1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die strategische Verankerung des Themas Nachhaltigkeit erfolgt in unserer übergreifenden Geschäftsstrategie. Dabei haben wir die strategische Ausrichtung im Bereich Nachhaltigkeit mit konkreten Zielen und Maßnahmen im Jahr 2020 weiterentwickelt.

Ein zentrales Handlungsfeld ist unser öffentlicher Auftrag. Wir übernehmen Verantwortung in der Region und tragen zur Weiterentwicklung im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich bei. Unser Anspruch ist es, den öffentlichen Auftrag traditionsbewusst und zeitgemäß zu interpretieren und umzusetzen. Diese Philosophie steht hinter unserer Geschäftspolitik und sie ist als Grundsatz in unserer Geschäftsstrategie verankert.

Weitere Handlungsfelder sind die Menschen in unserer Region, unsere Kundinnen und Kunden, des Weiteren unser Geschäftsbetrieb, der Bereich Personal und unser gesellschaftliches Engagement.
Unser unternehmerisches Handeln ist charakterisiert von langfristigem Denken und umsichtigem Handeln im Interesse der Menschen. Mit vielfältigen Maßnahmen tragen wir zu einer nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft und Region bei. Wir machen Finanzwirtschaft verständlich und stellen sie in den Dienst der Menschen und der Wirtschaft. Wir sind in der Fläche präsent und wollen eine hochwertige Beratungsqualität bieten. Unser Angebot umfasst nachhaltige Anlagen- und Finanzierungsprodukte.  

Unser Geschäftsbetrieb ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Dabei ist es uns wichtig, Ressourcen verantwortungsvoll und effizient einzusetzen mit dem Ziel, bis zum Jahr 2030 unseren Geschäftsbetrieb CO2-neutral zu gestalten. Die Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen sind bei Kriterium 13 dargestellt.

Als Arbeitgeber bieten wir 838 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen wohnortnahen Arbeitsplatz. Wir begleiten und unterstützen die Mitarbeitenden mit vielfältigen Maßnahmen, die in den Kriterien 14 bis 16 näher beschrieben sind.  

Insgesamt ist unsere strategische Ausrichtung wesentlich durch unsere Gemeinwohlorientierung und unserem Engagement in unserer Region bestimmt.   Daher bestimmen die Verantwortung in der Region und das Wirtschaften nach nachhaltigen Prinzipien unser Nachhaltigkeitsverständnis, das zusätzlich durch die Grundsätze für verantwortungsbewusstes Bankwesen der Vereinten Nationen geprägt ist.
Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung orientieren wir uns an den Grundsätzen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex und nutzen dabei die Inhalte für die Weiterentwicklung unserer strategischen Positionierung im Themenfeld Nachhaltigkeit. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex und seine Kriterien basieren auf den wesentlichen nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsstandards. Durch die Orientierung am Deutschen Nachhaltigkeitskodex stellen wir sicher, dass wir uns zu den wesentlichen internationalen Standards bekennen. Somit stellen wir unser Handeln auf lokaler Ebene in den Kontext der globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Identifikation wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte ist ein Teilbereich der strategischen Analyse. Auf Basis einer Bewertung von internen und externen Einflussfaktoren, darunter auch Nachhaltigkeitsaspekte, hinsichtlich ihrer Relevanz und ihrer Wirkung als Chance oder Risiko erfolgt die Festlegung der strategischen Ausrichtung. Mit diesem Vorgehen wird die Weiterentwicklung unseres Nachhaltigkeitsmanagements über eine direkte Verknüpfung mit der Geschäftsstrategie ermöglicht.

Unsere Region ist geprägt von einer breiten Unternehmerlandschaft mit vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die in verschiedensten Branchen tätig sind. Die Universität Tübingen sowie weitere Forschungs- und Transfereinrichtungen machen unsere Region zu einem Standort mit wissenschaftlichem Schwerpunkt. Die Erwerbssituation im Landkreis ist stabil.   Die Kreissparkasse Tübingen übernimmt Verantwortung in der Region. Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen, die einerseits durch unsere Geschäftstätigkeit beeinflusst werden, andererseits aber auch auf unsere Geschäftstätigkeit einwirken, sind die wirtschaftliche Stabilität, der Klimaschutz und hier auch die politischen Initiativen zur Transformation der Wirtschaft hin zu Klimaneutralität sowie die diesbezüglichen regulatorischen Anforderungen, die Anpassung an den demografischen Wandel sowie die Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders. Aus unserer Geschäftstätigkeit ergeben sich in vielfältiger Weise positive Auswirkungen, die wir als Chancen nutzen. Wir stellen uns in den Dienst der Menschen, stärken die Teilhabe aller am Wohlstand und sichern Lebensqualität vor Ort. Als Sparkasse engagieren wir uns umfassend für das Gelingen der Energiewende in der Region und wir leisten einen substanziellen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung und Innovation: als verlässlicher, kompetenter und vertrauenswürdiger Finanzpartner der Menschen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen. Wir bieten bedarfsgerechte Produkte, darunter Produkte mit ökologischem Nutzen, wie zum Beispiel Kredite für Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, sowie Produkte für die Altersvorsorge und die Vermögensanlage. Im Wertpapierbereich haben wir unser Produktangebot schwerpunktmäßig auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Wir sind Partner der Kommunen bei der Daseinsvorsorge. Mit unserem Eigengeschäft erzielen wir über nachhaltige Investitionen unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien wie beispielsweise die Investition in Infrastrukturfonds zum Thema erneuerbare Energien ebenfalls positive Wirkungen.

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat im Jahr 2013 mit Behindertenverbänden aus Baden-Württemberg die Zielvereinbarung „Barrierefreie Bankdienstleistungen“ abgeschlossen. „Barrierefrei“ bedeutet, dass Gegenstände, Medien und Einrichtungen so gestaltet werden, dass sie von jedem Menschen unabhängig von einer eventuell vorhandenen Behinderung uneingeschränkt und ohne fremde Hilfe benutzt werden können. Im Fokus steht dabei die Förderung des Dialogs zwischen Behindertenverbänden und Unternehmen bzw. Verbänden sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit. Die Kreissparkasse Tübingen unterstützt diese Initiative und ist dieser Zielvereinbarung beigetreten.

Leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen wesentlich zu unserem Geschäftserfolg bei. Zum Jahresende 2020 bieten wir 838 Mitarbeitenden einen wohnortnahen Arbeitsplatz mit bedarfsgerechten Qualifizierungsangeboten im Sinne eines lebenslangen Lernens. Der Ausbildung Jugendlicher räumen wir darüber hinaus einen hohen Stellenwert ein.

Mit der Jugend- und Seniorenstiftung, der gemeinnützigen Dachstiftung „Gemeinsam Zukunft stiften - eine Initiative Ihrer Kreissparkasse Tübingen“ sowie Spenden für soziale, kulturelle und ökologische Initiativen engagieren wir uns in vielfältiger Art und Weise für die Menschen und die Wirtschaft im Landkreis Tübingen.

Im Geschäftsbetrieb ist der Ressourcenverbrauch ein wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt mit negativen Wirkungen. Bei unserer Bau- und Betriebsorganisation steht in Bezug auf Nachhaltigkeit deshalb die Ressourceneffizienz im Vordergrund.

Risiken liegen insbesondere im Klimawandel, von dessen Auswirkungen wir direkt, aber auch über unsere Kundinnen und Kunden indirekt betroffen sind. Zu nennen sind hier beispielsweise die Auswirkungen auf das Kreditgeschäft und die Veränderung der Geschäftsmodelle vieler Unternehmen im Zusammenhang mit der Transformation der Wirtschaft. Eine Herausforderung ist es deshalb, im Rahmen unserer Strategieentwicklung diese Veränderungsprozesse sowohl im eigenen Geschäftsbetrieb, als auch bei unseren Kundinnen und Kunden verantwortungsvoll zu begleiten, die Risiken gut zu steuern und gleichzeitig die damit verbundenen Chancen zu nutzen.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

In unserer Geschäftsstrategie sind unser gesellschaftlicher Auftrag und daraus folgend unsere Verpflichtung zum Gemeinwohl verankert. Das heißt konkret: Wir bieten - vorrangig in unserem Geschäftsgebiet - umfassend Finanzprodukte an. Dabei stellen wir die angemessene und ausreichende Versorgung aller Menschen, der Wirtschaft, insbesondere des Mittelstandes und der öffentlichen Hand mit den Leistungen einer modernen Sparkasse auch in der Fläche sicher. Wir übernehmen Verantwortung in der Region und tragen zur Weiterentwicklung im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich bei.

Verantwortung in der Region und das Wirtschaften nach nachhaltigen Prinzipien bestimmen unser Nachhaltigkeitsverständnis, das durch die Grundsätze für verantwortungsbewusstes Bankwesen der Vereinten Nationen geprägt ist, die sich wiederum auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beziehen.  Dieser Bezug ist für uns insofern bedeutend, da wir uns dem Gemeinwohl verpflichtet sehen und wir die 17 Sustainable Development Goals in ihrer Gesamtheit als eine umfassende Definition des Gemeinwohls betrachten. Ohne dies explizit zu benennen, sind hier daher sowohl umweltrelevante Aspekte, als auch die Ziele mit sozialem Charakter für uns relevant.

In der Geschäftsstrategie planen wir mit einem Zeithorizont von fünf Jahren, somit bis zum
31. Dezember 2025.

Für die Handlungsfelder Eigenanlage, Kundinnen und Kunden, Geschäftsbetrieb, Personal und gesellschaftliches Engagement wurden konkrete Ziele definiert, die wir mit gleicher Priorität verfolgen. 

Unsere Eigenanlagen werden regelmäßig mit einem Nachhaltigkeitsfilter analysiert und im Treasury-Ausschuss erörtert. Es werden nur Anlageentscheidungen getroffen, die UN-Global-Compact-konform sind. Bei Direktinvestitionen in Immobilien werden ebenfalls Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, die in den Anlagerichtlinien noch detailliert festgelegt werden.
Unser Leistungsangebot umfasst nachhaltige Produkte. In Beratungsgesprächen mit unseren Kundinnen und Kunden bringen wir Nachhaltigkeitsthemen aktiv ein.

Unser Geschäftsbetrieb ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Als Ziel möchten wir über eine Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen unseren eigenen Geschäftsbetrieb bis zum Jahr 2030 CO2-neutral gestalten. Hierzu haben wir als eine der ersten Sparkassen bundesweit die Klimaschutz-Selbstverpflichtung der Sparkassen-Finanzgruppe unterzeichnet. Mit diesem Bekenntnis zum klimafreundlichen und nachhaltigen Wirtschaften sind eine Reihe von Maßnahmen in den Handlungsfeldern Geschäftsbetrieb, Finanzierung und Eigenanlagen, Kundinnen und Kunden, Führungskräfte und Mitarbeitende sowie Klimaschutz vor Ort umzusetzen.

Für das Handlungsfeld Personal wurde die Zertifizierung bzw. Rezertifizierung im Rahmen des „audits berufundfamilie“ der berufundfamilie Service GmbH als Ziel definiert, wobei die Zertifizierung im Jahr 2013 und die Rezertifizierung in den Jahren 2017 und 2020 erfolgten. Im Rahmen unseres Prozesses zu einer nachhaltigen Verankerung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik befinden wir uns aktuell und bis Anfang 2023 in einer Konsolidierungsphase. Hier steht insbesondere die Überprüfung bestehender Maßnahmen im Vordergrund. Mit Bezug auf Nachhaltigkeit möchten wir folgende Maßnahmen hervorheben: Kontakthalteprogramm für Beschäftigte in Elternzeit, Kooperation mit dem pme Familienservice, Beratungsangebot für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen sowie Erarbeitung von Konzepten zu den Themen Mobiles Arbeiten, Sabbatical und Urlaubskauf.

Ein weiteres Ziel ist die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze. Das Ziel soll durch eine vorausschauende, strukturierte Personalplanung erreicht werden. 

Das gesellschaftliche Engagement und die finanzielle Unterstützung vieler Institutionen in der Region hat bei der Kreissparkasse Tübingen eine lange Tradition. Im Jahr 1998 wurde die Jugend- und Seniorenstiftung gegründet, die sich vorrangig auf die Förderung der Jugend und der Senioren ausrichtet. Die Stiftung verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Die der Stiftung zur Verfügung stehenden Mittel dürfen nur für den in der Satzung vorgesehenen Zweck verwendet werden.

Mit dem standardisierten Nachhaltigkeits-Kompass haben wir zu Beginn des Jahres 2020 eine Standortbestimmung vorgenommen, mit dem Ziel, uns im Bereich der Nachhaltigkeit in den Handlungsfeldern Strategie, Geschäftsbetrieb, Kundengeschäft und Kommunikation weiterzuentwickeln. Dabei stellt der Nachhaltigkeitskompass einen konkreten Bezug zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen her. Ein erster Blick auf den Umsetzungsstand wurde im Herbst des Jahres 2020 im Rahmen der Vorstandsklausurtagung vorgenommen.

Die Ziele und die jeweiligen Maßnahmen werden dann einem laufenden Monitoring unterzogen. Die Verantwortung für das Strategiemanagement und damit auch für die Kontrolle der Zielerreichung liegt im Vorstandsbereich im Zusammenwirken mit der Abteilung Unternehmenssteuerung.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfung der Kreissparkasse Tübingen ist zum einen auf der Ebene der Geschäftstätigkeit, hier mit unseren Kundinnen und Kunden sowie unsere Eigenanlagen, zum anderen auf der Ebene des Geschäftsbetriebs zu betrachten.

(1) Geschäftstätigkeit
Die Kreissparkasse Tübingen ist ein regional ausgerichtetes Kreditinstitut. Unserem Geschäftsmodell entsprechend, erbringen wir den größten Teil unserer Wertschöpfung selbst. Wir verwenden die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden zur Refinanzierung von Krediten, vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen und Kommunen in der Region. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben und stellen Basis-Bankdienstleistungen für jedermann bereit. Im Wertpapierbereich umfasst unser Produktangebot schwerpunktmäßig nachhaltige Investmentfonds und Zertifikate der DekaBank sowie der Landesbank Baden-Württemberg. Wir kennen unsere Kundinnen und Kunden persönlich und betreuen sie langfristig. Unser Eigengeschäft dient zur Ausschöpfung weiterer Ertragspotenziale und zur Risikosteuerung.

Bei Geldanlagen und Krediten bzw. Investments im Eigengeschäft liegt ein Problem insbesondere darin, dass die Verwendung der Finanzmittel bzw. Investments eine negative Wirkung auf soziale und ökologische Aspekte haben könnte. Bei Geldanlagen unserer Kundinnen und Kunden findet neben Investitionen in nachhaltige Investmentfonds und Zertifikate der DekaBank und der Landesbank Baden-Württemberg bei unserem Klimasparkassenbrief sowie beim Riestersparplan eine Prüfung der Verwendung von Finanzierungsmitteln statt. Zu Beginn des Jahres 2021 haben wir mit dem Fonds „KSK Tübingen Invest Nachhaltigkeit“ einen eigenen nachhaltigen Investmentfonds für unsere Kundinnen und Kunden aufgelegt. Darüber hinaus haben wir im Jahr 2020 mit dem Instrument „Risiko-Radar“ unser Kundenkreditportfolio hinsichtlich möglicher Klimarisiken analysiert. Diese Analyse wird auch zukünftig fortgeführt, um auf dieser Basis die weitere Ausrichtung dieses Geschäftsfelds zu planen.

Im Eigengeschäft analysieren wir unsere Investments nach Nachhaltigkeitskriterien. Im Ergebnis erfüllt im Jahr 2020 mit einer Quote von 88 Prozent der überwiegende Teil des Eigengeschäftes die Kriterien des UN Global Compact. Über ein Volumen von 11 Prozent des Eigengeschäftes liegt uns derzeit noch kein Rating vor. In unserer Geschäftsstrategie ist verankert, dass zukünftig nur Anlageentscheidungen getroffen werden, die UN-Global-Compact-konform sind.

(2) Geschäftsbetrieb
Bei unserer Bau- und Betriebsorganisation ist der Ressourcenverbrauch mit den damit einhergehenden ökologischen Problemen ein wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt. Wir analysieren regelmäßig die Verbrauchswerte bei Energie, Wasser und Papier. In unserer Geschäftsstrategie ist der Grundsatz eines verantwortungsvollen und effizienten Ressourceneinsatzes verankert. Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz sind bei Kriterium 11 beschrieben.  

Für den Betrieb unseres Mitarbeiterrestaurants im Sparkassen Carré haben wir das Unternehmen „Insiva GmbH“ beauftragt. Die Integrationsfirma Insiva ist eine gemeinnützige GmbH mit dem Ziel, anspruchsvolle Arbeitsplätze sowie Qualifizierungsangebote für Menschen mit Behinderung zu schaffen und so eine Brücke auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schlagen. Bei der Zubereitung der Speisen werden bevorzugt regionale Produkte verwendet.

Darüber hinaus werden beim Bezug von Fremdleistungen und dem Einkauf von Materialien vorzugsweise ortsansässige oder regionale kleine und mittlere Unternehmen und darüber hinaus im Inland ansässige Unternehmen beauftragt, die der inländischen Gesetzgebung beispielsweise in Bezug auf Menschenrechtsaspekte unterliegen. Für die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern haben wir ein Konzept einer Vereinbarung entwickelt, worin verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte angesprochen werden. Weitere Ausführungen dazu sind bei Kriterium 17 – Menschenrechte beschrieben.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4