1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Freiwald Kommunikation verfolgt bislang keine detaillierte Nachhaltigkeitsstrategie. Vielmehr ergibt sich die Nachhaltigkeit aus dem täglichen Handeln und aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

Der Fokus der Beratung liegt seit dem Jahr 2021 auf der Umsetzung von Nachhaltigkeit in Unternehmen. Dafür hat Inhaber Stefan Freiwald ein Weiterbildungsstudium zum Nachhaltigkeitsmanager an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld absolviert. Die Aufklärung, Schulung und das Erarbeiten von Nachhaltigkeitsaspekten ist seitdem ein wesentliches Element des Angebots von Freiwald Kommunikation. Aus diesem Grund erfolgte auch eine Umbenennung der Firma aus „Büro für Journalismus, PR & Marketing“ in „Büro für Journalismus, PR & Nachhaltigkeit“. Am Firmensitz im Oldenburger Münsterland ­­– einer ländlichen Region in Norddeutschland – ist das Thema zudem in vielen mittelständischen Unternehmen noch nicht präsent oder gar verankert, so dass Freiwald Kommunikation besonders zur Sensibilisierung beitragen und als Multiplikator in der Wertschöpfungskette wirken kann.

Fairness, Transparenz und Wahrhaftigkeit

Bereits seit dem Jahr 2010 gehören zum Portfolio von Freiwald Kommunikation die Beratung über und die Umsetzung von externen und internen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. In diesem Geschäftsfeld verpflichtet sich Freiwald Kommunikation zu den  Grundsätzen des vom Deutschen Rat für Public Relations herausgegebene Deutschen Kommunikationskodexes, in dem Fairness, Transparenz und Wahrhaftigkeit als Grundpfeiler der PR definiert werden. Denn nur eine auf diesen Säulen fußende Kommunikation kann nachhaltig erfolgreich sein und zur Risikominimierung bei den Kunden beitragen.  

Auch intern arbeitet Freiwald Kommunikation an der Verbesserung eigener Nachhaltigkeitsaspekte wie der Vermeidung von Papiermüll, der Verringerung des CO­­­2-Fußabdrucks, der Schaffung von schlanken Strukturen und geringem Ressourcenverbrauch, der fortwährenden Weiterqualifizierung und anderer Aspekte, die in diesem Bericht in den Kriterien 11 bis 20 ausgeführt werden.
 

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Als wesentliches Thema sieht Freiwald Kommunikation die Auswirkungen der eigenen Beratungstätigkeit auf den Nachhaltigkeitsprozess bei den Kunden. Weil viele Unternehmen im Oldenburger Münsterland mit dem Thema noch nicht vertraut sind, besteht eine große Chance, viel in Sachen Nachhaltigkeit bewirken zu können und einen Prozess in den Unternehmen und deren Lieferketten anzustoßen. Besonders bei den vielen inhabergeführten mittelständischen Firmen sieht Freiwald Kommunikation ein enormes Potential in Sachen Nachhaltigkeit. Viele Unternehmen aus der in der Region ausgeprägten Agrarindustrie stehen derzeit ohnehin vor einem großen Wandel hin zu einer verantwortungsvolleren und ressourcenschonenderen Wirtschaftsweise.

Chance birgt auch Risiko  

Gleichzeitig liegt in der Chance auch das größte Risiko. Denn es könnte sein, dass vor dem Hintergrund der Corona-Krise und des daraus resultierenden Rohstoffmangels zunächst der Fokus auf kurzfristige Kosteneinsparungen und darauf „den Laden wieder ans Laufen zu bekommen“ gerichtet wird. Auch könnte die Ressource Zeit als Hemmnis gesehen werden. Hier liegt es an Freiwald Kommunikation, den Nutzen eines Nachhaltigkeitsprozesses (auch monetär) so gut wie möglich herauszuarbeiten.   Der eigene ökologische Fußabdruck wird im Wesentlichen durch Fahrten zu Kunden bestimmt, daneben unwesentlich durch Bürobedarf und Energieverbrauch. Ein wesentliches Element der Geschäftspolitik von Freiwald Kommunikation ist zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.    

Die wesentlichen Themen wurden identifiziert durch Gespräche mit Stakeholdern, insbesondere mit Kunden und Auftraggebern. Ein expliziter Stakeholder-Dialog, um die wesentlichen Themen zu verifizieren und zu differenzieren, ist für das Jahr 2022 geplant.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Wie in der Wesentlichkeitsanalyse aufgeführt, ist Freiwald Kommunikation bestrebt, Unternehmen für Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung zu begeistern. Somit ist es das erste und wichtigste Ziel, mehr Kunden und Kooperationspartner zu gewinnen, die in der Summe eine gesellschaftliche Wirkung im Sinne der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen beziehen. Dieses Ziel hat voraussichtlich den größten Impact in Sachen Nachhaltigkeit und ist daher das wichtigste Ziel. 

Die Zahl dieser Kunden-Unternehmen und Kooperationspartner soll jährlich um mindestens 10 Prozent erhöht werden, um eine höhere gesellschaftliche Wirkung zu erzielen. 

Mit dem Fahrrad und der Bahn

Zweites Ziel: Die Reisestätigkeit soll so weit wie möglich CO2-neutral erfolgen. Fahrten innerhalb Vechtas wird der Inhaber wie gehabt mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, weitere Reisetätigkeiten (ab 100 Kilometer) sollen soweit verbindungstechnisch möglich mit der Bahn durchgeführt werden. Auf Flugreisen innerhalb Deutschlands verzichtet Freiwald Kommunikation. Sollte es nicht anders möglich sein, kommt das E-Auto des Inhabers zum Einsatz.

Einige der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen finden sich auch in diesem Bericht wieder. Sie werden an den passenden Stellen aufgeführt. Darüber hinaus trägt Freiwald Kommunikation über die Nachhaltigkeitsberatung zur Implementierung aller SDG bei den Kunden bei.

Für das Erreichen der Ziele ist in einem Einzelunternehmen der Inhaber, der ein Studium zum Nachhaltigkeitsmanager absolviert hat, persönlich verantwortlich. Die Frage nach einem Managementsystem und institutionalisierten Prozessen und Methoden stellt sich im Einzelunternehmen nicht. 
 

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Da es sich bei Freiwald Kommunikation im Wesentlichen um ein Beratungsunternehmen handelt, spielen Faktoren wie Einkauf und Produktion keine nennenswerte Rolle. Lediglich die Umsetzung von Printprodukten für Kunden hat einen gewissen Einfluss auf die Nachhaltigkeitsbilanz, was die Auswirkungen des Drucks und der Papierauswahl auf Klima und Umwelt angeht.

Die Tiefe der Wertschöpfungskette ist aber relevant für die Kunden von Freiwald Kommunikation. Bei einer Nachhaltigkeitsberatung werden auch immer Lieferanten und Abnehmer entlang der Wertschöpfungsketten der Kunden von Freiwald Kommunikation betrachtet. In einigen Fällen ist es möglich, dass daraus wieder eine neue Beratungsleistung für ein Unternehmen innerhalb der Lieferkette entsteht. Deswegen werden die meisten Nachhaltigkeitsbetrachtungen, die Freiwald Kommunikation anstellt, anhand der gesamten Wertschöpfungskette der Kunden-Unternehmen angestellt.

Welche Prozesse innerhalb der jeweiligen Wertschöpfungsketten betrachtet werden, hängt von der Geschäftstätigkeit des jeweiligen zu beratenden Unternehmens ab. Gleiches gilt für die ökologischen und sozialen Probleme, die innerhalb der Wertschöpfungskette und im Kerngeschäft auftreten können. Die Beratung durch Freiwald Kommunikation führt in der Regel dazu, dass solche Probleme identifziert und abgestellt werden.

Nachhaltigkeitsberatung im Sinne der Tripple Bottom Line, also in allen drei Dimensionen, trifft neben der Lieferkette auch so gut wie alle Bereiche in dem zu beratenden Unternehmen, vom Immobilienmanagement über Einkauf, Produktion, Vertrieb und Logistik bis hin zum Personalmanagement.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4