1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Wir sind einer der großen Hersteller von hochwertigen und innovativen Tiefkühlprodukten in Europa, spezialisiert auf tiefgekühlte Fisch-, Gemüse-, Obst-, und Fertiggerichte. Wir wollen Vorreiter für nachhaltig hergestellte Lebensmittel sein, weshalb wir Nachhaltigkeit seit 2003 als festen Bestandteil in unserer Unternehmensphilosophie verwurzelt haben. Dafür etablieren wir Nachhaltigkeit in sozialem, ökologischem und ökonomischem Bereich unseres Unternehmens. Wir beschreiben klar und offen, wie wir Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung miteinander in Einklang bringen und nachhaltige Aspekte in unsere Geschäftsprozesse integrieren. Für unsere Managemententscheidungen werden ökobilanzielle Berechnungen durchgeführt. Seit 2016 veröffentlichen wir konkret messbare Nachhaltigkeitsziele in unserem zweijährig publizierten Nachhaltigkeitsbericht. Der Bericht gibt Auskunft über unsere Ziele, Maßnahmen und Fortschritte in allen wesentlichen Handlungsfeldern. 

2003 haben wir unsere gesamte FRoSTA-Produktion umgestellt und verzichten mit unserem Reinheitsgebot seitdem komplett auf Zusatzstoffe und Aromen in unseren Gerichten. Wir deklarieren sämtliche Zutaten ohne Sammelbegriffe auf der Zutatenliste und deklarieren außerdem seit 2015 die Herkunftsländer aller Zutaten auf der Verpackung. Unser Engagement für Nachhaltigkeit reicht von der Berechnung der Klimabilanzen (nach internationalen Standards (ISO 14065, PAS 2050, GHG Protocol)), über ehrgeizige Energiesparziele und dem langfristigen Streben hin zu einer CO-neutralen Produktion. Da einige unserer Zutaten aus Schwellen- und Entwicklungsländern stammen, sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, uns für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in diesen Ländern zu engagieren und unterstützen die Initiative Lieferkettengesetz, um Schwachstellen des Anfang 2021 veröffentlichtes Gesetztes auszubessern. Auch mit der ressourcenschonenden Herstellung und Weiterentwicklung unserer Produktverpackungen (bspw. unsere Papierverpackung) und der Umsetzung  diverser Projekte zur Schaffung ökologisch wertvoller, naturnaher Fläche oder der Nicht-Verwendung von Palmöl, versuchen wir einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten. Ein wichtiger Teil unsers Geschäftes beruht auf der dauerhaften Erhaltung der weltweiten Fischbestände. So stammen für unsere FRoSTA-Produkte Fisch und Meerestiere zu 100% aus MSC-zertifizierten, bestandserhaltenden Fischereien oder aus ASC-zertifizierter Aquakultur. Unsere Lieferanten müssen unserem FRoSTA Verhaltenskodex (Code of Conduct), basierend auf den Konventionen der Internationales Arbeitsorganisation (ILO) und dem amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI) folgen. Bereits 2011 berichteten wir nach dem Deutschen Nachhaltigkeits-Codex, richteten uns im Folgenden nach der Berichtserstattung der Global-Reporting-Initiative und den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. 

Nachhaltigkeit ist bei FRoSTA ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und -kultur. Wesentlich ist für uns, dass Nachhaltigkeit in allen Prozessen des Kerngeschäfts verankert ist und klare Verantwortlichkeiten zugeteilt sind. Nachhaltigkeitsthemen werden strategisch implementiert und klare Zuständikeiten verteilt. Mitarbeitende werden im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement fortgebildet, um immer auf dem neusten Stand zu sein. Die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in bewährte Steuerungselemte, wie z.B. Businesspläne und Zertifizierungen und die Nutzung neuer Management-Tools macht sich bezahlt. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an den 3 Säulen der Nachhaltigkeit, Ökonomie, Ökologie und Soziales:
1. Schutz der Ressourcen und der Umwelt
Im Zusammenhang mit der Herstellung unserer Produkte reduzieren wir die spezifischen Treibhausgasemissionen. Unser langfristiges Ziel ist das Erreichen vollständig klimaneutraler Herstellungsprozesse. Des Weiteren setzen wir bspw. Projekte im Bereich des Biodiversitäts- und oder Meeresschutz um.
2. Soziales Miteinander
Ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Mitarbeiter:innen ist für FRoSTA die Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Auch für die Lebensbedingungen in den Regionen unserer Werke und jener unserer Lieferanten übernehmen wir Verantwortung und leisten einen Beitrag zur Verbesserung dieser Bedingungen.
3. Lebensmittelsicherheit & Wachstum
Produktqualität und -sicherheit hat für FRoSTA höchste Prioriät. Nur so ist ein nachhaltiges Unternehmenswachstum und eine zukunftsfähige Ausrichtung möglich. In den genannten Handlungsschwerpunkten haben wir uns zur Erreichung konkreter Ziele verpflichtet und entsprechende Initiativen gestartet bzw. bereits umgesetzt. Diese orientieren sich verstärkt an den Sustainability Development Goals der Vereinten Nationen 2015.
 
Mit unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung berichten wir transparent über die aktuellen Maßnahmen und die Chancen, die sich aus unserer Strategie ergeben. 

Aufgrund des steigenden Bewusstseins in der Gesellschaft für nachhaltig produzierte Lebensmittel und die Bereitschaft für diese mehr zu zahlen, ist es uns möglich, unsere hochwertigen Produkte nachhaltig & ressourcenschonend zu produzieren. 

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.


Der Lebensmittelmarkt ist geprägt von hohem Wettbewerb und entsprechend niedrigen Margen. Gleichzeitig steht die Lebensmittelbranche im Fokus der Medien und der Öffentlichkeit
. Nachhaltigkeitsaspekte in der Lebensmittelherstellung gewinnen zunehmend an Bedeutung, was auf der einen Seite eine enorme Chance für die Lebensmittelunternehmen bedeutet, sich mit Nachhaltigkeitsaspekten zu beschäftigen und dem Preiswettbewerb einen Qualitätswettbewerb entgegenzusetzen, auf der anderen Seite birgt es die Gefahr des "Greenwashings", was für Konsument:innen schwer überprüfbar ist.  
 
Anfang 2021 wurden erneut unternehmensinterne, übergreifende Workshops, mit allen Länderstandorten, zur Materialitätsanalyse durchgeführt, um relevante Themen des Unternehmens und der Stakeholder, basierend auf anerkannten Berichtserstattungsstandards & Branchenleitfäden, genaustens identifizieren zu können. Dafür diskutierten, erläuterten, ergänzten und priorisierten wir mit unseren Mitarbeiter:innen die wesentlichen Ziele und bewerteten diese aus der Sicht von FRoSTA und aus der Sicht unserer Stakeholder (v.a. Mitarbeiter:innen, NGOs, Verbraucher:innen, Lieferanten). Im Rahmen dessen konnten wir so insgesamt 22 Ziele in 4 Handlungsfeldern identifizieren, die wir und unsere Stakeholder entsprechend der folgenden Wesentlichkeitsmatrix priorisieren und die den Schwerpunkt unseres CR-Berichtes bilden. 
 
Durch unsere Geschäftstätigkeit können folgende positive Auswirkungen abgeleitet werden: Die Bewahrung des natürlichen Geschmacks von Lebensmitteln durch konsequenten Verzicht auf Zusatzstoffe; Mehr  Transparenz durch Deklaration der Zutaten inklusive Herkunftsangabe der Zutaten; Wiedergewinnung des Vertrauens der Menschen in fertige Lebensmittel durch Erhöhung der Transparenz in der Lebensmittelindustrie; Verringerung der Lebensmittelverschwendung durch lange Haltbarkeit und Portionierbarkeit; Erhöhung des Bewusstseins für den Einfluss von Lebensmitteln auf den Treibhauseffekt durch Berechnung und Kommunikation der PCFs; Einflussnahme auf unsere Lieferanten zu mehr Nachhaltigkeit durch strenge Vorgaben hinsichtlich Produktqualität (Bsp. kein Palmöl) sowie  Umwelt und Arbeitsbedingungen in der Lieferkette; Wissenstransfer in Bezug auf CO2 Berechnungen an unsere Lieferanten; Entwicklung von Verpackungen mit dem Ziel, die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu minimieren; Stärkung der bestandserhaltenden Fischerei durch ausschließliche Verwendung von Fisch und Meeresfrüchten aus MSC zertifizierten Fischereien für alle FRoSTA Produkte; Angebot von attraktiven Arbeitsplätzen an allen Standorten, mit Entwicklungsmöglichkeiten; Unterstützung von sozialen Projekten in der Umgebung unserer Werke und  Herkunftsländern unserer Zutaten. 
 
Folgende negative Auswirkungen können durch unsere Geschäftstätigkeit abgeleitet werden: Verbrauch von natürlichen Ressourcen wie Energie, Wasser und Fisch; CO2e Emissionen und andere Schadstoffemissionen durch Landwirtschaft, Fischfang, Produktion, Transporte, Abfall und Verpackungsentsorgung; Geräuschbelästigung in der Umgebung unserer Werke durch unsere Produktion und Verkehr; Verlust an Biodiversität durch Monokulturen; ggfs. Tierleid durch noch zu hohe Besatzdichten  
 
Wir sehen auch in Zukunft großes Potenzial, die Nachhaltigkeit als Kern unserer Marke weiter zu etablieren. Wir wachsen seit vielen Jahren von Jahr zu Jahr zweistellig und damit deutlich schneller als der Tiefkühlmarkt. Durch den konsequenten Verzicht auf Zusatzstoffe und Aromen sowie unseren Fokus auf Transparenz und eine nachhaltige Produktionsweise gelingt es uns jeden Tag neue Kund:innen dazuzugewinnen. Oft sind dies Menschen, die normalerweise keine fertigen Gerichte und auch keine Tiefkühlgerichte kaufen und nur durch unseren besonderen Ansatz überzeugt wurden. Wir sehen durch unsere Ausrichtung auf Nachhaltigkeit auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ein großer Teil unserer Bewerber:innen gibt an, durch unser Nachhaltigkeitsengagement zur Bewerbung bei FRoSTA motiviert worden zu sein.  
 
Für unser Nachhaltigkeitsmanagement bedeuten dies, dass es sich langfristig auszahlt, wenn wir uns intensiv auch mit schwierigen Themen befassen, wie zum Beispiel der Entwicklung von umweltfreundlicheren Verpackungen.  
 
Risiken sehen wir darin, dass unser Engagement in vielen Bereichen nicht sichtbar für die  Verbraucher:innen ist und diese nicht bereit sein könnten, den höheren Preis für unsere Produkte zu zahlen. Auch besteht die Gefahr, dass unser eigenes Team nicht immer die Notwendigkeit für nachhaltiges Handeln sehen könnte. Prozesse oder Lieferketten, auf die unsere Geschäftstätigkeit angewiesen ist, könnten sich als nicht nachhaltig herausstellen. Wir wären dann gezwungen, entweder Alternativen zu finden oder zu akzeptieren, dass wir nicht in allen Bereichen nachhaltig handeln. Außerdem besteht immer das Risiko, dass wir uns auch für Projekte engagieren, die sich als nicht nachhaltig herausstellen, insbesondere dann, wenn wir nicht selbst aktiv involviert sind. Hier besteht das Risiko einer Reputationsschädigung.  Für unser Nachhaltigkeitsmanagement bedeutet dies, sämtliche Prozesse und Lieferketten kontinuierlich zu hinterfragen und unter Umständen auch extern überprüfen zu lassen. Die Kommunikation unserer Aktivitäten, sowohl intern als auch extern, ist fester Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsmanagements. 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

FRoSTA AG hat sich klare Ziele gesetzt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Diese wurden mit unseren Stakeholdern ausgearbeitet. Die Zielerreichung wird im Rahmen bewährter Steuerungselemente und durch ein internes Monitoring durch die Nachhaltigkeitsverantwortlichen kontrolliert und mir der Geschäftsführung besprochen.

Unsere detaillierten aktuellen Nachhaltigkeitsziele, inklusive des Zeitrahmens finden Sie hier auf S. 13-17. Eine klare Priorisierung der Ziele haben wir nicht vorgenommen, da für uns die Erreichung der gesamten Ziele von gleicher Wichtigkeit ist.
Hier finden Sie die übergeordneten Ziele:


UMWELT UND KLIMA
        
Reduzierung der spezifischen Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der Herstellung unserer Produkte. Unser langfristiges Ziel: Erreichung vollständig klimaneutraler Herstellungsprozesse.       
         
DIGITALISIERUNG       
Übergeordnetes Ziel: Reduzierung des Stromverbrauchs und der CO2 Emissionen durch Nutzung neuester digitaler Lösungen und digitaler Transformation.

BIODIVERSITÄT     
Übergeordnetes Ziel: gezielte Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt und Erhaltung der Ökosysteme in Agrarlandschaften.
   
VERPACKUNG UND UMWELT             
Übergeordnetes Ziel: Unsere Verpackung hat keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
                          
SOZIALES COMMITMENT                     
Übergeordnetes Ziel: Wir übernehmen Verantwortung für die Lebensbedingungen in den Regionen unserer Werke und der unserer Lieferanten und leisten einen Beitrag zur Verbesserung dieser Bedingungen. 
                     
JOBS/MITARBEITENDE                          
Übergeordnetes Ziel: Wir übernehmen Verantwortung für das Wohl unserer Mitarbeitenden. Wir bieten attraktive Jobs und ermöglichen allen unseren Mitarbeitenden, ihr Fachwissen und ihre Kreativität einzubringen                          


Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen:

SDG 2: Kein Hunger    
FRoSTA ist einer der größten Produzenten von Tiefkühlgemüse in Europa (bio und konventionell). Dadurch haben wir Einfluss darauf, wie Gemüse angebaut wird. Wir geben den konventionellen Landwirt:innen strenge Vorgaben, vom Saatgut über den Einsatz von Dünger und Pestiziden bis zur Bodenbearbeitung (2.4). Für Bio-Landwirt:innen ist dies durch die EG-Öko-Verordnung reguliert.


SDG 4: Hochwertige Bildung  
Wir bilden in allen unseren Werken in verschiedenen Berufen aus. Mit unserem Traineeprogramm investieren wir in unseren eigenen Managementnachwuchs. Wir fördern „Learning-on-Demand“ und bieten viele Weiterbildungen und E-Learnings an, die unabhängig von Zeit und Ort durchgeführt werden können (4.3, 4.4, 4.5).


SDG 5: Geschlechtergleichheit           
Mit über 1.500 Mitarbeitenden aus 30 Nationen und einem Frauenanteil von insgesamt 37% haben wir sowohl Verantwortung als auch Einfluss auf Chancengleichheit und für eine starke Haltung gegen jede Form der Diskriminierung.


SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie        
Wir verbrauchen Energie für die Erzeugung, den Transport, die Verarbeitung und Lagerung unserer Produkte. Direkten Einfluss können wir nehmen, indem wir die Energieeffizienz unserer Produktionsanlagen sowie den Anteil erneuerbarer Energien an unseren Standorten weiter erhöhen (7.2, 7.3). Dazu haben wir uns konkrete Ziele gesetzt.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Wir haben Verantwortung für unsere eigenen Mitarbeitenden und für die Arbeitsbedingungen bei unseren Lieferanten. Die Förderung von Kreativität und Unternehmertum ist fest in unseren Unternehmenswerten verankert. Wir investieren kontinuierlich an allen Standorten und erhöhen dadurch unsere Produktivität. Wir verpflichten uns zu einer nachhaltigen Produktionsweise und setzen uns kontinuierliche Verbesserungsziele (8.4). Unser Ziel ist es, weiterhin profitabel zu wachsen und dadurch Arbeitsplätze zu sichern, auch indem wir in die Ausbildung des eigenen Nachwuchses investieren (8.5, 8.6). Unser „Code of Conduct“, den jeder Lieferant unterzeichnen muss, regelt die Arbeitsbedingungen und ihre Einhaltung und wird bei Lieferanten aus BSCI-Risikoländern durch Sozialaudits überprüft und eingefordert. Mit unseren Lieferanten treffen wir in unserem „Code of Conduct“ unter anderem die Vereinbarung, dass der Lohn und die Zusatzleistungen für deren Arbeiter mindestens den gesetzlich geforderten und branchenüblichen Minima entsprechen und nicht nur die Grundbedürfnisse der Arbeiter und ihrer Familie decken, sondern auch frei verfügbares Einkommen gewähren (8.7, 8.8).


SDG 10: weniger Ungleichheiten Gleichbehandlung und Diskriminierung: Unser internes Qualitätsmanagement-Handbuch verbietet jegliche Form der Ungleichbehandlung und Diskriminierung, sowohl unserer Mitarbeitenden als auch Dritter. In Bezug auf die Arbeitnehmer:innen unserer Lieferanten ist die Gleichbehandlung ebenfalls im „Code of Conduct“ festgeschrieben. An unserem größten Standort Bremerhaven leisten wir einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen, indem wir ihnen die Möglichkeit eines Praktikums mit der Aussicht auf einen Ausbildungsplatz bieten. Außerdem engagieren wir uns in Bremerhaven für das Projekt „Über den Tellerrand“ (10.2).

SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion             
Wir veröffentlichen den CO2 -Fußabdruck für jedes FRoSTA Gericht und schreiben die Herkunftsländer für alle Zutaten auf die Verpackung (12.8). Unsere Verpackung ist sortenrein recycelbar, wir verzichten auf Aluminium und Folie beim FRoSTA Schlemmerfilet und wir haben das Gewicht unserer Verpackung um 10% reduziert (12.5). Tiefkühlung ist ein guter Weg, um Food Waste zu verhindern, denn Tiefkühlware wird aufgrund der langen Haltbarkeit selten weggeworfen. Viele FRoSTA Produkte sind außerdem beliebig portionierbar. Alle organischen Abfälle aus unserer Produktion gehen in eine Biogasanlage. Restbestände aus unseren Lägern spenden wir an soziale Einrichtungen (12.3). Alle zwei Jahre veröffentlichen wir unseren Nachhaltigkeitsbericht (12.6).


SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz         
Wir berechnen und veröffentlichen den CO2 -Fußabdruck für jedes FRoSTA Gericht und nutzen diese Information auch bei der Entwicklung neuer Gerichte. Wir erstellen und veröffentlichen alle zwei Jahre eine Unternehmensklimabilanz (13.3). Wir setzen uns zusammen mit anderen Lebensmittelmarken für eine gesetzlich verpflichtende, einheitliche Kennzeichnung der produktbezogenen CO2-Fußabdrücke ein.


SDG 14: Leben unter Wasser 
Wir verwenden ausschließlich Fisch aus nachhaltigen, MSC-zertifizierten Fischereien (14.4) und kooperieren zusätzlich mit einer kleinen, regionalen Fischerei aus der Nordsee, deren Anforderungen weit über den MSC-Standard hinausgehen, z.B. werden Netze mit größeren Maschen verwendet (14.b). Unser CO2 -Reduktionsziel hilft bei der Erreichung von Unterziel 14.3, Minimierung der Versauerung der Meere. Das Unterziel 14.1, Verringerung von Plastikmüll im Wasser, ist hoch relevant. Wir tragen hierzu vor allem durch eine weitere Reduktion von Plastikverpackungen sowie die Verbesserung der Recyclingfähigkeit bei.

SDG 15: Leben an Land           
Wir verzichten in allen FRoSTA Produkten auf Palmöl (15.1). In Zukunft werden wir den Erhalt der Biodiversität noch stärker in den Fokus rücken und auch hier konkrete Ziele formulieren (15.9).

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Da Nachhaltigkeit den Kern der Marke FRoSTA ausmacht, ist dieses für uns von größter Bedeutung. Alle Geschäftsbereiche definieren im Hinblick darauf jährlich ihre Nachhaltigkeitsziele. Wir überprüfen unsere Nachhaltigkeitskriterien bis zum Ausgangspunkt der Wertschöpfungskette und haben die gesamte Lieferkette im Blick. Dies ist zum Beispiel notwendig, um sicherzustellen, dass unsere Produkte komplett frei von Zusatzstoffen sind (Reinheitsgebot), aber auch für die transparente Ausweisung des Product Carbon Footprint auf unseren Produkten. Hier gehen wir sogar soweit, dass wir mittels eines Lifecycle Assessment System via SAP sämtliche Schritte nachvollziehen- beginnend bei der Saatgutherstellung, über den Energieaufwand der Landmaschinen, die Verpackungsart des Produktes, bis hin zum Energieaufwand der bei der Erhitzung des Produktes bei dem/der Konsument:in anfällt.

Wir können nur wirklich nachhaltig agieren, wenn wir auch unsere Kund:innen und Zulieferer im Nachhaltigkeitsprozess integrieren. Über verschiedene Social-Media Kanäle, wie Instagram, Facebook, Twitter und unseren FRoSTA-Blog bekommen wir so direkt mit, was unseren Konsument:innen wichtig ist. Des Weiteren sucht unser Team aktiv das Gespräch über Themen mit Nachhaltigkeitsbezug zu unseren Zulieferen. Wir vergewissern uns persönlich, dass die von uns geforderten qualitativen und sozialen Standards unserer Zulieferer umgesetzt und eingehalten werden. Dieses lassen wir zusätzlich durch Auditierungen externer Dritter, bspw. anhand des Sozialstandards SMETA ("Sedex Members Ethical Trade Audit") überprüfen. All unsere Lieferanten aus amfori BSCI-Risikoländern müssen ein Social Audit vorweisen. Bei Nicht-Einhaltung wird die Geschäftsbeziehung beendet. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern, Kund:innen und gesellschaftlichen Partner:innen ermöglicht uns die Erschließung neuer Wege.


Unsere Wertschöpfungskette besteht aus:
1. Lieferanten/Landwirtschaft
2. Verpackung und Recycling
3. Wasser
4. Produktion und Abfüllung
5. Produktinnovationen
6. Transport
7. Kund:innen und Kühlung
8. Konsum
9. Entsorgung, Recycling 

Jede einzelene Stufe der WSK birgt Herausforderungen und Probleme, wir versuchen jedoch bestmöglich und innovativ die Chance zu ergreifen, die unterschiedlichen Herausfordeurngen bestmöglich anzugehen, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4