1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die Braincourt GmbH ist eine Gesellschaft für Managementberatung und Informationssysteme, welche ihren Kunden als Partner in den Bereichen Business Intelligence, Data Science & Big Data sowie Project & Organisational Experience zur Seite steht. Sie besteht deutschlandweit aus vier operativ tätigen Standorten in Stuttgart, Düsseldorf, München und Berlin, weiteren Standorten in Wien und Graz, Österreich (Braincourt Austria GmbH) sowie in Luzern, Schweiz (Braincourt Switzerland AG).

In Braincourts Unternehmensstrategie steht der Mensch in Form unserer Kunden, unserer Mitarbeiter und unserer Partner an erster Stelle. Die Zusammenarbeit mit Braincourt basiert auf einem klaren Wertesystem. Erfolgreiche Projekte setzen gegenseitige Wertschätzung und Respekt, Offenheit und Toleranz, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit und Verlässlichkeit voraus. Dies sind Werte und Tugenden, die uns definieren und an denen wir uns messen lassen.

Somit lebt Braincourt eine Nachhaltigkeitsstrategie im sozialen und wirtschaftlichem Sinne bereits seit der Gründung im Jahr 2000.

Nun möchten wir in Zukunft auch den ökologischen Aspekten einen größeren Stellenwert zukommen lassen. Unternehmensintern streben wir umweltfreundlichere und verantwortungsvollere Maßnahmen an, wie z.B. die Vermeidung von Abfällen (Handlungsfeld Müllvermeidung), Investitionen in energiesparendere Geräte (Handlungsfeld Energieeffizienz) sowie, wo möglich, die Substitution von Dienstreisen durch Videokonferenzen (Handlungsfeld Mobilität) – auch wenn der persönliche Kundenkontakt für uns im Vordergrund steht. 

Braincourt wird jährlich ISO 9001 zertifiziert. Die erfolgreiche Zertifizierung wurde in der Vergangenheit stets erreicht. Zukünftig wird ebenfalls eine erfolgreiche Zertifizierung angestrebt.

Um die globalen Klimaziele und die Interhumanitären Herausforderungen im Sinne der Nachhaltigkeit zu erreichen, orientieren wir uns an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der UN. Folgende sind insbesondere für Braincourt relevant und im gewissen Maß beeinflussbar:

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Zu Braincourts Kunden zählen Automobilhersteller und deren Zulieferer, Anbieter der Telekommunikation sowie zahlreiche KMUs in der DACH-Region. Mit unseren Dienstleistungen im Bereich der Softwareentwicklung und im Projektmanagement helfen wir unseren Kunden im Wesentlichen effizienter und profitabler zu werden und in Konsequenz Ressourcen einzusparen. Dieses Wissen wenden wir auch betriebsintern an, um sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen. 
Braincourt hat seine Bemühungen zur Nachhaltigkeit mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der UN (https://sdgs.un.org/goals) in Gesprächen innerhalb des Nachhaltigkeitsteams und der Geschäftsleitung verglichen und folgende, relevante Ziele mithilfe einer Wesentlichkeitsanalyse herausgearbeitet, auf welche unsere Geschäftstätigkeit Einfluss hat:
Gesundheit und Wohlergehen:
Braincourt stellt das Wohlergehen seiner Stakeholder in den Vordergrund. Beispielsweise findet jeder Mitarbeiter in seiner individuell zugehörigen Niederlassung einen Arbeitsplatz auf technologisch neuestem Stand vor. Außerdem werden Homeoffice-Arbeitsplätze ebenfalls von Braincourt mit Hardware ausgestattet, sodass auch außerhalb der Niederlassungen ein gesundes Arbeiten gewährleistet wird. 
An den Arbeitsplätzen wird eine blendungsfreie Beleuchtung gewährt sowie höhenverstellbare Tische und ergonomische Bürostühle verwendet.

Hochwertige Bildung:
Qualitative Bildung stellt einen Grundpfeiler unserer Dienstleistung dar. Wir haben als Beratungshaus direkten Einfluss auf dieses Ziel und bieten unser Know-how nicht nur unseren Kunden in Form von Coachings und Schulungen an, sondern sind auch für unsere betriebsinternen Belange sehr daran interessiert, die eigenen Mitarbeiter hochwertig weiterzubilden.  

Geschlechtergleichheit:
Braincourt lebt den Ansatz der Geschlechtergleichheit und stellt Mitarbeiter aufgrund ihrer Expertise, ihres Skillsets und ihrer Kompetenzen ein. Dabei hilft ein von der Geschäftsleitung entwickeltes Y-Profil, in dem es im Wesentlichen um drei Ausprägungen (fachliches, technisches und methodisches Know-how) geht. Dabei spielt das Geschlecht keine Rolle. Ein Prüfungsinstrument ist unter anderem eine Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage, die im Zweijahresrhythmus über einen externen Dienstleister durchgeführt wird.

Menschwürdige Arbeit:
Wir unterstützen unsere Kunden beispielsweise bei Digitalisierungsprojekten und sehen dabei, wie sich Aufgaben effizienter und ressourcenschonender gestalten lassen. Auch unternehmensintern werden Controllinginstrumente verwendet, die die eigene Arbeit transparent darstellen und Aufgaben der Mitarbeiter offenlegen. Dies ist nicht nur wichtig für die Rechnungsstellung an unsere Kunden und Bestandteil der ISO 9001 Zertifizierung, sondern zeigt Projektleitern potenzielle Handlungsfelder auf.

Industrie, Innovation und Infrastruktur:
Neben den bereits beschriebenen Ausstattungsgegenständen legte Braincourt beispielsweise bei der Wahl der Niederlassungsbüros einen großen Wert darauf, dass die Mitarbeiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können. Die Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel wird individuell für Mitarbeiter mit erhöhter Reisetätigkeit bezuschusst.

Nachhaltiger Konsum und Produktion:
Es wurde in ein Wasseraufbereitungssystem investiert, das den Zukauf von Flaschenwasser ersetzt. Außerdem wird sämtliches elektrisches Licht von äußerst stromsparenden Leuchtmitteln erzeugt. Weiter wurde beispielsweise im Gebäude des Hauptsitzes in Stuttgart auf eine Klimaanlage aus ökologischen Gründen verzichtet; stattdessen wurden stark isolierende Baumaterialien verwendet und mit einem Lüftungssystem kombiniert, sodass eine geringere Belastung der Umwelt die Konsequenz ist. 

Maßnahmen zum Klimaschutz:
Unsere Unternehmenskultur legt großen Wert auf persönliche Nähe, in Form von Präsenzterminen bei Kunden aber auch zwischen den Mitarbeitern unserer verschiedenen Standorte. Dafür greifen die Braincourt-Mitarbeiter auf PKW, die Bahn oder Flugreisen zurück, welches unseren ökologischen Fußabdruck belastet. Durch die Nutzung von Audio- und Videokonferenzen, dem Arbeiten aus dem Homeoffice und der Verbindung verschiedener Vor-Ort-Termine während eines Aufenthalts arbeiten wir daran, diesen nachhaltig zu verringern. Der ökologische Fußabdruck lässt sich mit der konsequenten Nutzung der Kommunikationstechnologien und der damit verbundenen Einsparung von Reisen auf ein Minimum reduzieren. Nicht zu vernachlässigen ist allerdings, dass auch die Nutzung der Kommunikationsdienste einen Einfluss auf die Umwelt generiert. Insbesondere sind hier der Stromverbrauch und die Hitzegeneration der Rechenzentren und der Dienstleistungsanbieter zu erwähnen.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Unser bestehendes Wissen und Erfahrung in der Softwareentwicklung, der Erstellung von Reports und der Durchführung von Projekten möchten wir nutzen, um unsere Kunden auch im stetig wachsenden Umfeld des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu unterstützen. Unser langfristiges Ziel ist es, ein Integrated Reporting anzubieten, um die steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen seitens der Stakeholder erfüllen zu können. Durch adäquate Schulungen und Zertifizierungen unserer Mitarbeiter möchten wir die entsprechenden Qualifizierungen gewährleisten, um somit die bestmöglichen Ergebnisse für uns und unsere Kunden erzielen zu können. 
Auch selbst möchten wir eine verantwortungsvolle und umweltbewusste Unternehmensführung leben. Daher ist es auch intern das Ziel, eigene Prozesse zu verbessern und Potenziale für ein nachhaltigeres Arbeiten zu identifizieren. Langfristig möchten wir ein Nachhaltigkeitsmanagement etablieren, welches durch die Prüfung von Dritten kontrolliert und bestätigt wird.


Ziel Status Prio Maßnamen
Erstzertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 abgeschlossen 1 Prüfung durch TÜV Süd
Kommunikation und Einbindung unserer Mitarbeiter über CSR und Nachhaltigkeit offen 2 Teilen von Fortschritten und Informationen im Quartalsrhythmus im BigBraining
Analyse und kontinuierliche Verbesserung der internen Prozesse bzgl. Umweltfreundlichkeit, Ressourcenschonung, Energieeffizienz z.B. Einkaufsprozesse offen 2 Zum nächsten BigBraining den Confluencespace zur Nachhaltigkeit anpassen.
Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements nach EMAS oder ISO 14001 offen 3 Teambildung, Inhaltsprüfung, Prozessanpassung, Reporting
Beratung und Unterstützung unserer Kunden bei der Entwicklung eines Nachhaltigkeitsmanagements und Nachhaltigkeitssystemen offen 3 Betriebsinterne Informationsbereitstellung, Confluenceseite ausbauen

Die in Punkt 2. "Wesentlichkeit" bereits beschriebenen und erreichten Ziele wollen wir zusätzlich und zukünftig noch weiter ausbauen und damit unsere Stärken stärken. Die nötigen Maßnahmen dazu folgen in den nächsten Berichterstattungen, für welche das Nachhaltigkeitsteam die Verantwortung trägt. Die Einhaltung und die Verfolgung der Ziele verantworten alle Mitarbeiter von Braincourt. Die Fortschritte werden durch das Nachhaltigkeitsteam gesammelt und in regelmäßigen Abständen an die Geschäftsleitung berichtet.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Braincourts wichtigster Inputfaktor ist Wissen, wodurch keine Beschaffung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen oder der Weiterverkauf von Handelswaren notwendig ist. Der umfassendste Einkauf von Gütern beschränkt sich auf Elektrogeräte wie Laptops, Bildschirme und sonstigen Büromaterialien sowie dem Erwerb von Transportdienstleistungen. Aufgrund der Größe und des draus resultierenden Einkaufsvolumens besteht jedoch kein direkter Kontakt/Austausch mit Lieferanten im Sinne der Nachhaltigkeit. Unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Ökologie belaufen sich darauf, den Verbrauch und das Abnutzen von Ressourcen zu vermeiden.
Mit der Erstellung von Softwarelösungen, dem Managen von Projekten und der Optimierung von Prozessen generieren unsere Produkte meist keine direkten Umwelteinwirkungen. Dennoch können unsere Leistungen helfen, die Umwelt nachhaltig positiv zu beeinflussen, indem Prozesse optimiert, Ressourcen geschont und Transparenz geschaffen wird.

Ökologische Dimension:
Zukünftig möchten wir auf eine umweltfreundliche Zertifizierung der Elektrogeräte und sonstiger Einkaufsmaterialen aufgrund bestimmter Labels wie das EU-Energielabel (mind. A++) oder das EU-Ecolabel achten. Braincourt hält seine Mitarbeiter dazu an, nötige Dienstreisen nach Möglichkeit mit der Bahn durchzuführen. Diese Vorgabe wird in den monatlichen Reisekosten und deren Dokumentation von den jeweiligen Vorgesetzten kontrolliert. Hier liegt das größte Potenzial, Ressourcen zu schonen. 

Ökonomische Dimension:
Um die Neubeschaffung von Elektroartikeln zu reduzieren, soll die Mindestlaufzeit von funktionsfähigen Geräten von drei auf mind. vier Jahre verlängert werden sowie nicht funktionsfähige Geräte repariert und wiederverwendet werden. Auf ein korrektes Recycling haben wir bereits in der Vergangenheit geachtet und werden dies auch weiterhin fortführen.

Soziale Dimension:
Braincourt wickelt seit der Gründung erfolgreich Projekte bei Kunden aufgrund von persönlichen Leistungsschwerpunkten, so genannten Skillsets der Mitarbeiter, ab. Der Kunde investiert in die Expertise und Erfahrung, die unsere Mitarbeiter mitbringen. Dabei ist es irrelevant, welchem Geschlecht, welcher ethnischen Herkunft, welcher sexuellen Gesinnung oder welchem Glauben der Mitarbeiter angehört.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4