1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Unser NH Leitbild: 
Im Oktober 2018 haben wir gemeinsam mit den Geschäftsführern und Mitarbeitern aus allen Bereichen in einem Workshop unser NH-Leitbild erarbeitet. Dieses soll uns helfen, die drei wesentlichen Themen unseres wirtschaftlichen Erfolges im Blick zu behalten.

Mitarbeiter
Wir wollen unsere Mitarbeiter in ihrer Entwicklung bei uns unterstützen, sie an unser Unternehmen binden und kontinuierlich neue Mitarbeiter dazugewinnen. In diesen drei Handlungsfeldern, wollen wir uns messen lassen. Die Inhalte bestimmen wir regelmäßig strategisch neu und reflektieren unsere Arbeit über das Feedback unserer Mitarbeiter.

Baustoffe und Energie
Wir reduzieren kontinuierlich den Verbrauch natürlicher Ressourcen bei der Entwicklung und beim Bau von:
· modularen Bahnsteigen und Dächern
· mobilen Lärmschutzwänden
· dünnen Fassaden aus Textilbeton 
· mobilen und langlebigen WC-Anlagen 

Unser Ziel ist dabei, die Energie aus fossilen Quellen komplett zu vermeiden, z. B. bei den Zweiwegebaggern im Bahnbau oder Hybridlösungen im Fuhrpark. Für die Produktion und den Unternehmensbetrieb heißt das: so wenig Energie wie möglich und wenn, dann aus regenerativen Quellen.

Region und Umwelt
Wir engagieren uns gesellschaftlich in unseren Regionen Südwestfalen, Ruhrgebiet und Lausitz, um die Attraktivität des jeweiligen Lebensumfeldes für unsere jetzigen und zukünftigen Mitarbeiter zu wahren.

Unsere Verantwortung für die Umwelt beweisen wir systematisch und dokumentiert, indem wir seit 1996 – damals als erstes Bauunternehmen in Europa – umweltzertifiziert sind und transparent über unsere Leistungen, aber auch unsere Herausforderungen berichten.


Unsere Vision:
Als Bauunternehmen engagieren wir uns in der Branche, die den höchsten Ressourcenverbrauch hat und zu den größten Abfallerzeugern gehört. Unsere Arbeit dient der Zufriedenheit unserer Kunden. Sie soll uns die eigene Verwirklichung im Unternehmen ermöglichen und dabei der natürlichen und sozialen Umwelt einen nachhaltigen Mehrwert bringen. So hat sich Hering 1996 nach EMAS zertifizieren lassen und veröffentlicht alle drei Jahre eine umfangreiche Umwelterklärung, in der Ziele und deren Erreichung dokumentiert werden. So wie wir in der Baubranche Vorreiter in Sachen Ökologie waren und sind, so wollen wir das auch in Bezug auf Nachhaltigkeit sein.

Für uns hat Nachhaltigkeit hohe Priorität und ist als Querschnittsthema an vielen fachlichen Stellen mit klarer Verantwortung bei der Unternehmensleitung verankert. Aus der EMAS-Historie heraus können wir auf die langjährige Struktur unseres Umweltmanagementsystems zurückgreifen und sukzessiv weitere Nachhaltigkeitsaspekte integrieren. Die Gesamtverantwortung darüber liegt ebenfalls bei der Unternehmensleitung. Die Aufrechterhaltung des Systems obliegt den Managementbeauftragten des Unternehmens, die durch den Umweltmanagementausschuss mit Umweltbeauftragten aus jeder Gesellschaft unterstützt werden.

Mit unserem nun ersten Nachhaltigkeitsbericht gehen wir den nächsten logischen Schritt und blicken auf unsere ökologische und soziale Verantwortung. Unsere Leistungen, aber auch unsere Herausforderungen wollen wir transparent machen und mit unseren Lesern diskutieren. Der Geltungsbereich des Nachhaltigkeitsberichtes umfasst alle Gesellschaften.


Allgemein:
Die Unternehmensleitung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Hering sind überzeugt, dass Engagement für und Investition in den Schutz unseres Lebensumfeldes –  Mitarbeiterzufriedenheit, Umwelt und Gemeinwohl – absolut notwendig sind, um die Unternehmenszukunft langfristig zu sichern. Zur strategischen Umsetzung dieser Überzeugung in die Tat dienen die im Nachhaltighkeitsbericht in 2019 formulierte Vision und das Nachhaltigkeitsleitbild.

Wichtige Elemente der strategischen Entwicklung des Unternehmens sind die Reinvestition von Erträgen sowie die Pflege einer sozialen und fachlichen Innovationskultur. Dies erreichen wir, indem wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote machen, sie in unternehmerische Prozesse einbinden und ihnen die Möglichkeit geben, sich im Unternehmen individuell zu verwirklichen. Wichtig ist dabei auch die Schaffung und Pflege von Netzwerken. Hierzu zählen insbesondere unsere Kunden, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien sowie alle Personen, die unser Handeln berührt und die uns beeinflussen. 

Der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Umwelt sowie die aktive Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Elemente unserer Unternehmenspraxis und werden stetig optimiert. 

Konkret bedeutet für das Unternehmen Nachhaltigkeit als Orientierung für dauerhaften Erfolg. 

Unser Unternehmen und unsere Arbeit sind eingebettet in die regionale Realität einer ländlichen, traditionell jedoch stark industrialisierten Region, die in den letzten fünfzig Jahren einen nachhaltigen Strukturwandel erlebt hat (an unserem Hauptsitz). Als wichtiger lokaler Arbeitgeber trägt Hering seit Generationen wirtschaftliche Verantwortung für diese Region und für die Lebensbedingungen vieler Menschen. Wir sind aber auch Nehmer in dieser Beziehung: Wir profitieren von der Lebensqualität und Attraktivität des ländlichen Raums, von der Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ebenso wie von den Studien-und Ausbildungsmöglichkeiten, die sich der nächsten Generation bieten.

Unsere Arbeit bringt uns auch in Berührung mit sozialen Realitäten an entfernten Orten, an denen andere Bedingungen herrschen und andere Erfahrungswerte bestehen. Wir planen und bauen nicht nur für europäische Nachbarländer, sondern engagieren uns auch in Nachhaltigkeitsprojekten in Südafrika und Peru. Im europäischen Ausland sind wir mit Niederlassungen und Vertriebsbüros vertreten. Uns ist es wichtig, unsere globale Expertise mit einem starken Bezug zum heimischen Standort zu verbinden.
Unsere Wurzeln liegen im Bahnbau und im Industriebau. Seit nunmehr 128 Jahren realisieren wir national und international anspruchsvolle Bauvorhaben für den öffentlichen Raum, Systemlösungen für den Bahnbau sowie Architekturbetonfassaden. Wir entwickeln und produzieren Bahnbauwerke, öffentliche Sanitäranlagen und Bauteile aus hochwertigem Architekturbeton für die Sichtseiten von Gebäuden. Unser Fokus liegt dabei auf höchsten Qualitätsansprüchen und einem schonenden Umgang mit den Rohstoffen und Ressourcen der Umwelt. Abgerundet wird unser Portfolio durch die Entwicklung des Hotelkonzeptes MY CLOUD für Transitreisende am Flughafen Frankfurt.

Die Produkte und Dienstleistungen unseres Unternehmens gestalten öffentliche Räume, sind sichtbar, strukturieren Mobilität, intervenieren in die soziale und natürliche Umwelt und werden täglich von Tausenden in Anspruch genommen.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Hering Unternehmensgruppe ist an drei Standorten in Deutschland tätig. Der Standort Burbach ist der Hauptstandort mit rund 390 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und befindet sich im Randbereich eines dörflichen Mischgebietes. Hier hat sich das Unternehmen im Laufe von 128 Jahren entwickelt. Als Unternehmen einen Standort auf dem Land zu unterhalten bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Gute Fachkräfte zu finden bzw. in die Region zu ziehen ist hier mit höheren Schwierigkeiten verbunden, als im städtischen Umfeld. Allerdings fühlen wir uns als Unternehmen der Region sehr verbunden und sehen uns als der wichtigste Arbeitgeber dieser Gemeinde in der Verantwortung den Menschen gegenüber. Die zwei kleineren Standorte von Hering liegen einerseits in einem Industriegebiet in Essen und im renaturierten ehemaligen Braunkohlegebiet in Elsterheide, OT Sabrodt.

Die Unternehmen der Hering Unternehmensgruppe gehören überwiegend zur Baubranche, die Branche mit dem größten Ressourcenverbrauch und der größte Abfallerzeuger. Beide Themen besitzen auch Umweltrelevanz für uns. Konkret heißt das, dass wir bei der Herstellung von Betonfertigteilen kontinuierlich daran arbeiten, weniger Ressourcen zu verbrauchen und weniger Abfall zu erzeugen. Wir sehen nicht nur eine Chance darin, als Unternehmen einen wichtigen Beitrag im Umweltbereich in unserer ressourcenintensiven Branche zu leisten, sondern durch das Angebot innovativen Lösungen, wie bspw. den dünnwandigen betoShell®-Elementen, auf dem Markt eine entsprechende Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten zu bedienen. Bei unseren Spezialbauleistungen sind wir deutschland-, z. T. europaweit tätig, daher ist Mobilität eine wichtige Bedingung für unser Geschäftsmodell. Unser Ziel der Reduzierung des CO2-Ausstoßes konzentriert sich besonders auf Verkehr. 

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit unseres Fachkräftepotentials trifft uns der demografische Wandel etwas mehr als manch andere Branche, weil in unseren Berufen noch Handwerk und körperliche Arbeit draußen und extreme Arbeitszeitflexibilität im Bahnbau gefragt sind. Der Trend zu Abitur und Hochschule stellt uns daher vor große Herausforderungen. Unser Ziel, unser Fachkräftepotential zu sichern, verfolgen wir u.a. mit einer hohen Ausbildungsquote. 

Wirtschaftlich zukunftsfähig sind wir, weil wir uns auf dem breiten Wettbewerbsfeld mit einer Nischenpolitik vom Markt abheben. Unser Unternehmen ist in unserer Branche Vorreiter für die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie (siehe hierzu Kriterium 11-14). Es betrifft sowohl unsere Bauprozesse als auch die Produkte, die wir entwickeln und verkaufen (siehe hierzu Kriterium 10). Zu den wesentlichen Aspekten, die bei Hering einen direkten Einfluss auf die Umwelt haben, zählen Ein wesentlicher Beitrag zur sozial zukunftsfähigen Entwicklung sind unsere Maßnahmen und Angebote an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (siehe hierzu Kriterien 15-16), um die Rente möglichst gesund und ohne Abschläge zu erreichen.

Im Themenspektrum „Nachhaltigkeit“ kann man sich leicht verlieren. Uns ist es wichtig, dass wir da anpacken, wo wir zum einen etwas bewegen können, und wo es zum anderen auch von uns erwartet wird. Im täglichen Geschäftsbetrieb bekommt man ein Gespür dafür, was die zukünftigen Herausforderungen sein könnten. Doch uns war es wichtig, dieses Gespür auch noch einmal von außen bewerten zu lassen. Im Herbst 2018 haben wir daher Interviews mit zehn Stakeholdern der Hering Unternehmensgruppe führen lassen und gefragt, was unsere wesentlichen Themen und Handlungsfelder im Nachhaltigkeitskontext sind. Unter den Stakeholdern waren Lieferanten, Kunden, Geschäftspartner, Banken, Wissenschaftler sowie Vertreter der lokalen Politik, aber auch ein Wettbewerber.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Bei Hering werden strategische Ziele auf verschiedenen Ebenen formuliert. Übergeordnet steht dabei die Unternehmensleitlinie, die den Anspruch an die ökologische Verantwortung sowie an die Verantwortung für ökonomische Nachhaltigkeit formuliert. Darüber hinaus gibt es übergreifende Leitlinien, die solche Ziele enthalten, z. B. haben die Geschäftsführer 2015 die Führungsleitlinie erneuert, mit dem Ziel der gegenseitigen Wertschätzung.  

Jährlich formuliert die Unternehmensleitung die für das jeweilige Jahr aus ihrer Sicht wichtigsten Ziele, die dann als Vorlage den einzelnen Unternehmensbereichen für deren jährliche Planung dienen. Dies ist zum einen die Jahresplanung, zum anderen auch die bei Bedarf stattfindenden strategischen Workshops jeden Bereichs, aus denen die jeweilige strategische Planung hervorgeht. Eingang finden sie aber auch in die mehr qualitative Balanced Score Card.

NACHHALTIGKEITSZIELE 2019 - 2022:
1. Nachhaltigkeitsstrategie
2. Kundenzufriedenheit
3. Verantwortungsvoller Arbeitgeber
4. Produktbezogener Umweltschutz
5. Produktionsbezogener Umweltschutz
6. Recycling, Abfallminimierung, Ressourcenverbrauch vermindern
7. Nachhaltiges Lieferantenmanagement

Ziel 1 - Nachhaltigkeitsstategie
UNTERNEHMENSVERANTWORTUNG
1. Vorreiter bleiben in Sachen Ökologie in unseren Märkten
2. Ecovadis Zertifizierung 55/100 verbessern um 2 bis 3 Punkte
3. DNK Entsprechenserklärung Aktualisierung 2020.
UNTERNEHMENSKULTUR
4. Mitarbeiterbefragung auswerten und Maßnahmen zur Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit umsetzen
5. Frauen und Technik verbinden mit dem Ziel: pro Ausbildungsjahr eine Auszubildende in einem gewerblich-technischen Beruf 
KOMMUNIKATION
1. Nachhaltigkeitsbericht wurde im November 2019 veröffentlicht.
2. Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit mit konkreteren Hinweisen auf Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung: regelmäßige News und Artikel in Hering Heute

Wir beziehen uns dabei auf SDG 5 weil wir meinen es bedarf eines erhöhten Aufwands, junge Frauen für gewerblich technische Berufe zu gewinnen, in denen sie selbstbestimmt ihren Neigungen nachgehen können, weil auf Grund von gesellschaftlichen Vorurteilen diese Berufe zu selten jungen Frauen angeboten werden.


Ziel 2 - Kundenservice und -Zufriedenheit
1. Standards und Strukturen überdenken: Ein neues Instrument zur Messung der Kundenzufriedenheit in allen Bereichen entwickeln
2. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit (als ein Kriterium bei der Lieferanten/- Produktauswahl) bei unseren Kunden erhöhen. 
3. Nachhaltigkeitsaspekte werden als Standardpunkte in internen Audits berücksichtigt

Ziel 3 - Verantwortungsvoller Arbeitgeber
MITARBEITERENTWICKLUNG
1. Personalentwicklung intensivieren (Ziel 1 Tag pro Mitarbeiter und Jahr) und Personalentwicklungsprozess nachhaltiger gestalten.
2. Ausbildungsquote und -qualität erhöhen. Messbare Ziele: Besetzung der geplanten Ausbildungsplätze zu 95%. Reduzierung der Abbrecherquote innerhalb der Ausbildung. Zeugnisse und Lehrgangsbeurteilungen im Schnitt nicht schlechter als befriedigend. 
MITARBEITERBINDUNG
4. Mitarbeiterzufriedenheitsindex auf 85 bringen und halten => bis 2021
5. Fluktuationsrate verringern. Messbares Ziel: Geringer als 2%
MITARBEITERGEWINNUNG
6. Mehr Transparenz schaffen und Nachhaltigkeitsleistungen stärker herausstellen

Wir beziehen uns hierbei auf SDG 4. Durch ein hochwertiges Bildungsangebot wollen wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, sich gemäß ihren Neigungen und Fähigkeiten im Unternehmen weiterzuentwickeln.

Ziel 4 - Produktbezogener Umweltschutz
REDUZIERUNG DER GEWÄSSERBELASTUNG / SENKUNG DES TRINKWASSERVERBRAUCHS
1. Einsatz von wassersparenden Perlatoren zur Reduzierung der Wassermenge beim Händewaschen. Produktauswahl, Test und Analyse der Einsparpotentiale. Abwägung der Sparpotentiale unter Berücksichtigung des Komforts des Nutzers.
– Umrüstung von Waschtischen in durch Hering Sanikonzept betriebenen WC-Anlagen (verantwortlich: Service 2020)
– Ausstattung von CWC und PWC Neuanlagen (verantwortlich: Produktion 2020)
2. Entwicklung einer Produktvariante „Hybrid Urinal“ für City-WC Anlagen mit verstärkter Kundenansprache (2020)
LÄRMEMISSION
7. Entwicklung von transparenten Lärmabschirmungen an Wohngebäuden im innerstädtischen Raum (Mitte 2020)
RESSOURCENEINSPARUNG
8. Einsatz von Recyclingbeton (Pilotprojekt, Mitte 2020)
9. Recycling von CityWC-Anlagen, 7 Stück bis 2022

Pkt. 1 - wir beziehen uns auf SDG 6. Als Entwickler von öffentlichen WC – Anlagen haben wir uns zum Ziel gesetzt, durch die o. g. Produktänderungen den Wasserverbrauch zu reduzieren.
Pkt 2 – wir beziehen uns auf SDG 6. Bei diesen Urinalen (wasserlose Urinale) wird der Wasserverbrauch um 95 % gegenüber einem konventionellen Urinal reduziert.
Pkt 8 + 9: Wir beziehen uns auf SDG 12. Durch die beiden Ziele 8 und 9 werden Ressourcen eingespart im Sinne eines Upcyclings oder einer Wiederverwendung von Restbeton und Zuführung zum Kreislauf.


Ziel 5 - Produktionsbezogener Umweltschutz
NUTZUNG REGENERATIVER ENERGIEN 
CO2-REDUZIERUNG
ENERGIESPAREN
REDUZIERUNG VON EMISSIONEN
ARBEITSSCHUTZ
MITARBEITERMOTIVATION
1. Strom- und Heizenergieeinsparungen Firmensitz Burbach und Sabrodt
– Heizenergieeinsparungen im FT-Werk, Überprüfung und Optimierung der Art der Beheizung – wiederaufnehmen (Ende 2020)
– Neue Hackschnitzeleinführung (Vorbunker) errichten für eine direkte Beschickung vom LKW (Entfall Lagerung, Entfall interner Transport) (Installierung vor Winter 2020/21)
2. Ausbau von eigenerzeugtem Strom durch weitere PV-Anlagen am Standort Burbach und Sabrodt (bis 2022 – Burbach, bis 2021 - Sabrodt)
3. Umrüstung der Beleuchtung des Hauptgebäudes in Burbach auf LED-Technik, (Ende 2020), Umrüstung des Bürogebäudes in Sabrodt auf LED-Technik (2020/2021)
REDUZIERUNG WASSERVERBRAUCH UND GEWÄSSERBELASTUNG FIRMENSITZ BURBACH
4. Neuer Ölabscheider für die Gleisbauwerkstatt am Standort Burbach und Oberfläche Lagerplatz Bahnbau (neben Zentrallager) wasserdicht erneuern und die Fläche an den neuen Ölabscheider anschließen (Ende 2020) 
REDUZIERUNG CO2- EMISSION/ ENERGIEVERBRÄUCHE
5. Erfassung und Auswertung, um ein quantitatives Einsparpotential zu identifizieren beim Kraftstoffverbrauch der Baumaschinen und der PKWs. Ziel ist es, den Verbrauch an fossilen Brennstoffen durch unsere Mobilität, in diesem Fall Diesel, um 5% zu reduzieren. Auswertung verschiedener Fahrdaten der Firmen-PKWs (Ende 2020)
6. Detailliertes Messsystem für Gas- und Wasserverbräuche aufbauen, auswerten und etablieren (Ende 2020)
MITARBEITERMOTIVATION / ARBEITSSCHUTZ / NOTFALL-VORSORGE FIRMENSITZ BURBACH
7. Vereinheitlichung des bestehenden Brandschutzkonzeptes, um den Brandschutz zu verbessern (2021).
8. Gefahrstoffeinsatz in der Produktion und den Werkstätten reduzieren. Die Substitutionsprüfung besser strukturieren. (2020)
9. Neuanschaffung handgeführter Geräte mit Sonderkraftstoff (Aspen) oder Elektrobetrieb (Akku) (ab 2019)
UMWELTFREUNDLICHES MOBILITÄTS- UND TRANSPORT-MANAGEMENT
10. Bewerbung beim ADFC als fahrradfreundliches Unternehmen (2020)

Mit den Punkten 5 + 6 beziehen wir uns auf SDG 13. Durch die genannten Maßnahmen werden Energieverbräuche und damit CO2 Emissionen reduziert

Ziel 6 - Recycling / Abfallminimierung / Ressourcenverbrauch vermindern
RECYCLING / ABFALLMINIMIERUNG
FIRMENSITZ: BURBACH
1. Reduzierung der Betonschlammmenge – Testanlage 2019, Auswertung der Ergebnisse (Ende 2019)
2. Reduzierung Kunststoffabfälle – Vorschläge einholen und bewerten, geeignete Methoden etablieren, Ziel: Reduzierung um 10 % bis Ende 2020.
3. neuer gemeinsamer Wertstoffhof auf dem Gelände in Burbach zur besseren Überwachung der Sortierung (Ende 2020) 
NATURSCHUTZ AUF DEM BETRIEBSGELÄNDE FIRMENSITZ: BURBACH UND SABRODT
4. Artenvielfalt auf den Betriebsgeländen erhöhen, Zählungen 2019 (Bestandserfassung), 2020, 2021, 2022 (wir zählen jedes Jahr für Burbach und Sabrodt, wo wir stehen) z. B. durch Schaffung von zusätzlichen Nistmöglichkeiten für heimische Tierarten.

Mit den Zielen 1, 2, 3 beziehen wir uns auf SDG 12. Durch die Reduzierung von Betonschlamm (der normalerweise deponiert werden muss), durch die Reduzierung von Kunststoffabfällen und die Erreichung einer höheren Recyclingquote durch einen eigenen Wertstoffhof erhöhen wir die Nachhaltigkeit unserer Produktion.
Punkt 4 – Wir beziehen uns auf SDG 15, indem wir auf unserem Betriebsgelände in Burbach die Artenvielfalt erhöhen.


Ziel 7 - Umweltschutz im Lieferantenmanagement
Verbesserung der Lieferantenbewertung im Hinblick auf EMAS IV über eine Bewerber-Plattform, um die vorgelagerten Stufen des Produktlebenszyklus zu verbessern (2020). SDG 13.





4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Ressourcenverbrauch, Betriebsstoffe, Energieverbrauch und CO2-Emissionen sind wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte, bei denen die Hering Unternehmensgruppe einen direkten Einfluss auf die Umwelt ausübt. Um hier über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg unserer Verantwortung für ein umweltbewusstes Unternehmen gerecht zu werden, werden ökologische Aspekte in allen Phasen miteingebzogen: Fokus liegt dabei auf den Umweltaspekten und Standorten, auf die wir mit unserer Tätigkeit einen direkten Einfluss haben. Einbezogen werden Tätigkeiten und Stoffe sowie Energieverbräuche, die vom Standort ausgegangen sind. Direkten Einfluss auf die Umwelt haben wir am Standort Burbach in besonderem Maße durch die Tätigkeiten in der Fertigteilproduktion mit den drei Hauptproduktionsschritten.
  1. Betonmischen
  2. Betonverarbeitung / Fertigteilherstellung auf Rütteltischen
  3. Waschen, Säuern bzw. Nachbehandeln der Fertigteile in den Werkstätten, dem Bauhof und der Fertigung von WC-Anlagen in der Sanikonzept-Montagehalle.
In Essen und Sabrodt beschränken sich die Tätigkeiten auf Werkstätten, sowie auf den Bauhof.

Diese Hauptproduktionsschritte verbrauchen viel Zement und Wasser. Um hier effizienter und nachhaltiger zu agieren haben wir bspw. seit 2010 Zement durch Kalksteinmehl in der betoShell®-Produktion substituiert. Außerdem verbessern wir durch Neuentwicklungen wie den dünnwandigen betoShell®-Elementen die Umweltverträglichkeit und verringern die Rohstoffmengen bei gleicher Funktionalität des Produktes. Durch die Errichtung zweier Regenwasserzisternen für die Reinigungsvorgänge der Mischer konnte ein Teil des Frischwassers eingespart werden. Der Restbeton, der betriebsbedingt anfällt, wird für andere Produkte genutzt, bspw. für die Herstellung von Umfassungswänden oder E-Ladesäulen. Zudem nutzen wir zum Verheizen Abfallholz.

Eine umweltorientierte Handlungsweise wird auch bei Lieferanten, Mitunternehmern, Bauherren und Kunden der Unternehmensgruppe Hering gefördert. Durch eine gute und offene Kommunikation mit unseren Lieferanten können wir unsere Kunden ermuntern, sich ebenfalls kritisch mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen und verantwortungsvoll zu verhalten. Wir führen eine regelmäßige Bewertung der Lieferanten durch, in der neben Zuverlässigkeit und Preis auch das Umweltverhalten ein Kriterium ist.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4