1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.


Beratung zur Nachhaltigkeit stellt das Kerngeschäft der geschäftlichen Aktivitäten dar. Grundlage der Aktivitäten sind die jeweiligen Plattformen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex DNK und der Global Reporting Initiative Standards GRI/SRS. 
Das Unternehmen besitzt insofern eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie als dass nachhaltige Wirkungen im Sinne der Beeinflussung der öffentlichen Meinung zu Aspekten der Nachhaltigkeit beabsichtigt werden und als dass der ökologische Fußabdruck des Unternehmen noch stärker minimiert werden soll. 
In den Geschäftsaktivitäten, die internationale Geschäftsanbahnungen betreffen, gelten die Schutzbestimmungen der Weltbank für Umwelt und Gesellschaft (Environmental and Social Framework (ESF)). Auch für die Beratungstätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) stellen die ESF die Leitlinien dar. Die Beraterin wendet somit die aktuellen (state of the art) Standards in ihrer Beratungstätigkeit an. Zusätzliche Handlungsmaxime sind die Ethischen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsethnologie e.V. (AGEE) (http://entwicklungsethnologie.org/wp-content/uploads/2013/04/Ethische-Leitlinen-AGEE-deutsch-6-9-2013.pdf). Ferner gilt der Code of Ethics of the American Anthropological Association https://s3.amazonaws.com/rdcms-aaa/files/production/public/FileDownloads/pdfs/issues/policy-advocacy/upload/ethicscode.pdf 
Bei Desktop-Aufträgen sind diese Leitlinien eingeschränkt anwendbar, da sie insbesondere für ethnologische Feldforschung konzipiert wurden. Treten kritische Aspekte auf so werden diese gegenüber den Auftraggebern deutlich gemacht. 
Diese Maximen bestimmen insbesondere die Beratertätigkeit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sowie im Beratungssegment Klimawandel und Klimaanpassungen. Da es sich um Projekte und Politiken handelt, die Nachhaltigkeitsanstrengungen zum Gegenstand haben, hält sich die Beraterin vorrangig an diese Vorgaben. Punktuell empfiehlt die Beraterin  aus fachspezifischer Sicht weitere Aspekte wie Partizipation, (universelle) Menschenrechte, Parteilichkeit zugunsten der Diskriminierten und Benachteiligten, Diskriminierungsverbot, Do-not-harm, und den ethischen Umgang mit Informanten und Informationen anzuweden. Diese Aspekte fehlen naturwissenschaftlichen Projekten als explizite Politiken punktuell. Die Beraterin befolgt internationale Standards. 
Die wirtschaftliche Nachhaltigkeitsmaxime für die Beratungstätigkeit liegt in der Diversifizierung von Unternehmensfeldern, in der Konzentrierung auf Nachhaltigkeitsberichterstattung in KMU und in der gemeinwohlorientierten Sensibilisierung für die Thematik der Zukunfsfähigkeit der Gesellschaft.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Das Geschäftsmodell basiert auf Beratungsleistungen  zu Nachhaltigkeit für unterschiedliche Zielgruppen und Themenfelder: für KMU (insbesondere in den Regionen MIttel- und Nordhessen), zur Verbesserung von Liefer- und Wertschöpfungsketten im Aussenhandel (bundesweit, international) und im HInblick auf Ressourcennutzung und Klimaanpassung für die  (internationale) Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Jedes der Geschäftssegmente spielt sich in unterschiedlichen Szenarien ab. Darin liegt die Chance der Diversifizierung, aber auch das Risiko der Fragmentierung der Geschäftstätigkeiten. Auf gesellschaftlicher Ebene dient die Beratungstätigkeit (pro bono) der Verbreitung des Nachhaltigkeitsgedankens und dient somit dem Gemeinwohl.  
Zur Reichweite der Aktivitäten: Da öffentliche Körperschaften über den Nachhaltigkeitsberichterstattung  und über die Berichtspflicht beraten werden, betrachte ich deren Mitarbeiter*innen  als Multiplikatoren. DIe Teilnehmerstärke bei Vorträgen liegt zwischen 10 bis 50 Unternehmer*innen bzw. allgemein interessierte Zuhörer*innen. Bei der Beratungstätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit wird insbesondere auf negative sozio-kulturelle Aspekte als Folgeerscheinungen der Globalisierung und Auswirkungen von internationalen Wertschöpfungsketten hingewiesen.
Da sich KMU zurzeit nur zögerlich für Nachhaltigkeitsberichterstattung interessieren ist noch Pionierarbeit in der Region Mittel- und Nordhessen zu leisten um die Unternehmen dafür zu gewinnen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt derzeit noch das wirtschaftliche Ergebnis meines Unternehmens in diesem Segment. 
 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Verbesserungen werden noch im Bereich des ökologischen Fußabdrucks des Unternehmens (Wärmeisolierung des Geschäftsraums) gesehen, auch wenn der ökologische Fußabdruck der Geschäftsaktivitäten bereits sehr niedrig ist.  Es werden  moderne Informationstechnologien eingesetzt und es wird angestrebt bei zukünftigen Neuanschaffungen vorrangig Produkte zu erwerben, die über zertifizierte Nachhaltigkeitssiegel verfügen. Die Unternehmerin bezieht Ökostrom und Öko-Gas für die Beheizung des Geschäftsraums. Die Beraterin nutzt Verkehrsmittel des ÖPNV bzw. Leihwagen aus dem Carsharing-System; sie trägt somit zur Verringerung des Kohlenstoffausstosses bei. Diese Praktiken sollen beibehalten werden.
Aufgrund der Geschäftsgröße (Einzelselbständige) werden keine Kontrollmechanismen zur Zielerreichung genutzt. Verbesserungsmöglichkeiten liegen noch in der Wärmedämmung des Geschäftsraumes. DIes soll von der Vermieterin des Raumes gerfordert werden (im Laufe von 2019).

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Beratung als wesentliches Produkt des Unternehmens: Da Nachhaltigkeitsberatung das Geschäftsmodell ist, geht es insbesondere darum Kund*innen auf positive und negative Aspekte in deren jeweiliger Geschäftstätigkeit hinzuweisen und Lösungsvorschläge auszuarbeiten. Die Tiefe der Analyse wird jeweils durch die Gegebenheiten der Unternehmen bestimmt sowie durch die Bereitschaft der Unternehmer*innen dort Veränderungen anzusetzen. Problembereiche stellen die SIchtbarkeit von "Unzulänglichkeiten" der berichtenden Unternehmen für die Mitbewerber*innen dar (Angreifbarkeit). Dieser Aspekt stellt eine Hürde insbesondere bei Wertschöpfungsketten, die bis in Länder des Globalen Südens reichen, dar.
Beschaffung im Unternehmen: Büromaterialien werden bislang unter Kostengesichtspunkten erworben; zukünftig soll nachhaltig produzierten Materialien Vorrang gegeben werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4