1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Zweck der Stiftung ist eine angemessene und sozial vertretbare Verbesserung
der Wohnungsversorgung, insbesondere für Familien, vor allem in der Erzdiözese Bamberg. Die Stiftung ist christlichen Grundwerten verpflichtet. Die Joseph-Stiftung verfolgt ein nachhaltiges Geschäftsmodell und ist in den Geschäftsbereichen Wohnen, Bauen und Beteiligungen sowie in der Entwicklung innovativer Produkte beziehungsweise Dienstleistungen tätig.

Um den Stiftungszweck gezielt umzusetzen werden u.a. Modellprojekte sowie Maßnahmen und Konzepte im Wohnungswesen mit sozialer und ökologischer Signalwirkung initiiert, gefördert, entwickelt, durchgeführt und ausgewertet. Die Bewahrung der Schöpfung für künftige Generationen und der demographische Wandel stehen dabei für uns im Mittelpunkt.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Unser Unternehmensleitbild mit unseren Kernaussagen ist richtungsweisend und das Fundament unserer Unternehmensstrategie. Unser Wertemodell „sinnstiftend“ mit den Werten: kirchlich-sozial, innovativ, bewahrend, wirtschaftlich, spiegelt sich in unserem Handeln wieder. Das Image der Stiftung, die Werthaltigkeit unseres Wohnungsbestandes, die Kompetenz unserer Mitarbeiter und die Geschäftsmodelle unserer Beteiligungen sehen wir als Basis unseres Erfolges.

Die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Unternehmens führen zu einer sozialen Stabilisierung von Quartieren, zur Stärkung des Gemeinwesens, zu einem schonenderen Ressourcenverbrauch und auf Seiten der Mieter zu Kosteneinsparungen aufgrund niedrigerer Verbrauchswerte.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Ziele mit Zeitpunkt
-Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (Ende Dezember 2015)
-Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts der Joseph-Stiftung (Januar 2016)
-Umsetzung von Maßnahmen aus der Stiftungscard (2016)
-eine risikointegrierte Stiftungscard in den Bereichen Soziales (Wohnungen für Flüchtlinge), Ökologie (Modernisierung von Wohngebäuden) und Ökonomie ( Immobilienportfoliostrategie 2025)

Die risikointegrierte Stiftungscard hat das Unternehmen entwickelt. Sie umfasst vier Perspektiven: Werte (sozial/ökologisch/ökonomisch), Märkte, Prozesse und Ressourcen. Diese sind mit Maßnahmen und Indikatoren hinterlegt. Über die Perspektiven sind Chancen und Risiken miteinander verbunden. Diese Methodik stellt ein in sich konsistentes Managementkonzept sicher, das den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG) gerecht wird.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wohnungsbestände der Joseph-Stiftung liegen vor allem in Nordbayern, daneben auch in Regensburg und im Raum Dresden. Vertragspartner für Bauleistungen sind in der Regel regionale Firmen. Die Joseph-Stiftung agiert nicht im globalen Kontext. In den 1990er-Jahren begannen wir, systematisch unseren Wohnungsbestand energetisch zu sanieren. Auf eine
ökologische Modernisierung verschiedener Mietwohngebäude in Bamberg folgte in Ansbach der Umbau einer ganzen Zeile zu Niedrigstenergiehäusern. In Nürnberg erreichten wir schließlich den Passivhausstandard bei einem Gebäude mit über 40 Wohnungen. In Nordbayern war dies das erste Passivhaus in dieser Größe. In Ansbach verwirklichten wir zudem erst kürzlich ein Vorhaben unter dem Titel „E % - energieeffizienter Wohnungsbau“ im Rahmen eines von der Obersten Bayerischen Baubehörde ausgeschriebenen und auf zehn Teilnehmer begrenzten Förderprogramms. Die Nachhaltigkeitsaspekte werden kommuniziert im Rahmen von Inhouse-Messen, Netzwerkkonferenzen, persönlichen Gespräche, Printmedien und das Internet.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4