1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Unsere Mission „Bayer: Science For A Better Life“ ist für uns auch in Zukunft wegweisend: Die stetig wachsende und älter werdende Weltbevölkerung benötigt neue und bessere Medikamente sowie eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln. Mit unseren Life-Science-Innovationen bieten wir Antworten auf diese Herausforderungen.

Die nachhaltige Ausrichtung unserer unternehmerischen Aktivitäten ist eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns. Wir nutzen unsere wissenschaftliche Kompetenz und Innovationskraft, um zur Lösung globaler Herausforderungen beizutragen. Unser Ziel ist es, bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung unserer Produkte den Unternehmenserfolg im Einklang mit gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen zu sichern und den Unternehmenswert zu steigern. Auf Basis verantwortungsvoller Geschäftspraktiken (in Handlungsbereichen wie Produktverantwortung, Umweltschutz, Sicherheit, Compliance, Lieferantenmanagement sowie Personalpolitik) und unter Berücksichtigung der Erwartungen relevanter Stakeholder wollen wir eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für unser Geschäft gewährleisten.

Weitere Informationen zur Konzernstrategie mit den vier Säulen "Profitables Wachstum", "Innovation" "Nachhaltiges Handeln" und Mitarbeiter":  http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/bayer-auf-einen-blick/konzernstrategie.html

Verantwortungsvolle Unternehmensführung (Corporate Governance) ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg. Wesentliche Bestandteile dessen sind das systematische Erkennen und Realisieren von Chancen sowie das Vermeiden von Risiken, die dem Unternehmenserfolg entgegenstehen. In unseren Geschäftsprozessen ist das Abwägen von Chancen und Risiken Grundlage unserer täglichen unternehmerischen Entscheidungen. Damit betrachten wir das Chancen- und Risikomanagement als integralen Bestandteil unserer Geschäftssteuerung und folglich nicht als Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit. Ausgangspunkte für unser Chancen- und Risikomanagement sind unsere Strategie- und Planungsprozesse, aus denen relevante externe und interne Chancen sowie Herausforderungen ökonomischer, ökologischer und sozialer Natur abgeleitet werden. Die Identifikation erfolgt anhand von Beobachtungen und Trend-Analysen sowie gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, regionalen und lokalen Entwicklungen.http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/prognose-chancen-und-risikobericht/chancen-und-risikobericht/konzernweites-chancen-und-risikomanagementsystem.html

Unser Bekenntnis zum „UN Global Compact“ und seinen international anerkannten zehn Prinzipien, zur Initiative „Responsible Care™“ sowie unser weltweites Engagement in führenden (Unternehmens-) Foren wie z. B. dem „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD) unterstreichen unser Selbstverständnis als nachhaltig operierendes Unternehmen. http://www.bayer.de/nachhaltiges-engagement
Bayer befürwortet ausdrücklich auch den umfassenden Ansatz der im September 2015 durch die UN beschlossenen neuen Entwicklungsziele für die Zeit bis 2030, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs). Wir unterstützen in unserem Kerngeschäft insbesondere die Ziele gegen den Hunger und für eine gute Gesundheitsversorgung in der Welt. Auch die weiteren SDG decken sich mit unseren internen Anforderungen an eine verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Bayer-Konzerns orientiert sich neben den zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC) an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Mit dem Berichtsjahr 2015 wenden wir erstmals die GRI G4 Richtlinien in Übereinstimmung mit der Option „umfassend“ an. Wir veröffentlichen dort zusätzlich eine Zusammenfassung unseres UN Global Compact Fortschrittsbericht auf Basis der Kriterien des Blueprint for Corporate Sustainability Leadership.

Wir orientieren uns außerdem an internationalen Leitsätzen und Empfehlungen u. a. zur Definition und Auswahl von nicht-finanziellen Indikatoren sowie zum Reporting, wie denen der OECD und des ISO 26000 Standards. Bei der Indikatoren-Auswahl und -Messung werden die Empfehlungen der „European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS)“ für nicht-finanzielle Indikatoren, des „Greenhouse Gas Protocol“ für den Bereich Treibhausgas-Emissionen und des WBCSD und des Europäischen Chemieverbands (Conseil Européen de l’Industrie Chimique, CEFIC) berücksichtigt. Wir geben eine Entsprechenserklärung zum „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“(DNK) ab. http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/ueber-den-bericht/integrierter-geschaeftsbericht.html

Mehr zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement und die wesentlichen Handlungsfelder finden Sie unter http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/nachhaltigkeitsmanagement-und-steuerung.html
 

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Aktualität und Relevanz unserer Handlungsfelder überprüfen wir regelmäßig. Dazu analysieren und bewerten wir die Erwartungen und Anforderungen maßgeblicher Stakeholder und spiegeln diese mit unserer eigenen Einschätzung. Dieses Vorgehen ermöglicht es uns, nachhaltigkeitsrelevante Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und in unsere Strategie zu integrieren. 2014 haben wir dazu in einem mehrstufigen Prozess die für uns relevanten Themen identifiziert und in Bezug auf Umsatz, Kosten, Risiko und Reputation priorisiert.

Im Berichtsjahr haben wir die Ergebnisse aus der Materialitätsanalyse in internen Workshops erneut diskutiert und mit aktuellen Entwicklungen sowie den Konzernzielen abgeglichen. Außerdem haben wir sie in Bezug auf ihre Relevanz für die Bayer-Wertschöpfungskette und die Berichterstattung gemäß den neuen GRI G4 Leitlinien analysiert. In diesem Prozess wurden die ursprünglich 24 zu 11 Handlungsfeldern verdichtet, dem Vorstand vorgestellt und durch ihn bestätigt.

Die Handlungsfelder der einzelnen Wertschöpfungsstufen http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/bayer-auf-einen-blick/wertschoepfung.html sind:
Wertschöpfungsstufe Forschung, Entwicklung Innovation: Produkt- und Prozessinnovationen, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nachhaltige Ernährungssicherung, Humankapital, Geschäftsethik, Produktverantwortung, Umweltschutz, Stakeholder Engagement / Partnerschaften;
Wertschöpfungsstufe Lieferkette: Lieferantenmanagement;
Wertschöpfungsstufe Produktion: Produkt- und Prozessinnovationen, Nachhaltige Ernährungssicherung, Humankapital, Geschäftsethik, Produktverantwortung, Sicherheit, Umweltschutz, Stakeholder Engagement / Partnerschaften;
Wertschöpfungsstufe Logistik: Humankapital, Geschäftsethik, Produktverantwortung, Sicherheit, Umweltschutz, Stakeholder Engagement / Partnerschaften;
Wertschöpfungsstufe Vertrieb und Marketing: Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nachhaltige Ernährungssicherung, Humankapital, Geschäftsethik, Produktverantwortung, Umweltschutz, Stakeholder Engagement / Partnerschaften, Gesellschaftliches Engagement;
Wertschöpfungsstufe Anwendung: Geschäftsethik, Produktverantwortung, Umweltschutz, Stakeholder Engagement / Partnerschaften

Die für die wesentlichen Handlungsfelder  entsprechenden Managementsysteme, Gremien und Arbeitsgruppen, die von den Teilkonzernen  umgesetzt werden, sind implementiert. Fortwährende Überprüfung und Anpassung der Richtlinien sowie regelmäßige interne Audits stellen sicher, dass unsere Managementsysteme kontinuierlich verbessert und den jeweiligen spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Weitere Details zur Wesentlichkeitsanalyse siehe Nachhaltigkeitsmanagement und -steuerung http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/nachhaltigkeitsmanagement-und-steuerung.html

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Zur konsequenten Umsetzung unserer Strategie haben wir uns ambitionierte Konzernziele gesetzt, deren Erreichungsgrad wir anhand ausgewählter Leistungsindikatoren jährlich messen. Dieses Programm umschließt neben Finanz- und Innovationszielen auch Nachhaltigkeitsziele, die an wesentlichen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet sind. Wir wollen deutlich machen, welche Herausforderungen wir in unserem Kerngeschäft im Kontext der nachhaltigen Entwicklung sehen und welche kontinuierlichen Verbesserungen wir konzernweit anstreben.

Ziele im Bereich Nachhaltigkeit beziehen sich auf 
Lieferantenmanagement:  Ressourceneffizienz:
Sicherheit:
Produktverantwortung:
Abschluss der Bewertung des Gefahrenpotenzials aller Substanzen (>99 %), die in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr verwendet werden (bis 2020) Stand 2015: 66 %

Compliance:
sowie Ziele im Bereich Mitarbeiter.
Weitere Details inkl. neuer Ziele siehe Ziele und Leistungskennzahlen http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/bayer-auf-einen-blick/ziele-und-leistungskennzahlen.html .

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Bayer schafft auf vielseitige Weise nachhaltigen Wert für seine Interessengruppen entlang aller Stufen der Wertschöpfungskette (Forschung, Entwicklung, Innovation; Lieferkette; Produktion; Logistik; Vertrieb und Marketing; Anwendung). Wir haben die für Bayer relevanten  Handlungsfelder 2015 den vormals genannten Wertschöpfungsstufen zugeordnet. (siehe http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/nachhaltigkeitsmanagement-und-steuerung.html)

Unser Anspruch besteht darin, unseren Kunden innovative Produkte sowie qualitativ hochwertige Lösungen zur Verfügung zu stellen. Dazu benötigen wir effiziente Prozesse über die Wertschöpfungsstufen rund um unsere Produkte: im Einkauf, in der Produktion, der Logistik und dem Vertrieb. Neben ökonomischen Faktoren spielen auch ökologische und soziale Kriterien wie umfassende Produktverantwortung, Menschenrechte sowie ein klares Bekenntnis zu Sicherheit und Umweltschutz eine wichtige Rolle.

Für Bayer ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards in der Lieferkette ein elementarer Wertschöpfungsfaktor und zugleich wichtiger Hebel zur Risikominimierung. Bei der Auswahl sowohl neuer als auch etablierter Lieferanten gelten daher neben wirtschaftlichen auch ethische und Umwelt-, Sozial- und Governance (ESG)-Standards. Diese sind im Bayer-Verhaltenskodex für Lieferanten definiert, der auf den Prinzipien des UN Global Compact sowie unserer Menschenrechtsposition fußt. Der Kodex ist konzernweit in die elektronischen Bestellsysteme und Verträge integriert. Zudem sind seit 2015 in neuen und erneuerten relevanten Lieferverträgen spezielle Klauseln enthalten, die den Lieferanten zur Einhaltung der im Kodex definierten Nachhaltigkeitsanforderungen auffordern und Bayer zur Überprüfung dieser berechtigt.

Mit unseren Produkten und Dienstleistungen möchten wir den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Produktverantwortung bedeutet für uns, dass unsere Produkte bei sachgerechter Anwendung für Mensch, Tier und Umwelt sicher sind. Dies ist ein wesentlicher Faktor, um dauerhaft Vertrauen in unsere Produkte zu schaffen und unsere wirtschaftliche Grundlage zu erhalten.

Weitere Details zum Lieferantenmanagement siehe Einkauf und Lieferantenmanagement http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/einkauf-produktion-logistik-vertrieb/einkauf-und-lieferantenmanagement.html .

Weitere Details zur Produktverantwortung siehe Produktverantwortung http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/produktverantwortung/uebersicht.html .

Bayer hat sich Konzernziele gesetzt, deren Erreichungsgrad  anhand ausgewählter Leistungsindikatoren jährlich gemessen wird. Dieses Ziele-Programm umschließt neben Finanz- und Innovationszielen auch Nachhaltigkeitsziele, die an wesentlichen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtet sind. Wir wollen deutlich machen, welche Herausforderungen wir in unserem Kerngeschäft im Kontext der nachhaltigen Entwicklung sehen und welche kontinuierlichen Verbesserungen wir konzernweit anstreben.http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/bayer-auf-einen-blick/ziele-und-leistungskennzahlen.html
 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4