1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

SPIES betrachtet Nachhaltigkeit ganzheitlich, d.h. als Familienunternehmen will SPIES langfristig erfolgreich sein. Dies funktioniert nicht, ohne nachhaltiges Handeln.
Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren Bestandteil der Unternehmenspolitik, ist im Energiemanagement, im Qualitätsmanagement sowie auch als Punkt in der Vision des Unternehmens verankert. (Vision 2025)

Die Firma erachtet es auch langfristig nicht als sinnvoll, eine gesonderte extra Strategie für Nachhaltigkeit zu entwickeln. Aus der Vision SPIES 2025 werden konkrete strategische Maßnahmen zur Umsetzung und Erreichung der Ziele abgeleitet. Die Grundsätzliche Orientierung in Bezug auf Nachhaltigkeit sind die bekannten drei Bereiche: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Hier ist das Unternehmen bereits in allen drei Bereichen tätig. Des Weiteren sind im Bereich Energiemanagement viele Maßnahmen z.B. zur Ressourcenschonung verankert. 2019 wurde ein Nachhaltigkeitsteam gegründet, welches die vorhandenen Maßnahmen gliedert, strukturiert und kontrolliert.

Nach folgenden Standards arbeitet SPIES:
Um den Bereich Nachhaltigkeit transparenter darzustellen, hat sich SPIES 2019 erstmals für den DNK entschieden.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

SPIES beschäftigt ca. 450 Mitarbeitende und ist damit einer der größten Arbeitgeber der Stadt Melle. SPIES erkennt die Verantwortung, die es als mittelständisches Unternehmen trägt und integriert das Thema Nachhaltigkeit fest in die Unternehmensstrategie.
Mit Europas modernster Spritzgießerei und als wichtiger Teilnehmer in der Kunststoffbranche will SPIES aktiv an einer fundierten Diskussion teilnehmen und seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

Wesentliche Bereiche, in denen sich SPIES mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, sind:


Daraus kann SPIES die folgenden Chancen und Risiken ableiten:

Chancen
Risiken

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Das vorrangige Ziel ist es, eine Struktur für Nachhaltigkeit zu schaffen. Ein erster Schritt dafür ist die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes. Auf dieser Grundlage will SPIES alle folgenden Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit mess- und vergleichbar machen. Außerdem soll so die Entwicklung deutlich gemacht werden. Die konkrete Zielformulierung obliegt dem sich neu gegründeten Nachhaltigkeitsteam, durch das SPIES die Kontinuität und Kontrolle aller Aktivitäten sicherstellen will. Die Sustainable Development Goals sind für die Zieldefinition wichtige Rahmenbedingungen, an denen sich das Unternehmen orientieren wird. Die genaue Auseinandersetzung zu jedem einzelnen Teilaspekt muss zukünftig noch stattfinden. 

Für die interne Kontrolle, Dokumentation und Durchleuchtung der innerbetrieblichen Prozesse führt SPIES ein Wissensmanagementsystem ein. 

Zukünftig strebt SPIES zusätzliche Zertifizierungen im Bereich Nachhaltigkeit an.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Ab dem Design der Werkzeugformen wird darauf geachtet, dass ein optimaler Rohstoffeinsatz (der Kunststoff beim Spritzgussverfahren) gewährleistet wird, der Ausschuss bei Serienfertigung verringert wird und die Ausfallzeiten der Maschinen möglichst verkürzt werden. SPIES achtet bei Design von Verpackungslösungen bereits am Anfang auf Gewicht, Recyclingfähigkeit und Transporteffizienz. Dies passiert in enger Abstimmung mit den Kunden, um die optimale Lösung zu erarbeiten. Beispielsweise haben auch Sonderfarben im Etikett einer Lebensmittelverpackung einen Einfluss auf die Recyclingfähigkeit. Durch offene Kommunikation zwischen Entwicklung und bspw. Vertetern der Marketingabteilung wird eine Lösung entwickelt. Dadurch wird im Vorfeld ein großer Beitrag zur Nachhaltigkeit erbracht.

Der Prozess beginnt beim Design des Werkzeugs (WZ) als Form. Durch den Einsatz von Simulations Systemen kann die Entwicklungszeit verkürzt und der Materialverbrauch für Musterprodukte verringert werden. Die Werkzeuge sind durch robustes Design, hochlegierte Stähle und Wärmebehandlung für eine lange Lebenszeit ausgelegt. Vor der Serienproduktion werden diverse Abmusterungen und Prüfverfahren in Abstimmung mit dem Kunden durchgeführt, bis dieser die finale Freigabe erteilt. Hierfür werden Musterwerkzeuge zur Validierung und Optimierung und der genauen Kundenanpassung genutzt. So wird ein minimaler Materialeinsatz gewährleistet. Mit der Montage ist der wertschöpfende Anteil des Prozesses für den Formenbau abgeschlossen und die Serienproduktion beginnt.

Da die Werkzeuge während der Serienproduktion abnutzen, werden im SPIES Formen- und Werkzeugbau regelmäßige Wartungen und Reparaturen durchgeführt, um die Qualität stehts hoch zu halten. 

Nach dieser Freigabe kontrolliert die Qualitätssicherung in festgelegten Abständen die Qualität der produzierten Artikel sowie die Hygieneanforderungen in der Produktion. So garantiert SPIES einen kontinuierlichen wertschöpfenden Prozess und reduziert dadurch die Fehlerquote und damit den Ausschuss.

Fertigartikel werden, wo möglich, auf Mehrwegpaletten oder in Gitterboxen gepackt um ein Kreislaufsystem einzuhalten.

Die zur Produktion notwendigen Rohstoffe erhält SPIES von ausgewählten Lieferanten. Bei der Belieferung der Kunststoffsilos gibt es Richtlinien, um bspw. einen Granulatverlust zu vermeiden. 

In einer täglichen Produktionsbesprechung werden aktuelle Besonderheiten der Wertschöpfungskette aufgenommen und behoben. Anschließend werden die Fehlerbehebung und die Verbesserung im Wissensmanagementsystem dokumentiert, um eine kontinuierliche Verbesserung über alle Bereiche der Kette zu erwirken.

Jeder Prozessschritt muss von qualifizierten und verantwortungsvollen Mitarbeitenden ausgeführt werden. Entstehen Herausforderungen aufgrund von menschlichen Fehlern, wird gemeinsam mit der Führungskraft eine Lösung entwickelt.

Mit Herstellern und Lieferanten ist SPIES im kontinuierlichen Austausch über ressourcenschonendere Maschinen und Prozessabläufe. In gemeinsamen Projekten werden einzelne Maschinenbereiche auch zusammen weiterentwickelt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4