1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Für die Bremer Landesbank als Teil des NORD/LB Konzerns ist Nachhaltigkeit eine Frage der Haltung: Die direkte und indirekte Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung durch das eigene unternehmerische Handeln ist Teil des öffentlichen Auftrags.

Aus diesem Grund hat die Bremer Landesbank "Nachhaltigkeit" bereits seit vielen Jahren in ihrer Geschäftsstrategie verankert, die durch den Gesamtvorstand jährlich beschlossen und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben wird.

In Zusammenarbeit mit der Konzernmutter, der NORD/LB, wurde Anfang 2014 zudem eine Konzern-Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Wesentliche Schwerpunkte sind hierbei die Handlungsfelder Bankbetrieb, Gesellschaft, Kerngeschäft und Mitarbeiter sowie das übergeordnete und steuernde Feld Governance.

Die Bremer Landesbank ist davon überzeugt, dass viele Aspekte des globalen Wandels Chancen und Risiken für die Bank und ihre Stakeholder mit sich bringen und damit Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben. Die Nachhaltigkeitsstrategie greift daher die zentralen Aspekte des globalen Wandels auf und zeigt, wie sich ergebende Chancen effizient realisiert, Risiken verantwortungsvoll gemanagt und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Bank dauerhaft gesichert werden können.

Konzern-Nachhaltigkeitsstrategie

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Bremer Landesbank ist ständige Teilnehmerin am Konzernsteuerungskreis Nachhaltigkeit des NORD/LB Konzerns. Sie orientiert sich an den Ergebnissen der NORD/LB Wesentlichkeitsanalyse und übernimmt deren Maßnahmen bzw. leitet eigene Maßnahmen unter Berücksichtigung der Konzern-Nachhaltigkeitsstrategie ab.

Zur operativen Umsetzung hat die Bremer Landesbank fünf Handlungsfelder definiert: Bankbetrieb, Gesellschaft, Kerngeschäft, Mitarbeiter sowie das übergeordnete und steuernde Feld Governance. Die Verantwortlichen jedes Handlungsfeldes definieren Maßnahmen, die sich im Nachhaltigkeitsprogramm der Bank wiederfinden, welches vom Gesamtvorstand verabschiedet wird. Die Umsetzung der Maßnahmen wird durch das Nachhaltigkeitsmanagement überwacht und dem Vorstand zur Kenntnis gegeben.

Die Bremer Landesbank ist eine Regionalbank mit Fokus auf Tätigkeiten im Nordwesten Deutschlands. Auch im Projektfinanzierungsgeschäft fokussiert die Bank gem. ihrer Geschäftsstrategie auf Projekte innerhalb Deutschlands und weiterer Länder der Europäischen Union. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich folglich von vorne herein auf Länder mit eigenen hohen Anforderungen an ESG-Standards.

Zur Abbildung branchenspezifischer, nationaler und internationaler Standards und zur Steuerung sozial und ökologisch induzierter Risiken hat der Gesamtvorstand seit 2012 diverse (Finanzierungs-)Richtlinien beschlossen, die mittlerweile vollständig in der schriftlich fixierten Ordnung der Bank verankert und somit operationalisiert wurden. Transaktionen, die erkennbar gegen grundlegende Prinzipien nachhaltiger Entwicklung verstoßen (z.B. kontroverse Waffen oder Pornografie), werden anhand von Ausschlusskriterien identifiziert und abgelehnt.

Diese Aktivitäten dienen dabei nicht nur der Risikosteuerung - d. h. den unterschiedlichen (ESG-)Herausforderungen frühzeitig und professionell zu begegnen. Ebenso begreifen wir unser Handeln als Chance, durch unseren Wertbeitrag für unsere Mitarbeiter, Kunden und die Gesellschaft ein nachhaltiger und verlässlicher Partner zu sein und dadurch den Unternehmenswert weiter zu steigern.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Nachhaltigkeit ist im jährlichen Strategie- und Zielvereinbarungsprozess verankert. Die Einhaltung der vereinbarten (Nachhaltigkeits-)Ziele wirkt sich dadurch auf Bonifikationen aus (siehe auch Kriterium 8).

Die Einhaltung der Maßnahmen aus dem Nachhaltigkeitsprogramm wird durch das Handlungsfeld „Governance“ überwacht und dem Vorstand mindestens jährlich zur Kenntnis gegeben.

Mit unseren Kunden stehen wir in regelmäßigem Dialog, z. B. mit Hilfe unseres Nachhaltigkeitsberichtes, der zuletzt im Frühjahr 2014 veröffentlicht wurde: Nachhaltigkeitsbericht 2013

Seit 2014 finden wiederholt Gespräche mit interessierten Kunden zum Thema Nachhaltigkeit statt. Ferner führt die Bank regelmäßige Kundenbefragungen durch, um Stimmungsbilder und Meinungen einzufangen.

Die Mitarbeiter werden intern durch Artikel in unserer Mitarbeiterzeitung bzw. im Intranet oder durch Vorstandsschreiben informiert.

Mit Lieferanten und Dienstleistern werden Audits durchgeführt, welche Nachhaltigkeitsaspekte abfragen.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Im Vergleich zu Industrieunternehmen sind die betrieblichen Auswirkungen einer Bank eher gering. Mit ihren Finanzierungsentscheidungen hat die Bremer Landesbank jedoch einen Einfluss darauf, welche Vorhaben umgesetzt werden. Zur Integration von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft wurden daher seit 2012 diverse Finanzierungsrichtlinien verabschiedet:

Siehe Nachhaltigkeitsbericht 2013 S. 6f.

In der Richtlinie zu Menschenrechten und Arbeitsnormen orientiert sich die Bremer Landesbank an den Prinzipien 1 – 6 des UN Global Compact, die sich direkt auf die Berücksichtigung von Menschenrechten und Arbeitsnormen beziehen. Die Bank verpflichtet sich, diese Prinzipien in Verbindung mit den Kernarbeitsnormen der International Labor Organization (ILO) für 100% ihrer Beschäftigten einzuhalten.

Ferner wird in den Vertragsbeziehungen zu Dienstleistern und Lieferanten das Thema Nachhaltigkeit über mehrere vertragliche Nachhaltigkeitsklauseln sowie interne Richtlinien eingesteuert. Alle Lieferanten verpflichten sich, die o. g. sechs Prinzipien gemäß vertraglicher Nachhaltigkeitsklausel ebenfalls einzuhalten. Bei Verstößen behält sich die Bank ein außerordentliches Kündigungsrecht vor.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4

Leistungsindikator GRI 1,2.
Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen.

Die Bremer Landesbank sieht in der Gestaltung ihres Kerngeschäftes den wichtigsten Ansatz, sich nachhaltig auszurichten. Zur Abbildung branchenspezifischer, nationaler und internationaler Standards und zur Steuerung sozial und ökologisch induzierter Risiken, hat der Gesamtvorstand seit 2012 diverse (Finanzierungs-)Richtlinien beschlossen, die mittlerweile vollständig in der schriftlich fixierten Ordnung der Bank verankert und somit operationalisiert wurden. Transaktionen, die erkennbar gegen grundlegende Prinzipien nachhaltiger Entwicklung verstoßen (z. B. kontroverse Waffen oder Pornografie), werden anhand von Ausschlusskriterien identifiziert und abgelehnt.

Weitere Schwerpunkte bilden die gesellschaftlichen Herausforderungen wie demographische Entwicklung, Klimawandel sowie Rohstoffknappheit/-verbräuche.

Diese Schwerpunkte finden sich mit den Handlungsfeldern Governance, Gesellschaft, Kunden, Mitarbeiter und Umwelt in der 2014 verabschiedeten Konzern-Nachhaltigkeitsstrategie wieder.

Die beschriebenen Aktivitäten dienen der Bank dabei nicht nur zur Risikosteuerung, d. h. den unterschiedlichen (ESG-)Herausforderungen frühzeitig und professionell zu begegnen. Ebenso begreifen wir unser Handeln als Chance, durch unseren Wertbeitrag an unsere Mitarbeiter, Kunden und die Gesellschaft ein nachhaltiger und verlässlicher Partner zu sein und dadurch den Unternehmenswert weiter zu steigern.