1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als Sparkasse Hannover sind wir ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut. Unser Geschäftsmodell ist auf Regionalität und Gemeinwohl ausgerichtet. Fast 200 Jahre Erfahrung machen uns zu einer wichtigen Impulsgeberin für die nachhaltige Entwicklung in der Region Hannover. In unserer Unternehmensstrategie bekennen wir uns zu unserer unternehmerischen Verantwortung und zur nachhaltigen Ausrichtung unseres Handelns.

Basis für unser Nachhaltigkeitsengagement ist der Deutsche Nachhaltigkeitskodex. Mit der erstmaligen Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) im Jahr 2013 haben wir uns zu den Nachhaltigkeitsstandards der Bundesrepublik Deutschland bekannt. Der DNK bereitet für uns im Rahmen der Leistungsindikatoren internationale Nachhaltigkeitsstandards für Deutschland auf und strukturiert für uns als regionales Institut die diversen Nachhaltigkeitsfelder.

Wir haben bewusst keine separate Nachhaltigkeitsstrategie formuliert, sondern schon 2009 Grundsätze zur Nachhaltigkeit in unsere Unternehmensstrategie aufgenommen. Auf dieser Basis geht unser Nachhaltigkeitsansatz in alle Teilstrategien ein. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung aller Teilstrategien erfolgt automatisch die Überprüfung der Nachhaltigkeitsausrichtung auf strategischer Basis. In diesem Jahr hat sich die Sparkasse Hannover in der Unternehmensstrategie explizit auf die Schonung der Ressourcen und zum Klimaschutz verpflichtet.  Außerdem wurde Nachhaltigkeit als eines der strategischen Megathemen festgelegt. Ergänzend dazu haben wir im Herbst 2020 begonnen, eine Ist-Analyse über den Stand unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten in allen Geschäftsbereichen zu erstellen. Auf dieser Basis werden wir unsere Nachhaltigkeitsausrichtung gegebenenfalls neu justieren. Ziel ist es hierbei außerdem, unser Engagement im Rahmen weiterer nationaler oder internationaler Nachhaltigkeitsstandards zu verstetigen und noch weiter offenzulegen.

Bei Entscheidungen wägen wir stets die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte sorgfältig ab und erfüllen auch auf diesem Wege unseren gemeinwohlorientierten Auftrag. Unser Ziel ist es, die Sparkasse Hannover als regionale Marktführerin dauerhaft zu positionieren und sie konsequent auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Dieses Ziel wollen wir erreichen, indem wir den Klimaschutz und das Energiesparen in der Region stärken, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern, unseren Kundinnen und Kunden nachhaltige Produkte und bedarfsorientierte Beratung anbieten und als Finanzinstitut im Ganzen verantwortlich agieren. Dazu gehören für uns eine hohe Kundenorientierung und nachhaltige betriebswirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Verbindung mit unserem Engagement für Gesellschaft und Wirtschaft in der Region Hannover. Kundenzufriedenheit und die daraus entstehende stabile positive Bindung an die Sparkasse Hannover sichern ein nachhaltiges Wachstum. Gemeinwohl- und Gewinnorientierung sind für uns kein Widerspruch.

Bei der Ausformulierung von Grundsätzen zur Nachhaltigkeit haben wir das allgemeine Verständnis von Nachhaltigkeit für uns konkretisiert. Unser Nachhaltigkeitsengagement richtet sich an drei Leitfragen aus:
Zu jeder Fragestellung haben wir grundlegende Kriterien erarbeitet, die für die Entscheidungsfindung in Bezug auf Nachhaltigkeit genutzt werden. Eine Liste von Ausschlusskriterien für wesentliche Entscheidungspunkte definiert deren Bewertung hinsichtlich ihrer „Nachhaltigkeit“. Die Kriterien betreffen unsere Handlungsfelder:
Auf dieser Basis hat unsere Geschäftsführung in 2020 den Weg zur Klimaneutralität in unserem Geschäftsbetrieb gelegt. Ab 2021 werden wir klimaneutral wirtschaften, um unseren Beitrag für eine auch in Zukunft lebenswerte Region Hannover zu leisten.  

Darüber hinaus haben wir in unserem Kerngeschäft, der Kundenberatung, einen Fokus auf die Anlageberatung gelegt und unsere Anlageberaterinnen und -berater umfangreich zum Themenspektrum Nachhaltigkeit geschult.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Unsere Geschäftsphilosophie zielt darauf ab, die Zukunftsfähigkeit, den Wohlstand und die Attraktivität der Region Hannover zu sichern und zu fördern. Das ist nur möglich, wenn wir auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region stärken und sorgfältig mit den natürlichen Ressourcen umgehen. Die Stadt Hannover, die 2018 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen hat, möchte mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie entscheidende Schritte vorangehen. In diesem Zuge verstehen wir uns als „gute Bürgerin“, die ihren aktiven Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region Hannover leistet. Den Klimaschutz und das Energiesparen in Betrieben, Kommunen und Privathaushalten zu fördern sowie neue Mobilitätskonzepte oder innovative Bau- und Wohnformen zu erproben, wird umso eher gelingen, wenn Finanzinstitute wie die Sparkasse Hannover als kompetente Partner diese Entwicklungen mit passenden Produkt- und Serviceangeboten unterstützen.

Aus diesem Grund stehen wir in einem engen Austausch mit der Region Hannover und unterstützen den „Masterplan 100 % für den Klimaschutz“ für eine klimaneutrale Region bis 2050. Hier haben wir in diesem Jahr die von uns mit erarbeitete „Klimaschutzerklärung Hannover 2035“ unterzeichnet, die die Klimaneutralität der Stadt Hannover für 2035 anstrebt.

Nachhaltigkeit begreifen wir als Möglichkeit, unseren Geschäftserfolg dauerhaft sicherzustellen. Dabei finanzieren wir nachhaltige Investitionen unserer privaten und gewerblichen Kunden. Wir ermöglichen unseren Kundinnen und Kunden ihrerseits ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region Hannover in Form von nachhaltigen Geldanlagen zu leisten, zum Beispiel durch die Anlage in unserem nachhaltigen Sparkassenbrief N+ und unterstützen die gesellschaftliche Entwicklung im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements. Damit leisten wir unseren Beitrag zur Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft auf vielfältige Weise. Unser unternehmerisches Selbstverständnis schließt dabei ein, dass wir als Unternehmen vielfältige aktive Impulse für Kundinnen und Kunden, Partnerinnen und Partner sowie Beschäftigte setzen.

Die aktuellen globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Knappheit und Endlichkeit von Ressourcen, aber auch der demografische Wandel und das wachsende Gefälle zwischen Arm und Reich erfordern es, bestehende gesellschaftliche und unternehmerische Denkmuster zu hinterfragen und ein Umdenken zu fördern. Wir übernehmen hier Verantwortung und streben ein nachhaltiges Geschäftsmodell an, das diesen Herausforderungen gerecht wird. Als öffentlich-rechtliches Institut nehmen wir hier eine besondere Rolle ein, die eng gekoppelt ist an unsere langfristige und tiefe Bindung zur Region Hannover. Die Herausforderungen sehen wir als Chance, einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischen und gesellschaftlichen Ansprüchen in Übereinstimmung zu bringen und so Gemeinwohlorientierung und Wirtschaftstätigkeit auf ein breites Fundament zu stellen. Deswegen setzen wir uns mit den veränderten Umweltfaktoren, Marktgegebenheiten und daraus resultierenden sozialen Anforderungen auseinander.

Im Rahmen unserer von der imug Beratungsgesellschaft erstellten Materiality-Studie haben wir als wesentliche Handlungsfelder die Bereiche „Kundenbeziehungen/nachhaltige Produkte“, „Nachhaltige Unternehmensführung“ und „Leistungen für Mitarbeiter/attraktiver Arbeitgeber“ identifiziert. Daher arbeiten wir intensiv an der Stärkung unserer Arbeitgeberattraktivität. Auch mit unseren Produkten und Dienstleistungen wollen wir die Lebensbedingungen im eigenen Umfeld verbessern, die ökonomische Entwicklung der regionalen Wirtschaft und den Zusammenhalt der Gesellschaft stärken. Im Bereich der Kreditfinanzierung bieten wir unseren Kundinnen und Kunden über die Bereitstellung öffentlicher Fördermittel günstige Finanzierungsmöglichkeiten nachhaltiger Investitionen an. Über unseren Sparkassenbrief N+ und weitere nachhaltige Wertpapierprodukte geben wir unseren Kundinnen und Kunden  die Möglichkeit, zielgerichtet nachhaltige Investitionen zu unterstützen. Dieses Angebot wird sukzessive ausgebaut. Risiken sehen wir hieraus für unsere Sparkasse nicht.

Auch wenn im Rahmen der Materiality-Studie der Betriebsökologie nur eine geringe Wichtigkeit zugeschrieben wurde, spielt für uns die Betrachtung unserer CO2-Emissionen als negative Auswirkungen unseres Geschäftsbetriebes dennoch eine Rolle. Aus unserer Sicht – bestätigt durch die Ermittlung unserer CO2–Emissionen mit Hilfe des “KlimAktiv CO2-Rechners für Unternehmen” der imug-Beratungsgesellschaft - liegen negative Auswirkungen der Geschäftstätigkeit vor allem im Verbrauch der Ressource Strom sowie den Emissionen aus der Wärmegewinnung für unsere Gebäude und aus unserer Mobilität. Diese Emissionen reduzieren wir durch die sukzessive Umstellung unserer Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe. Auf unseren Gebäuden rüsten wir dort, wo es technisch und rechtlich möglich ist, sukzessive Photovoltaikanlagen auf den Dächern nach. In 2020 wurde so z.B. auf unserem komplett sanierten Kundencenter in Garbsen-Mitte eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresleistung in Höhe von etwa 25.000 Kilowattstunden und eine öffentlich zugängliche E-Ladestation für Elektrofahrzeuge installiert.  

Da wir ausschließlich Finanzdienstleistungen erbringen, sehen wir in unserer Geschäftstätigkeit keine schwerwiegenden Umweltrisiken. Als Mitglied der Klima-Allianz Hannover beteiligen wir uns am Energieeffizienz-Netzwerk der Region Hannover. Hier tauschen wir uns mit anderen hannoverschen Unternehmen über Erfahrungen, gute Lösungen und neue Technologien aus, um Energieeffizienzsteigerung zu erreichen. Einen weiteren positiven Effekt wollen wir über die Sensibilisierung unserer Kundinnen und Kunden und der Bewohnerinnen und Bewohner der Region Hannover erzielen, indem wir uns an Nachhaltigkeitsaktivitäten beteiligen, zum Beispiel die Earth Hour, und über Veranstaltungen und Informationsformate in unseren sozialen Medien diverse Nachhaltigkeitsfacetten aufzeigen.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Sparkasse Hannover verfolgt einen aktiven und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz. „Nachhaltigkeit“ wurde 2020 vom Vorstand als eines der Schlüsselthemen des Unternehmens in den Fokus gesetzt. Dies bedeutet, dass bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf unser Nachhaltigkeitsengagement betrachtet werden müssen. Die Nachhaltigkeitsleistungen werden in den vier von uns definierten Handlungsfeldern erbracht: Produkte, Bankbetrieb, Mitarbeiter und gesellschaftliches Engagement (siehe auch Verständnis der Nachhaltigkeit in Kriterium 1). Für die vier Handlungsfelder dienen strategische Ziele als Grundlage für die jeweiligen operativen Planungen. Diese vier Handlungsfelder haben für unsere Sparkasse einen gleichen Stellenwert. Daher haben wir bisher bewusst keine Priorisierung der Nachhaltigkeitsziele vorgenommen.

Um den Erfolg unserer Nachhaltigkeitsbemühungen auch in der strategischen Gesamtbanksteuerung wiederzugeben und quantitativ zu messen, wird seit 2017 ein Nachhaltigkeitsindikator aus vier Kernindikatoren erstellt und vierteljährlich direkt an den Vorstand berichtet. Die Messgröße „Nachhaltigkeit“ der Balanced Scorecard umfasst analog zur strategischen Ausrichtung unsere vier Nachhaltigkeitssäulen:
Als strategische Ziele fließen hier ein:
Die Kennzahlen geben den aktuellen Stand und den Zielwert für 2024 wieder. Vierteljährlich erhebt das Nachhaltigkeitsmanagement die aktuelle Zielerreichung und berichtet diese direkt an den Vorstand. Hieraus kann unser Management Handlungsbedarf ableiten und strategische Themenschwerpunkte festlegen. In diesem Jahr haben wir die Zusammensetzung der Teilbeiträge für die Bereiche Mitarbeiter und Produkte überarbeitet. Hier sollen in Zukunft nicht nur die bisherigen Faktoren einfließen, sondern sie sollen um den Vertriebserfolg aller unserer nachhaltigen Anlageprodukte sowie im Bereich Mitarbeiter um die Segmente Ausbildung, Weiterbildung, Mitarbeiterbindung und der Anteil weiblicher Führungskräfte ergänzt werden.

Die ursprünglich geplante Klimaschutzleitlinie haben wir im Jahr 2020 zugunsten einer ganzheitlichen Überprüfung unserer Nachhaltigkeitsausrichtung zurückgestellt. In diesem Rahmen werden wir auch über künftige Ziele und Maßnahmen diskutieren. Außerdem wollen wir im Zuge der Überprüfung unserer Nachhaltigkeitsausrichtung definieren, zu welchen Zielen der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) unsere Aktivitäten schwerpunktmäßig einzahlen. Diese Diskussion wird aber erst in 2021 erfolgen.

Mit dem Vorstandsbeschluss der Klimaneutralität ab dem Jahr 2021 leisten wir einen großen Beitrag zum Ziel 13 der Sustainable Development Goals: Maßnahmen zum Klimaschutz. Auch in den Feldern Bankbetrieb und Produkte sind wir in 2020 stetig in die Umsetzung von mehr Klimaschutz gegangen: Bei den Sanierungen der Standorte Lindener Markt als Pilot, Garbsen-Mitte und Holzwiesen zu „BeratungsCentern der Zukunft“ sind Nachhaltigkeitsanforderungen sowohl beim Bau als auch bei der Innenausstattung erfüllt worden. Diese werden auch bei künftigen Sanierungen und Umgestaltungen umgesetzt werden.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Unsere Wertschöpfungskette als Finanzdienstleister besteht im Wesentlichen aus der Annahme und Verwaltung von Geldeinlagen, der Vergabe von Krediten und der Versorgung der Bevölkerung mit Finanzdienstleistungen. Den größten Teil davon erbringen wir selbst. Daher beurteilen wir den Nachhaltigkeitseffekt unserer klassischen Wertschöpfungskette als eher gering. Nachhaltigkeitskriterien sind bei der Sparkasse Hannover aber in allen Prozessen verankert (siehe Kriterium 1).

Im Rahmen unserer Finanzdienstleistungen wollen wir Produkte anbieten und Dienstleistungen vermitteln, die einen positiven Nachhaltigkeitsnutzen aufweisen und Produkte mit einem eventuell negativen Nachhaltigkeitseinfluss vermeiden (vgl. Kriterium 10 und Leistungsindikator G4-FS11). Unser Angebot an nachhaltigen Geldanlagen weiten wir sukzessive aus, so dass ein immer größerer Anteil der angelegten Kundengelder einen nachhaltigen Impact aufweist. Dieses nutzen wir aktiv, um mit unseren Kundinnen und Kunden aber auch der interessierten Öffentlichkeit, über Nachhaltigkeitsaspekte zu kommunizieren. Hier haben wir im November 2020 eine Nachhaltigkeitswoche eines lokalen Radiosenders unterstützt und dabei im Rahmen von Interviews zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen auf die vielfältigen Facetten der Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht.

Zu unseren Produkten erfolgt eine qualifizierte Beratung durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind Dreh- und Angelpunkt unserer Wertschöpfungskette. Wir wollen gut ausgebildete, zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Beruf und Familie vereinbaren können und die gesund und leistungsfähig sind. Bereits in der Berufsausbildung informieren wir unsere jungen Kolleginnen und Kollegen über Nachhaltigkeitsaspekte und sensibilisieren sie zu sozialen und ökologischen Themen. Uns ist bewusst, dass wir im Rahmen unserer Beratung unsere Kundinnen und Kunden ebenfalls für Nachhaltigkeitsthemen gewinnen können, sehen aber keine expliziten sozialen und ökologischen Probleme, die wir damit verursachen.

Für den Betrieb der Sparkasse Hannover nehmen wir Dienstleistungen Dritter in Anspruch, beziehen Materialien wie Papier, Büromöbel, technische Ausstattung und Energie zum Betrieb der BeratungsCenter und Bürogebäude. Durch unseren regionalen Bezug arbeiten wir bevorzugt mit Partnern aus der Region Hannover zusammen. Dadurch stehen unsere Lieferanten und Dienstleister unter deutscher Rechtsprechung.

Darüber hinaus gelten für den Einkauf von Produkten – wie beispielsweise Papier und Werbegeschenke – und den Bezug von Dienstleistungen strikte Richtlinien, welche die Aspekte der Wertschöpfungskette konsequent aufgreifen und sowohl Mindeststandards als auch Ausschlusskriterien umfassen. Darin ist unser Bestreben, umwelt- und sozialgerechte Lieferungen und Leistungen zu beziehen, klar definiert. Unsere Auftragnehmer werden durch eine Selbstverpflichtung dazu angehalten, keine umwelt- und gesundheitsschädlichen Produkte zu liefern oder zu verwenden.

In unseren Einkaufsrichtlinien setzen wir zudem die Einhaltung von Menschenrechten gemäß International Labour Organisation (ILO) fest und verpflichten unsere Auftragnehmer, das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit einzuhalten, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen zu schützen, die Arbeitszeit angemessen zu begrenzen und gesetzliche Vorgaben zu Mindestlöhnen und Gesundheitsschutz einzuhalten.

Durch die vertragliche Verpflichtung unserer Lieferanten schätzen wir auch hier die ökologischen und sozialen Risiken als gering ein. Eine aktive Überprüfung der Einhaltung der Selbstverpflichtung erfolgt durch uns aufgrund der geringen Risikoeinschätzung nicht.

Diese festgelegten Kriterien werden im Zuge der Einkaufsstrategie berücksichtigt und führen dazu, dass bei der Auswahl von Produkten Nachhaltigkeitsaspekte in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. So werden zum Beispiel für unsere sanierten und modernisierten BeratungsCenter seit diesem Jahr Möbel mit dem österreichischen Umweltzertifikat „Der blaue Engel“ erworben. Auch der aus natürlich vorkommenden, mineralischen Komponenten hergestellte Bodenbelag konnte mit der „Blaue Engel“-Zertifizierung erworben werden. Mit dieser Erfahrung der Verfügbarkeit nachhaltiger Ausstattungsmittel fördern wir den bewussten Einkauf im eigenen Haus und schaffen zusätzlich eine Sensibilität für das Thema Nachhaltigkeit bei unseren Geschäftspartnern (siehe auch Kriterium 17).

Soziale und ökologische Probleme auf den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette sind uns 2020 nicht bekannt geworden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4