1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Erste Schritte im Entwicklungsprozess der Nachhaltigkeitsstrategie hat die DEVK 2018 unternommen. Unter der Leitung von Ramona Pfotenhauer, der DEVK-Beauftragten für Nachhaltigkeit, wurde ein Steuerungskreis gegründet, dem Entscheidungsträger aus allen wesentlichen Fachbereichen angehören. Dessen Mitglieder führten demokratisch eine Wesentlichkeitsanalyse der relevanten sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Themen für die DEVK durch. Im August 2018 wurde die Strategie vom Vorstand verabschiedet. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie besteht aus einem Leitbild, einem Handlungsfeldmodell und strategischen Thesen. Das Ergebnis waren fünf Handlungsfelder, die Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) berücksichtigen: „Begeisterte Mitglieder und Kunden“, „Motivierte Mitarbeitende und Vertriebspartner“, „Soziales Engagement“, „Ökologisches Engagement“ und „Verantwortungsvolle Unternehmensführung“. 2019 leitete der Steuerungskreis daraus Ziele und erste Maßnahmen für die Themengebiete ab und konkretisierte das weitere Vorgehen.

Leitbild:
Mit unserem Handeln legen wir den Grundstein für unseren wirtschaftlichen Erfolg und gehen achtsam mit Gesellschaft und Umwelt um.  

Handlungsfeldmodell:

Fünf Handlungsfelder systematisieren unser Engagement:
• Begeisterte Mitglieder und Kunden
• Motivierte Mitarbeitende und Vertriebspartner
• Soziales Engagement
• Ökologisches Engagement
• Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Strategische Thesen:
• Unser Ziel ist die langfristige Sicherung unseres Geschäfts unter Achtung von Gesellschaft und Umwelt.
• Die definierten Handlungsfelder unterstützen die Erreichung unserer Unternehmensziele.
• Durch das Etablieren klarer Verantwortlichkeiten und Prozesse integrieren wir Nachhaltigkeit in unsere Unternehmenskultur und erreichen unsere Ziele. 

Maßnahmen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie:
Im Jahr 2018 haben wir die Strategie definiert und verabschiedet. Der Fokus in 2019 lag auf der Operationalisierung und Entwicklung des Zielprogramms. Jedes Handlungsfeld wurde 2019 in einem eigenen Workshop thematisiert. Der Steuerungskreis einigte sich dabei jeweils auf Ziele und erste Maßnahmen im Rahmen des Zielprogramms, die eine nachhaltige Entwicklung in diesen Bereichen fördern. Viele Maßnahmen, die bereits seit Jahren laufen, zahlen auf die neu definierten Handlungsfelder ein. Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Maßnahmen wurden definiert. Die Umsetzung der Maßnahmen wird im Rahmen des Steuerungskreises nachgehalten. 
2020 hat die DEVK dort angepackt, wo Kunden und Mitglieder profitieren können: bei Produkten und Dienstleistungen. Mehr hierzu im Kriterium 10.

Bei der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie stützt sich die DEVK vor allem auf den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) als Standard. Für die Erhebung des CO2-Fußabdrucks wird das Greenhouse Gas Protocol des World Resource Institutes angewendet.
Bisher ist die Nachhaltigkeitsstrategie noch nicht in die Unternehmensstrategie integriert. Dies wird voraussichtlich ab 2021 thematisiert.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Im Folgenden schildern wir unser gesellschaftliches Umfeld und die Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte:
Seit 135 Jahren legen Versicherte in Deutschland ihre Risiken des Alltags vertrauensvoll in die Hände der DEVK Versicherungen. Heute betreuen die DEVK-Mitarbeitenden bundesweit rund 4 Millionen Kunden mit 15,1 Millionen Risiken in allen Versicherungssparten. Insgesamt krempeln rund 6.000 Mitarbeitende die Ärmel hoch, um schnell und tatkräftig zu helfen. Dabei arbeitet die DEVK dezentral mit bundesweit 19 Regionaldirektionen und mehr als 1.200 Geschäftsstellen. Zusätzlich sind die Sparda-Banken seit vielen Jahren verlässlicher Partner. Nach der Anzahl der Verträge ist die DEVK Deutschlands viertgrößter Hausrat- sowie fünftgrößter Pkw- und Haftpflichtversicherer.
Neben dem geschäftlichen Erfolg hat für die DEVK das soziale Engagement einen hohen Stellenwert. So engagiert sich das Unternehmen seit mehr als 20 Jahren als Hauptsponsor beim Weltkindertag in Köln. Die DEVK unterstützt darüber hinaus viele weitere regionale Initiativen - besonders für Kinder und Jugendliche. Auch die Mitarbeitenden im Innen- und Außendienst packen für den guten Zweck mit an: z. B. helfen sie bei Tatkraft-Tagen gemeinnützigen Vereinen oder unterstützen über die DEVK-Spendenplattform "Pack mit an" soziale Projekte.


Als einer der größten deutschen Kfz-Versicherer übernimmt die DEVK auch Verantwortung für die Umwelt. So bietet sie seit März 2017 gemeinsam mit ihrem Autoglaspartner CARGLASS die Reparatur für die Natur an: Für jede Scheibe, die Kfz-Kaskoversicherte bei CARGLASS reparieren lassen, wird ein Baum in Nicaragua gepflanzt, um das weltweite Klima zu verbessern. Auch im Alltag achtet die DEVK auf energiesparendes Verhalten. Kunden können ebenfalls mithelfen: Für umweltbewusste Autofahrer gibt es günstige Ökospar-Tarife.

Folgende Aspekte sind für unser Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit wesentlich:

Zudem sind relevant:
Kapitalanlagen und Ressourcennutzung   

Die Aspekte Kundeninteressen, Digitalisierung, Produktmanagement, Demografischer Wandel, Wettbewerb um Talente, Ethische Führung, Urbanisierung und soziales Engagement haben Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Zum Beispiel beeinflusst der Demographische Wandel und der Wettbewerb um Talente Strategien innerhalb der DEVK im Bereich Mitarbeitergewinnung, Förderung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auswirkungen durch unsere Geschäftstätigkeit erfahren die Aspekte Produktmanagement, Existenzrisiken verringern, Klimawandel, Mitarbeitende und soziales Engagement, sowie Kapitalanlagen und Ressourcennutzung. Zum Beispiel hat die DEVK durch ihre Geschäftstätigkeit und ihre Entscheidungen im Bereich Ressourcennutzung und Kapitalanlagen positiven oder negativen Einfluss auf das Thema Klimawandel. Ebenso verhält es sich mit dem sozialen Engagement, welches einer breiten Öffentlichkeit zu Gute kommt. Gleichzeitig hat dieses Thema natürlich auch Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit, da es sich z.B. im Bereich Mitarbeiterzufriedenheit widerspiegelt.

Die Wesentlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2018 bildet die Grundlage unserer Nachhaltigkeitsstrategie und setzt die Pfeiler für unser Engagement. Die bewerteten wesentlichen Themen werden, wenn möglich, mit der Unternehmensstrategie verknüpft und helfen, die Ziele zu erreichen. Die Mitarbeitenden sind unser wichtigstes Kapital. Wir investieren nachhaltig in die Menschen, die im Innen- und Außendienst für uns arbeiten. Besonders wichtig sind für uns Angebote und Leistungen zur Aus- und Weiterbildung, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Kundeninteressen und Nachhaltigkeitskriterien werden bei der Produktentwicklung beachtet. Alle in der Wesentlichkeitsanalyse bewerteten Themen bieten Chancen und Risiken für unseren Geschäftsalltag. Unsere strategische Herangehensweise analysiert die als wesentlich bewerteten Themen Schritt für Schritt weiter, um Chancen und Risiken zu identifizieren und Maßnahmen und Lösungen entsprechend zu entwickeln. 
In der Wesentlichkeitsmatrix wird die Bedeutung der Kernelemente für das Geschäft, hier auf der Horizontalachse und für externe Stakeholder auf der Vertikalachse dargestellt.



Chancen aus Nachhaltigkeitsaspekten
Die größten Chancen ergeben sich für die DEVK aus der langjährigen Orientierung am Wohl des Menschen. Seit 135 Jahren ist die DEVK ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Das solidarische Prinzip ist bis heute gleich. Wir sind für die Menschen da. Wir sind unseren Mitgliedern verpflichtet und müssen keine Gewinne an Aktionäre ausschütten. 2020 haben wir als einer von ganz wenigen Versicherern in Deutschland unseren Bestandskunden freiwillig Beiträge erstattet. Wir bieten sichere Arbeitsplätze, gute Karrierechancen und viele betriebliche Leistungen sowie Aus- und Weiterbildungsangebote für unsere Mitarbeitenden (Kriterium 16 - Qualifizierung). Grade das langjährige und umfassende soziale Engagement der DEVK ist ein Alleinstellungsmerkmal. Im sozialen Bereich kümmern wir uns traditionell besonders um Kinder und Jugendliche (Kriterium 18 - Gemeinwesen.) Chancen entstehen aufgrund von Nachhaltigkeitsthemen zum Beispiel auch in der Versicherung neuer umweltfreundlicherer Mobilitätsformen (Kriterium 10 - Innovations- und Produktmanagement). Daraus ergeben sich Chancen durch eine positive Wahrnehmung der DEVK durch die eigenen Mitarbeiter, Kunden sowie zukünftige Bewerber.  

Risiken aus Nachhaltigkeitsaspekten 
Das Risikomanagement der DEVK ist im Wesentlichen zentral organisiert und betrachtet sämtliche Risiken, denen die DEVK-Gesellschaften tatsächlich oder möglicherweise ausgesetzt sind. Hierzu zählen auch Nachhaltigkeitsrisiken. Aufgrund der Struktur der DEVK wird das zentrale Risikomanagement für die einzelnen Sologesellschaften als auch die DEVK-Gruppe tätig. Die in der Leitlinie Risikomanagement beschriebenen Methoden und Verfahren gelten sowohl auf Solo- als auch Gruppenebene.

Der Vorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für das Risikomanagement der Gesellschaften. Der Vorstand wird regelmäßig in Form von quartalsweisen Risikoberichten über Veränderungen der Risikolage informiert. Bei besonderen Ereignissen erfolgt eine zeitnahe adhoc-Berichterstattung an den Vorstand.  

Im Rahmen des Updates zur Risikoinventur wurden Mitte 2020 die Nachhaltigkeitsrisiken auf der Grundlage des BaFin-Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken nochmals nachgeschärft. Aktuell wird gerade eine neue web- und cloud-basierte Risikoinventur-Software eingeführt. Bei dem BaFin-Merkblatt handelt es sich um eine Orientierungshilfe für die beaufsichtigten Unternehmen. Die Risikoinventur wird zweimal jährlich durchgeführt. Die operative Risikoverantwortung liegt bei den Fachbereichen, in deren Prozessverantwortung die Risiken auftreten. Die Risikoverantwortlichen haben die Aufgabe, die Risiken in ihren Bereichen zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern, zu überwachen und zu berichten. Dieses Risiko-Assessment findet sich in den wesentlichen Risikosteuerungsinstrumenten, dem internen Kontrollsystem, dem Limitsystem und der Risikoinventur wieder. Es erfolgt eine qualitative Bewertung und sofern möglich, eine quantitative Einschätzung der Risiken. Nachhaltigkeitsrisiken im Sinne des Merkblattes sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein. Physische Risiken ergeben sich sowohl im Hinblick auf einzelne Extremwetterereignisse und deren Folgen als auch in Bezug auf langfristige Veränderungen klimatischer und ökologischer Bedingungen. Transitionsrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Die BaFin sieht Nachhaltigkeitsrisiken als Teilaspekt der bekannten Risikoarten. Beispielsweise ist das Risiko „Starkregen“ seit 2014 ein bekanntes operationelles Risiko der DEVK. Bei der Risikoursache handelt es sich um die Zunahme von Extremwetterereignissen. Somit liegt ein Nachhaltigkeitsrisiko im Sinne des BaFin-Merkblattes vor und muss nur als solches gekennzeichnet werden. Im Rahmen des Updates zur Risikoinventur Mitte 2020 wurden 72 Nachhaltigkeitsrisiken identifiziert. Hierbei handelte es sich überwiegend um bestehende Risikomeldungen. 23 Risiken betreffen das Ressourcenmanagement und 49 Risiken betreffen gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten.  

Abgeleitet aus dem Wesentlichkeitskonzept werden hieraus die sogenannten wesentlichen Risiken bestimmt. Die unternehmensspezifischen Grenzwerte des Wesentlichkeitskonzeptes ergeben sich aus dem Risikotragfähigkeitskonzept und den Zielbedeckungsquoten. Von den ermittelten Nachhaltigkeitsrisiken sind 24 Risiken wesentlich. Davon betreffen 16 Risiken das Ressourcenmanagement (Kriterium 12) und 8 Risiken gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten (Kriterium 20). Zu den Kriterien 14 - Arbeitnehmerrechte, 17 - Menschenrechte und 18 - Gemeinwesen wurden keine Risiken identifiziert.  

Die wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken finden sich, wie die Darstellung in nachfolgenden Kapiteln zeigt, hauptsächlich in der eigenen Geschäftstätigkeit (§ 289 Abs. 3 Nr. 3 HGB) und in den Geschäftsbeziehungen (§ 289 Abs. 3 Nr. 4 HGB). Die Risiken der eigenen Geschäftstätigkeit berühren hauptsächlich das Prämien-, Reserve- und Kumulrisiko im Rahmen der physischen Risiken (Klimawandel). Die Risiken aus den Geschäftsbeziehungen ergeben sich vorwiegend aus den Transitionsrisiken im Rahmen der Kapitalanlage. Derzeit gibt es keine ESG-Kriterien für Kapitalanlagen der DEVK. Grundsätzlich lässt die Ethikrichtlinie der DEVK allerdings keine Geschäftspraktiken zu, die gegen ethische Standards verstoßen, gesetzes- oder wettbewerbswidrig sind. Die Nachhaltigkeitsstrategie bei den Kapitalanlagen sieht sogenannte Themeninvestments (Themenansatz oder Impact Investments) vor.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Im Jahr 2018 hat die DEVK eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und durch den Vorstand verabschiedet. In diesem Prozess wurden wesentliche Themen identifiziert, ein Handlungsfeldmodell abgeleitet und ein Leitbild definiert. Für jedes Handlungsfeld wurden qualitative Ziele und Maßnahmen definiert. In 2020 wurde weiter an der Umsetzung des Zielprogramms und den ca. 40 qualitativen Zielen gearbeitet. Ein Schwerpunkt im Jahr 2020 war das Handlungsfeld "Kunden und Mitglieder begeistern", um auch die Chancen aus dem Nachhaltigkeitsmanagement in den Vordergrund zu stellen (siehe Kriterium 10 Innovation und Produktmanagement). Nachfolgend sind die Schwerpunktthemen je Handlungsfeld beschrieben mit je einem Beispielziel des Schwerpunktthemenbereichs.  

Schwerpunkt Zielbeispiel
Ökologisches Engagement
Ressourcennutzung Ressourcennutzung optimieren
Klima und CO2 Stromverbrauch reduzieren und optimieren
Kapitalanlagen Nachhaltige Kapitalanlagen nutzen
Gesellschaftliches Engagement
Aktion Kooperation mit Bergwaldprojekt etablieren und ausbauen
Begeisterte Mitarbeiter und Vertriebspartner
Chancengleichheit Unterstützung für Mitarbeitende mit Kindern ausbauen
Gesundheit Maßnahmen zur Stärkung von physischer und psychischer Gesundheit ausbauen
Führungskultur Kulturellen Unternehmenswandel auch in Führungskultur vorantreiben
Beteiligung und Kommunikation Beteiligungsformate fördern
Verantwortungsvolle Unternehmensführung
Nachhaltigkeits-Management Weiterentwicklung der Inhalte der Nachhaltigkeitsstrategie
Unternehmenskultur und Werte Einbeziehung der Lieferanten und Dienstleister in NHK-Engagement
Datenschutz und IT-Security Höchste Qualität bei Datenschutz und IT-Security gewährleisten
Begeisterte Mitglieder und Kunden
Produktmanagement Stärkung nachhaltiger Mobilität und Urbanisierung über Versicherungsprodukte

Die Erreichung der Ziele wird vor allem über die Verantwortlichkeiten für die den Zielen zugeordneten M
aßnahmen nachgehalten. Der Fortschritt bei der Umsetzung der Maßnahmen wird von der Nachhaltigkeitsbeauftragen nachgehalten und im Steuerkreis besprochen. Ein konkretes Datum zur Zielerreichung wurde für die vielen qualitativen Ziele nicht definiert. Wir bauen bei der Umsetzung der Ziele auf die Motivation und Eigenverantwortung der Zuständigen. Dies passiert in engem Austausch mit der Nachhaltigkeitsverantwortlichen. Ein Großteil der Maßnahmen konnte bereits geprüft oder umgesetzt werden.
Das aktuelle Zielprogramm der DEVK beinhaltet qualitative Ziele und Maßnahmen, diese zu erreichen. Viele der Maßnahmen sind quantifizierbar, sollen jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht werden. Im Rahmen der Neuentwicklung der Unternehmensstrategie ab dem Jahr 2021 werden auch die Nachhaltigkeitsstrategie, die Wesentlichkeitsanalyse und das Zielprogramm neu definiert oder überarbeitet. In diesem Rahmen wird auch die Messbarkeit, bzw. Quantifizierbarkeit der Ziele beachtet.


Die Nachhaltigkeitsziele beziehen sich aktuell nicht auf die Sustainable Development Goals.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Nachhaltigkeit hat für die Wertschöpfung bei uns im Unternehmen eine hohe Bedeutung.

Integration der Nachhaltigkeit in die Stufen der Wertschöpfungskette
Stufe der Wertschöpfungskette Beschreibung Nachhaltigkeitskriterien
Direkte Lieferanten Lieferanten direkter Produkte und Dienstleistungen, z.B. Papier, Strom, Fernwärme. Nachhaltigkeitskriterien sind im Supplier Code of Conduct aufgeführt.
Diese sind:
Menschenrechte, Kinderarbeit,
Zwangsarbeit,
Vergütung und Arbeitszeiten,
Diskriminierung,
Arbeitsschutz,
Planung der betrieblichen Kontinuität,
Korruption/Bestechung,
Geldwäsche,
Datenschutz,
Kartell- und Wettbewerbsrecht,
Umwelt.
Kunden Versicherungskunden Datenschutzrichtlinie, Verhaltenskodex Vertrieb

Soziale und ökologische Probleme in der Wertschöpfungskette
Stufe der Wertschöpfungskette Problem Ansatz
Einkauf Papier Umweltbelastung durch Frischfaserpapier Die Umstellung auf Recyclingpapier wird geprüft.
Einkauf Fernwärme, Strom Umweltauswirkung, CO2-Emissionen Seit Januar 2020 bezieht die DEVK in der Zentrale und den Regionaldirektionen zertifizierten Ökostrom.
Einkauf von Produkten und Dienstleistungen generell diverse Nachhaltigkeitsaspekte Nachhaltigkeitskriterien sind im Supplier Code of Conduct aufgeführt. Diese sind: Menschenrechte, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Vergütung und Arbeitszeiten, Diskriminierung, Arbeitsschutz, Planung der betrieblichen Kontinuität, Korruption/Bestechung, Geldwäsche, Datenschutz, Kartell- und Wettbewerbsrecht, Umwelt.


Die DEVK hat einen Supplier Code of Conduct, den alle wesentlichen Lieferanten, Dienstleister und Auftragnehmer unterzeichnen müssen. Aktuell gibt es bei der DEVK in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitsaspekte. Im Einkauf werden diese über den genannten Supplier COC geregelt. Auf der Kundenseite (nachgelagert) bietet die DEVK verschiedene Produkte an, die spezielle soziale und/oder ökologischen Mehrwert bieten. Die Produkte sind an entsprechender Stelle im Bericht aufgeführt.
Potenzielle negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte liegen zum Großteil im Bereich der Kapitalanlagen. Bei der Integration der Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage ist zu bedenken, dass sich insbesondere durch den Ausschluss von Emittenten das Universum möglicher Anlagen verkleinern kann. Das kann wiederum zu einer geringeren Diversifikation führen, was die Sicherheits- und Liquiditätsziele sowie statistische Risikomaße in der Kapitalanlage beeinflussen könnte. Die DEVK verzichtet daher weitgehend auf explizite Ausschlüsse und integriert die Nachhaltigkeitsrisikoanalysen in den Investmentprozess. Durch die weitest gehende Vermeidung eines pauschalen Ausschlusses besteht für uns als Investor auch die Möglichkeit, mit dem Management in Kontakt zu treten, um Veränderungen in Gang zu bringen. ESG-Integration bedeutet, dass Kapitalanleger in ihrer Analyse einzelner Investitionen, in ihrer Anlageentscheidung sowie über den ganzen Portfoliomanagement-Prozess hinweg systematisch ESG-Aspekte berücksichtigen.
  Bei Aktien und Zinsanlagen werden zur Beurteilung der Emittenten sektorspezifische Nachhaltigkeitsratings und ein normen- bzw. themenbasiertes Screening genutzt. So soll die Kapitalanlage z.B. nicht in Unternehmen oder Institutionen investiert werden, welche nach dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofes verbotene oder geächtete Waffen herstellen oder vertreiben. Die DEVK hat durch ISS ESG (ein Informationstool zu Environmental-Social-Governance-Ratings der Institutional Shareholder Services), Zugang zu zusätzlichen nicht-finanziellen Daten. ISS ESG liefert fundierte Einblicke in unternehmerische Geschäftspraktiken und damit verbundene Investmentrisiken und -chancen mittels eigener Research- und Analysemethoden.  

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4