1. Strategische Analyse

Die Hochschule legt dar, wie sie die Wirkungen ihrer wesentlichen Aktivitäten im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung analysiert und auf welchem Nachhaltigkeitsverständnis diese basieren. Die Hochschule erläutert, wie sie im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten hochschulspezifischen, nationalen und internationalen Standards operiert.

Die NORDAKADEMIE versteht Nachhaltigkeit als integratives Leitprinzip, um den ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen des weltweit steigenden Ressourcenbedarfs einer zunehmenden Erdbevölkerung gerecht zu werden, indem nicht auf Kosten anderer Menschen und nicht auf Kosten zukünftiger Generationen gewirtschaftet wird. Damit verbunden ist eine vorausschauende Lebens- und Wirtschaftsweise, um Belastungsgrenzen zukünftig einhalten und Chancen auf eine hohe Lebensqualität möglichst vieler Menschen anhaltend und weltweit aufrechterhalten bzw. entwickeln zu können. Nähere Informationen zum Nachhaltigkeitsverständnis sind dem Nachhaltigkeitsbericht 2016, S. 4 zu entnehmen (https://www.nordakademie.de/fileadmin/dateien/downloads/Broschueren/NH-Bericht2016.pdf).

Strategische Handlungsfelder im Bereich Umwelt und Soziales werden erstens in der systematischen Berücksichtigung entsprechender Themen in der Lehre, in anwendungsorientierten Forschungsprojekten sowie Transferveranstaltungen gesehen. Daraus erwächst die Chance, die Attraktivität des Studiums sowohl aus Sicht der Studierenden als auch der Partnerunternehmen zu erhöhen und bei den Partnerunternehmen eine Multiplikatorenwirkung zu entfalten. Die umweltfreundliche Campusgestaltung und regenerative Energieversorgung sowie der Verwirklichung von Chancengerechtigkeit im Personalmanagement unterstreicht hierzu zweitens die Glaubwürdigkeit und den Kompetenzanspruch der Hochschule gegenüber seinen Stakeholdern.

Zur Wirkungsanalyse wesentlicher Aktivitäten im Umweltmanagement hat die NORDAKADEMIE 2017/18 in einem studentischen Projekt eine Wesentlichkeitsmatrix erstellt. Das methodische Vorgehen und Ergebnisse der daraus folgenden Wesentlichkeitsmatrix wurden in der Hochschulzeitschrift Campus Forum NR. 66/JUNI 2018 auf Seite 10 veröffentlicht (https://www.nordakademie.de/presse/campusforum/).

Im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit werden Schwerpunkte in Abstimmung mit der Hochschulleitung,  dem Nachhaltigkeitsteam, der Studierendenvertretung, der Personalreferentin und den Beauftragten gesetzt. Die Beauftragten decken zusammen mit der Personalreferentin und der Gesundheitstrainerin als ein Expertensystem alle wesentlichen Sozial-Themen der Hochschule ab. Beauftragte sind für folgende Sozial-Bereiche ernannt: Gleichstellung, Studierende in besonderen Lebenslagen, BAföG, Nachhaltigkeit, Compliance, Sicherheit sowie Qualitätsmanagement.

Trägerin der Hochschule ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft. Aktionäre sind der Arbeitgeberverband NORDMETALL, Partnerunternehmen und eng mit  der Hochschule verbundene Einzelpersonen. Hierüber ist die Hochschule in vollem Umfang mit Eigenkapital finanziert. Maßgeblich verantwortlich für die ökonomische Nachhaltigkeit der NORDAKADEMIE sind deshalb die Gremien der Trägergesellschaft bestehend aus Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Wesentliche Instrumente zur Gewährleistung der ökonomischen Tragfähigkeit sind neben dem internen Controlling der öffentlich einsehbare Hochschulentwicklungsplan 2107 bis 2021 (https://www.nordakademie.de/fileadmin/downloads/­satzungen/Hochschulentwicklungsplan.pdf), die 2018 erneuerte Systemakkreditierung durch die FIBAA sowie das betriebliche Qualitätsmanagementsystem mit einer permanenten Evaluation des gesamten Lehr- und Forschungsbetriebs.

Die mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der Hochschule werden aus dem Leitbild abgeleitet und von Senat und Präsidium im Hochschulentwicklungsplan festgehalten. Systemakkreditierung und Qualitätsmanagement-System gewährleisten zudem die Konformität mit hochschulspezifischen Standards. (Zum QM-Verständnis der NORDAKADEMIE siehe: https://www.nordakademie.de/fileadmin/downloads/satzungen/QM_an_der_NORDAKADEMIE.pdf). Eigene Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis setzen die Empfehlungen der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft" der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie die Empfehlungen des 185. Plenums der Hochschulrektorenkonferenz zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten um (https://www.nordakademie.de/fileadmin/downloads/Pruefungsamt/Satzungen_2015/Richtlinien_fuer_gute_wissenschaftliche_Praxis_vom_18.08.2015.pdf). Ergänzend erfüllt die NORDAKADEMIE als anerkannte Fairtrade University freiwillig die entsprechenden Fairtrade-Kriterien. Sie ist Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt und aktives Mitglied des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management e.V. und ist infolgedessen dem B.A.U.M.-Ehrenkodex verpflichtet. Zur Weiterentwicklung trägt auch die aktive Mitgliedschaft im Netzwerk der Partner für eine nachhaltige Hochschullandschaft Hoch-N bei.

2. Handlungsfelder

Die Hochschule legt dar, welche Aspekte der Nachhaltigkeit für folgende Handlungsfelder wesentlich sind und wie sie diese in ihrer Strategie berücksichtigt und systematisch adressiert:

a) Forschung
b) Lehre
c) Betrieb
d) Transfer
e) Governance

Die Hochschule legt dar, wie sie nachhaltigkeitsbezogene Aktivitäten in den Handlungsfeldern fördert und wie künftig Themen der nachhaltigen Entwicklung in diese implementiert werden. Zudem soll aufgezeigt werden, wie Nachhaltigkeit in den fünf Bereichen miteinander vernetzt ist.

Wesentliche Aufgabe der Hochschule ist es, durch anwendungsnahe und praxisgerechte Studiengänge hochqualifizierte, verantwortungsbewusste Nachwuchskräfte für die Wirtschaft auszubilden. Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Studienangebote ist daher das Erreichen einer möglichst weitgehenden Berufsbefähigung. Dementsprechend stellen insbesondere:
- eine enge Verbindung von Theorie und Praxis,
- eine breit angelegte fachliche Qualifizierung mit Wahlmöglichkeiten,
- Angebote zur Persönlichkeitsbildung sowie
- die Förderung der Internationalität
elementare Zielsetzungen dar. Vor diesem strategischen Hintergrund hat die NORDAKADEMIE ihr besonderes Profil entwickelt, indem sie Ausbildung, Forschung und Weiterbildung in enger Abstimmung und Kooperation mit den Partnerunternehmen durchführt. Das Studium an der NORDAKADEMIE geht über die Vermittlung des Fachwissens gezielt hinaus und dient insbesondere der Persönlichkeitsentwicklung zur Verantwortungsübernahme. In den Leitlinien zur mittel- und langfristigen strategischen Ausrichtung der Hochschule sind weitere übergeordnete Bologna-Bildungsziele wie „Wissenschaftliche Befähigung“, „Zivilgesellschaftliches Engagement“ sowie das Qualitätsmanagement verankert. Auch dem Umweltschutz wird an der NORDAKADEMIE beim Ressourcenverbrauch seit ihrer Gründung ein hoher Stellenwert beigemessen. Basierend auf ihrem Leitbild verfolgt die NORDAKADEMIE gemäß dem aktuellen Hochschulentwicklungsplan folgende strategische Ziele mit Nachhaltigkeitsbezug

a) Forschung
Die NORDAKADEMIE ist bestrebt, ihre anwendungsorientierten Forschungsaktivtäten systematisch und kontinuierlich auszubauen. Zu diesem Zweck wurde eine Anlaufstelle geschaffen, die dem wissenschaftlichen Personal bei der Drittmittelsuche und -beantragung beratend zur Seite steht. Flankierend hierzu bietet die NORDAKADEMIE-Stiftung zur Vernetzung der Forschungsaktivitäten Drittmittel für Forschungsvorhaben, die zumeist in Kooperation mit anderen Hochschulen beantragt werden. Die NORDAKADEMIE forciert die Gründung eigener Forschungsinstitute und bietet mit dem „NORDBLICK“ eine hochschuleigene Publikationsreihe mit Review zur Veröffentlichung von Arbeitspapieren an. In diesem Forschungskontext wurde 2017 eine neue Professur für Nachhaltigkeitsmanagement geschaffen, welche die angebotenen Möglichkeiten zusammen mit anderen Professoren u.a. in einem von der NORDADEMIE-Stiftung finanzierten Kooperationsprojekt mit der Leuphana Universität Lüneburg nutzt. Die Professur wird von der Anlaufstelle gezielt in der Suche nach Drittmitteln zur Nachhaltigkeitsforschung unterstützt, um an der NORDAKADEMIE mittelfristig einen weiteren Forschungsschwerpunkt zum Nachhaltigkeits­management zu etablieren.

b) Lehre
Als Hochschule der Wirtschaft verfolgt die NORDAKADEMIE das Ziel, die betriebswirtschaftliche Relevanz des Nachhaltigkeitsmanagements in Unternehmen zu verdeutlichen. Nachhaltigkeitsmanagement wird deshalb an der NORDAKADEMIE sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium regelmäßig als Wahlpflichtfach angeboten. Auch das Compliance Management zur Wahrung normativer Regeln im Unternehmen bildet einen thematischen Schwerpunkt in den betriebswirtschaftlichen Studiengängen. Insbesondere in den technisch orientierten Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik werden zudem technologische Möglichkeiten zur Verbesserung der betrieblichen Nachhaltigkeitsleistung in Wahlpflichtmodulen aufgezeigt, zum Beispiel in der Energiewirtschaft, in der Werkstofftechnik oder in der Fertigungstechnik. Darüber hinaus begreift die NORDAKADEMIE ihren Ansatz zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Studierenden auch als einen ethisch-normativen Auftrag. Dementsprechend besteht im Bachelorstudium ein breites Seminarangebot des Studium Generale zur Kultivierung humaner Werte, Soft Skills und der Allgemeinbildung mit „Blick über den Tellerrand“. Enthalten sind darin regelmäßig Themen mit Bezügen zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit. In allen konsekutiven Masterstudiengängen findet die Nachhaltigkeitsthematik im Pflichtmodul „Wirtschaft & Ethik“ Eingang. Halbjährlich erhalten Masterstudierende zudem die Möglichkeit, ein Praxisprojekt mit Nachhaltigkeitsbezug zu belegen.

c) Betrieb
Die Wesentlichkeitsanalyse der NORDAKADEMIE bestimmt die Energieeffizienz der Wärme- und Stromversorgung insb. in der baulichen Gestaltung der Hochschule als wichtigsten Ansatzpunkt für den betrieblichen Umweltschutz. Dies entspricht der bisherigen Schwerpunktsetzung zur Reduktion versorgungsbedingter CO2-Emissionen. Gefördert wird diese durch Einkauf von zertifiziertem Ökostrom, das Gebäudemanagement und die eigene Stromproduktion mittels Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerk (BHKW), womit ca. 30 % des Strombedarfs abgedeckt werden. Weitere Schwerpunkt liegen im Materialeinkauf und in der Abfallvermeidung, u.a. durch den Verzicht auf Ausdrucke und durch ausschließliche Ausgabe von Mehrweg-To-go-Bechern auf dem Campus. Auch der Artenschutz durch naturnahe Campusgestaltung nimmt aufgrund der Campus-Lage in unmittelbarer Nähe zu einer ökologisch wertvollen Flussniederung eine wichtige Rolle ein. Betriebliche Schwerpunkt im sozialen Bereich liegen in der Arbeitssicherheit, der Gesundheitsförderung und Weiterbildung sowie im Gewährleisten der Chancengleichheit unter Studierenden und Mitarbeitenden.

d) Transfer
Die NORDAKADEMIE leistet mit ihren Kompetenzen und Räumlichkeiten Beiträge zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt dabei in jährlich über 50 öffentlichen Veranstaltungen, viele davon zu Gesellschafts- und Bildungsthemen, mehrere explizit mit Nachhaltigkeitsbezug. So werden seit 2017 zwei- bis dreimal jährlich öffentliche, kostenfreie Abendveranstaltungen zu Nachhaltigkeitsthemen in Kooperation mit dem „Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V.“ durchgeführt. Seit 2017 finden öffentliche Veranstaltungen zum Diversity Tag statt. Regelmäßig werden soziale und ökologische Themen im „Forum Politik und Wirtschaft“ sowie in der „Kinderuni“ aufgegriffen. Ein weiteres Transfer-Standbein ist das studentische Engagement. Es wird u.a. durch die Unternehmensberatung SUN NON-PROFIT CONSULTING e.V. sowie durch soziales Engagement des Referats „Studenten pro Vita“ getragen. SUN berät unentgeltlich ausschließlich gemeinnützige Einrichtungen wie zum Beispiel Pflegeheime in bisher über 70 Projekten seit 2001. Das Referat Studenten pro Vita hat sich z.B. in der Flüchtlingshilfe und in der Müllvermeidung eingesetzt.

e) Governance 
Da die Trägergesellschaft der NORDAKADEMIE ausschließlich gemeinnützig tätig ist, verfolgt sie, anstelle der Gewinnmaximierung, den Gesellschaftszweck unter der Prämisse der Kostendeckung. Den Gesellschaftszweck definiert die Satzung der NORDAKADEMIE als Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung sowie Kunst, Kultur und Wohlfahrtwesen, wozu neben dem Betrieb einer staatlich anerkannten Hochschule auch der Betrieb von Studentenwohnheimen, die Stipendienvergabe sowie die Gründung einer Stiftung gehören. Konkretisiert wird der Gesellschaftszweck des Hochschulbetriebs in der Hochschulverfassung, welche die verfassungsrechtlich gebotene Chancengleichheit von Männern und Frauen sowie die Freiheit von Forschung und Lehre sichert, wozu insb. die Organe der Hochschule, das Präsidium und der Senat, beauftragt sind. Qualitätsmanagementbeauftragte und Gleichstellungsbeauftragte unterstützen das Präsidium gemäß Hochschulverfassung bei dieser Aufgabe.

3. Ziele

Die Hochschule legt dar, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele sie sich gesetzt hat, wie diese operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Nachhaltigkeitsziele der NORDAKADEMIE beziehen sich auf die unter Kriterium 2. genannten Handlungsbereiche Forschung, Lehre, Betrieb und Transfer.
Im Bereich Forschung sind jährlich im Schnitt mindestens 3 Veröffentlichungen mit wissenschaftlich fundierten Empfehlungen zur Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen anvisiert. Die Professur für Nachhaltigkeitsmanagement strebt an, zwischen 2018 und 2023 in mindestens vier drittmittelgeförderten Projekten involviert zu sein. Ergänzend hierzu sollen jährlich durchschnittlich mindestens 2 studentische Projekte mit Wissenschafts- und Nachhaltigkeitsbezug initiiert werden. In der Lehre soll das Modul Nachhaltigkeitsmanagement als Wahlpflichtfach sowohl im Bachelorstudiengang BWL als auch im Masterstudiengang General Management jährlich angeboten werden. Das Modul „Wirtschaft und Ethik“ bleibt mit Bezügen zum Nachhaltigkeitsmanagement verbindlicher Bestandteil des Curriculums für alle konsekutiven Masterstudiengänge. Im Studium Generale des Bachelorstudiums soll das Angebot von Seminaren mit Nachhaltigkeitsbezügen weiter ausgebaut werden.

Verbesserungsmaßnahmen im betrieblichen Umweltschutz konzentrieren sich auf die Energieeffizienz und das Beschaffungswesen. Zwischen 2019 und 2023 soll der jährliche Energieverbrauch pro Hochschulangehörigem für Strom und Heizung um weitere 15 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2018 gesenkt werden. 2018 wird als Basisjahr bestimmt, weil ein Neubau mit 14 Studentenwohnungen Anfang dieses Jahres bezogen wurde. Der Energieverbrauch vor 2018 bietet demgegenüber ohne die neuen Wohneinheiten keine valide Vergleichsgrundlage. Maßnahmen zur Zielerreichung sind den Kriterien 11. und 12. zu entnehmen. Umweltschonendes Verhalten auf dem Campus soll zukünftig systematischer unterstützt werden, indem Tipps zum umweltgerechten Verhalten u.a. in Studienführern deutlich sichtbar gemacht werden. Neuen Bachelorstudierenden wird ab 2019 eine Einführung mit Hinweisen zum erwünschten Umweltverhalten an der Hochschule angeboten. Neue Mitarbeiter erhalten entsprechende Tipps im Rahmen des Onboarding-Prozesses. Für den gesundheits-, umwelt- und sozialverträglichen Einkauf von Büromaterial und Raumaustattung wird angestrebt, ab 2019 zusätzliche Vorgaben zu definieren . Laut Hochschulentwicklungsplan wird dem Erhalt des naturnah gestalteten Campus besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Hierfür sind Pflanzaktionen mit Hochschulangehörigen geplant, um standortgerecht weitere heimische Gehölze und Stauden zu ergänzen.

Zu den Zielen des Gleichstellungskonzept 2017 – 2022 zählen die Erhöhung des Anteils von Frauen und Männern in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, die Weiterentwicklung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium, die Nachwuchsförderung in Wirtschaft und Wissenschaft, z. B. durch eine Frühförderung von Schülerinnen und Schülern inklusive eines Engagements für Gruppen, die weniger häufig ein Studium antreten und die Gewinnung von Studentinnen in den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik. Die Implementierung einer Diversity-Kultur und die Förderung der Gender- und Diversity-Kompetenz bei Studierenden und Mitarbeitenden wird durch eine Verstärkung von Themen wie Gleichstellung und Diversität in Forschung und Lehre angestrebt.

Im Unfallschutz und der Gesundheitsfürsorge bestehen die Ziele, jeglichen Unfall zu vermeiden und die Anzahl der Krankheitstage pro Mitarbeiter und Jahr unter 5 zu halten. Hierfür bietet die NORDAKADEMIE ihren Mitarbeitern seit 2015 das Sportprogramm "Fit im Büro" kostenfrei an. In persönlichen Krisen können Studierende und Mitarbeitende die schnelle Hilfe einer psychologischen Praxis für maximal 5 Behandlungstermine in Anspruch nehmen, mit der die Hochschulleitung eine Vereinbarung geschlossen hat.

Im Transferbereich sind weitere Aktivitäten mit dem Kooperationspartner B.A.U.M. e.V. geplant, zu denen auch künftig öffentliche Veranstaltungen mit Nachhaltigkeitsbezug vorgesehen sind. Ebenso steht die Fortsetzung der unter „ Kriterium 18“ aufgeführten Maßnahmen der Nachwuchs- und Kulturförderung auf dem Programm.

Das Erreichen der genannten Ziele wird durch Erfassen von Kennzahlen im Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeitscontrolling der Hochschule gemessen. Der alle zwei Jahre erscheinende Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert die Zielerreichung. Über den Umsetzungsstand der im Gleichstellungskonzept aufgelisteten Maßnahmen wird einmal jährlich im internen Gleichstellungsbericht sowie im Jahresbericht der NORDAKADEMIE berichtet.

4. Organisationale Verankerung

Die Hochschule legt dar, wie Aspekte der Nachhaltigkeit in die Tätigkeiten der gesamten Hochschule inklusive ihrer nachgelagerten Organisationseinheiten integriert werden und welche Maßnahmen sie ergreift, um Nachhaltigkeit in der gesamten Hochschule zu verankern sowie die Integration von Nachhaltigkeit kontinuierlich zu stärken und zu verbessern.

Die Bearbeitung aufgezeigter Handlungsfelderund das Erreichen der hierzu gesetzten Ziele wird durch verschiedene Instrumente und Einrichtungen systematisch unterstützt. Ausgehend vom Leitbild der Hochschule und den darin enthaltenen übergeordneten Nachhaltigkeitszielen bestehen wichtige Steuerungsinstrumente im Hochschulentwicklungsplan, im hochschulinternen Kennzahlensystem sowie im Prozess-Wiki zur Regelung hochschul-interner Abläufe.

Der Hochschulentwicklungsplan gab zum Beispiel Anstoß zur Einrichtung einer Professur für Nachhaltigkeitsmanagement und legt damit den Grundstein zur Ausweitung des diesbezüglichen Lehrangebots und der Forschungsaktivitäten. Er bestimmt auch die naturnahe Campusgestaltung und die Errichtung von Neubauten nach dem Standard von Passivhäusern sowie die Nutzung der Dachflächen für Photovoltaikanlagen oder Dachbegrünung.

Das Kennzahlensystem enthält Ist- und Soll-Werte zum Beispiel zum Ausmaß der Weiterbildungsaktivitäten, Partizipation und Gremienarbeit sowie zu Krankheitstagen und Unfällen, zur Anzahl von Lehr- und Vortragveranstaltungen mit ethischem Bezug sowie zu Projekten mit Nachhaltigkeitsbezug, um auf diese Weise insb. das Erreichen der Bologna-Ziele zum Zivilgesellschaftlichen Engagement und zur Persönlichkeitsentwicklung steuern zu können. Das Umweltcontrolling ergänzt diese Zahlen insb. zu CO2-Emissionen, Energie- und Papierverbrauch sowie Wasserdurchlauf im Hochschulbetrieb.

Für die Regelung der Prozesse in der Lehre und im Hochschulbetrieb besteht ein elektronisches Tool zur Vorgabe verbindlichen Prozessvorgaben, das für alle Mitarbeitenden einsehbar ist. Hier sind u.a. auch Anschaffungs- und Entsorgungsprozesse geregelt. Der Ausbau dieser Prozessregelungen zu einem Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001 ist mittelfristig vorgesehen.

Beauftragte und Gremien wie das Nachhaltigkeitsteam sorgen für die Umsetzung der gesetzten Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele. Auch im Studierendenparlament besteht das Amt eines Verantwortlichen für Nachhaltigkeit und Forschung. Näheres hierzu unter 5. Verantwortung.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4