1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Nachhaltigkeit ist bei SÜLZLE in der Unternehmensvision 2030 Mit Außergewöhnlichen Menschen schafft SÜLZLE partnerschaftlich nachhaltige Lösungen für die Welt der Zukunft" fest verankert. Unsere Vision verweist klar und für alle verständlich auf den künftigen, gewünschten Zustand. Sie soll inspirieren und motivieren. Wir wissen, je attraktiver große Ziele sind, desto höher die Motivation. Jeder Mitarbeiter kennt die Vision als das große Ziel – und trägt dazu bei, sie zu erreichen. Zur Erreichung der Vision wurde das SÜLZLE Werterad und das SÜLZLE 3-Gewinner-Prinzip angepasst. Ökologische Aspekte wurden in den Mittelpunkt gerückt, flankiert von internen und externen Stakeholdern. Damit bekennt sich SÜLZLE zu seiner ökologischen Verantwortung. SÜLZLE möchte nicht nur für sich Nachhaltigkeit schaffen, sondern auch für die kommenden Generationen der eigenen und der Familien der Mitarbeitenden, Kunden und aller Menschen.

Unsere Werte sind das Fundament, auf dem wir bauen. Sie sind die Basis für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partner, auf ihnen fußt alles was wir tun. Die Unternehmenswerte prägen SÜLZLE´s Identität in besonderer Weise, wie sie - ungeschrieben - schon sehr lange lebendig sind. Die Werte der SÜLZLE Gruppe sind die große Klammer um die Identität und benennen, was den Menschen bei SÜLZLE wichtig ist. 

In die Weiterentwicklung des 2-Gewinner-Prinzips zum 3-Gewinner-Prinzip waren Führungskräfte und Mitarbeiter in jeder Phase eingebunden. Die 3-Gewinner teilen sich auf in: 
  • SIE (die Kunden und Partner der SÜLZLE-Unternehmensgruppe) 
  • WIR (die Unternehmen der SÜLZLE-Gruppe und ihre Mitarbeiter) 
  • Unsere UMWELT (auf den Erhalt der einen Umwelt ausgerichtetes Unternehmen). 
Zur Umsetzung unserer Vision wurde eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse zur Identifizierung unserer wesentlichen Themen durchgeführt. Die Analyse unterstützt uns dabei unserer Nachhaltigkeitsstrategie eine effiziente Stoßrichtung zu geben (weitere Informationen Kriterium 2). Auf Basis der Analyse wurden die Nachhaltigkeitsthemen den Handlungsfeldern Ökologie, Ökonomie und Soziales zugeordnet. Es werden entsprechende Zielsetzungen formuliert und nachhaltigkeitsrelevante Maßnahmen abgeleitet. Erste konkrete Ziele und Maßnahmen werden im DNK Kriterium 3 Ziele festgehalten. Die entwickelte Nachhaltigkeitsstrategie wird aktuell im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensvision 2030 in die gruppenweite Strategie eingebunden. Um dies zu realisieren werden die aus der Wesentlichkeitsanalyse ermittelten Themen in der Unternehmensstrategie abgebildet. Die Unternehmensstrategie für die nächsten acht Jahre wird im Januar 2023 intern und extern präsentiert. In der Vergangenheit hat die SÜLZLE-Gruppe einige nachhaltigkeitsrelevante Maßnahmen ergriffen, jedoch wurden diese nicht systematisch in Form eines Nachhaltigkeitsprogramms erfasst. Im Rahmen des 140-jährigen Firmenjubiläums 2020 wurde ein systematisches Programm zur Förderung sozialer und ökologischer Projekte durchgeführt.

Die SÜLZLE Gruppe ist seit Anfang 2020 aktiver Unterstützer der Allianz für Entwicklung und Klima und verfolgt freiwillig die 17 Nachhaltigkeitsziele der United Nations. Darüber hinaus orientieren wir uns an folgenden Standards: 
  • Deutscher Nachhaltigkeitskodex mit dem Leistungsindikatoren-Set nach Global Reporting Initiative (GRI SRS) 
  • Managementleitfaden für gesellschaftliche Verantwortung (ISO 26000) 
  • Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen
  • Greenhouse Gas Protocol (GHG) 
 

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Als Unternehmensgruppe, die in den Handlungsfeldern Stahlhandel, Anlagenbau sowie Gebäude- und Umwelttechnik vertreten ist, wollen wir aktiv zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Auf Basis von Workshops, internen sowie externen Stakeholderbefragungen haben wir unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen identifiziert. Es wurden verschiedene externe Stakeholder eingebunden: Kunden, Lieferanten, Städte, Verbände und Finanzdienstleister. Die Nachhaltigkeitsthemen wurden den drei Handlungsfeldern Ökologie, Ökonomie und Soziales zugeordnet. Das Ergebnis ist grafisch in der Wesentlichkeitsmatrix von SÜLZLE abgebildet.  
 
Unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen haben einen positiven sowie negativen Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung. Darüber hinaus beeinflussen uns die Themen der Zeit in unserer Geschäftstätigkeit und definieren Ziele & Maßnahmen der SÜLZLE Gruppe. Wir sehen uns hierbei in einer wechselseitigen Beeinflussung. Im Folgenden werden die einzelnen Nachhaltigkeitsthemen sowie ihre wesentlichen Auswirkungen beziehungsweise Einwirkungen auf SÜLZLE dargelegt: 
 
ÖKOLOGIE  
  • Umweltbewusste Haltung des Unternehmens (Inside-Out: Auswirkungen des Bau- und Gebäudesektors auf die Umwelt; Outside-In: Wachsende Umweltanforderungen der Stakeholder) 
  • Energieeffizienz (Inside-Out: Hoher absoluter Energieverbrauch insbesondere im Bereich Logistik; Outside-In: SÜLZLE Kopf wirtschaftliche und umweltschonende Gebäudetechnik)  
  • Recycling & Kreislaufwirtschaft (Inside-Out: Stahl ist zu 100 Prozent recyclingfähig. Es wird ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet) 
  • Transport & Logistik (Inside-Out: Treibstoffverbrauch größter Treiber in der CO2-Bilanz) 
ÖKONOMIE  
  • Digitalisierung (Inside-Out: Verstärkte Nutzung von KI; Outside-In: digitale Transformation) 
  • Wirtschaftlicher Erfolg (Inside-Out: Wirtschaftlicher Erfolg stellt die Basis unserer Geschäftstätigkeit dar) 
  • Nachhaltige Produkte & Innovation (Inside-Out: Durch nachhaltige und innovative Produkte differenzieren wir uns am Markt; Outside-In: Der Klimawandel fordert von uns innovative Lösungen) 
  • Geschäftsethik & Compliance (Inside-Out: Gesetzeskonformität ist die Grundlage für unser unternehmerisches Handeln) 
  • Kundenbeziehungen & Kundenzufriedenheit (Inside-Out/ Outside-In: langfristige, partnerschaftliche Beziehungen) 
  • Qualität der Leistung (Outside-In: Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen) 
SOZIALES  
  • Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz (Inside-Out: SÜLZLE gestaltet Arbeitsschutz aktiv; Outside-In: Gefahrenpotential auf Bau- und Montagestellen) 
  • Wahrung der Menschenrechte (Inside-Out: SÜLZLE bekennt sich zu den Menschenrechten; Outside-In: Wirksames Nachunternehmermanagement) 
  • Weiterbildung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden (Inside-Out: Mitarbeiterbindung; Mitarbeitermotivation; Aufstiegschancen; starke Arbeitgebermarke; Outside-In: Wissen der Organisation auf Stand der Technik) 
  • Arbeitsbedingungen & Sozialschutz (Inside-Out: Sozialschutz ist Teil des SÜLZLE Gens) 
  • Mitarbeiterbeziehung & Mitarbeiterengagement (Inside-Out: SÜLZLE unterstützt seine Mitarbeitenden einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten) 
  • Fachkräftemangel (Inside-Out/ Outside-In: Durch den demografischen Wandel wird es zunehmend schwieriger über ausreichend Fachkräfte zu verfügen) 
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Wohlbefinden der Mitarbeitenden (Inside-Out: Der Wert Familie aus dem SÜLZLE-Werterad spielt im Unternehmen eine tragende Rolle) 
  • Lieferkettenmanagement (Outside-In: Änderungen der Rahmenbedingungen durch Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz) 
Um einen möglichst positiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten, stellen die definierten wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen die Grundlage für die Erarbeitung unserer Nachhaltigkeitsstrategie dar. Aus den aufgeführten Nachhaltigkeitsthemen ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken für die SÜLZLE Gruppe, welche je nach Geschäftsbereich differieren. Beispielweise stellt der Fachkräftemangel für die gesamte Gruppe ein Risiko dar. Insbesondere im handwerklichen Bereich wird es auch im Ausbildungsmarkt immer schwieriger. SÜLZLE begegnet dem mit Maßnahmen zum Aufbau einer starken Arbeitgebermarke. Durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien ist der Transport & Logistikbereich der größte Treibhausgasemittent. Hier sieht SÜLZLE großes Potential in der Zukunft. Solange die Technik keine praxistauglichen Alternativen bietet, ist SÜLZLE darauf angewiesen über intelligente Systeme wie zum Beispiel der Digitalisierung von Arbeitsprozessen in der Logistik Ressourcen einzusparen. Zu diesem Zweck wurden bereits in der jüngeren Vergangenheit bei SÜLZLE Stahlpartner Standorte gekauft bzw. erweitert die über Zugang zu Wasser und Schiene verfügen. Eine Chance sieht die Unternehmensgruppe im Klimawandel dahingegend, dass Produkte aus dem Bereich Energie und Umwelt immer stärker in den Fokus gelangen. So bietet die SÜLZLE Kopf mit der AK-DOS  ein Produkt für die vierte Reinigungsstufe in der Klärtechnik. SÜLZLE Klein bietet Lösungen für die Eindickung, Entwässerung und Trocknung von Schlämmen und KOPF SynGas ein patentiertes Verfahren zur Klärschlammvergasung mit dem auch die endliche Ressource Phosphor zurückgewonnen werden kann. 

Eine systembasierte Chancen- und Risikenanalyse zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen liegt zum Berichtszeitpunkt nicht vor. Über den Kontext der Organisation werden die Potentiale der Themen bewertet und Maßnahmen abgeleitet.


 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Engagement für Umwelt und Gesellschaft hat in der SÜLZLE Gruppe Tradition. Wir sind überzeugt, dass nur Unternehmen, die auch ihren sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Verpflichtungen nachkommen, die Zukunft erfolgreich gestalten können. Bei der Übernahme von Verantwortung möchte die SÜLZLE Gruppe daher eine Vorreiterfunktion einnehmen. Die Weiterentwicklung der Kerngeschäfte unter nachhaltigen Gesichtspunkten steht dabei im Fokus und weisen die höchste Priorität in unserem Nachhaltigkeitsmanagement auf. Wir sind der Überzeugung, dass für eine ganzheitliche Transformation die Anpassung der Kerngeschäfte notwendig ist.
 
Wir bieten im Stahlhandelsbereich Systeme und Leistungen für eine Kreislaufwirtschaft an z.B. Vermietung, Rückkauf und Aufbereitung von Stahlkonstruktionen für den Spezialtiefbau. SÜLZLE Nutzeisen ist hierfür der Spezialist der SÜLZLE Gruppe. In den weiteren Unternehmensbereichen Anlagenbau, Gebäudetechnik und Umwelttechnik entwickeln und vermarkten wir nachhaltige Kundenlösungen und Geschäftsmodelle. Hiermit leisten wir einen Beitrag zum SDG 12 nachhaltig Produzieren und Konsumieren. 
 
Darüber hinaus hat sich die SÜLZLE Gruppe das Ziel der CO2 Neutralität durch Reduktion und Kompensation gesetzt. Zu den größten Herausforderungen unserer Zeit zählt die Erfüllung des Pariser Klimaabkommens. Hierfür ist das Engagement aller Akteure notwendig. Wir als SÜLZLE Gruppe sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf und wollen aktiv zum SDG 13 Klimaschutz beitragen. Seit 2021 ist die gesamte Gruppe CO2 neutral gestellt. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit CO2-neutralisierten Stahl zu beziehen an. Hiermit geben wir Bauherren und Geschäftspartnern die Möglichkeit zertifizierte klimaneutrale Produkte und Leistungen anzubieten. In der Zukunft wollen wir CO2 neutral aus eigener Kraft werden (Kriterium 13). Zur systematischen Ermittlung und Bearbeitung von wesentlichen Umweltaspekten führt SÜLZLE sukzessive für alle operativen Unternehmungen ein Umweltmanagementsystem auf Basis ISO 14001 ein.  
 
Auch die soziale Nachhaltigkeit stellt eine fundamentale Säule der SÜLZLE Gruppe dar. Unser Ziel ist es, uns als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen zu binden. SÜLZLE hat sich zum Ziel gesetzt alle operativen Unternehmungen der Gruppe nach ISO 45001 und Gütesiegel “Sicher mit System” der Berufsgenossenschaften auszuzeichnen. Auch wollen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und uns unserer Verantwortung in den Lieferketten annehmen. Hierfür wird unter anderem eine Beschaffungsrichtlinie entwickelt. 
 
Um das komplexe Themenfeld Nachhaltigkeit ganzheitlich im Unternehmen zu verankern, wurde im Jahr 2020 die SÜLZLE Drei-Gewinner-Strategie entwickelt und das SÜLZLE-Werterad angepasst (siehe Kriterium 1). In Kooperation mit einer renommierten, auf dem Gebiet der Zukunftsforschung führenden Beratungsgesellschaft erarbeitet SÜLZLE seine Vision 2030. Die Mission wird unter Berücksichtigung der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte bis Ende 2022 definiert. Die Ableitung eines ausführlichen Nachhaltigkeitsprogramms für unsere wesentlichen Themen (Kriterium 2) soll bis Anfang 2023 erfolgen. Hiermit wollen wir für die SÜLZLE Gruppe wesentliche Nachhaltigkeitsziele priorisieren und damit eine effiziente Stoßrichtung unserer Unternehmensstrategie sicherstellen. 
 
Darüber hinaus stellt unsere erste Entsprechenserklärung für das Jahr 2021 den Start unseres kontinuierlichen Nachhaltigkeitsprozesses dar. Die Gesamtverantwortung für die nachhaltige Unternehmensführung der SÜLZLE Gruppe liegt bei der Geschäftsleitung. Das entwickelte Nachhaltigkeitsprogramm wird fortlaufend im Rahmen der Zielkontrolle durch die Geschäftsleitung mit den einzelnen Bereichen überprüft und gegebenenfalls angepasst (siehe Kriterium 5).

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Wir sind uns unserer Verantwortung für vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen bewusst. Wir wollen uns für die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards in der gesamten Wertschöpfungskette einsetzen. Daher wählt SÜLZLE seine Vertragspartner sorgfältig aus und erwartet von ihnen, dass sie sich gleichermaßen an den Vorgaben der SÜLZLE Compliance Richtlinie orientieren und die relevanten Mitarbeitenden in Kenntnis setzen. Wir wollen bei der Auswahl von Produkten sowie deren Herstellern, Dienstleistern verstärkt auf Nachhaltigkeitskriterien achten. Wir haben uns dazu zum Ziel gesetzt eine Beschaffungsrichtlinie zu definieren. Diese soll bis Ende 2023 in der gesamten Unternehmensgruppe in Kraft gesetzt werden.  

Um relevante Nachhaltigkeitsaspekte in der Wertschöpfungskette zu identifizieren wurde 2021 die Lieferkette von SÜLZLE analysiert. Mit Hilfe des Nachhaltigkeitsteams wurden die einzelnen Wertschöpfungsstufen identifiziert. Schwierigkeiten stellten bei der Analyse der Lieferkette die Integration der vielseitigen Geschäftsmodelle dar.

Es wurden folgende Wertschöpfungsstufen identifiziert: 
Rohmaterial – Vorprodukte/ Komponenten – Produkte – Anlieferung – Weiterverarbeitung – Auslieferung - Montage - Rückbau 

Innerhalb der Wertschöpfungskette konnten ökologische als auch soziale Risiken identifiziert werden. Diese wurden mit Hilfe von strategischen Analyseinstrumenten analysiert und entsprechend priorisiert. Die Priorisierung erfolgte anhand des potentiellen Risikos und der Einflussmöglichkeit. SÜLZLE steht in diesen Themen im ständigen Austausch mit wesentlichen Kunden und Lieferanten entlang der Wertschöpfungskette. Dies erfolgt sowohl in Netzwerken (z.B. Allianz für Klima und Entwicklung) als auch persönlich. Zu den wesentlichen Risiken zählen hohes Emissionsaufkommen und die Einhaltung von Menschenrechten sowie der ILO Kernarbeitsnormen. So wurde als zentrales Risiko der Einsatz von Nachunternehmern in der SÜLZLE Gruppe bestimmt. Insbesondere bei der Weiterverarbeitung von Stahl sowie bei der Verlegung auf der Baustelle werden Nachunternehmer eingesetzt. SÜLZLE sieht über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus Handlungsbedarf die Einhaltung mindestens formal sicherzustellen. Daher findet unsere Compliance-Richtlinie insbesondere dort Anwendung, wo SÜLZLE Leistungen in Form von Dienst- oder Werkleistungen beauftragt. SÜLZLE erwartet in diesem Fall, dass der jeweilige Partner seinen Verpflichtungen seinen Mitarbeitenden gegenüber in Bezug auf steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen sowie Mindestlohn und Entsendegesetz einhält.  

SÜLZLE hat in den letzten Jahren Maßnahmen über die gesetzlichen Anforderungen entwickelt, um an dieser Stelle präventiv tätig zu werden. Einen besonderen Stellenwert weist hierbei der soziale Dialog auf. Basierend auf einem prozessorientierten Nachunternehmermanagement erfasst SÜLZLE sämtliche relevanten Dokumente seiner Nachunternehmer und überwacht diese in Ampelsystemen auf Aktualität und Einhaltung. Der Wichtigkeit des Themas angemessen liegt hier ein besonderer Fokus in der weiteren Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie. Es werden aktuell weitere Programme und Maßnahmen zur Prävention aktiv im Unternehmen erörtert. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4