1. Strategische Analyse

Die Hochschule legt dar, wie sie die Wirkungen ihrer wesentlichen Aktivitäten im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert und auf welchem Nachhaltigkeitsverständnis diese basieren. Die Hochschule erläutert, wie sie im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten hochschulspezifischen, nationalen und internationalen Standards operiert.

Wesentlichkeit

Die HNE Eberswalde versteht Nachhaltigkeit als integratives Konzept, welches die Lehre in allen Studiengängen bestimmt und handlungsleitend in der Forschung ist. Gleichzeitig bedeutet Nachhaltigkeit für uns, zur Weiterentwicklung unserer eigenen Organisation in nachhaltigen Prozessen zu denken und zu handeln. Unser Selbstverständnis beinhaltet dabei sowohl uns als Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Lehre, Forschung und Transfer als auch uns als nachhaltig organisierte und betriebene öffentliche Bildungseinrichtung. In unseren Grundsätzen zur nachhaltigen Entwicklung ist beschrieben (www.hnee.de/nachhaltigkeitsgrundsaetze ), dass Nachhaltigkeit für uns handlungsleitend in Lehre, Forschung, Betrieb und Transfer ist. Gleichzeitig streben wir eine regionale und globale Vernetzung an und sind uns unserer Vorbildwirkung durch nachhaltiges Handeln bewusst.

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 in Kap. 1 „Rahmenbedingungen und Grundsätze“ im Abschnitt  „HNE Eberswalde – Auf in die nachhaltige Zukunft“ zu finden.

a)     Nachhaltigkeit in der Lehre
Zu Beginn des Studiums besuchen alle neuen Bachelorstudierenden im ersten Semester die gemeinsame Vorlesungsreihe „Einführung in die nachhaltige Entwicklung“. In inter- und transdisziplinären Ansätzen lernen die Studierenden aus allen Studiengängen gemeinsam das Spektrum nachhaltiger Entwicklung kennen. Besondere Schwerpunkte bilden das Systemverständnis und konkrete Anwendungsfelder über die individuellen Studienschwerpunkte hinaus. Die Nachhaltigkeitsvorlesung ist von zentraler Bedeutung, da hier die Vielfalt, gesellschaftliche Relevanz und Gestaltungsmöglichkeiten thematisiert werden.
Nachhaltigkeit ist der Anspruch in unserem gesamten Lehrangebot. In allen Studiengängen ist nachhaltige Entwicklung curricular in integrierter Form oder mit einem speziellen Konzept verhaftet. Programmatische Studiengänge wie z. B. „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“, „Global Change Management“ oder „Nachhaltiges Unternehmensmanagement“ verdeutlichen das besondere Profil der HNEE.

Ein übergreifendes Lehr- und Lernformat stellen unsere Projektwerkstätten dar. Diese Form des von Studierenden selbst organisierten Lernens wird in besonderer Weise dem Anspruch an nachhaltiges Lehren und Lernen gerecht.

Die Kontinuität der Besetzung der einzelnen Professuren ist ein weiterer Aspekt von Nachhaltigkeit in unserer Hochschullehre. Nur engagierte Professor*innen, die für Nachhaltigkeitsfragestellungen ihres Faches ein hohes Engagement mitbringen, können die nachhaltige Weiterentwicklung von Lehre gewährleisten und Nachhaltigkeit in Projekten und in den Köpfen von Studierenden verankern.

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 in Kap. 2 „Nachhaltigkeit in der Lehre“ zu finden.


b)     Nachhaltigkeit in der Forschung
Als eine der forschungsstärksten Fachhochschulen Deutschlands (im Jahr 2014 haben unsere Hochschullehrer*innen durchschnittlich je 100.700 € an Forschungsgeldern eingeworben) bietet die HNEE besonders forschungs- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. Im Transferzentrum sind die Bereiche Wissens- und Technologietransfer, Drittmittelmanagement und EU-Förderung organisatorisch vereinigt. Die Vergabe von Forschungsprofessuren nutzen wir auch für eine verstärkte Kooperation mit Unternehmen zur regionalen bis internationalen Vernetzung und zur stringenten Ausrichtung an unseren Forschungsschwerpunkten „Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes“ und „Nachhaltige Gewinnung, Verarbeitung und verfahrenstechnische Gestaltung von Werkstoffen und Produkten auf Naturstoffbasis“. Zur effektiven Bearbeitung spezieller nachhaltiger Themenfelder haben wir das Center for Econics and Ecosystem Management und das Zentrum für nachhaltigen Tourismus gegründet.

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 in Kap. 3 „Zukunftsfähige Wissenschaft“ finden.

 
c)      Nachhaltigkeit im Betrieb
An unserer Hochschule haben wir seit 2007 ein Umweltmanagement-Konzept nach den Anforderungen von EMAS aufgebaut und seitdem regelmäßig validiert (siehe Kriterien 11-13). Im Jahr 2010 erhielten wir den EMAS-Award der EU-Kommission. In unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen und im Klimaschutzkonzept haben wir festgeschrieben, wie  wir unsere Hochschule klimafreundlich weiterentwickeln wollen.
Unsere Ansprüche an Nachhaltigkeit im beruflichen und sozialen Kontext sind in den Nachhaltigkeitsgrundsätzen festgeschrieben. Wir entwickeln aus dem Gleichstellungskonzept unser Diversity-Konzept. Über das Professorinnen-Programm des BMBF möchten wir den Frauenanteil in wissenschaftlichen Führungspositionen erhöhen. In 2014 haben wir die Charta Familie in der Hochschule unterzeichnet und bieten Beratung, Begleitung und Betreuung zur Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und familiären Anforderungen. Wir arbeiten mit der Stadt Eberswalde eng bei der Kinderbetreuung, insbesondere bei der waldpädagogischen Ausrichtung, zusammen. Studierende Eltern beraten wir individuell, um den Studienerfolg zu sichern. An der HNEE sind gesundheitsfördernde Angebote wie z. B. die aktive Pause etabliert. Unser Konzept zur Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. das Eingliederungsmanagement. Wir entwickeln derzeit ein Konzept zur gesundheitsfördernden Hochschule (siehe Kriterium 15).

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 im Umschlag „Leitlinien für eine klimafreundliche HNEE“, in Kap. 4  „Umweltgerechter Hochschulbetrieb“ und in Kap.5 „Nachhaltigkeit im sozialen und beruflichen Kontext“ zu finden.

2. Handlungsfelder

Die Hochschule legt dar, welche Aspekte der Nachhaltigkeit für folgende Handlungsfelder wesentlich sind und wie sie diese in ihrer Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert:

a) Forschung
b) Lehre
c) Betrieb
d) Transfer
e) Governance

Die Hochschule legt dar, wie sie nachhaltigkeitsbezogene Aktivitäten in den Handlungsfeldern fördert und wie künftig Themen der nachhaltigen Entwicklung in diese implementiert werden. Zudem soll aufgezeigt werden, wie Nachhaltigkeit in den fünf Bereichen miteinander vernetzt ist.

Strategische Analyse und Maßnahmen

Im Dezember 2014 wurden im Hochschulentwicklungsplan die Strategiefelder Kompetenzförderung durch Entwicklung der Student*innen, Wissensentfaltung durch Formung von Wissensprodukten, Personalentwicklung durch Förderung von Köpfen und Netzwerkbildung durch Entfaltung von Kontakten beschlossen. Durch Schaffung eines Lehrzentrums und eines Transferzentrums haben wir unsere Kräfte gebündelt. Seit 2014 bieten wir die unser Profil verdeutlichenden Masterstudiengänge „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ und „Nachhaltige Unternehmensführung“ an. Unsere Studierenden- und Zulassungszahlen wachsen entgegen dem Brandenburger Trend kontinuierlich.
Die HNEE hat eine Internationalisierungsstrategie entwickelt und gestaltet derzeit die Umsetzung. Weitere Felder wie z. B. die Digitalisierung sind in der Planung. Dem demografischen Wandel begegnen wir mit einer stringenten, qualitätsgesicherten Profilierung unserer Hochschule. Unsere Studiengänge werden extern in regelmäßigen Abständen in Clustern akkreditiert.

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 in Kap. 1 „Rahmenbedingungen und Grundsätze“ zu finden.

3. Ziele

Die Hochschule legt dar, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele sie sich gesetzt hat, wie diese operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Alle Studierenden wollen wir zu einer umfassenden und gelebten Reflexionsfähigkeit zum Thema Nachhaltigkeit befähigen. Dazu trägt auch die Nachhaltigkeitsvorlesung für alle Erstsemester-Bachelorstudierenden bei. Neuberufungen von Professor*innen orientieren wir konsequent an der Ausrichtung an nachhaltigkeitsrelevanten Themenfeldern, ebenso Forschungsprofessuren.

Im Februar 2013 verabschiedete der Senat die Grundsätze zur nachhaltigen Entwicklung der HNEE. Die Gliederung und Struktur der Grundsätze zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule bilden die Grundlage dieses Nachhaltigkeitsberichtes. Die leitbildartigen Nachhaltigkeitsgrundsätze beinhalten Zielstellungen, die unseren Weg einer nachhaltigen Entwicklung aufzeigen. Mit der Berichterstattung anhand unserer selbst formulierten Grundsätze überprüfen wir unsere eigene Entwicklung und machen uns überprüfbar. Nachhaltige Entwicklung verstehen wir als Prozess. Auch deshalb haben wir in den Nachhaltigkeitsgrundsätzen eine regelmäßige und prozessbegleitende Überprüfung unserer Zielstellungen festgeschrieben. Im Jahr 2015 erfolgte in einer AG des Runden Tisches eine Konkretisierung der Grundsätze im beruflichen und sozialen Kontext.

Es ist unser Ziel, die von der Hochschule ausgehenden Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Im EMAS-Umweltprogramm haben wir operative Umweltziele formuliert (www.hnee.de/umwelterklaerung). Im Klimaschutzkonzept haben wir Maßnahmen definiert, wie wir uns als klimafreundliche Hochschule weiterentwickeln wollen. Es ist unser Ziel als klimaneutrale Hochschule, alle unvermeidbaren Emissionen vollständig zu kompensieren (siehe Kriterien 11-13).

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 im Umschlag „Leitlinien für eine klimafreundliche HNEE“, in 1 „Rahmenbedingungen und Grundsätze“ Abschnitt „Nachhaltigkeitsgrundsätze“ und in Kap. 4 „Umweltgerechter Hochschulbetrieb“  zu finden.

4. Organisationale Verankerung

Die Hochschule legt dar, wie Aspekte der Nachhaltigkeit in die Tätigkeiten der gesamten Hochschule inklusive ihrer nachgelagerten Organisationseinheiten integriert werden und welche Maßnahmen sie ergreift, um Nachhaltigkeit in der gesamten Hochschule zu verankern sowie die Integration von Nachhaltigkeit kontinuierlich zu stärken und zu verbessern.

Kohärenz

Unser Name ist Programm. Als Hochschule für nachhaltige Entwicklung ist es für uns selbstverständlich, das Thema Nachhaltigkeit in allen Studiengängen curricular zu verankern. Ein fachbereichsübergreifendes und besonders vom Engagement der Studierenden getragenes, methodisch und inhaltlich nachhaltiges Lehr- und Lernformat stellen unsere Projektwerkstätten dar. Studierende haben die Möglichkeit, ihren Fokus auf bestimmte Nachhaltigkeitsthemen zu richten und daran selbständig in der Projektwerkstatt zu arbeiten und zu forschen.

Unsere interne Evaluierung führen wir mit Hilfe des Campus Managementsystems EMMA durch. Ein standardisierter Fragebogen, der in Teilen auch individualisiert werden kann, bildet die Basis für das Feedback von Studierenden.

Das Thema Nachhaltigkeit ist intensiv in unsere Forschungstätigkeit involviert. Unsere Forschungsschwerpunkte „Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes“ und „Nachhaltige Gewinnung, Verarbeitung und verfahrenstechnische Gestaltung von Werkstoffen und Produkten auf Naturstoffbasis“ verdeutlichen dies.

Der Vorbild- und Multiplikationswirkung als nachhaltige Hochschule sind wir uns bewusst. Über ein strukturiertes Nachhaltigkeitsmanagement, welches Bereiche der Verwaltung mit der Lehre und dem Betrieb verbindet, gestalten wir die Lebenswelt Hochschule nachhaltig. Unser Umweltmanagementsystem haben wir nach EMAS aufgebaut, es wird regelmäßig validiert. Die Bewirtschaftung von Liegenschaften und Gebäuden erfolgt in umweltgerechten Routinen. Dazu gehört auch der Einkauf entsprechend unserer Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung, welche mit Präsidiumsbeschluss verabschiedet wurde und für sämtliche Beschaffungsprozesse an der HNEE Gültigkeit hat.

Zudem werden die Aufträge, gemäß dem Brandenburgischen Vergabegesetz, nur an Firmen vergeben, die für die Lieferung/ Leistung an die eingesetzten Beschäftigten ein Arbeitnehmerbruttoentgelt von derzeit mindestens 8,50 € je Arbeitsstunde bezahlen. Die unterschriebene Erklärung ist durch die Firmen bereits mit der Abgabe des Angebotes zwingend abzugeben. Bei einer Lieferleistung gilt dies für die mit der Anlieferung zusammenhängenden Leistungen, insbesondere Transport, Aufstellung, Montage und Einweisung zur Benutzung.

Detaillierte Informationen hierzu sind im Bericht zur nachhaltigen Entwicklung unserer Hochschule 2014/2015 in Kap. 2 „Nachhaltigkeit in der Lehre“, in Kap.3 „Zukunftsfähige Wissenschaft“ und in Kap. 4 „Umweltgerechter Hochschulbetrieb“ zu finden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4