1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

2016 hat die ›Wiederaufbau‹ eG ein Leitbild definiert, welches auch Nachhaltigkeitsaspekte integriert, uns im Alltag Orientierung gibt und unser Handeln bestimmt. Zudem wurde gemeinsam mit den Mitarbeitern die Vision: "Wir schaffen gemeinsam Werte und Lebensräume" erarbeitet. Darüber hinaus verfolgen wir eine vorausschauende Planung, in die wir gesellschaftliche, soziale, ökologische und ökonomische Aspekte einbeziehen. Der Horizont unseres Geschäfts ist ein langfristiger, denn unsere Immobilien werden über viele Jahrzehnte und oft noch länger bewohnt. Um den resultierenden Anforderungen gerecht zu werden, haben wir vier zentrale Handlungsfelder im Bereich nachhaltiges Wirtschaften definiert: Gemeinwesen, Ökologie, Arbeitsplatz und Markt. Zu jedem Handlungsfeld wurden Nachhaltigkeitsleitlinien definiert die beschreiben und zeigen, welche Aspekte uns in dem jeweiligen Bereich wichtig sind.

Nähere Informationen zu unserem Leitbild und unseren Handlungsfeldern finden Sie in unserer Nachhaltigkeitsbroschüre 2018/2019, Seite 26 und 27 sowie 30 und 31.

Der Maßstab, an dem wir unsere Fortschritte messen, ist unsere Agenda 2025. In ihr haben wir 2016 aufgeschrieben, was wir bis zur Mitte des neuen Jahrzehnts erreicht haben wollen. Die Agenda ist mit ihren neun Strategiebausteinen breit angelegt und wird unser Unternehmen in Zukunft noch stärker im Sinne seines genossenschaftlichen Auftrags machen. In der Agenda 2025 haben wir uns das stategische Ziel gesetzt, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dazu wollen wir bis 2025 Umweltstandards festlegen und jährlich über unsere aktuellen Corporate-Social-Responsibility (CSR)-Aktivitäten berichten. Unsere gesellschaftlichen Aktivitäten setzen wir strategisch und mit genossenschaftlichem Verständnis fort.
Derzeit berücksichtigen wir keine Nachhaltigkeitsstandards in unserer Strategie.


Mehr zu unserer Agenda 2025 finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2019, Seite 26 und 27

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Immobilienwirtschaft in Deutschland ist ein wachstumsgeprägter Markt und unterliegt großen Veränderungen. Die Chancen und Herausforderungen für die Geschäftstätigkeit der ›Wiederaufbau‹ eG werden durch das unternehmerische Umfeld geprägt. Die demographische Entwicklung der Bevölkerung, das Wachstum der Städte, dem gleichzeitigen Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum, die Risiken des Klimawandels sowie klima- und gesellschaftspolitische Entwicklungen und Gesetzgebungen stehen hier im Vordergrund.

Die demographische Entwicklung und die veränderte Lage auf den Wohnungsmärkten fordern neue Konzepte. Das Angebot von barrierefreien und -armen Wohnungen und die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum für Senioren, Familien und Alleinstehenden sind wesentliche Themen der Wohnungswirtschaft. Darüber hinaus steht die energetische Optimierung des Bestands unter Beachtung der ökonomischen und sozialen Vertretbarkeit im Fokus.

Die ›Wiederaufbau‹ eG ist eine genossenschaftlich organisierte Wohnungsbaugesellschaft und damit Teil des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens in unserer Region. Als Genossenschaft agiert die ›Wiederaufbau‹ eG im Auftrag und Interesse ihrer Mitglieder. Unsere Aufgabe ist die Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit angemessenem Wohnraum – in allen Lebenssituationen.

Als Baugenossenschaft üben wir durch unsere Geschäftstätigkeit einen Einfluss auf die Umwelt aus, zum einen durch unseren Geschäftsbetrieb und zum anderen durch unsere Immobilien. Dabei sind der Energieverbrauch und die Energieeffizienz von Gebäuden und Neubauten ein wesentlicher Aspekt.

Mit unserem Kerngeschäft – dem Bereitstellen von Wohnraum – leisten wir einen Beitrag zur Verminderung von Wohnraumknappheit und der Sicherung von bezahlbarem Wohnraum. Unser Ziel ist zudem die langfristige Lebensdauer unserer bestehenden Objekte durch eine dauerhafte Instandhaltung unter der Berücksichtigung von energetischen Optimierungspotenzialen. Dort wo neuer Wohnraum entsteht achten wir auf Energieeffizienz, die Ansprüche der zukünftigen Mieter und die attraktive Gestaltung und ganzheitliche Entwicklung der Quartiere.

Nach Betrachtung der vier allgemeingültigen Handlungsfelder „Ökonomie, Arbeitsplatz, Gemeinwesen und Ökologie“ identifizierte auch die ›Wiederaufbau‹ diese als ihren Orientierungsrahmen. Für jedes Handlungsfeld wurden Nachhaltigkeitsleitlinien festgelegt, über die wir gesellschaftliche und soziale, ökologische und ökonomische Aspekte einbeziehen. Die Ergebnisse aus dem Dialog mit unseren Stakeholdern liefern uns Informationen über die Anforderungen, Bedürfnisse und Sichtweisen unserer Anspruchsgruppen. Diese fließen in die Weiterentwicklung und Umsetzung der konkreten Nachhaltigkeitsmaßnahmen mit ein.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

In unserer Agenda 2025 haben wir uns das strategische Ziel gesetzt, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dazu wollen wir bis 2025 Umweltstandards festlegen und jährlich über unsere aktuellen Corporate-Social-Responsibility (CSR)-Aktivitäten berichten. Unsere gesellschaftlichen Aktivitäten setzen wir strategisch und mit genossenschaftlichem Verständnis fort.

Unsere Nachhaltigkeitsleitlinien definieren unsere Bestrebungen in den einzelnen wesentlichen Handlungsfeldern:

Gemeinwesen: Ökologie: Arbeitsplatz: Markt:
Die Aktualität der Nachhaltigkeitsleitlinien sowie der Fortschritt unserer gesetzten Ziele und Maßnahmen werden in regelmäßigen Abstand bewertet und besprochen. In regelmäßigen Abständen führt die ›Wiederaufbau‹ Mieterbefragungen durch, um die Relevanz und die Sichtbarkeit einzelner, auch nachhaltiger Projekte abzufragen. Die Ergebnisse daraus sind für die ›Wiederaufbau‹ Teil ihres Kompass‘ für ihr weiteres Handeln.

Derzeit beziehen sich unsere Ziele nicht auf die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Eine Einbeziehung ist derzeit noch nicht in Planung.

Mehr zu unserer Agenda 2025 finden Sie in unserem Geschäftsbericht 2019, Seite 26 und 27. 

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als regionale Baugenossenschaft ist die ›Wiederaufbau‹ eG in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fest verankert und für die Gesellschaft ein verlässlicher Partner. Wir bieten unseren Mietern seit 1951 bezahlbaren und attraktiven Wohnraum, seit 2006 sind wir auch ein zugelassenes Kreditinstitut, sodass unsere Mitglieder ihre Sparanlagen zudem lukrativ verzinst und sicher bei uns anlegen können. Die Wertschöpfung bezieht sich somit hauptsächlich auf die Bewirtschaftung, Modernisierung und Instandhaltung sowie den Bau von Immobilien.

Als Wohnungsbaugenossenschaft arbeiten wir viel mit gewerblichen Partnern zusammen. Den Großteil unserer Lieferkette machen lokale Dienstleister und regionale Handwerksbetriebe aus. Die Lieferketten können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auf Nachhaltigkeit untersucht werden. Es bestehen jedoch Compliance-Richtlinien.

Im baugewerblichen Sektor ist vor allen die Einhaltung der Arbeitsbedingungen relevant. Unsere Lieferanten und Dienstleister sehen wir als Partner; auch in den Bereichen Umwelt- und Ressourcenschonung sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Verbesserungsmaßnahmen in diesen Bereichen werden von uns gefordert und gefördert.

Unsere Handwerkerrichtlinie gilt als gegenseitige Verpflichtung mit dem Ziel der gemeinsamen, erfolgreichen Abwicklung der Aufträge in den Bereichen Außenauftritt, der Umgang mit unseren Mieterinnen und Mietern und Dritten und der Durchführung der Arbeiten. Sie dient als Richtschnur für die ›Wiederaufbau‹, aber auch für beauftrage Unternehmen und gibt allen Seiten einen verbindlichen Verhaltensstandard. Neben der Verpflichtung der Einhaltung geltender Arbeitsbedingungen, fordern wir beispielsweise auch den ressourcenschonenden Umgang mit Materialien, die Emissionen und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten (z.B. geeignete Absaugung bei Schneidarbeiten, keine Baustellenradios etc.) oder nach dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zu handeln.

Unsere Auftragspartner wählen wir nach fachlicher Kompetenz und Leistungsfähigkeit und fordern ein regel- und gesetzeskonformes Verhalten und Handeln.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4