1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Mit unserem Kerngeschäft, der Schaffung dringend benötigter Pflegeplätze, leisten wir einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Somit ist ein zentraler Bestandteil unserer sozialen Verantwortung fest in die übergreifende Unternehmensstrategie eingebunden.  

Im Zuge des Aufbaus eines strukturierten Nachhaltigkeitsmanagements haben wir im zweiten Halbjahr 2021 eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Dabei haben wir die für unser Unternehmen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen ermittelt, um entsprechende Nachhaltigkeitsaktivitäten gezielt steuern und kontrollieren zu können. Außerdem haben wir in zahlreichen Gesprächen sowie mit Hilfe von Daten- und Informationsabfragen bei den verantwortlichen Führungskräften die für Carestone und das entsprechende Unternehmensumfeld relevanten Themen gesammelt. Die Themen gliedern sich in die folgenden drei Dimensionen: Ökologie, Soziales und Strategie & Governance.  

Um unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln und strukturiert umzusetzen, haben wir Ziele entlang der wesentlichen Themen in den drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Strategie & Governance festgelegt. Ab 2022 werden wir regelmäßig unsere Fortschritte bei der Umsetzung von Maßnahmen und die Erreichung unserer gesteckten Ziele kontrollieren. Dafür werden wir auch unsere aktuellen ESG-Kennzahlen kontinuierlich ausbauen.  

Beim Bau der Pflegeimmobilien haben wir bereits in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen geleistet, indem wir teilweise bereits freiwillig nach dem Baustandard Effizienzhaus-40 oder dem Standard KfW-40 Erneuerbare-Energien-Klasse gebaut haben. Dabei achten wir von der Planung über den Bau und die gesamte Nutzungsdauer der Pflegeimmobilien auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energie, Wasser und Material.  

Eine Auflistung der wesentlichen Themen und Nachhaltigkeitsziele finden Sie unter Kriterium 3. Ziele.  

Wesentliche Standards und Zielsetzungen
Carestone erstellt für das Geschäftsjahr 2021 erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht, der sich an den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) orientiert.   Darüber hinaus orientiert sich das Carestone Nachhaltigkeitsmanagement an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs).

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Laut Statistischem Bundesamt liegt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bei rund 4,13 Millionen. Davon werden ca. 820.000 Menschen in stationären Einrichtungen gepflegt. Mit der Zunahme der über 67-Jährigen in der Bevölkerung von 2020 bis 2035 von 16 Millionen auf voraussichtlich 20 Millionen um 22 Prozent wird die Nachfrage nach Pflegedienstleistungen stark ansteigen. Branchenexperten rechnen mit einem zusätzlichen Bedarf von bis zu 300.000 stationären Pflegeplätzen bis zum Jahr 2030. Um diesen Bedarf zu decken, erfordert es den Neubau von bis zu 390 Pflegeheimen jährlich. Wir sehen es als Chance und Verpflichtung, mit aller Kraft daran zu arbeiten, diese Lücke von dringend benötigten Pflegeplätzen zu schließen.   Gleichzeitig gilt die Baubranche als Sektor mit besonders großen Umweltauswirkungen: 16 Prozent der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland stammen aus dem Gebäudesektor. Laut Statistischem Bundesamt machten Bau- und Abbruchabfälle im Jahr 2019 rund 55 Prozent des Abfallaufkommens in Deutschland aus. Durch den Einsatz umweltfreundlicher Bau- und Dämmstoffe, die Rückbaufähigkeit von Gebäuden und das Recycling können die Umweltauswirkungen minimiert werden. Für Carestone sind mit dem Thema Ökologie damit gleichermaßen Chancen und Herausforderungen verbunden.  

Da wir kein Bauunternehmen sind, beeinflussen wir die Bauleistungen nur indirekt über die Beauftragung und Zusammenarbeit mit Generalunternehmern (GU). Im Jahr 2022 werden wir in enger Abstimmung mit unseren Generalunternehmern geeignete Konzepte erarbeiten, um negative Umweltauswirkungen zukünftig weiter zu reduzieren. Diese umfassen u.a. ein Konzept zu ökologischen Baustoffen und die Erarbeitung eines effizienten Wasser- und Energiemanagements auf Baustellen. Auf dieser Grundlage werden wir ab 2023 ökologische Kriterien auch bei der Auftragsvergabe an Generalunternehmer berücksichtigen.   Wir verstehen es als unsere Aufgabe, im Sinne der Nachhaltigkeit Lösungen zu finden, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte verantwortungsbewusst berücksichtigen. Zur stetigen Weiterentwicklung unseres Unternehmens optimieren wir fortlaufend unsere Prozesse, bündeln unsere Ressourcen und fokussieren unser Engagement auf die Aktivitäten, mit denen wir unserem Anspruch am besten gerecht werden.  

Unsere wesentlichen Themen  

Strategie & Governance Ökologie Soziales Weitere Ausführungen zum Umgang mit Risiken sowie spezielle Ausführungen zum Umgang mit Risiken sind in den Kriterien 6, 16 und 17 dargelegt. Unsere Vorgehensweise zur Identifizierung unserer wesentlichen Themen kann dem Kriterium 3 entnommen werden. 

Aktuell nehmen wir zunehmende ESG-Anforderungen des Kapitalmarkts wahr. Von den wachsenden regulatorischen Vorgaben auf europäischer und nationaler Ebene ist Carestone momentan überwiegend indirekt betroffen. Um auf etwaige Risiken auch auf unsere ökonomische Entwicklung bestmöglich vorbereitet zu sein, haben wir ein ESG-Risiko-Rating in Auftrag gegeben. Dieses hier öffentich einsehbar Rating bescheinigt uns ein insgesamt niedriges Risiko im Bereich ESG. Weitere Details zu unseren ökologischen Auswirkungen und damit verbundene Risiken der Bautätigkeiten können dem Kriterium 6 entnommen werden. Zudem beschäftigen wir uns im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung systematisch damit, wie wir auch zukünftig relevanten Vorgaben entsprechen werden.
 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Um unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln und strukturiert umzusetzen, haben wir Ziele entlang der wesentlichen Themen in den drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Strategie & Governance gesetzt. Zur Kontrolle der Zielerreichung werden kontinuierlich Kennzahlen erhoben und ab 2022 regelmäßig vom ESG-Komitee diskutiert. Im ESG-Komitee werden regelmäßig der CFO und der ESG Senior Consultant gemeinsam mit relevanten Fach- und Funktionsbereichen die Fortschritte der Nachhaltigkeitszielerreichung besprechen und die Umsetzung der ESG-Maßnahmen überprüfen. Über Fortschritte bei der Zielerreichung gibt unser jährlicher Nachhaltigkeitsbericht transparent Auskunft.

Im Rahmen eines zentralen Workshops wurde unter Einbindung unserer Führungskräfte die Gesamtheit der Themen diskutiert. Wir haben die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Klima, auf die Gesellschaft und auf die Wirtschaft (Inside-Out- Perspektive) sowie die Auswirkungen auf und die Relevanz für unser Unternehmen (Outside-In-Perspektive) analysiert. Darauf aufbauend wurden die wesentlichen und weitere wichtige Themen für uns im Sinne eines Carestone-ESG-Wesentlichkeitsradars bestimmt. Eine erste, indikative Beurteilung der Relevanz aller wichtigen und wesentlichen Themen für unsere verschiedenen Stakeholder-Gruppen erfolgte durch Hintergrundgespräche mit den Mitarbeitenden, die im täglichen operativen Austausch mit den jeweiligen Stakeholder-Gruppen stehen. Darauf aufbauend ist für das Jahr 2022 geplant, die Ansprüche unserer Stakeholder – erhoben über unterschiedliche Kanäle und Formate, wie beispielsweise standardisierte Befragungen oder Interviews – noch umfangreicher in die Wesentlichkeitsanalyse einfließen zu lassen.










 
 Wesentliches Thema  Ziele
 STRATEGIE & GOVERNANCE 
Nachhaltige Unternehmensführung
  • Entwicklung eines Kennzahlensystems und Erweiterung der ESG-Kennzahlen unter Berücksichtigung aktueller Reporting-Standards bis Q3 2022
  • Einführung eines Hinweisgebersystems (Whistleblowing-Systems) ab Q1 2022
  • Einführung eines Compliance-Managementsystems ab Q1 2022
  • Einführungung eines internen Kontrollsystems ab Q1 2022
  • Einführung eines Risikomanagementsystems (inklusive Cyber Security) ab Q1 2022
  • Erstellung eines Verhaltenskodex (Code of Conduct) während 2022
Transparentes Stakeholder-Management mit Ethical Marketing Principles
  • Einführung eines strukturierten Stakeholder-Managements bis Ende 2022
  • Verbindliche Anwendung der Ethical Marketing Principles ab 1. Januar 2022
Kundenzufriedenheit/Servicequalität
  • Entwicklung eines Konzepts zur Messung und Steigerung der Kundenzufriedenheit bis Ende 2022
  • Halten der Rückabwicklungsquote von max. 1 %
 ÖKOLOGIE 
Entwicklung ökologisch nachhaltiger Pflegeimmobilien
  • Umsetzung von 100 % der Neubauplanungen mind. im KfW-40-Standard und 70 % im KfW-40 EE-Standard ab 1. Februar 2022 unter Berücksichtigung gültiger politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen
  • Entwicklung eines Konzepts zu Baustoffen/ Nachnutzung/ökologischem Bauen für Carestone-Neuentwicklungen bis Ende 2022
  • Analyse, Pilotierung und Definition eines systematischen ökologischen Zertifizierungsansatzes nach DGNB für Carestone-Neuentwicklungen bis Ende 2024
Auswirkungen der Bautätigkeiten auf die Umwelt 
  • Einführung eines Wasser- und Energiemanagements auf den Baustellen bis Ende 2022
  1. Erhebung von Wasser- und Energieverbräuchen auf 100 % der Neubau-Baustellen (bei Vergaben ab 1. Februar 2022) bis Ende 2022
  2. Ableitung von Einsparungszielen für Energie- und Wasserverbräuche ab 2023
 SOZIALES 
Interne und externe Arbeitgeberattraktivität (als diverses, chancengleiches und inklusives Unternehmen)
  • Ausbau der Ausbildung im Rahmen des dualen oder berufsbegleitenden Studiums: Einstellung von mindestens zwei Studierenden jährlich
  • Umsetzung des Weiterbildungskonzepts: Teilnahme jedes Mitarbeitenden an mindestens einer Weiterbildungsmaßnahme jährlich
  • Erhöhung des Frauenanteils in der Gesamtbelegschaft auf 50 %
  • Erhöhung des Frauenanteils in aktuell bereits besetzten Funktions- und Leitungsebenen im Zuge der natürlichen Fluktuation
  • Durchführung einer Mitarbeitendenzufriedenheits-befragung und anschließende Ableitung konkreter Maßnahmen und Ziele
  • Optimierung des Bewerberprozesses
  • Durchführung jährlicher Feedbackgespräche zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften
Gesundheit und Sicherheit im Bau
  • Sicherstellung der Vertragseinhaltung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen
Optimale Produktkonzeption für Betreiber & Bewohnende
  • Qualitätssicherung durch Konzeption der Immobilien und Betreiberauswahl im Sinne zufriedener Endnutzer (Bewohnende, Pflegekräfte und Betreiber)
Angebot eines nachhaltigen Anlageangebots (Sustainable Investing)
  • Einholung eines jährlichen Corporate ESG-Ratings ab 2022
 
Insbesondere die Entwicklung eines Kennzahlensystems und Erweiterung der ESG-Kennzahlen ist aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung, da sie eine zentrale Grundlage für die zukünftige Steuerung darstellt. Unser Nachhaltigkeitsmanagement hat folgende sechs SDGs identifiziert, zu deren Erreichung wir mit unserer Geschäftstätigkeit einen wirksamen Beitrag leisten können. Diese sind:

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen: Mit unseren Immobilien wirken wir dem großen Mangel an Pflegeplätzen entgegen, setzen Standards bei der Wohnqualität für Seniorinnen und Senioren und ermöglichen Menschen ein selbstbestimmtes Leben im Alter.
SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Durch unsere 70 Projekte wurden bereits mehr als 7.000 Arbeitsplätze geschaffen. Wir bieten ein attraktives Arbeitsumfeld für Pflegekräfte mit Raum zur persönlichen Entfaltung. Mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell ermöglichen wir unseren Mitarbeitenden einen ergebnisorientierten und familienfreundlichen Einsatz ihrer Arbeitszeit.
SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur: Die Anforderungen an das urbane Leben im Alter verändern sich deutlich. Individualisierung wird für künftige Seniorengenerationen relevanter. Altersgerechte Immobilien im urbanen Raum müssen vor diesem Hintergrund neu gedacht und nachhaltiger werden. Mit unseren kleinen, dezentralen Wohneinheiten, die miteinander vernetzt sind und über einen zentralen Service gemeinsam versorgt werden, stellen wir eine flächendeckende Versorgung von pflegebedürftigen Menschen sicher.
SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden: Wir unterstützen Städte und Gemeinden dabei, Seniorenwohn- und Pflegeimmobilien vor Ort zu errichten und die lokale Infrastruktur zu stärken.
SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz: Im Gebäudebereich gibt es ein enormes Potenzial für CO2-Einsparungen und damit für Investitionen in den Klimaschutz. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen, indem wir seit dem 1. Februar 2022 unter Berücksichtigung gültiger politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen 100 Prozent unserer Neubauplanungen mindestens nach dem Baustandard Effizienzhaus-40 und 70 Prozent entsprechend dem Standard KfW-40 Erneuerbare-Energien-Klasse realisieren wollen.
SDG 15: Leben an Land: Von der Planung über den Bau und die gesamte Nutzungsdauer der Pflegeimmobilien achten wir auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energie, Wasser und Material.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Unsere Projektentwicklung legt die Basis für unsere unternehmerischen Aktivitäten: Dort werden alle eingehenden Vorschläge und Angebote für mögliche Projekte erfasst und evaluiert, die Projektfreigabe durch den Gesellschafter beantragt und das Projekt bis zum Erhalt der Baugenehmigung betreut.  

Unser Projektmanagement ist für die Umsetzung des in der „Projektentwicklung“ vorbereiteten, geplanten Projekts verantwortlich – unabhängig davon, ob es sich um ein Entwicklungsprojekt, ein Bestandsprojekt oder ein Vertriebsprojekt handelt. Bei Entwicklungsprojekten liegt die Projektverantwortung von der Auftragsvergabe über die bauliche Umsetzung bis zur Abnahme durch den Mieter bzw. die Investoren ausschließlich bei unserem Projektmanagement. Im Rahmen eines Bestandsprojekts bestehen zusätzlich Verbindungen zu dem Geschäftsprozess „Asset Management“, der sich im Wesentlichen um Verwaltungsaspekte der erworbenen Bestandsobjekte kümmert. Bei einem Vertriebsprojekt beschränkt sich das Projektmanagement im Wesentlichen auf die zeitliche und qualitative Überwachung der Projektausführung durch unseren Auftraggeber. Grundlage für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den verschiedenen Geschäftspartnern im Bauprozess sind standardisierte Baubeschreibungen, Bauverträge und Prozesse. Auf der Basis einer eindeutigen Ausschreibungs- und Vertragsgrundlage fragt unser Projektmanagement die Bauleistungen als Ausschreibung für Generalunternehmer (GU) oder in Einzelfällen als Einzelgewerke-Ausschreibung an. Nachdem die Angebote ausgewertet wurden, werden Vergabegespräche mit den Anbietern geführt und eine entsprechende Entscheidung getroffen. Anschließend werden die General- oder Einzelunternehmer mit GU-Verträgen bzw. einzelnen Bauverträgen mit der Ausführung der Bauleistungen beauftragt. Ab dem Zeitpunkt betreuen wir den gesamten Planungs- und Ausführungsprozess bis zur Abnahme der Leistung.  

Wir haben einen standardisierten Generalunternehmervertrag, der bereits konkrete Nachhaltigkeitsanforderungen enthält, die für den Baustellenbetrieb und die Baumaterialien einzuhalten sind. Im Jahr 2022 fragen wir mit einer ESG-Anlage zum GU-Vertrag ab, welche über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehenden Maßnahmen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz, Übergang zur Kreislaufwirtschaft sowie Biodiversität bereits umgesetzt werden und mit welchen Kennzahlen diese aktuell hinterlegt sind. Gemeinsam mit bisherigen und potenziell neuen GU-Partnern eruieren wir, welche weiteren ökologischen Vorgaben, wie etwa eine Verbrauchsbegrenzung beim Betrieb der Baustellen oder die Verwendung energieeffizienter Gebäudeausrüstung, übertragbar sind.

Soziale Standards in der Wertschöpfungskette Wir bekennen uns uneingeschränkt zur Wahrung der Menschenrechte und achten stets darauf, dass unsere Baudienstleister und Fachkräfte aus dem Handwerk verantwortungsvoll und gesetzmäßig handeln. Die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen im eigenen Unternehmen schätzen wir als äußerst gering ein. Dennoch sind wir uns darüber bewusst, dass die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards entlang der Wertschöpfungskette, zum Beispiel auf den Baustellen, eine Herausforderung darstellen kann. Daher verpflichten wir alle Auftragnehmer zur Einhaltung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen.   Der Generalunternehmer übernimmt die Bauleitung auf der Baustelle. Er ist für die dortige Arbeitssicherheit verantwortlich und stellt den Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator. Auch verpflichtet er sich sowie die von ihm eingesetzten dritten Unternehmen zur Einhaltung des Arbeitnehmerentsendegesetzes und des Mindestlohngesetzes.  

Ökologische Standards in der Wertschöpfungskette Dadurch, dass wir für die Errichtung von Pflegeimmobilien Generalunternehmer beauftragen, können wir auf den Produktionsprozess nur indirekt durch die Gestaltung der vertraglichen Pflichten des Generalunternehmers und entsprechende Überwachungsmaßnahmen Einfluss nehmen. Der für die Beauftragung von Generalunternehmern verwendete Mustervertrag enthält eine Reihe von ökologischen Pflichten wie beispielsweise eine möglichst klimaneutrale, energie- und materialsparende Leistungserbringung. Für die erbrachten Bauleistungen muss der Generalunternehmer den Energie- und Wasserverbrauch, das Abfallaufkommen sowie die Abfallentsorgung dokumentieren.  

Unsere abschließende konzeptionelle Verkaufsberatung hat das Ziel, Kunden die Vorteile und Risiken klar aufzuzeigen, um das für sie bestgeeignete Produkt anbieten zu können. Unser „Marketing“ sorgt in diesem Zusammenhang für die Aktualität und Wahrung einheitlicher Werbemittel. Unseren Vertriebspartnern bieten wir über das digitale Vertriebspartner-Portal, von der Akquise bis zur notariellen Kaufabwicklung, einen vollständig digitalisierten Verkaufsprozess, der in jeder Phase den Zugriff auf alle relevanten Informationen, Status und Dokumente gewährt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4