1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die esentri AG hat sich 2020 im Rahmen der Gesamtunternehmensstrategie entschieden sich in den nächsten Jahren konsequent nachhaltiger auszurichten. In der aktuellen Unternehmensstrategie “esentri Vision 2025” gibt es grundsätzlich viele Initiativen, die im Rahmen der Umsetzung eine nachhaltige Wirkung entfalten, jedoch strukturell noch nicht einzelnen Dimensionen der Nachhaltigkeit zugeordnet sind.

Stand heute sind diese Initiativen daher noch nicht weiter im Sinne einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie ausgearbeitet und detailliert. Es ist jedoch geplant bis Ende 2021 eine separate Nachhaltigkeitsstrategie zu formulieren und im Kontext der übergreifenden Unternehmensstrategie einzubetten.

Traditionell besteht bei esentri eine sehr hohe Fokussierung auf Menschlichkeit in der Unternehmung. Entsprechend wurden in diesem zentralen Handlungsfeld “Mensch & Gesellschaft” bereits in den vergangenen Jahren umfangreiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen umgesetzt und es werden jährlich zahlreiche neue Initiativen gestartet. Dabei beziehen sich die einzelnen Initiativen insbesondere auf die Entwicklung und Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter*innen ohne jedoch unsere gesellschaftliche Verantwortung zu vergessen. 

Im Handlungsfeld “Umwelt” wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den ökologischen Footprint von esentri schrittweise zu reduzieren. Neben dem 2019 veröffentlichten Mobilitätskonzept WE&U (wirtschaftlich, effizient & umweltfreundlich) wurden auch Initiativen gestartet, um Plastik zu vermeiden oder natürliche Ressourcen in den Büroräumlichkeiten zu schonen.


Generell wird bei esentri ein nachhaltiges und gesundes Wachstum des Unternehmens angestrebt. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit allen Dienstleistern und Kooperationspartnern partnerschaftlich und auf Augenhöhe arbeiten. Eine reine Ausrichtung auf den eigenen Profit lehnen wir ab und richten unsere Unternehmensaktivitäten konsequent auf langfristigen Erfolg aus. Diese Haltung spiegelt sich insbesondere in unserer Unternehmenskultur und unseren Werten wider, die für unseren Erfolg von zentraler Bedeutung sind und intensiv kultiviert werden. 

Details zu den einzelnen Handlungsfeldern werden in den folgenden Kapiteln des Nachhaltigkeitsberichts ausgeführt. Der Aufbau dieses Berichts basiert auf dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), dem branchenübergreifenden Transparenzstandard für die Berichterstattung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen.  
 

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die esentri AG ist ein digitales Dienstleistungsunternehmen, dessen Gründungsgedanke es ist den Kund*innen einen einfachen Zugang zu modernsten Technologien zu bieten. Unsere Kunden decken eine breite Vielfalt aus der Industrie, dem Finanz- und Versicherungssektor, dem Handel, Dienstleistungsunternehmen, Verbänden und Vereinen, sowie dem öffentlichen Sektor ab. Im Zuge der Entwicklung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie ist es uns wichtig, ökologische, ökonomische, sowie soziale und gesellschaftliche Auswirkungen zu benennen und zu analysieren. In den jeweiligen Kapiteln des DNK-Berichts werden sowohl negative als auch positive Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit (z.B. Kriterien 1-10 zu ökonomischen Aspekten, Kriterien 11-13 zu Umweltbelangen, und Kriterien 14-20 zu sozialen und gesellschaftlichen Belangen) detailliert beschrieben (Inside-Out-Perspektive). 
Eine konkrete Analyse der Einwirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit liegt nicht vor und ist bisher auch nicht geplant (Outside-In-Perspektive).

Zur Identifikation und Bewertung der wichtigsten Handlungsfelder in den drei Nachhaltigkeitsfeldern haben wir unter Berücksichtigung unserer drei wichtigsten Stakeholdergruppen Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Teilhaber*innen eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Dazu haben wir innerhalb eines Workshops die wichtigsten Handlungsfelder identifiziert und jeweils nach der Relevanz bewertet. Als Gewichtung der bewerteten Handlungsfelder aus Sicht der einzelnen Stakeholdergruppen haben wir jeweils 1/3 festgelegt. 

In der folgenden Graphik sind die Ergebnisse der Bewertung farblich gegliedert nach den Themenfeldern Governance & Ökonomie, Umwelt und Mensch & Gesellschaft, sowie das übergeordnete Themenfeld (nachhaltige Dienstleistungen) dargestellt.


Die Identifikation der wichtigsten Handlungsfelder in den drei Nachhaltigkeitsbereichen bildet für uns die Grundlage für die Entwicklung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie im nächsten Schritt. Dies sehen wir als große Chance uns in Zukunft noch nachhaltiger in den identifizierten Handlungsbereichen aufzustellen. Als Risiko sehen wir, dass die Identifikation und Bewertung der Handlungsfelder bisher nur intern abgewickelt wurde. In einem nächsten Schritt bietet es sich an unsere Stakeholder aktiv einzubinden und in Form von Umfragen mit unseren Mitarbeiter*innen, Kund*innen sowie Teilhaber*innen zur Relevanz der jeweiligen Handlungsfelder zu befragen. 

Die Risiken und Chancen der einzelnen Nachhaltigkeitsaspekte mit den jeweiligen Einwirkungen und Auswirkungen haben wir noch nicht identifiziert und können aktuell dazu noch keine Stellung nehmen. Dies möchten wir jedoch im nächsten Bericht überarbeiten.
 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.



Auch wenn die esentri AG bis dato keine eigene Nachhaltigkeitsstrategie ausformuliert hat, so können dennoch verschiedene mittel- und langfristige Ziele genannt werden, die wir im Sinne der Gesamtunternehmensstrategie verfolgen wollen.Generell sind alle Nachhaltigkeitsziele wichtig für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Gleichwohl wird besonders intensiv an der Reduktion des Gender Pay Gaps gearbeitet, um die Chancengleichheit zu erhöhen und die Diversität bei esentri zu verbessern. Idealerweise wird 2021 bereits das nächste Level “FairPay Developer” durch das FairPay Innovation Lab erreicht. Wir möchten durch diese Initiativen unsere Unternehmenskultur weiter stärken und insbesondere auch mehr Frauen für die Beratung ganzheitlicher Transformation gewinnen. In diesem Zusammenhang wird auch in einer Arbeitsgruppe an der inhaltlichen Neuausrichtung hin zu “Digitaler Nachhaltigkeit” als Dienstleistung gearbeitet und hierfür strategische Weichen gestellt.

Ziele werden bei esentri transparent in einer zentralen Softwarelösung verwaltet und die Zielhierarchie sowie die Zielerreichung ist für alle Mitarbeitenden einsehbar. Zu einem Ziel werden auch immer die verantwortlichen Personen und die beteiligten Mitarbeitenden gepflegt. Die genannten Nachhaltigkeitsziele werden insbesondere durch den Vorstandsvorsitzenden verantwortet und in Form von strategischen Initiativen verfolgt. Speziell für das Thema Nachhaltigkeit bei esentri hat sich hierfür eine Kollegengruppe “Nachhaltigkeit” konstituiert, die sich monatlich zur Steuerung der Initiativen abstimmt. Bei der Ausarbeitung unserer Ziele haben wir uns bisher noch nicht auf die SDGs der UN bezogen. Dies könnte jedoch im nächsten Schritt umgesetzt werden.
Mensch & Gesellschaft
Governance & Ökonomie
Umwelt

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als Beratungsunternehmen für eine ganzheitliche Digitalisierung bieten wir unseren Kunden Dienstleistungen an und haben daher keine Wertschöpfungskette für physische Produkte.

Als Dienstleistungsunternehmen sind unsere Mitarbeiter*innen unser wichtigstes Gut. Aus diesem Grund ist für unsere Wertschöpfung der soziale Nachhaltigkeitsaspekt von großer Bedeutung. Wir verfolgen einen menschenzentrierten, nachhaltigen Beratungsansatz, mit dem Anspruch, den „Menschen in den Mittelpunkt“ zu stellen. Unsere Mitarbeiter*innen haben bei esentri die Möglichkeit, sich selbst zu organisieren, sich ganzheitlich einzubringen und verschiedene Rollen einzunehmen. Hierbei orientieren wir uns an Prinzipien und Praktiken des kollegialen Führungsmodells. 

Auch im Zusammenhang mit unseren Kunden ist es uns wichtig, dass der Einsatz von Technologie den Menschen das Arbeiten erleichtert. Mit unseren Leistungen, die die soziale Nachhaltigkeit bei unseren Kunden voranbringen, üben wir zudem einen indirekten Einfluss auf deren Wertschöpfungskette aus. Unser Ziel für die Zukunft ist es, diesen nachhaltigen Aspekt unserer Dienstleistung noch weiter auszubauen, auch über das Soziale hinaus.

Unsere Partnerschaften zu Dienstleistern und anderen Unternehmen sind geprägt durch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und Fairness. Wir möchten möglichst langfristige und nachhaltige Partnerbeziehungen aufbauen, die auf einem gemeinsamen Wertefundament basieren. Das Ziel für die Zukunft ist der Aufbau einer ganzheitlich nachhaltigen Wertschöpfungskette, beginnend bei unseren Lieferanten und Partnern bis hin zu unseren Kunden.

Unsere eigene Wertschöpfungskette versuchen wir kontinuierlich weiter zu verbessern, sowohl in Bezug auf den sozialen Nachhaltigkeitsaspekt, als auch in Bezug auf den ökologischen. Beispielsweise verfolgen wir das Ziel, unseren Standort klimaneutral auszurichten. Auch bei Dienstreisen werden klimaeffiziente Alternativen bevorzugt. Weitere Tätigkeiten, die das Ziel haben, die negativen Auswirkungen unseres Handelns so gering wie möglich zu halten, sind unter den Kriterien 11-13 aufgelistet. Darüber hinaus sind uns keine sozialen und ökologischen Probleme bekannt, die in unsere Wertschöpfungskette auftreten.

Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit allen Dienstleistern und Geschäftspartner*innen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Über mögliche soziale und ökologische Probleme unseren Handels möchten wir mit unseren Geschäftspartner*innen sprechen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Dies ist bisher noch nicht erfolgt, da der Prozess der Auseinandersetzung mit möglichen sozialen und ökologischen Auswirkungen erst vor kurzem angestoßen wurde.
 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4