1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

TEQPORT hat bislang keine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. TEQPORT bekennt sich zu den Sustainable Development Goals 2030 (SDG) und hat auf dieser Basis Ziele für 2021 und die Zukunft entwickelt. Die Integration der Nachhaltigkeitsaspekte wird in allen Geschäftsgebaren gelebt. Neben dem Geschäftsmodell sind auch die Beschäftigten von TEQPORT sehr auf Nachhaltigkeit bedacht - so sind viele positive Veränderungen im Geschäftsbetrieb aus den Nachhaltigkeitsgedanken der Beschäftigten entsprungen und wurden nicht von der Geschäftsleitung bestimmt. Die Forderung nach einer Nachhaltigkeitsstrategie, von Seiten der Beschäftigten wurde bereits geäußert. Hier gibt es aber noch keinen konkreten Zeitraum, ob und zu wann TEQPORT eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. 

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit sind auf die Tätigkeiten von TEQPORT anwendbar.

ÖKONOMIE – DEN BLICK AUF DAS WESENTLICHE RICHTEN


Der wirtschaftliche Erfolg sichert den Fortbestand und die Geschäftstätigkeit von TEQPORT. Die Ausweitung des Dienstleistungsportfolios sowie die Verbesserung der bestehenden Prozesse wurden in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt und sind auch zukünftig Ziel. 

ÖKOLOGIE – DIE WELT EIN BISSCHEN BESSER MACHEN 

Das Geschäftsmodell von TEQPORT ist auf die Bergung, die  Verwertung zur weiteren Benutzung oder des Verkaufs bzw. des Recyclings von Komponenten der Informations- und Kommunikationstechnologie-Infrastruktur ausgerichtet. Die Verlängerung der Nutzungsdauer von Gebrauchsgegenständen durch „Second-Lifecycle-Management“ vermeidet Abfall und spart wertvolle Ressourcen, die bei einer Neuproduktion anfallen würden. 
Die durch das Recycling zurückgewonnen Sekundärrohstoffe verringern zudem die Nachfrage an Primärrohstoffen in der Industrie, welche bei ihrer Exploration mit erheblichen Umweltbelastungen behaftet sind.

TEQPORT koordiniert komplette rückwärtsgerichtete Prozesse (Reverse Supply Chains) großer Infrastrukturbetreiber und achtet dabei stets auf höchstmögliche Recyclingquoten. 
Höchstmöglich ist aber nicht genug und eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Informationstechnologien muss das nächste Ziel sein. Aus diesem und weiteren Gründen ist TEQPORT Praxispartner im Forschungsprojekt 
www.effizientnutzen.de geworden. 

Somit operiert TEQPORT nicht nur im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards, sondern trägt durch die Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit dazu bei, dass der Nachhaltigkeitsgedanke weiterverbreitet wird.

Durch die Kooperation mit TEQPORT kann jedes (Infrastruktur-) Unternehmen (ITK, Verkehr, Energie) den Nachhaltigkeitsgedanken unterstützen und zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz direkt beitragen. TEQPORT hilft bereits heute seinen Kunden bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Abfallströme der Kunden werden im Waste Management System vom TEQPORT genau dokumentiert und unterstützen das Entsorgungsmanagement des Kunden.

SOZIALES – DER MENSCH IM MITTELPUNKT 

Bei TEQPORT sind die Beschäftigten die wichtigste Ressource und ihre Arbeit wird dementsprechend wertgeschätzt. Die Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien ist selbstverständlich. TEQPORT bildet eigene Talente aus und fördert die Weiterbildung und Entwicklung seiner Angestellten. Um Risiken wie Kinderarbeit, Lohndumping, mangelnde Arbeitssicherheit und den falschen Umgang mit Recyclingmaterialien zu vermeiden, setzt TEQPORT - mit Ausnahme vom Handelsgeschäft - ausschließlich auf lokale Partner, welche kontinuierlich auditiert werden. 

TEQPORT strebt  eine enge Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen an. Im Rahmen dessen ist TEQPORT unter anderem seit 2019 Praxispartner in einem Forschungsprojekt für Kreislaufwirtschaft in Informationstechnologien. Die Zielsetzung von 
www.effizientnutzen.de ist die Entwicklung von Geschäftsmodellen für die verlängerte Produktnutzung und Kaskadennutzung sowie der zielgerichteten Verwertung im End-of-Life von Elektro(nik)produkten.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die rasante Entwicklung in der Technologiebranche und der Anspruch vieler Verbraucher Up-To-Date zu sein, verkürzt die Lebenszyklen der Technik  drastisch. Für das obsolete Material bietet TEQPORT wiederkehrende Lösungen an, wie Second-Lifecycle-Management oder Recycling. TEQPORT vermeidet Abfall durch den Wiedereinsatz gebrauchter Komponenten (Reuse, Remarketing). Die Nachfrage nach gebrauchten Geräten ist im letzten Jahr massiv gestiegen. Die zügige Digitalisierung vieler Arbeitsplätze hat eine Chance für die Geschäftstätigkeit aufgetan. 

Ist ein Wiedereinsatz nicht mehr möglich, wird das obsolete Material an zertifizierte Verwerter übergeben, die durch Recycling Sekundärrohstoffe gewinnen. Der Wiedereinsatz von gebrauchter Technik, sowie die Gewinnung von Sekundärrohstoffen (Recycling) hat aufgrund der globalen Rohstoffknappheit massiv an Bedeutung gewonnen. Hier sieht TEQPORT große Chancen für die Zukunft.
Immer mehr Unternehmen sehen die Chance, dass sie durch Rückbau und Bergung alter Technik nicht nur Rohstoffe gewinnbringend zurückgewinnen können, sondern zusätzlich Ressourcen sparen (Energie, Raum, Kosten).

Ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist in dem Zusammenhang die Wohnraumknappheit in vielen Großstädten. Der Verkauf bzw. die Abmietung von Räumen, Etagen oder ganzen Standorten in diesen Gegenden ist stark in den Fokus geraten. TEQPORT unterstützt in diesen Fällen mit der und der anschließenden Räumung, damit frei gewordener Raum anderweitig genutzt werden kann. 

Die Kunden von TEQPORT sehen diese Vorteile schon länger und nutzen die Zusammenarbeit, um ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. 
Für die Umsetzung setzt TEQPORT auf langjährige Partner und kann durch die stetige und enge Zusammenarbeit eine sehr gute Qualität erzielen. 

Die Bürostandorte und der Fuhrpark von TEQPORT verbrauchen hingegen Ressourcen. Hier fallen die gewöhnlichen Verbräuche der Bürotätigkeit (Energie, Wasser, Büromaterial), sowie die Emissionen des Fuhrparks an. Ein nachhaltiges Ressourcenmanagement steht im Vordergrund, um niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte vorweisen zu können.    

Als Dienstleister ist TEQPORT auf die hervorragende Leistung seiner Beschäftigten angewiesen. TEQPORT strebt eine Leistungsmaximierung an, um diese wirtschaftlich umzusetzen, ist Effizienz und Effektivität unerlässlich. Die Geschäftsführung hat früh erkannt, dass nur motivierte Beschäftigte, die sich bei der Arbeit wohlfühlen, diese Leistungsbereitschaft erbringen. Daher setzt sich TEQPORT für die Schaffung eines angenehmen, attraktiven und wertschätzenden Arbeitsumfelds ein. Themen wie attraktives Gehalt, Aus- und Weiterbildung, Work-Life-Balance, Chancengleichheit und vor allem Zufriedenheit stehen laufend im Vordergrund. Außerdem steht TEQPORT beim Thema Fachkräfteakquirierung mit einer Vielzahl von Unternehmungen in der Umgebung in Konkurrenz. Durch Anreize wird das Risiko unbesetzter Stellen vermindert.

TEQPORT hat keine spezifische Analyse genutzt, um die Bereiche der Wesentlichkeit zu definieren. In mehreren Besprechungen zwischen den Verantwortlichen für den DNK-Bericht und der Geschäftsführung haben sich die wesentlichen Bereiche Kunde, Subunternehmer und Dienstleister, Beschäftigte und Energie herauskristallisiert. 

Zusammengefasst sieht TEQPORT die Themen verkürzte Techniklebenszyklen, steigende Bedeutung von Wiedereinsatz gebrauchter Geräte, Recycling, Ressourcen- sowie Wohnraumknappheit als Themen, die sich positiv auf das Geschäftsfeld auswirken können. 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

In den letzten Jahren hat TEQPORT einige Maßnahmen umgesetzt, die unseren Nachhaltigkeitszielen zugeordnet werden können:
TEQPORT bekennt sich zu den Sustainable Development Goals 2030 (SDG) und will in den kommenden Jahren die positive Wirkung seiner Geschäftstätigkeit für Geschäftspartner deutlich sichtbarer machen. Hierzu möchte TEQPORT die folgenden Unterziele der SDGs unterstützen:
Um in Zukunft Ziele genauer messen zu können und auch Erfolge zu feiern, setzt sich TEQPORT folgende Ziele für 2021  

ÖKONOMIE gemäß SDG: Industrie, Innnovation und Infrastruktur (Ziel 9) 

Der wirtschaftliche Erfolg sichert den Fortbestand und die Geschäftstätigkeit von TEQPORT.
ÖKONOMIE gemäß SDGs: Nachhaltige/r Konsum und Produktion (Ziel 12) und Maßnahmen zum Klimaschutz (Ziel 13) 

Bei den ökologischen Zielen unterscheidet TEQPORT zwischen Zielen, die durch TEQPORT beeinflussbar sind und jene, die es nicht sind. TEQPORT hat Einfluss auf das operative Geschäft und die Führung der Bürostandorte. Weniger Einfluss hingegen hat TEQPORT auf die Größen, die durch das Geschäftsmodell zustande kommen. Die Mengen an Technik, die zurückgewonnenen Rohstoffe und das Remarketing sind durch TEQPORT insofern wenig beeinflussbar, da diese Größen durch die Kunden bereitgestellt werden. TEQPORT hat aber durch seine ökonomischen Ziele ein Interesse daran, viele Aufträge zu generieren. Die Recyclingziele für das Jahr 2020 wurden bei Blei und Gold übertroffen, bei Kupfer sind die Ziele knapp unterschritten worden. Im Jahr 2021 strebt TEQPORT folgende Rohstoffrecyclingmengen an:
Im operativen Geschäft konnte TEQPORT einige Ziele erfolgreich umsetzen. Beim Thema Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gab es Corona bedingt leider einige Rückschläge. Anderseits sind viele interne Prozesse auf papierlose Verfahren umgestellt worden. Für 2021 werden folgende Ziele angestrebt:
SOZIALES gemäß SDGs: Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3) / Hochwertige Bildung (Ziel 4) / Geschlechtergleichheit (Ziel 5) / Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (Ziel 8)

Auch hier konnte TEQPORT im Jahr 2020 einiges umsetzen, so wurden neue lokale Partner akquiriert, das Forschungsprojekt mit „effzientnutzen“ läuft und einige Vorschläge des Mitarbeiterworkshops wurden umgesetzt. Viele der Ziele können als kontinuierliche Verbesserung jährlich festgelegt werden:
Eine Priorisierung wurde nicht vereinbart. Alle drei Säulen stehen gleichermaßen im Fokus. Die Zielerfüllung wird halbjährig überprüft. Hier unterstützen sich die Nachhaltigkeitsbeauftragte und die Geschäftsführung gegenseitig.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit leistet TEQPORT - mit Unterstützung von Subunternehmern - die Identifikation und Beplanung, die Sammlung bzw. den Rückbau, den Transport, die Aufbereitung und die Vermarktung bzw. das Recycling von obsoleten Gütern der Informations- und Telekommunikationsinfrastruktur. Sowohl der Ursprung der Güter als auch die Erbringung der Dienstleistung erfolgt zum größten Teil in Deutschland und seinen Anrainerstaaten. 

TEQPORT wählt seine Geschäftspartner u.a. unter dem Aspekt der Einhaltung strenger Umweltrichtlinien aus und überprüft diese regelmäßig. Durch die enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Subunternehmern und zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben wird gewährleistet, dass die wertvollen Ressourcen, die beim Rückbau von obsoleter Technik anfallen, dem Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Um Umweltbelastung durch unnötige Transporte zu vermeiden, werden lokale Partner eingebunden und die Transportlogistik stetig optimiert.

Um Risiken wie Kinderarbeit, Lohndumping, mangelnde Arbeitssicherheit und den falschen Umgang mit Recyclingmaterialien zu vermeiden, setzt TEQPORT - mit Ausnahme vom Handelsgeschäft - ausschließlich auf lokale Partner, welche kontinuierlich auditiert werden. Im Dialog mit den Partnern erarbeitet TEQPORT Best-In-Class-Prozesse.   

Auch der Geschäftsbetrieb von TEQPORT ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. So werden beispielsweise Betriebsmittel, wie Büroeinrichtungen und -utensilien, IT- und TK-Geräte für den eigenen Bedarf nach Möglichkeit gebraucht oder recycelt beschafft und eingesetzt. Moderne Medien werden genutzt, um Papierverschwendung zu unterbinden. Der Verbrauch von Einweg- und Mehrwegflaschen wird durch die Aufbereitung des Leitungswassers zu Tafelwasser reduziert. Bei Geschäftsreisen achten die Beschäftigten auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Fahrzeug im Fuhrpark wurde zuletzt durch ein Hybridfahrzeug ersetzt, das am Standort mit Ökostrom beladen wird.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4