1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Wir leisten mit unserer Geschäftstätigkeit, den Produkten und gesellschaftlichen Initiativen einen substanziellen Beitrag für ein nachhaltiges Wohlstandswachstum, zu Lebensqualität und gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit in der Region.
Im Interesse der eigenen Kunden, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der gesamten Region bedarf es aber kontinuierlich einer zukunftsorientierten, an den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen abgeleiteten Weiterentwicklung. Aus diesem Grund wurde die strategische Ausrichtung der Sparkasse Saarbrücken um das Element der Nachhaltigkeit erweitert und in der Unternehmensstruktur fest verankert.
Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut verstehen wir Nachhaltigkeit als ganzheitlichen Ansatz und versuchen neben ökonomischen Kriterien auch ökologische und soziale Aspekte in einem ausgewogenen Verhältnis in unsere langfristig ausgerichtete Geschäftspolitik und in das tägliche Handeln zu integrieren. Zur Orientierung und als verbindlicher Handlungsrahmen hinsichtlich der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsziele dient dabei die Nachhaltigkeitspolitik der Sparkasse Saarbrücken, die aus der Nachhaltigkeitsstrategie abgeleitet wurde.
Neben unseren eigenen Erwartungen und denen unserer Stakeholder werden seit dem Berichtsjahr 2019 auch die sogenannten 17 Sustainable Development Goals (SDG's) der Vereinten Nationen in unserer Nachhaltigkeitspolitik berücksichtigt.  
Unsere Nachhaltigkeitspolitik hat Leitliniencharakter und spiegelt unsere Haltung in den Bereichen Unternehmensführung, Geschäftsbetrieb und Umwelt sowie den Umgang mit Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft wider.  
Um die unternehmerische Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und um die Zielerreichung messbar und transparent zu machen, wurde ein Nachhaltigkeitsmanagement implementiert. Innerhalb dieses Managementsystems werden konkrete qualitative und quantitative Ziele formuliert und deren Umsetzung begleitet, kontrolliert und reportet.
Zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsleistung treffen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus diversen Fachbereichen regelmäßig innerhalb des Nachhaltigkeitsausschusses zusammen.
Unserer Ansicht nach entspricht eine nachhaltige Unternehmensausrichtung in ihrer Zielsetzung den Kernzielen wirtschaftlichen Handelns. Durch eine konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens können Risiken minimiert, Ressourcen geschont, die Reputation gewahrt und die gesellschaftliche Akzeptanz gestärkt sowie ein positiver Impact im Sinne der nachhaltigen Entwicklung generiert werden.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Das Geschäftsgebiet der Sparkasse Saarbrücken umfasst die Landeshauptstadt des Saarlandes und den Regionalverband Saarbrücken. Der Regionalverband ist der größte „Landkreis“ im Saarland. Mit rund 330.000 Einwohnern lebt hier ein Drittel der saarländischen Bevölkerung. Die Landeshauptstadt Saarbrücken kann als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Saarlandes bezeichnet werden.
Als Universitäts-, Kongress-, Messe- und Einkaufsstadt ist sie ein attraktiver Standort für unternehmerische Aktivitäten. In den strategischen Planungsprozessen der Sparkasse Saarbrücken werden in regelmäßigen Abständen sowohl Entwicklungen im direkten Umfeld (Geschäftsgebiet) als auch auf Makroebene berücksichtigt.
Das aktuelle Makroumfeld der Sparkassen bzw. der gesamten Finanzbranche ist von zunehmender Regulierung, Digitalisierung, dem demographischen Wandel und der anhaltenden Niedrigzinsphase geprägt. Diese Herausforderungen und deren Handhabung bzw. daraus abgeleitete Chancen und Risiken sind Bestandteil des jährlichen Strategieprozesses bei der Sparkasse Saarbrücken. Nach Analyse interner und externer Rahmenbedingungen, Zielgrößen und Themen wird die Geschäftsstrategie bei Bedarf angepasst, denn verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert zu handeln, ist für uns von Beginn an ein zentrales Unternehmensziel. 
Auch der zunehmenden Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit tragen wir Rechnung, indem wir systematisch und strukturiert dieser Herausforderung begegnen. Um auch wirklich dort zu agieren, wo die Einflussnahme und der gesellschaftliche bzw. nachhaltige Wertbeitrag der Sparkasse Saarbrücken am höchsten ist, gilt es demnach die Nachhaltigkeitsthemen zu erkennen, die von besonderer Relevanz sind.
Für die hier vorliegende Form der nichtfinanziellen Berichterstattung wurden im Rahmen einer sogenannten Wesentlichkeitsanalyse innerhalb der zu berichtenden Aspekte die nichtfinanziellen Sachverhalte identifiziert, die erforderlich für das Verständnis von Geschäftsverlauf, -ergebnis und -lage sind und auf die Geschäftstätigkeit der Sparkasse Saarbrücken signifikante Auswirkungen haben. 
Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut ist es für uns in diesem Zusammenhang neben der Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags von besonderer Bedeutung, hochwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die den Ansprüchen unserer Kunden an Sicherheit, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Komfort in gleicher Weise gerecht werden und (auf Kundenwunsch) zusätzlich den Aspekt der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit beinhalten.
Aus unserer Sicht bzw. als Allfinanzdienstleister ist es unerlässlich, ein transparentes Produktportfolio anzubieten und darüber hinaus bei unseren Kunden das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit zu bedienen. So werden aktuell und auch zukünftig nachhaltige Produkte das generelle Produktportfolio unseres Hauses ergänzen.
Mit Hilfe nachhaltiger Produktalternativen kann der positive Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftsgebietes und der Region weiter gesteigert werden. Auf wechselnde Kundeninteressen adäquat zu reagieren und beispielsweise Produkte mit nachhaltigem Charakter im Kerngeschäft zu integrieren, stellt nicht nur aus vertrieblicher Sicht eine Chance dar. Ebenfalls von Bedeutung für die Sparkasse Saarbrücken sind neben den ökonomischen auch die sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsaspekte der eigenen Geschäftstätigkeit. 
Wir werden unserer Verantwortung als verlässlicher und fairer Arbeitgeber gerecht, stellen die flächendeckende Versorgung aller Bevölkerungsschichten mit Finanzdienstleistungen sicher, engagieren uns gesellschaftlich und sind bestrebt, unsere direkten und indirekten Umweltauswirkungen zu reduzieren. Durch die strategische Berücksichtigung der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte können unserer Ansicht nach Risiken minimiert, Ressourcen geschont, die Reputation gewahrt und die gesellschaftliche Akzeptanz sowie die unternehmerische Profitabilität gesteigert werden.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Durch den Fortbestand unseres Nachhaltigkeitsmanagements wollen wir nicht nur unsere Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich verbessern, sondern auch durch unser Handeln konsequent zu einer tragfähigen, ökologisch, ökonomisch und sozial ausgeglichenen Entwicklung beitragen.
Aus Sicht der Sparkasse Saarbrücken erfordert ein erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement nachhaltiges Denken, offene und transparente Kommunikation, konsequente Umsetzung sowie glaubwürdiges Handeln.
Unsere konkreten Nachhaltigkeitsleistungen erbringen wir in acht Handlungsfeldern (Unternehmensführung, Sparkassen-Betrieb, Sparkassen-Produkte, Personalmanagement, gesellschaftliches Engagement, Kommunikation sowie Mitarbeiterbeteiligung und Stakeholder-Dialog).
Ausgangsbasis für die Zielfoformulierung ist unsere Nachhaltigkeitspolitik. Dabei berücksichtigt die aktuelle Nachhaltigkeitspolitik unter anderem die SDGs 1, 3, 4, 5, 8, 9, 10, 12, 13 und 15.
Für die Handlungsfelder wurden strategische Ziele formuliert und in einem Nachhaltigkeitsprogramm dokumentiert sowie kommuniziert.
Im Rahmen dieses Programms werden konkrete und (soweit möglich) quantifizierbare Einzelziele und Maßnahmen festgeschrieben. Diese Ziele werden regelmäßig überprüft und ggf. im Sinne einer Zieloptimierung korrigiert, um die Zielerreichung bzw. die Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung zu gewährleisten. 
Unser Nachhaltigkeitsprogramm beinhaltet strategische und quantifizierbare Ziele sowie Angaben zur geplanten Umsetzung. So konnten beispielsweise im Berichtsjahr die Zahl der Einzelplatzdruckgeräte reduziert werden und das avisierte Ziel (Reduzierung der Druckgeräte um 10 % bis 2021 ausgehend vom Bestand 2017) mit 10,50 % schon jetzt erreicht werden (vgl. hierzu SDG 12). Als quantifizierbares Ziel ist im Bereich "Sparkassen-Betrieb" beispielsweise die Reduktion des Stromverbrauchs (bis 2021) um 5 % zu erwähnen (vgl. hierzu SDG 12 und 13). Unser Ziel, das Heizenergieaufkommen bis 2020 in unserer Hauptstelle ebenfalls um 5 % zu reduzieren, haben wir mit 8,69 % erreicht (vgl. hierzu SDG 12 und 13). 
Weiterhin möchten wir unsere Energieeffizienz verbessern und in 2020 mindestens 45 % der Bürofläche unseres Hauptstellengebäudes mit LED-Beleuchtung ausstatten (vgl. hierzu SDG 12 und 13).
Um die unvermeidbaren CO2-Emissionen aus unserem Dienstreiseverkehr (PKW, Bahn und Flugzeug) auch künftig auszugleichen, ist wie im Vorjahr die Kooperation mit einer gemeinnützigen Klimaschutzorganisation angedacht (vgl. hierzu SDG 13).
Die zur Zielerreichung angedachten Maßnahmen werden dabei regelmäßig einer summativen und während des Umsetzungsprozesses einer formativen Evaluation unterzogen. Werden Abweichungen festgestellt, ist entsprechend nachzusteuern. Bewertet wird die Zielerreichung abschließend durch den Vorstand im jährlich stattfindenden Management-Review.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Sparkasse Saarbrücken ist ein wichtiger Faktor des regionalen Wirtschaftskreislaufes und arbeitet zum Wohle der Menschen, der lokalen Wirtschaft und der Region. Als verlässlicher und kompetenter Partner bieten wir allen Bürgern, Selbstständigen, Wirtschaftsunternehmen, Vereinen und Kommunen moderne Finanzdienstleitungen an.
Die Förderung des Spargedankens, die Liquiditäts- und Kreditversorgung der regionalen Wirtschaft, Existenzgründungen und -festigungen, Produktangebote für die private Altersvorsorge sowie die Immobilienfinanzierung für Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen gehören u. a. zu den Kernaufgaben unseres Hauses.
Anders als im produzierenden oder verarbeitenden Gewerbe erbringen wir als Finanzdienstleister den Großteil unserer Wertschöpfung selbst. Eine detaillierte Betrachtung bzw. Analyse von Wertschöpfungsketten neben dem originären Bankgeschäft erfolgt aktuell aufgrund der untergeordneten Wesentlichkeit nicht.
Bereits im Rahmen der Umsetzung der EMAS-Verordnung (EU) 2017/1505 wurden in 2017 erstmals diejenigen Umweltauswirkungen analysiert, bewertet und berücksichtigt, die in vor- bzw. nachgelagerten Abschnitten des Lebensweges einer Finanzdienstleistung entstehen. Als exemplarische Finanzdienstleistung wurde die Prozesskette einer Anlageberatung analysiert. Dabei wird im Vorfeld ein Finanzcheck durchgeführt, mit dessen Hilfe in der späteren Anlageberatung Bedarfslücken erkannt, Handlungsbedarf abgeleitet und Beratungsanlässe geschaffen werden können. Hierzu müssen beispielsweise u. a. ein Arbeitsplatz, Büro- und Informationsmaterialien sowie die notwendige IT-Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.
Bei der durchgeführten Lebenszyklusbetrachtung sind keine wesentlichen Umweltauswirkungen oder wesentliche Risiken festgestellt worden. Dennoch ist es unser Anliegen, die eigene Geschäftstätigkeit dabei so nachhaltig wie möglich zu gestalten. So sind etwa die Themen Betriebsökologie, Beschaffung oder auch der Umgang mit Partnern und Lieferanten fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die Bestrebungen im Bereich Betriebsökologie umfassen beispielsweise alle direkten und indirekten Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit. Den Grundstein legten wir im eigenen Haus. Um den Gebäudebetrieb ökologisch verantwortlich zu gestalten, quantifizieren wir unsere Umweltleistung mit dem Ziel, den Ressourcenverbrauch und die daraus entstehenden Emissionen sowie weitere Umweltauswirkungen zu begrenzen. Auf diesem Weg haben wir bereits 2013 ein EMAS-zertifiziertes Umweltmanagement eingeführt, um konsequent unsere Umweltleistungen nachvollziehbar zu verbessern und zu steuern.
Auch der Umgang und die konkrete Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Lieferanten ist ein Aspekt unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Im Hinblick auf unsere Lieferbeziehungen pflegen wir ein Vorgehen, das neben Qualität, regionalem Bezug, Technologie, Kosten und Liefertreue auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Beim Einkauf und der Beschaffung wird beispielsweise allgemein darauf geachtet, dass in keiner Weise von einer Gesundheitsgefährdung für Kunden oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszugehen ist sowie der Aspekt der Umweltverträglichkeit berücksichtigt wird. Bereits bei der Auftragsvergabe wird die Einhaltung der zuvor genannten Aspekte thematisiert und letztendlich in der jeweiligen Vertragsgestaltung festgehalten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4