertung der Geschäftsführung ein, die jährlich erfolgt. 

Folgende Ziele bzw. Maßnahmen sind vorgegeben, wobei Maßnahmen teilweise bereits in der Umsetzung sind und nicht zwingend erneut durch die Geschäftsführung vorgegeben werden.
Für 2019 ergeben sich die folgenden Ziele:
 
Reduzierung des Energieverbrauches
  1. Optimierung der BHKW-Betriebszeiten zur Reduzierung des Stromfremdbezuges (+ 11%),
  2. Erhöhung des Anteils des ÖPNV an Dienstfahrten (nicht quantifiziert, da u. a. auftragsabhängig),
  3. Installation von LED- oder T5-Lampen mit EVG (+20 %),
  4. Mitarbeitersensibilisierung (regelmäßige Veröffentlichungen in Mitarbeiterzeitung, Intranet etc.).
Reduzierung der Abfallerzeugung
  1. Mitarbeitersensibilisierung (nicht quantifiziert, seit 2018 Kommunikation von Anforderungen an den Umgang mit Abfällen durch die Geschäftsführung über das Intranet),
  2. Erstellung einer Abfallfibel zur Kommunikation der Anforderungen an die Mitarbeiter (Fertigstellung 2019),
  3. Optimierung der Abfallfraktionierung (erfolgt kontinuierlich), 
  4. Schulungsmaßnahmen (erstmalige Benennung eines Abfallbeauftragten in 2019, gesetzlich nicht gefordert).
Förderung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes
  1. Angebot „Jobrad“ für alle Mitarbeiter (nicht quantifiziert, da Nutzung freiwillig),
  2. Angebot von Yogakursen und anderen Fitnessprogrammen (nicht quantifiziert, erfolgt auf Nachfrage der Mitarbeiter an die Personalabteilung),
  3. Mitarbeitersensibilisierung und Schulungen (erfolgt kontinuierlich oder anlassbezogen durch die Abteilung Arbeitssicherheit),
  4. Vertrauensarbeitszeit oder andere Modelle (nicht quantifiziert, wird nach Rücksprache mit dem Vorgesetzen ermöglicht),
  5. Implementierung einer neuen Systematik, Erfassung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilungen (Fertigstellung bis 06/20),
  6. Fortführung des Arbeitsschutzmanagementsystems "Sicherheit mit System" der BGRCI (Umstellung auf neue Vorgaben der DIN EN ISO 45001 bis 02/20).
Ökologische Optimierung des Fuhrparks
  1. Bahncard für Mitarbeiter mit signifikanter Reisetätigkeit (nicht quantifiziert, da Nutzung der Bahn auftragsabhängig),
  2. Jobticket (nicht quantifiziert, da von Wohnorten und Verhalten der Mitarbeiter abhängig),
  3. Verbrauch und Emissionen als Kriterien für die Beschaffung von Dienstfahrzeugen (wird kontinuierlich an die Verfügbarkeit von emissionsarmen Fahrzeugen angepasst),
  4. Downsizing bzw. Downgrading im Fuhrpark in Abstimmung mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (nicht quantifiziert, da auch vom Einverständnis der Mitarbeiter abhängig),
  5. Controlling von Verbrauchswerten (Anpassung des Controllings seit 2018),
  6. Mitarbeitersensibilisierung (erfolgt regelmäßig und bei Neuanschaffung eines Fahrzeuges durch das Fuhrparkmanagement).
Unterstützung von gemeinnützigen Unternehmen und Aktionen oder Sportvereinen
  1. Durchführung von betriebsinternen Aktionen, z. B. Spenden (nicht quantifiziert, erfolgt teilweise auf Initiative von Mitarbeitern, teilweise anlassbezogen bei Anfragen), 
  2. Erteilung von Aufträgen an gemeinnützige Unternehmen (nicht quantifiziert, Grünanlagenpflege durch gmeinnütziges Unternehmen für 2019 beschlossen), 
  3. Sponsoring eines lokalen Vereins (nicht quantifiziert, erfolgt auf Initiative von Mitarbeitern). 
Aufrechterhaltung der lernenden Organisation als Grundlage des Wissensmanagements
  1. Aufrechterhaltung und Förderung der Lernkultur (nicht quantifizierbar, erfolgt anlassbezogen durch die Führungskräfte),
  2. Schulungen im konstruktiven Umgang mit Fehlern (nicht quantifizierbar, Etablierung Prozess "nicht konformes Arbeiten"  in 2019),
  3. Aufrechterhaltung des partizipativen Führungsstils (nicht quantifizierbar, Maßnahme bei abweichendem Verhalten der Führungskraft),
  4. Förderung von Ausbildungseinrichtungen hinsichtlich MINT-Fächern (nicht qantifizierbar). 
Prozessoptimierungen im Sinne des Stakeholder-Ansatzes
  1. Regelmäßige Ermittlung der Stakeholder (erfolgt kontinuierlich durch die Bereichsverantwortlichen),
  2. Bewertung der Interessen der Stakeholder bei Unternehmensentscheidungen (erfolgt regelmäßig durch die Geschäftsführung),
  3. Werteorientierte Führung (Bewertung erfolgt jährlich durch die jeweils vorgesetze Führungskraft).
Nachhaltige Beschaffung
  1. Entwicklung und Dokumentation eines Verfahrens (Fertigstellung in 2019),
  2. Entwicklung eines Code of Conduct und Kommunikation gegenüber Lieferanten (Fertigstellung in 2019),
  3. Optimierte Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Lieferantenauswahl (Umsetzung ab 2019, 100% ab 2020).
Priorisierung

Höchste Priorität haben Ziele und Maßnahmen, die der Umsetzung von gesetzlichen und anderen normativen Vorgaben dienen (z. B. Umsetzung des Energieaudits nach EDL-G, Änderung der GewAbfV) sowie Ziele und Maßnahmen, die sich aus der Kundenorientierung ergeben (z. B. geänderte Anforderungen an den Kunden, die WESSLING Prozesse mittelbar betreffen).

Darüber hinaus haben Ziele und Maßnahmen Vorrang, die durch geänderte Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz gewünscht oder notwendig sind (z. B. Anpassung des Systems an die Anforderungen der DIN EN ISO 45001).
Unabhängig von der Wesentlichkeit einzelner Aspekte ist der der zeitliche und monetäre Aufwand für die Umsetzung von Maßnahmen relevant.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

WESSLING Wertschöpfungskette
WESSLING ist Dienstleister für hochwertige Laboranalytik und Beratungsdienstleistungen, die integriert oder als separate Lösungen durchgeführt werden. Die Wertschöpfungskette erstreckt sich vereinfacht dargestellt bei den integrierten Lösungen von der Akquise, der Angebotserstellung, über die eigentliche Leistungserbringung (Probenahme, Analytik samt Prüfberichterstellung, Beratungs- und Gutachterleistungen, Berichterstellung) bis hin zu nachgelagerten Serviceleistungen.
Nachhaltigkeitskriterien sind grundsätzlich in der gesamten Wertschöpfungskette von Bedeutung, von der Beschaffung bis zur Rechnungsstellung und dem After-Sales-Service. 

Nachhaltigkeitsaspekte in der Wertschöpfungskette
Alle Stufen der Wertschöpfungskette werden in der Eruierung und Beurteilung wesentlicher Nachhaltigkeitskriterien (insbesondere Ressourcenverbrauch, Abfallerzeugung, Compliance, Überparteilichkeit, Kundenorientierung, Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit) berücksichtigt, zumal die Corporate Governance, die Unternehmenspolitik, das Leitbild und die Leitlinien (für z. B. Unabhängigkeit, Überparteilichkeit & Vertraulichkeit; Chancen & Risiken; Sozialleitlinien; Kommunikation) und die Nachhaltigkeitsbestrebungen insgesamt für das gesamte Unternehmen gelten. 
Da WESSLING auch externe Dienstleister und Lieferanten einsetzt, wurde ein Code of Conduct entwickelt und eine Lieferantenbewertung eingeführt, Diese beinhaltet auch die Aspekte Umwelt und Soziales.

Ermittlung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten
Mindestens jährlich erfolgt eine umfassende Bewertung der WESSLING Performance durch die Geschäftsführung. Während bis 2018 der Fokus auf den Aspekten Qualität und Umwelt lag, wurde erstmals in 2018 ein Teilmanagementbewertungsbericht Umwelt und Nachhaltigkeit erstellt. Damit unterliegen - neben dem Aspekt Umwelt - weitere Aspekte der Nachhaltigkeit (z. B. Mitarbeiterbelange/Betriebsrat, Ethik, Vergütungssystem, Einbindung von Mitarbeitern mit Behinderung, betriebliches Eingliederungsmanagement, Nachhaltige Beschaffung)  der regelmäßigen Bewertung.
Über die jährlichen Mitarbeitergespräche, das Intranet, Bereichssitzungen etc. werden die WESSLING Anforderungen und Ansprüche in die Mitarbeiterschaft transportiert.
Ein wesentlicher Umwelaspekt ist die Mobiltät. Die Mobilität resultiert aus dem Bedürfnis des Kunden nach ständiger Erreichbarbeit, hoher Flexibiltät und schneller Reaktionsfähigkeit bei Havarien oder anderen Störungen und Anliegen. Beratungsleistungen finden signifikant beim Kunden vor Ort statt, wobei die Standorte häufig nur bedingt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einem vorgegebenen Zeitfenster zu erreichen sind. Daraus ergibt sich, dass Reisen nur bedingt planbar sind. Darüber hinaus richtet sich die Bearbeitung von Aufträgen danach, ob WESSLING die für die Bearbeitung notwendigen Fähigkeiten (Kompetenzen, Kapazitäten) besitzt und der Auftrag wirtschaftlich, unter Berücksichtigung rechtlicher und sonstiger Vorgaben, abbildbar ist. Der Standort des Kunden bzw. die Erreichbarkeit des Kunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat keinen Einfluss auf die Durchführung von Dienstleistungen, da dies den wirtschaftlichen Erolg von WESSLING gefährdet. Insofern besteht die Gefahr, dass das Ziel der Reduzierung der PKW-Kilometerleistung nicht erreicht wird. 

Kommunikation
Die Kommunikation mit Lieferanten, Kunden und sonstigen interessierten Dritten über die Nachhaltigkeitsaktivitäten findet auf unterschiedlichen Wegen statt, beispielsweise im Rahmen persönlicher Gespräche, Kundenaudits, Lieferantenaudits oder Workshops. Für Kunden stehen die Kompetenz der Mitarbeiter und die Aktivitäten zur Sicherstellung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes im Vordergrund, die unter anderem über das zertifizierte Arbeitssicherheitsmanagement nachgewiesen werden können.
Auf der WESSLING Internetseite wird über die Bedeutung der Nachhaltigkeit für die Zukunft von WESSLING informiert und zum Dialog aufgerufen.
Die nachhaltige Beschaffung wird in 2019 zum Bestandteil der Managementdokumentation, Lieferanten werden anhand festgelegter ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien bewertet. Die Anforderungen von WESSLING werden künftig über den neu aufgesetzten Code of Conduct kommuniziert.   

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4