1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Wir sehen unseren ökonomischen Erfolg im effizienten Umgang mit den begrenzten Ressourcen: Rohstoffen, Energie, Fläche, Umwelt, im Erzielen des gesellschaftlichen Konsens, sowie im Dialog mit den Menschen, d.h. mit unseren gut ausgebildeten Mitarbeitern. Damit verbindet sich unser wirtschaftlicher Erfolg zwangsläufig mit umweltbezogenen, sozialen und gesellschaftlichen Belangen. Dieser Dreiklang: Ökonomie, Ökologie und Soziales, auch als Nachhaltigkeit bezeichnet, ist unsere Unternehmensausrichtung.

Die kontinuierliche Reduzierung des Ressourceneinsatzes bringt neben dem Umweltschutz auch eine Reduzierung der Kosten und der Abhängigkeit von diesen Rohstoffen.
Im Rahmen eines Projektes zur Reduzierung des Gasverbrauches wurde eine unserer Lackieranlagen komplett umgebaut und eine neue thermische Nachverbrennungsanlage angeschafft. Das Ergebnis ist eine 35 prozentige Gasverbrauchsminderung pro Jahr. Zudem wird die Abwärme der TNV nun für das Beheizen der Gebäude benutzt und so muss die Heizung nur 1-2 Mal im Jahr angeschaltet werden.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Erfassung aller wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen erfolgt alle 3 Jahre im Rahmen der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes.
Wesentliche Themen dabei sind für die Blechwarenfabrik Limburg die Unternehmenskultur, das Produkt, die Umwelt, der demographische Wandel, die Gesundheit und der Arbeitsschutz, die Gesellschaft, der Kunde und die Lieferanten.

Aus der Nachhaltigkeitsstrategie ergibt sich eine große Transparenz nach außen. Der Nachhaltigkeitsbericht ist von unseren eigenen Mitarbeitern geschrieben. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird als eine Plattform gesehen die Unternehmenskultur und die Tätigkeiten des Unternehmens transparent für die Öffentlichkeit, aber insbesondere allen Mitarbeitern darzustellen. Eine externe Vergabe an eine Werbeagentur kommt für die Blechwarenfabrik nicht in Frage, da dies die Authentizität des Berichtes schmälern würde.
Mit einer Nachhaltigkeitsstrategie sind immer Ziele und daraus Maßnahmen verbunden. Die Nicht Erreichung von Zielen kann hier als Risiko gesehen werden, da das Unternehmen an dieser Stelle an Glaubwürdigkeit verlieren kann.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Ziele und Maßnahmen definiert die Blechwarenfabrik Limburg jedes Jahr in einem Management Review und alle 3 Jahre im CSR-Bericht.
Hauptziel ist es, die erste Wahl bei unseren Kunden für nachhaltige Verpackungslösungen zu sein. Weitere Ziele sind Senkung des Ressourcenverbrauches, Implementierung des Recyclinglogos "metal recycles foever", Ausbau des Employer Brandings mit dem Ziel zu einem der attraktivsten Arbeitgeber der Region zu werden und Reduzierung der Lieferantenreklamationen in gemeinsamer Zusammenarbeit mit Lieferanten.

Ziele, die die Blechwarenfabrik Limburg sich im Rahmen ihres CSR-Berichtes steckt werden zu Beginn des neuen Berichtjahres hinterfragt und die Erreichung kontrolliert.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Nachhaltigkeit bedeutet eine ganzheitliche Betrachtung aller Prozesse ohne eine zeitliche Begrenzung. Denn das Thema Nachhaltigkeit hat kein Verfallsdatum - es ist ein kontinuierlicher Prozess.
Ziel ist es, die erste Wahl bei unseren Kunden für nachhaltige Verpackungslösungen zu sein.
Eine Grundlage dabei ist unser Integriertes Managementsystem, welches die Elemente Qualität, Umwelt, Energie und Arbeits-/Gesundheitsschutz beinhaltet.

Die Blechwarenfabrik Limburg ist ein engagiertes Mitglied im Verband Metallverpackungen. Gemeinsam mit dem Verband und seinen Mitgliedsunternehmen haben wir uns das Ziel gesetzt, insbesondere die Recyclingquote zu steigern und ein positives Image des Wertstoffes Weißblech voran zu treiben.
Des Weiteren unterstützt die Blechwarenfabrik die europaweite Brancheninitiative "metal recycles forever". Die Initiative will dem Verbraucher das Recycling-Potenzial, das in der Metallverpackung steckt näher bringen. Seit Anfang 2015 können Füllguthersteller das neue Recyclinglogo auf ihre Produktverpackungen aus Metall aufbringen. So zeigen sie, dass sie auf eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft Wert legen und dabei auf Verpackungen setzen, die dies auch ermöglichen. Zugleich appelliert das Logo an die Konsumenten, selber tätig zu werden und den Kreislauf zu schließen.
Auch wenn Metallverpackungen jedes Jahr aufs neue Top-Recyclingraten erzielen, hat eine Studie im Auftrag vom europäischen Dachverband "Metall Packaging Euripe" ergeben, dass vielen Verbrauchern die besondere Eignung von Metall für Recycling nicht klar ist. Das Logo soll den unendlichen Kreislauf von Metall verdeutlichen. Zugleich hebt es den Beitrag, den Hersteller und Verbraucher von Verpackungen aus Metall für eine Kreislaufwirtschaft leisten, hervor.

Die Blechwarenfabrik Limburg betrachtet sich bewusst als Teil der Gesellschaft und der Lieferkette. Sie bewertet sorgfältig die Auswirkungen ihres Handelns und ihrer Produkte auf die unterschiedlichen Interessengruppen, ihre Stakeholder.
Umgekehrt bezieht sie deren Erwartungen und Anforderungen in ihre Geschäftspolitik ein.
Alle drei Jahre findet ein Stakeholder-Dialog statt. Auf Basis einer Befragung werden die wesentlichen Themen der Stakeholder bestimmt und in einer Wesentlichkeitsmatrix mit den wesentlichen Themen der Blechwarenfabrik abgeglichen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4