1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als selbständiges Wirtschaftsunternehmen in kommunaler Trägerschaft sind wir dem Gemeinwohl verpflichtet. Der auch heute noch aktuelle Gründungsgedanke der regionalen Kreditversorgung der Wirtschaft und der Förderung der Vermögensbildung prägt unser Geschäftsmodell. Die Kreissparkasse Ostalb erfüllt ihren gesellschaftlichen Auftrag durch eine starke regionale Verbundenheit und eine flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen.  

In unserer Geschäftsstrategie bekennen wir uns mit der strategischen Maßnahme „Nachhaltigkeitsthemen weiter voranbringen“ zum Prinzip der Nachhaltigkeit: Es verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt. Seit fast 170 Jahren setzen wir uns für die Menschen und Unternehmen, für das Wohl und die Zukunftsfähigkeit der Region ein. Unser Engagement geht dabei weit über unser Kerngeschäft – die ganzheitliche und umfassende Beratung in allen Geldfragen und Finanzdienstleistungen – hinaus. Denn unser Anliegen ist es, an der positiven Entwicklung unserer Region für die Menschen, die hier leben und arbeiten, mitzuwirken. Deshalb sind soziale, wirtschaftliche und ökologische Faktoren fester Bestandteil unserer Entscheidungen zur Weiterentwicklung unserer Sparkasse.  

2018 haben wir erste Schritte hin zu einem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement unternommen und unter anderem Leitsätze zur Nachhaltigkeit entwickelt. Diese spiegeln unsere aktuelle Positionierung in allen wichtigen Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit wider. Diese sind: nachhaltige Unternehmensführung, Nachhaltigkeit im Kerngeschäft, Nachhaltigkeit im Geschäftsbetrieb, Nachhaltigkeit im Personalmanagement und gesellschaftliches Engagement. 2019 haben wir unser Nachhaltigkeitsengagement deutlich weiterentwickelt und geschärft. Dabei war es uns ein besonderes Anliegen, die Anregungen und Wünsche unserer Kunden einzubeziehen. Deshalb haben wir einen strukturierten Kundendialog durchgeführt.  

Das Thema Nachhaltigkeit hat 2019 für die Finanzbranche zudem deutlich an regulatorischer und aufsichtsrechtlicher Bedeutung gewonnen. Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden und zielgerichtet an der Umsetzung effizienter Maßnahmen zu arbeiten, haben wir erneut den Nachhaltigkeits-Kompass (ehemals Nachhaltigkeits-Check) durchgeführt. Dieser berücksichtigt alle wesentlichen externen Anforderungen (u. a. EU-Aktionsplan, BaFin-Merkblatt) und gibt uns darüber hinaus einen guten Überblick, wie wir im Branchenvergleich aufgestellt sind. Auf Basis der Ergebnisse haben wir auch 2019 ein Maßnahmenprogramm verabschiedet und umgesetzt.  Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag dabei auf den Themen Nachhaltigkeit im Kerngeschäft und Nachhaltigkeit im Geschäftsbetrieb.  

Das Ergebnis des Nachhaltigkeits-Kompasses, den wir jährlich durchführen, ist in unserem internen Kennzahlencockpit verankert und dient hierbei als laufender Indikator zur Überprüfung unserer bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Auch in 2020 werden wir erneut den Nachhaltigkeits-Kompass durchführen und ein Nachhaltigkeitsprogramm verabschieden. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden wir dann unsere Leitsätze Nachhaltigkeit anpassen, weiter konkretisieren und mit Maßnahmen unterlegen.  

Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung orientieren wir uns am Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex und seine Kriterien basieren auf den wesentlichen internationalen Nachhaltigkeitsstandards. Durch die Orientierung am Deutschen Nachhaltigkeitskodex stellen wir sicher, dass wir uns zu den wesentlichen internationalen Standards bekennen und damit unser Handeln auf lokaler Ebene in den Kontext der globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen stellen.  

Mit dieser Vorgehensweise sehen wir uns gut vorbereitet auf die zukünftig weiter zunehmenden Anforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement in Banken, die der EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und die Aktivitäten der Finanzaufsicht in diesem Bereich mit sich bringen werden.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte
Um die für unser spezifisches und regionales Geschäftsmodell relevanten Nachhaltigkeitsaspekte zu konkretisieren, haben wir 2019 eine Analyse der für uns wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte begonnen. 2019 standen für uns dabei insbesondere die Aspekte im Vordergrund, die für unsere Kunden wichtig sind und die zukünftig im Fokus der Finanzaufsicht stehen werden. Dazu haben wir unter anderem einen Dialog mit Privatkunden zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt und uns intensiv mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums sowie dem Merkblatt der BaFin zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken beschäftigt. 2020 werden wir diese Analyse fortsetzen. Dies gibt uns die Möglichkeit, unser Nachhaltigkeitsengagement zukünftig noch zielgerichteter und noch fokussierter zu steuern.  

Bei der Fortsetzung der Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte werden uns folgende Fragen leiten:  
  1. Welche Anforderungen stellen unsere Stakeholder an uns? Dabei werden wir insbesondere die Ergebnisse unseres Kundendialogs berücksichtigen.
  2. Welche regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Themenbereich Nachhaltigkeit kommen auf uns zu? Dabei orientieren wir uns insbesondere an den Aktivitäten BaFin sowie der EU.
  3. Welche wesentlichen Auswirkungen hat die Geschäftstätigkeit der Kreissparkasse Ostalb auf die international definierten Nachhaltigkeitsziele und wo können wir auf regionaler Ebene einen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten? Dabei werden wir uns insbesondere an den internationalen Klimazielen und den Weltentwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) orientieren.
  4. In welchen Bereichen liegen Chancen und Risiken unserer Geschäftstätigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte? Dabei werden wir unser Kerngeschäft einer Analyse möglicher Nachhaltigkeitsrisiken unterziehen und insbesondere auch Geschäftschancen im Hinblick auf unser Kundengeschäft ableiten.
  5. Wo hat die Kreissparkasse Ostalb auf Basis des bisherigen Umsetzungsstands besonderen Handlungsbedarf? Dies werden wir im Rahmen der jährlichen Durchführung des Nachhaltigkeits-Kompasses ermitteln.
 Auf Basis der Ergebnisse werden wir unser Nachhaltigkeitsprofil weiter schärfen.   

Als wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte für unser Geschäftsmodell sehen wir derzeit die nachfolgenden Themenbereiche an.  

Nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaftsstrukturen
Nachhaltiges Wirtschaften in regionalen Zusammenhängen ist ein wichtiger Schlüssel für unsere zukunftsfähige Entwicklung. Als kommunal verankertes Kreditinstitut übernehmen wir an den Schnittstellen von Unternehmen, Verbrauchern und kommunaler Verwaltung eine verantwortungsvolle Rolle bei der Lösung komplexer Zukunftsaufgaben. Dazu gehören etwa der Erhalt stabiler Wirtschaftsstrukturen, der Klimaschutz und das Gelingen der Energiewende, die Anpassung der Sozialsysteme an den demografischen Wandel sowie die Überprüfung unseres Lebensstils angesichts sich verknappender Ressourcen.

Die Folgen des Klimawandels begrenzen
Den Klimawandel und seine Folgen zu begrenzen ist ein wichtiges Ziel der internationalen Staatengemeinschaft. Dies gelingt nur, wenn wir uns alle im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einbringen. Für uns bedeutet das, dass wir in unserer eigenen Geschäftstätigkeit daran arbeiten, unseren ökologischen Fußabdruck sukzessive zu reduzieren. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren massiv in die Sanierung unseres Gebäudebestands investiert und haben so deutliche Fortschritte in der Energieeffizienz unserer Gebäude erreicht. Um unser Engagement in diesem Bereich noch weiter zu vertiefen, haben wir 2019 mit dem Aufbau eines zertifizieren Umweltmanagementsystems begonnen. Ferner sind wir Finanzierungspartner bei zahlreichen Investitionen von Unternehmen und Privatpersonen in energetische Modernisierungsmaßnahmen. Im Rahmen unseres „999 Häuser-Modernisierungsprogramms“ haben wir für unsere Kunden zudem die Möglichkeit geschaffen, eine vergünstigte Energieberatung im Vorfeld der Sanierung zu erhalten.

Herausforderung demografischer Wandel
Der demografische Wandel beschäftigt uns in mehrfacher Hinsicht. Zum einen als Arbeitgeber, zum anderen aber auch in unserem Kundengeschäft. Wir sind uns bewusst, dass eine hohe Mitarbeiterloyalität die langfristige Basis unseres Geschäftserfolgs darstellt. Deshalb haben wir umfangreiche Maßnahmen zur Erhöhung unserer Attraktivität als Arbeitgeber umgesetzt. Wir haben seit Jahren eine hohe Ausbildungs- und Übernahmequote. Wir leben in einer Region, in der die Bevölkerungszahlen rückläufig sind und der Altersdurchschnitt der Bevölkerung zunimmt. Um auch unsere Kunden im Hinblick auf den demografischen Wandel optimal unterstützen und begleiten zu können, werden wir das Thema Barrierefreiheit zukünftig noch stärker berücksichtigen.  

Herausforderung: Branchen und Geschäftsmodelle verändern sich
Durch unsere Kreditvergabe leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der lokalen Wirtschaft und damit auch zu einer zukunftsfähigen Entwicklung unserer Region. Das Thema Nachhaltigkeit wird dabei in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Durch eine gute Positionierung in diesem Bereich haben wir die Möglichkeit, sich daraus ergebende Chancen, wie die Finanzierung energieeffizienter Immobilien oder erneuerbarer Energien sowie die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Anlagemöglichkeiten proaktiv zu nutzen und gleichzeitig die daraus resultierenden Risiken zu managen. Risiken können beispielsweise dadurch entstehen, dass sich die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich verändern werden, etwa im Bereich der Energieversorger sowie in der Automobilbranche. Eine Herausforderung ist es deshalb, diesen Veränderungsprozess bei unseren Kunden verantwortungsvoll zu begleiten, die Risiken gut zu steuern und gleichzeitig die vielfältigen Chancen zu nutzen.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Leitsätze Nachhaltigkeit spiegeln unsere aktuelle Positionierung in allen wichtigen Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit wieder. Die Leitsätze haben wir 2018 entwickelt und uns dabei erste qualitative Ziele gesetzt. Bei der Definition und Priorisierung der Handlungsfelder sowie der daraus abgeleiteten Ziele orientieren wir uns am Nachhaltigkeits-Kompass und der Nachhaltigkeits-Landkarte des SVBW. 

Nachhaltige Unternehmensführung:
Wir bekennen uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit: Es verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt. Unser Engagement geht dabei weit über unser Kerngeschäft – die ganzheitliche und umfassende Beratung in allen Geldfragen und Finanzdienstleistungen – hinaus. Unser Anliegen ist es, an der nachhaltigen Entwicklung unserer Region mitzuwirken. Deshalb sind soziale, wirtschaftliche und ökologische Faktoren fester Bestandteil unserer Entscheidungen.  

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft:
Durch unser Kundengeschäft haben wir Einfluss auf die Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten. Deshalb bieten wir unseren Kunden neben klassischen Geldanlagen auch nachhaltige Geldanlagen an und fördern damit gezielt Investitionen in nachhaltige Projekte. Den Anteil nachhaltiger Geldanlagen wollen wir in den nächsten Jahren ausbauen. Zudem wollen wir unseren Kunden attraktive Finanzierungsmöglichkeiten nachhaltiger und innovativer Technologien anbieten. Auch bei unseren Eigenanlagen berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsaspekte und führen regelmäßig Nachhaltigkeitsanalysen unserer Bestände durch. Ziel ist es, dass mindestens 95% der Direktanlagen die Kriterien des UN Global Compact erfüllen.

Nachhaltigkeit im Geschäftsbetrieb:
Im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit werden wir unseren ökologischen Fußabdruck sukzessive reduzieren. Unsere größten Emissionsquellen sind der Strom- sowie der Heizenergieverbrauch. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs haben wir in den vergangenen Jahren bereits eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt und wollen diese in den nächsten Jahren sukzessive Fortschreiben. Dafür werden wir ein zertifiziertes Umweltmanagement einführen.  

Nachhaltigkeit im Personalmanagement:
Gesunde, zufriedene und damit motivierte sowie leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Kreissparkasse Ostalb die Basis ihres Geschäftserfolgs. Deshalb haben wir zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um unseren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement zu ermöglichen. Die Förderung der Zufriedenheit und Motivation unserer Mitarbeiter haben wir in unserer Geschäftsstrategie verankert.  

Gesellschaftliches Engagement:
Regionale Verwurzelung und partnerschaftliche Kundenbeziehungen sind unsere Stärke. Seit unserer Gründung im Jahr 1852 übernehmen wir deshalb im Ostalbkreis Verantwortung für die Region und ihre Menschen. Hierbei verfolgen wir das Konzept einer möglichst großen Breitenwirkung in den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung, Umwelt und Sport.  

2020 werden wir die Leitsätze auf Basis der Ergebnisse des Kundendialogs und der in Kriterium 2 beschriebenen Analyse der für uns wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte weiterentwickeln und konkretisieren. 2020 werden wir zudem den Nachhaltigkeits-Kompass erneut durchführen und prüfen, ob wir unsere Zielpositionierung erreicht haben. Auf dieser Basis werden wir unsere zukünftige Positionierung weiter schärfen und entsprechende Ziele und Maßnahmen priorisieren und ableiten. Dabei berücksichtigen wir unter anderem auch die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals). Verantwortlich für die Prüfung und Umsetzung der Ziele ist der Nachhaltigkeitsbeauftragte.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Nachhaltigkeit in unserem Geschäftsmodell  
Die Kreissparkasse Ostalb ist ein regional ausgerichtetes Kreditinstitut. Unserem Geschäftsmodell entsprechend erbringen wir den größten Teil unserer Wertschöpfung selbst. Wir verwenden die Einlagen unserer Kunden zur Vergabe von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen und Kommunen in der Region. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben und stellen Basis-Bankdienstleistungen für alle Bürgerinnen und Bürger bereit. Durch unsere lokalen Strukturen können wir individuell auf unsere Kunden eingehen.  

Bei Bedarf greifen wir auf das Netzwerk unserer Verbundpartner in der Sparkassen-Finanzgruppe zurück. So sind wir in der Lage, alle Finanzdienstleistungen kompetent und zuverlässig anzubieten und abzuwickeln. Dabei spielen Nachhaltigkeitsaspekte eine immer größere Rolle. So bieten wir unseren Kunden nachhaltige Anlageprodukte an und informieren sie bei Baufinanzierungen ganz gezielt über Möglichkeiten der Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Auch unsere Verbundpartner in der Sparkassen-Finanzgruppe bekennen sich zu nachhaltigem Wirtschaften und zur Einhaltung nationaler und internationaler Nachhaltigkeitsstandards.  

Durch die stetige und zuverlässige Vergabe von Krediten fördern wir das Wirtschaftswachstum in der Region. Denn der Mittelstand ist das Fundament der Wirtschaft vor Ort. Damit leistet die Kreissparkasse Ostalb ihren Beitrag zu stabilen Kleinunternehmen und Arbeitsplätzen in ihrem Geschäftsgebiet.

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft
Auch bei unseren Eigenanlagen berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsaspekte und führen regelmäßig Nachhaltigkeitsanalysen unserer Bestände durch. Dafür nutzen wir die sogenannte Blacklist des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, die die Researchagentur ISS oekom entwickelt hat. Auf dieser Liste sind Unternehmen enthalten, die gegen die Prinzipien des UN Global Compact verstoßen. Ziel ist es, dass mindestens 95% unserer Direktanlagen die Kriterien des UN Global Compact erfüllen. Zusätzlich wurde unser Wertpapierspezialfonds nach den MSCI-ESG-Kriterien untersucht. Es ergab sich per 31.12.2019 ein MSCI-ESG-Durchschnittsrating der Anlagen im Wertpapierspezialfonds von „A“.
  
2019 haben wir den Vertrieb nachhaltiger Geldanlagen weiter ausgebaut. So ermöglichen wir unseren Kunden gezielt Investments in nachhaltige Anlagemöglichkeiten. Wir haben unsere Produktpalette erweitert und unsere Mitarbeiter entsprechend geschult.  

Nachhaltigkeit im Geschäftsbetrieb
Beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen bevorzugen wir Dienstleister und Handwerker aus unserer Region. Bei ansonsten vergleichbaren Angeboten beauftragen wir bevorzugt Dienstleister, die oder deren Produkte durch Nachhaltigkeitssiegel zertifiziert sind.  Um darüber hinaus Nachhaltigkeitsrisiken in unserer Wertschöpfungskette zu minimieren und einen positiven Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung zu nehmen, verpflichten wir unsere Lieferanten und Dienstleister zukünftig uns zu bestätigen, dass sie sich an die wesentlichen nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsstandards halten. Dies beinhaltet eine Selbstverpflichtung zu folgenden Themen: Menschen- und Arbeitsrechte (ILO-Kernarbeitsnormen), Einhaltung von Gesetzen, Vermeidung von Bestechung und Korruption, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Arbeitsschutz und faire Entlohnung. Hierzu haben wir 2019 ein Anschreiben entwickelt, das wir 2020 an alle wesentlichen Lieferanten und Dienstleister mit der Bitte um Unterzeichnung senden werden. Bei Rückfragen treten wir in den direkten Dialog.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4