1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die DePauli AG verfolgt Initiativen für Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen. Denn Unternehmen werden langfristig nur noch erfolgreich sein können, wenn deren Geschäftsmodell mit der Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt Hand in Hand geht. Dies setzt voraus, dass die Werte eines Unternehmens und seiner Führung mit der Übernahme von Verantwortung über den Unternehmenshorizont hinaus kompatibel sind.  

Die Werte eines immer noch gründer- und familiengeführten Unternehmens wie der DePauli AG sind das Ergebnis langjähriger Führungsweise und gelebter Kommunikation. Unser Kernwert ist dabei immer der Respekt unter allen Beteiligten: Mitarbeiterinnen, Führung, Kunden, Partner. Aus gelebtem Respekt entstehen Chancengleichheit und Fairness. In einer weiter gedachten Form erstreckt sich Respekt dann auch auf die Gesellschaft, in der wir arbeiten sowie auf die Umwelt, die Natur und den Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Im Zusammenhang mit der Integration von nachhaltigen Prozessen in der DePauli AG ist auch die Optimierung der Handlungsfelder der strategische Ausrichtung und Unternehmensführung essenziell.  Einige dieser Bereiche gehören bereits zu unseren wesentlichen Aufgaben im Geschäftsmodell. Zum Beispiel zählen die Datensicherheit, Stakeholder-Dialoge, Lieferantenmanagement und Digitalisierung zu grundsätzlichen Begleitern unseres Geschäftsalltags. Auch im Marketing wird  der Nachhaltigkeitsaspekt immer stärker im Prozess berücksichtigt.  

Chancen durch nachhaltiges Wirtschaften? Deshalb beschreitet die DePauli AG den Weg hin zu nachhaltigem Wirtschaften. Um die Organisation, MitarbeiterInnen, Prozesse und Geschäftspartner erfolgreich auf diesem Weg mitnehmen zu können, fokussieren wir uns zunächst jeweils auf einzelne Aspekte und lassen Schritt für Schritt das Gesamtunternehmen folgen.  

Aktuell verfolgt die DePauli AG in zwei Handlungsfeldern eine Nachhaltigkeitsstrategie: Zum einen im Bereich der Human Resources, zum anderen im Bereich der Umwelt- und Ressourcenschonung.  

Unsere schon integrierten Maßnahmen:
 Im Rahmen der B.A.U.M.-Consulting-Workshop-Reihe hat sich die DePauli AG an den 20 Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex orientiert und den Bericht an den GRI-Indikatoren ausgerichtet. Momentan haben wir noch keine weiteren Standards für die integrierten Nachhaltigkeitsstrategien definiert. Es wird allerdings geprüft, welche dieser Standards in unserer Nachhaltigkeitsstrategie integriert werden können.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Als E-Commerce Unternehmen wollen wir nicht nur den ökologisch, sozial und ökonomisch bewussten Konsum fördern, sondern bekennen uns auch zu unserer nachhaltigen Verantwortung gegenüber unserer MitarbeiterInnen und Mitmenschen, um die Zukunftsfähigkeit und die Sicherung des Unternehmenserfolgs gewährleisten zu können  

Im Rahmen der Erstellung des Berichts, wurde eine Wesentlichkeits- und Stakeholder-Analyse durchgeführt, um primäre Aspekte zu identifizieren. Dabei haben wir vier für uns absolut wesentlich relevante Kernthemen herausgearbeitet, welche für die nachhaltige Entwicklung der DePauli AG wichtig sind.  

Folgende wesentliche Kernthemen wurden ermittelt:  


1.1 Human Resources als Nachhaltigkeitsschwerpunkt („Gemeinsam voran gehen“)  
Im Gegensatz zu vielen anderen mit vor- oder nachgelagerten Partnern verbundenen Prozessbereichen (z.B. dem Sourcing), können wir im Rahmen der gesetzlichen Regelungen eine weitgehend selbstbestimmte Strategie im Umgang mit den MitarbeiterInnen verfolgen.  

Beim Recruiting achten wir auf eine Mischung der Geschlechter. Die DePauli AG beschäftigt deutlich mehr Frauen als Männer. Auch fördern wir bewusst die Anstellung von Migranten. Insbesondere bei der Belegung unserer Ausbildungsplätze achten wir auf eine diverse Auswahl. Deshalb beschäftigen wir derzeit Menschen aus über 23 Nationen. Des Weiteren investieren wir gezielt in die Weiterbildung unserer Belegschaft sowie in die internen Aufstiegschancen. Es gibt heute viele Teamleiter/innen, die als Auszubildende im Unternehmen angefangen haben.  

Auch die ergonomische Qualität des Arbeitsplatzes hat eine hohe Bedeutung für uns. Bestes Beispiel hierfür ist die Arbeitsumgebung in der hauseigenen Logistik. Normalerweise sind Industrie- und Gewerbehallen nur mit Kunstlicht beleuchtet, sie wirken dadurch unfreundlich und kalt. Unsere Logistikhallen sind deshalb durch über 3 Meter hohe Galeriefenster mit Tageslicht durchflutet. Von den Verpackungs-Arbeitsplätzen aus ergibt sich zudem ein freier Blick in die Natur mit ihrer ruhigen Ausstrahlung. Die Hallen sind über Grundwasser-Wärmepumpen konstant auf 20° C gewärmt. Logistik-Bereiche, innerhalb welcher unsere MitarbeiterInnen länger stehen müssen, sind außerdem durch Korkunterlagen sowie Teppichboden isoliert und stehweich.  


Peer-to-Peer Learning-Projekt
Das Peer-to-Peer Learning-Projekt gibt es seit 2019 in der DePauli AG. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklungsinitiative, in der MitarbeiterInnen ihr fachspezifisches Wissen und ihre Fähigkeiten mit anderen MitarbeiterInnen innerhalb der Firma teilen (z.B. Selbstverteidigungskurs, Haltungs- und Entspannungskurs, Vorträge zu Nachhaltigkeit, Technologie und anderen über den Betrieb hinausgehenden Themen).
Dieses Projekt soll zudem die Basis für eine Integrierung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen in unserem Unternehmen bilden. Denn durch das Vorleben der nachhaltigen Werte in unserem Unternehmen werden nicht nur MitarbeiterInnen zum Mitmachen animiert, sondern die Vorbildfunktion des Unternehmens kann somit auch nach außen strahlen. Außerdem werden der enge Austausch und die Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Entwicklung von Ideen und einer krisensicheren Bindung ermöglicht. Zudem können wichtige Impulse aufgenommen werden, was die kontinuierliche Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie fördert. Denn nur gemeinsam mit allen MitarbeiterInnen und Stakeholdern ist eine zukunftsfähige Nachhaltigkeitsstrategie umsetzbar.  

1.2 Schonung von Umwelt und Ressourcen als Nachhaltigkeits-Schwerpunkt  
Die DePauli AG als Handelsunternehmen agiert vor allem als “Mittler” zwischen Produzenten, Modemarken und Kunden und ist entsprechend mit vielen nicht unmittelbar beeinflussbaren Parametern konfrontiert: Beispielhaft hierfür seien Anbaumethoden der Rohstoffe, Verarbeitungsprozesse bei der Stoffherstellung oder die eigentliche Produktionsweise der Bekleidung genannt. 
Deshalb stehen wir in puncto Umwelt- & Ressourcenschonung mit unserem Hauptgeschäftsfeld, dem Versand und Verkauf hochwertiger Markenmode, in einem Spannungsfeld. Dieses entsteht zum einen aus der Notwendigkeit, sowohl kurz- als auch langfristig wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu müssen. Zum anderen ergibt es sich aus den nicht unmittelbar von uns beeinflussbaren Prozessen der Vorstufen der Value Chain.   

Gerade deshalb ist eine Planung und Abwägung von Maßnahmen entscheidend für einen möglichst guten Ausgleich zwischen wirtschaftlichem und nachhaltigem Handeln – mit dem langfristigen Ziel, diesen nicht zwangsweisen Konflikt immer weiter aufzulösen.  


Um dieses Ziel zu erreichen, ergreifen wir in unterschiedlichen Bereichen entsprechende Maßnahmen:  

Sensibilisierung der Lieferanten
Langfristig ist ohne Zweifel nur das Unternehmen erfolgreich, welches nachhaltiges Handeln als den zentralen Baustein seiner Gesamtstrategie definiert. Deshalb weisen wir verstärkt in unseren Gesprächen mit Lieferanten und in unseren Einkaufsverhandlungen stets auf die Wichtigkeit ressourcenschonenden Rohstoff-Sourcings sowie umwelt- und sozialverträglicher Produktionsprozesse hin. Ziel ist eine wachsende Sensibilisierung der Lieferanten und Markenhersteller. Denn nur mit Druck auf den vorgelagerten Teil der Wertschöpfungskette kann auch der nachgelagerte Teil der Wertschöpfungskette effektiv beeinflusst werden.  


Qualität der Produkte
Die Qualität der Ware ist im Sourcing ein entscheidender Faktor unserer Nachhaltigkeitsbemühungen. Denn diese bestimmt neben der schnell wechselnden Modetrends, wie lange und wie oft ein Kleidungsstück vom Kunden tatsächlich getragen wird bzw. werden kann. Hierdurch sinkt die Ressourcennutzung in den Vorstufen, die Umwelt wird geschont.
Dies ist umso wichtiger vor dem Hintergrund, dass die durchschnittliche Nutzungsdauer von Kleidung in den letzten 20 Jahren um über 50 Prozent gesunken ist. Im selben Zeitraum fand zugleich eine Verdreifachung der Kleidungskäufe pro Kopf statt. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer stellt somit ein besonders hohes Potential dar.  

Produkte und Produktlinien, die nachhaltig hergestellt werden und deren nachhaltige Produktion uns nachgewiesen werden kann (mittels Zertifikate, Gütesiegel oder glaubwürdiger Nachweis durch den Lieferanten), werden wir in unserer Kundenkommunikation besonders herausstellen und dem Kunden erläutern. Ziel ist die Sensibilisierung der Kunden, um damit eine zunehmende Akzeptanz und Nachfrage zu erreichen. Neben dem Anstieg der Kundenzufriedenheit können auf diese Weise auch neue Kundensegmente gewonnen werden.  

Retouren-Handling
Ressourcenschonung bedeutet für einen E-Commerce- und Versandhändler insbesondere den intelligenten Umgang mit von Kundenseite retournierter Ware. Retourenware wird in Deutschland häufig nicht aufbereitet, sondern direkt entsorgt. Dies ist ein schwerwiegendes Problem, da durch Rohstoffanbau, Produktion und Transport in jedem Produkt erhebliche Ressourcen investiert wurden. Diese Ressourcen werden durch die Entsorgung schlicht vernichtet. Bei der DePauli AG bereiten wir Kundenretouren daher möglichst in einer eigenen Abteilung derart auf, dass diese wieder in den Verkauf gehen können. Damit verbinden wir wirtschaftlich sinnvolles mit nachhaltigem Handeln.   


Upcycling 
Beschädigte oder verschmutzte Bekleidung kann nicht mehr in den Verkaufsprozess einfließen. Ein bereits gestartetes Projekt wollen wir weiter forcieren: Das Upcycling retournierter Ware, die wir nicht mehr weiterverkaufen können. Hierbei entsteht aus beschädigter Ware etwas ganz Neues: So wurde zum Beispiel aus einem Hemd und einer Jeans eine Denim-Tasche mit Futter aus Hemdenstoff. Mit diesem Projekt wollen wir auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette beeinflussen und so gut wie möglich den Anteil von Altkleider-Müll in unserem Unternehmen senken. Dieses Projekt kann wiederum ebenfalls zur Sensibilisierung der MitarbeiterInnen und auch der Kundschaft für dieses Thema beitragen.  


Rücknahme von gebrauchter Kleidung Durch ein weiteres Projekt möchten wir ebenfalls wirtschaftliches Handeln mit nachhaltigem Wirtschaften verbinden: Dabei kann der Kunde gebrauchte Bekleidung an uns zurücksenden – im Gegenzug erhält er einen Gutschein für einen neuen Einkauf in unserem Onlineshop. Wir wiederum führen die Bekleidung einer sinnvollen Zweitverwendung zu. Dies beinhaltet entweder eine Kleiderspende an entsprechende Organisationen oder das oben genannte Upcycling. Durch eine klare Kommunikation unserer Bemühungen zur Schonung von Umwelt und Ressourcen wird so bei unserer Kundschaft das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit gefördert.  

Ebenfalls liegt uns auch die Ressourcenschonung am Arbeitsplatz am Herzen. Hier analysieren wir weiter regelmäßig den Status quo, um die Prozesse fortlaufend optimieren.  


1.3 DePauli lokal und global  
Die Beziehung zu Gesellschaft und KundenInnen findet für die DePauli AG auf geographischen Bezugsebenen statt: Sowohl lokal als Organisation und Arbeitgeber im Landkreis München, als auch global durch eine weltweit agierende Lieferkette.
Auf beiden Ebenen findet daher die aktive Kommunikation zu den Nachhaltigkeitsleistungen von DePauli zur Bewusstseinsbildung nach innen an die MitarbeiterInnen und zur Wahrnehmung nach außen an Stakeholder wie Lieferanten, Kunden, Partner, Gesellschaft statt. Die Chancen in diesem wesentlichen Thema bestehen bei der Erhöhung der Bekanntheit der DePauli AG in weiteren Kundensegmenten und der Wahrnehmung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber in der Region. Ein Risiko besteht bei einer unausgewogenen – zu sehr auf positive Entwicklungen fokussierten – Kommunikation zum sozialen Engagement. Denn dies kann zum Vorwurf des Greenwashings führen, insbesondere bei fehlender strategischer Verankerung.  


1.4. Nachhaltige Innovation  
Dieses wesentliche Thema bezieht sich auf die digitale Welt. Als „Pionier des E-Commerce“ steht die kontinuierliche Verbesserung des individuellen Einkauferlebnisses der Kundschaft mittels der (Weiter-) Entwicklung und Anwendung modernster Technologie im Fokus des Unternehmens. Dabei gilt es, die fortlaufende Digitalisierung mit Blick auf ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen zu gestalten. Dies betrifft sowohl die zu entwickelnden Tools und IT-Services als auch die Arbeit mit Kooperationspartnern.   


Dieser Aspekt der nachhaltigen Innovation beinhaltet die Betrachtung von ökologischen und sozialen Aspekten im Innovations- sowie im Digitalisierungsprozess und umfasst somit auch den Datenschutz. Ein grundlegender Standard unseres Unternehmens ist das strikte Verfolgen des Schutzes der Kundendaten, um das Vertrauen unserer Kunden in uns zu festigen. Des Weiteren verleiht uns diese Rechtssicherheit. Bei der Beschaffung von IT-Services berücksichtigen wir ökologische Aspekte.  

Als Risiko ist hier der Verlust des Vertrauens der Kunden bei Datenraub (als einer unser wesentlichen Stakeholder) zu nennen. Die hohen Kosten bei Rechtsverstößen, die hohe Unsicherheit hinsichtlich des Erfolgs neuer Geschäftsmodelle und die        

Reputationsrisiken beim Zukunftsthema „Digitalisierung“ bergen ebenfalls potenzielle Risiken, da es sich hierbei um ein sensibles, teilweise unreguliertes Feld (Big Data / „der gläserne Kunde“) handelt.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Weiterentwicklung und Innovation sowie der systematische Umweltschutz spielen für unser Unternehmen eine große Rolle. Hierfür haben wir uns folgendes zum Ziel gesetzt (jeweils nach strategischer und systematischer Abfolge geordnet):  

PRIMÄR LAUFENDE ZIELE:  

Nachhaltigkeitsdenken & -handeln fördern
Das Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit soll fest in den Unternehmensalltag integriert werden. Um dies zu erreichen, wird eine regelmäßige interne Kommunikation nachhaltiger Themen im Unternehmen ab 2020 eingeleitet. Im Zuge dessen sollen sich alle MitarbeiterInnen auch aktiv mit kritischen Punkten auseinandersetzen. Außerdem möchte die DePauli AG durch eine Integration des Corporate-Social-Responsibility-Managements und dem Aufbau eines Nachhaltigkeitsteams Transparenz vorleben, damit der Nachhaltigkeitsgedanke von allen MitarbeiterInnen im Unternehmen gemeinsam stark vorangetrieben wird.  

Nachhaltigkeit an Kunden kommunizieren
In unserem Onlineshop sollen nachweislich nachhaltige Produkte gekennzeichnet oder mit einem speziellen Button versehen werden, um diese für Kunden direkt erkennbar zu machen. Außerdem möchten wir auf unserer Website ein Nachhaltigkeitsportal schaffen, in dem sich der Kunde informieren kann und zusätzlich für das Thema sensibilisiert wird.
Hier sollen unseren Kunden auch über den Kauf hinausgehende Informationen sowie Hinweise zur nachhaltigen Pflege von Kleidung vermittelt werden. Alle für Kunden relevanten Fortschritte unserer Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit möchten wir regelmäßig auf unserer Website kommunizieren. Dieses Ziel haben wir uns für 2021 gesetzt.  

Ökologische Ziele
Gemeinsam mit unseren Lieferanten und weiteren Stakeholdern wollen wir ab 2020 Umweltstandards schaffen, um den verantwortungsvollen Konsum zu beeinflussen. Unser Ziel als Unternehmen ist es, in Zukunft ressourcenschonender zu werden. Um dies zu erreichen, analysieren und optimieren wir Verpackungen und weitere Materialien, die in unserem Tagesgeschäft zum Einsatz kommen. Gleichzeitig wollen wir die Retouren-Quote unserer Endkunden durch möglichst genaue Vorabinformationen und eine individuelle Beratung senken. Maßnahmen zur Retourensenkung sind hierbei auch ein Teil unseres Geschäftsalltags und nehmen einen hohen Stellenwert ein. Außerdem möchten wir stetig den Papierverbrauch in unserem Unternehmen reduzieren, wo immer es möglich ist – sei es bei Verpackungen oder auch den von uns veröffentlichten Printmedien.
Das übergeordnete Ziel der beschriebenen Maßnahmen ist das Schaffen einer noch besseren Kreislaufwirtschaft, um den ökologischen Fußabdruck der DePauli AG zu verbessern. Hierzu entstand schon 2019 ein Pilotprojekt in Zusammenhang mit Textilabfall, welches 2021 weiter ausgebaut werden soll. Um auf dieses Ziel hinzuarbeiten, sollen die in diesem Bericht vorgeschlagenen Maßnahmen schnellstmöglich konsequent umgesetzt werden.
       

SEKUNDÄR LAUFENDE ZIELE:  

Ausbau des Peer-to-Peer Learning-Projekts
Das Peer-to-Peer Learning-Projekt, welches es schon seit 2019 gibt, soll noch weiter integriert und ein fester Bestandteil werden, um eine Plattform aufzubauen, in der MitarbeiterInnen mit gleichen Interessen zusammengeführt werden oder Erfahrungen und Ideen austauschen können, um voneinander zu lernen.  

Die Rolle im Gemeinwesen & soziale Verantwortung
Wir möchten in Zukunft eine Vorbildfunktion im Gemeinwesen einnehmen, indem wir verschiedene Organisationen aktiv unterstützen, die sich für Menschenrechte einsetzen. Auch durch eigene Initiativen im Bereich der sozialen Verantwortung oder durch die Integration von Spendenprogrammen auf unserer Website wollen wir uns in diesem Bereich zukünftig noch stärker engagieren. Für 2021 wollen wir ähnlich Projekte wie 2018 für die Surf Shacks (siehe Kriterium 17) in unserem Marketing verstärkt einbinden, damit darauf ein kontinuierliches Spendenprogramm aufgebaut werden kann. Hierzu gibt es allerdings noch keine genaue zeitliche Planung.

Soziale Ziele
Um soziale Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag unserer MitarbeiterInnen weiter zu verfestigen, steht für uns die Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung im Unternehmen im Fokus. Hierbei wollen wir vor allem die Gesundheitsaufklärung bei unseren MitarbeiterInnen etablieren, um so mögliche Verbesserungen an den individuellen Arbeitsplätzen zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen dahingehend umzusetzen. Hierfür wurde allerdings noch keine quantitative Einordnung festgelegt.  

Sustainable Development Goals
Durch unsere Geschäftstätigkeit und die Nachhaltigkeitsstrategie leisten wir zu folgende Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen einen Beitrag:
   
Diese Punkte haben wir 2020 im Rahmen eines Workshops ermittelt. Die Zielerreichung wird durch das Nachhaltigkeitsmanagement zusammen mit der Geschäftsführung kontrolliert (siehe Kriterium 5). Zur Kontrolle werden kontinuierlich die Kennzahlen erhoben und zusammen ausgewertet. Dies soll genutzt werden, um gegebenenfalls eine Anpassung der Nachhaltigkeits-und Unternehmensstrategie vorzunehmen.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die drei folgenden Hauptpunkte der Nachhaltigkeit, welche wir im 2.Kriterium benannt haben, sind für unsere Wertschöpfungskette relevant.  

Sie lässt sich in folgende Stufen unterteilen:  

Rohstoffgewinnung (vorgelagert)
Zu den Herausforderungen in der Rohstoffgewinnung zählen die Sicherung von Menschen- und Arbeitnehmer/innen-Rechten sowie die Förderung von Chancengerechtigkeit. DePauli begrüßt ökologische Kollektionen (z.B. aus Bio-Baumwolle) von Bekleidungsmarken. DePauli tauscht sich bei der Wareneinteilung und bei den monatlichen Abverkaufsgesprächen mit seinen Lieferanten zu ökologischen und sozialen Aspekten der Produktion des jeweiligen Sortiments aus. Dies umfasst auch ggf. Zertifizierungen.    

Produktion (vorgelagert)
Die Verringerung des Wasserverbrauchs sowie des Schadstoffausstoßes in der Herstellung der Bekleidungsstücke sowie Verringerung der durch den Transport verursachten Treibhausgas-Emissionen zählen hier zu den Herausforderungen. Außerdem ist die Sicherung von Menschen- und Arbeitnehmer/innen-Rechten sowie Förderung von Chancengerechtigkeit. Es wurden bisher keine Maßnahmen getroffen, da DePauli seine Einflussmöglichkeit auf die Bekleidungsmarken noch als gering einschätzt.

Sortimentsgestaltung
Kurze Trendzyklen fördern eine kurze Nutzungsdauer von Kleidung. DePauli setzt daher im Sortiment auf zeitlose Mode und hohe Produktqualität, damit unsere Kunden für eine möglichst lange Zeit von ihrem Einkauf profitieren. DePauli setzt hier auf einen verstärkten Austausch mit den Kunden, um das Sortiment dementsprechend auszurichten

Einkauf
Nicht verkaufte Restbestände verursachen vermeidbare ökologische und soziale Schäden. DePauli bestellt daher auf Grundlage seiner Datenbasis Bekleidungsstücke in passender Menge (per Größenschlüssel auf Ebene einzelner Größen) und hat somit minimale Restbestände.

Marketing
Die DePauli druckt das Stil-Magazin klimaneutral und auf Papier mit Recyclinganteil. Bei der Auftragsbesprechung mit der Druckerei werden zudem umweltfreundliche Alternativen besprochen. Auch konnten wir durch Einsparung von Beilegern externer Partner noch weitere Ressourcen, wie zum Beispiel Papier, einsparen.  

Webshop und Beratung
Der Betrieb des DePauli-Onlineshops verursacht durch sein effizientes System und einen klimaneutralen Cloud-Service deutlich weniger Emissionen als herkömmliche Systeme. DePauli wendet sich proaktiv an Kunden, die Produkte in mehreren Größen bestellen, um bei der Auswahl von Versendungen zu beraten.  

Lagerhaltung
Monotone und körperlich anstrengende Arbeiten gefährden die Mitarbeitergesundheit. DePauli sorgt daher mit einer angemessenen Ausstattung, kontinuierlich optimierten Prozessen und einer strengen Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen für vorbildliche Arbeitsbedingungen. Zur Arbeitssicherheit findet ein regelmäßiger Austausch über die Umfragen der Berufsgenossenschaft statt  

Versand und Rücknahme
Hohe Volumina an Einweg-Verpackungsmaterial und signifikante Emissionen für den Transport, insbesondere bei kleinen Bestellungen, stellen hier Herausforderungen dar. DePauli verwendet deshalb Recycling-Karton für die Verpackungen, welcher durch minimalen Aufwand recyclingfähig bleibt. DePauli erhält vom Zulieferer des Verpackungsmaterials ein Zertifikat über die Höhe der eingesparten Emissionen.
Außerdem werden Retouren durch eine umfangreiche und proaktive Beratung vermieden. Retournierte Waren werden weitestgehend aufbereitet und teils in einem Projekt von Designern aufgewertet, so dass eine Entsorgung nur im Einzelfall und als letzte Option genutzt wird.
 

Nutzung und Entsorgung durch den Kunden (nachgelagert)
Durch geringe Herstellungsqualität oder falsche Pflege kann es im Bekleidungsbereich zu einer begrenzten Produktlebensdauer kommen. Aber auch unbeschädigte Bekleidung wird oft entsorgt, wenn sie nicht mehr dem Trend entspricht, so dass die negativen Auswirkungen in Relation zur Nutzungsdauer steigen. Gebrauchte Bekleidung nach Sammlung wird von Dritten zum Teil in Länder des globalen Südens exportiert und dort günstig verkauft, so dass lokale textile Wertschöpfungsketten zusammenbrechen oder nicht aufgebaut werden. DePauli informiert Kunden fundiert und verständlich über die richtige Pflege der Bekleidung, damit die Produktlebensdauer verlängert werden kann. Das Nutzen unserer Hinweise zur Vermeidung von Fehlkäufen durch Größenschwankung liegt in der Hand der Kunden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4