1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Nachhaltiges Handeln prägt das Geschäftsmodell der WERTGARANTIE Group seit jeher. Kern und Wurzel der WERTGARANTIE Group und insbesondere von WERTGARANTIE ist das Grundprinzip „Reparieren statt Wegwerfen“. Dieser suffizienzfördernde Ansatz setzt beim Kunden als Verbraucher an und fördert einen nachhaltigeren Lebensstil durch die Verlängerung der Nutzungsdauer, insbesondere von technischen Geräten. Weitere Chancen bestehen in der verstärkten Nachfrage von nachhaltigen Produkten durch Verbraucher, die sich in vielen Bereichen abzeichnet und auch auf das Angebot der WERTGARANTIE Group übertragen werden kann.

Nachhaltigkeit ist als Grundprinzip der WERTGARANTIE Group fester Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die WERTGARANTIE Group bekennt sich in ihrem Leitbild zu Werten, die für nachhaltiges Wirtschaften stehen. Wertschätzung, Glaubwürdigkeit, Langfristigkeit und Innovationskraft sind Begriffe aus dem Leitbild, denen sich Mitarbeiter und Führungskräfte verpflichtet fühlen. Die WERTGARANTIE Group spricht sich explizit für einen Sukzessivansatz aus. Dieser besagt, dass das Thema sukzessive in verschiedene Unternehmensbereiche integriert wird und bereits bestehende Initiativen strukturiert und ausgebaut werden. Dazu zählen z. B. umweltschonendes Verhalten im Geschäftsbetrieb, Energie-Effizienz-Kriterien, lebensphasenorientierte Personalpolitik, gesellschaftliches Engagement und die Förderung von sozialen Projekten, sowohl in der Region als auch weltweit.

Ziel der WERTGARANTIE Group ist, das Thema Nachhaltigkeit sukzessive zu einem Strategie- und Erfolgsbaustein zu entwickeln und die Produkte und Dienstleistungen entsprechend auszurichten. Im Berichtszeitraum wurde zur Integration des Themas Nachhaltigkeit in die Unternehmensbereiche ein Nachhaltigkeitsteam gegründet. Dieses setzt sich aus den Nachhaltigkeitsbeauftragten und den sogenannten Fachexperten Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen der WERTGARANTIE Group (z.B. Travelmanagement, IT, Human Resources und Facility Management) zusammen. Durch den regelmäßigen Austausch wird in den Handlungsfeldern mit dem größten Impact die Umsetzung von Maßnahmen sichergestellt. Die wichtigsten Themenschwerpunkte sind dabei „Reparieren statt Wegwerfen“ und „Rad – statt Autofahren“. Das zentrale Nachhaltigkeitsthema der AGILA Haustierversicherung AG ist die Gesundheit von Hund und Katze und somit das Wohlbefinden ihrer Eigentümer.

Konzernweit berücksichtigt die WERTGARANTIE Group die Prinzipien der ILO-Kernarbeitsnormen und hat sich für den DNK als Nachhaltigkeitsstandard entschieden. Beachtet werden die allgemeinen Vorgaben für Versicherer wie Mindestanforderungen für die Geschäftsorganisation oder Datenschutzrecht ebenso wie die Anforderungen der Aufsichtsbehörden zur Risikoprävention.

Mit der Unterzeichnung des B.A.U.M.-Kodex werden ökologische, soziale und ökonomische Kriterien miteinbezogen.

Die Integration von Nachhaltigkeit in alle Bereiche des Unternehmens fand 2020 erneut auch Ausdruck in der Preisverleihung als „Deutschlands wertvollstes Unternehmen“ in der Rubrik Versicherungen. Als Basis diente dem HWWI (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut) im Auftrag von Focus Money unter anderem die Datenbank des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die Geschäftstätigkeit der WERTGARANTIE Group wird auch von politischen Entscheidungen beeinflusst, die auf eine ressourcenschonendere Wirtschaft und eine Reduzierung von Treibhausgasen hinwirken. Unter anderem soll innerhalb der EU dem Elektroschrottaufkommen gezielt entgegengewirkt werden. So enthält der EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft Initiativen für den gesamten Lebenszyklus von Produkten – vom Design über die Reparatur bis zum Recycling – und ist ein wichtiger Baustein des sogenannten europäischen „Green Deals“. Die im Aktionsplan vorgeschlagene „Initiative für auf die Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Elektronik“ zielt darauf ab, die Produktlebensdauer durch Wiederverwendbarkeit und Reparierbarkeit zu verlängern sowie die Nachrüstbarkeit von Bauteilen und Software zu verbessern. Die Europäische Kommission arbeitet in diesem Zusammenhang u.a. darauf hin, innerhalb der EU für Verbraucher ein „Recht auf Reparatur“ zu verankern. Darüber hinaus hat sich die Weltgemeinschaft mit der Agenda 2030 insgesamt 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. SDG 12 bezieht sich auf die notwendige Veränderung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise hin zur Sicherstellung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. Als Spezialversicherer für elektronische Geräte setzt das Kerngeschäft der WERTGARANTIE Group hier an und ermöglicht eine Ressourcenschonung durch Reparatur und verlängerte Gerätenutzung. Daneben bringen auch die AGILA Versicherungsprodukte für Haustiere ihren Nutzern einen Mehrwert im Sinne der Nachhaltigkeit. Tiere tun dem Menschen gut. Sie tragen zu einer gesünderen und aktiven Lebensführung der Halter bei und bereichern das Leben der Menschen. Die vorliegende DNK-Erklärung fokussiert jedoch auf die Nachhaltigkeitswirkungen der technischen Versicherungsprodukte der WERTGARANTIE Group.

Die aktuelle Nachhaltigkeitsstrategie der WERTGARANTIE Group basiert noch auf den Ergebnissen einer im Jahr 2018 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse. Für die Bestimmung der wesentlichen Themen wurden Vorstände, Führungskräfte und sonstige Mitarbeiter eingebunden. Zudem wurden im Jahr 2019 auch die Fachhandelspartner für Unterhaltungs-/‌Haushaltselektronik und Fahrrad sowie die Kooperationszentralen als wichtigste Partner zum Thema Nachhaltigkeit befragt. Auf Basis dessen wurden die folgenden sechs Aspekte als wesentlich für die WERTGARANTIE Group eingestuft: Für die zukünftige Ausgestaltung des Nachhaltigkeitsmanagements wurde im Zeitraum von Oktober 2020 bis Januar 2021 eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Sie dient als zentrale Grundlage für die zukünftige strategische Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements. Erstmalig wurden in der Wesentlichkeitsanalyse explizit potenziell positive und negative Auswirkungen durch die Geschäftstätigkeit (Inside-out-Perspektive) und auf die Geschäftstätigkeit (Outside-in-Perspektive) berücksichtigt. Die Analyse umfasst zudem die Relevanz der Sustainable Development Goals (SDGs) sowie die sich für die WERTGARANTIE Group ergebenden Chancen und Risiken. Mit Hilfe einer telefonischen Befragung wurden die Einschätzungen ausgewählter Führungskräfte und mit einer Onlinebefragung die Anliegen weiterer Stakeholdergruppen berücksichtigt. Neben den Mitarbeitern beteiligten sich maßgeblich als Vertreter externer Stakeholdergruppen Kunden, Fachhändler und Vertriebspartner an der Befragung.
 
 Da eine interne Plausibilitätsprüfung und tiefergehende Analyse der Ergebnisse erst im Jahr 2021 erfolgen wird, können die detaillierten Ergebnisse und Schlussfolgerungen erst in der nächsten DNK-Erklärung veröffentlicht werden. Aus der Wesentlichkeitsanalyse ergeben sich aktuell folgende Zielsetzungen:
Auch zukünftig ist geplant, die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse regelmäßig zu überprüfen, um daraus gegebenenfalls strategische Anpassungen abzuleiten.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Der Geltungsbereich der Nachhaltigkeitsziele wird auf die strategischen Prioritäten ausgerichtet, die in der Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden. Auf dieser Basis formuliert die WERTGARANTIE Group Nachhaltigkeitsziele, die regelmäßig im Rahmen einer Umsetzungskontrolle überprüft werden. Die Zielerreichung wird durch die jeweiligen Bereichsleitungen und in Form von Ressortberichten an den Vorstand kontrolliert kommuniziert. Sofern der Zielerreichungsgrad bekannt ist, wird er im Rahmen dieser DNK-Erklärung berichtet.

Die Zielsetzung erfolgt in den zuvor von Bereichsleitung und Vorstand als wesentlich identifizierten Bereichen. Die jeweilig betroffenen Bereichsleitungen definieren und priorisieren damit die Ziele. Nach einer vollständigen Auswertung der Wesentlichkeitsanalyse 2020 soll im ersten Halbjahr 2021 geprüft werden, in welchen Bereichen auch die Nachhaltigkeitsziele angepasst werden müssen.

Die SDGs werden hierbei aktuell als keine eigene Zielgröße benannt, fließen aber thematisch in die Nachhaltigkeitsziele ein. Insbesondere SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ wird durch das Kerngeschäft der Reparatur von Geräten bedient.

Einige Nachhaltigkeitsziele sind qualitativ ausgerichtet. Auch wenn sie in manchen Fällen nicht quantitativ beschrieben werden können, haben sie eine wesentliche Bedeutung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der WERTGARANTIE Group. Die wichtigsten aktuellen Nachhaltigkeitsziele lauten:

1. Digitalisierung inkl. Datenschutz

Umfassender Datenschutz bei voranschreitender Digitalisierung durch die maximale Nutzung aller technischen und organisatorischen Möglichkeiten
(siehe dazu https://www.wertgarantie.de/Home/Service/datenschutz.aspx).

Weitere Reduktion „physischer“ Postsendungen mit Einsparungen von Papier, Druck- und Portokosten.

Steigerung des Angebots qualifizierter Arbeitsplätze durch die Automatisierung von Routinetätigkeiten.

Optimierung der Dunkelverarbeitung und der elektronischen Zuordnung in Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Informationstechnologie und Betriebsorganisation.

2. Mitarbeiter

Key Performance Indicator (im Folgenden KPI)

Weiterbildungsquote:         
Unternehmensziel: Mitarbeiterentwicklung
Personalziel: Mitarbeiter entwickeln – Fit für die Arbeit 4.0          
Definition: Anzahl der Weiterbildungstage / Summe der Teilnehmer          
Ziel: 2,5 Tage pro Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt  

KPI-Quote Mitarbeiterjahresgespräche:          
Unternehmensziel: Mitarbeiterentwicklung          
Personalziel: Mitarbeiter inspirieren – Führung heißt entwickeln          
Definition: Anzahl geführte Mitarbeiterjahresgespräche / Summe zu führender Mitarbeiterjahresgespräche          
Ziel: 95 % geführte Mitarbeiterjahresgespräche      

KPI-Quote Entwicklungspläne:          
Unternehmensziel: Mitarbeiterentwicklung          
Personalziel: Engagierte Mitarbeiter – Entwickeln heißt Initiative ergreifen  
Definition: Anzahl dokumentierter Entwicklungspläne (in Bearbeitung) / Summe zu führender Mitarbeiterjahresgespräche (d. h. statusunabhängig)           
Ziel: 50 % dokumentierte Entwicklungspläne  

3. Risikobewertung und Verhaltenskodex 

Anwendung der neuen Leitlinie zur Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern an und in allen Unternehmensbereichen.    

Erstellung von „Verhaltensgrundsätzen“ zu energie- und ressourcenschonendem Verhalten und Müllvermeidung bzw. -trennung.  

4. Stakeholderdialog    

Der Dialog mit den Stakeholdern Kunden, Fachhandelspartnern und Mitarbeitern wird ausgeweitet und fließt im Ergebnis in die weitere strategische Ausgestaltung ein.  

Die Einbindung des Themas Nachhaltigkeit in die Kundenzufriedenheitsbefragung durch den TÜV ist jährlich geplant.   

Weiterer Ausbau der Nachhaltigkeitskommunikation.  

5. Umwelt mit Schwerpunkt Abfall und Mobilität

Ein wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie ist das Ziel eines CO2-neutralen Geschäftsbetriebs bis 2025. Nach einer Auswertung der Wirksamkeit bisheriger CO2-Reduktionsmaßnahmen ist deutlich geworden, dass im Zusammenspiel mit dem Erwerb von CO2-Klimazertifikaten dieses Ziel noch vor 2025 zu erreichen ist. Daher schärft WERTGARANTIE momentan diese Zielsetzung noch einmal nach. Darüber hinaus gelten aktuell folgende Ziele:

Verbesserte Abfalltrennung und Restmüllreduktion
 
Jährliche Erfassung und Ausbau der Energie-Kennzahlen
 
Bedarfsgerechte Schaltung von Bürobeleuchtung
 
Nutzung einer Photovoltaikanlage

Einsatz von LED bei Gebäuderenovierungen
 
Ausbau des betrieblichen Mobilitätsmanagements

Reduzierung des Verbrauchs durch stromsparenderen Umgang mit der IT-Hardware durch die Mitarbeiter (inklusive einer dazugehörigen Informationskampagne)

Verzicht auf Inlandsflüge und Ersatz durch Bahnreisen (sofern Kosten und Zeitfaktoren gleich sind; 100 % emissionsfreie Bahnfahrten durch Bahncard Business): Reduzierung der Flugreisen um 50 % bis 2025
Reduzierung von Dienstreisen und Übernachtungen um je 20 % (durch mehr Videokonferenzen anstatt Präsenzterminen)

Erhöhung des Anteils verbrennungsfreier Antriebe im Innendienst auf 50 % bis 2025

Weitere Optimierung des Tourenplanungssystems für den Außendienst    

Weitere Papierreduktion durch Digitalisierung  

Umstellung des Brief- und Büropapiers und der Werbemitteldruckstücke zu 100 % auf Recyclingpapier

6. Innovation und Produktentwicklung    

Ausbau des Prinzips „Reparieren statt Wegwerfen“ als Kernelement einer nachhaltig ausgerichteten WERTGARANTIE Group.    

Steigerung der Reparaturquote zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten als klarer Beitrag zur Nachhaltigkeit.    

Ausbau und Verbesserung von Kunden-Services wie Online-Plattformen, Reparaturmarktplätzen wie PRO REPAIR und clickrepair, Apps und Chatfunktionen.    

Im Jahr 2021 wird die WERTGARANTIE Group die Ergebnisse einer repräsentativen deutschlandweiten Studie zum Thema „Reparieren statt Wegwerfen“ veröffentlichen. Dafür setzt die WERTGARANTIE Group eine große Marketingkampagne für das Frühjahr 2021 auf, die vor allem am Point of Sale (PoS) gespielt werden soll, um auf die ökologische Vorteilhaftigkeit von Reparaturen hinzuweisen.

Grundsätzlich versteht die WERTGARANTIE Group die nachhaltige Entwicklung als Prozess, bei dem Ziele und damit verbundene Maßnahmen sukzessive eingeführt werden. Es werden verstärkt Lösungsansätze verfolgt, die einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zielen schaffen. Daran arbeitet die WERTGARANTIE Group und findet eigene und zur Unternehmenskultur passende Lösungen auf dem Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfung der WERTGARANTIE Group erfolgt zum maßgeblichen Teil im Unternehmen selbst. Dies betrifft Versicherungsprodukte, aber auch die Produktentwicklung und die Reparatur als primäre Wertschöpfungsaktivitäten sowie Unternehmensführung & Risikomanagement, Rechnungswesen & Steuern, IT, Betriebsorganisation, Personalwesen und Kapitalanlagen/Immobilien/Hausverwaltung als sekundäre Wertschöpfung. 

Der Wirkungsbereich der Lieferkette von Versicherungsdienstleistern ist im Vergleich zum produzierenden Gewerbe geringer. Mit zunehmender Größe des Unternehmens bekommt das Beschaffungswesen eine größere Relevanz und die Ansprüche werden mit Unternehmensgröße und Risiken in der Zulieferkette proportional höher. Im Kerngeschäft der WERTGARANTIE Group werden Nachhaltigkeitsaspekte entlang der zentralen Wertschöpfungsstufen, von Produktentwicklung bis hin zum Vertrieb, gut abgebildet.

Die WERTGARANTIE Group handelt verantwortungsvoll und hat mit der „Leitlinie zur Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern“ eine entsprechende Orientierungshilfe entwickelt. Die Leitlinie definiert Gruppen von Rechtsverhältnissen und Geschäftspartner, die anhand vorgegebener Prüfpläne bewertet werden. Diese berücksichtigen u. a. die Einhaltung von Menschen- und Persönlichkeitsrechten und Arbeitnehmerbelangen sowie ökologische Kriterien und formulieren Vorgaben zur Korruptionsprävention. Die Leitlinie ist anwendbar auf alle Unternehmen der WERTGARANTIE Group. Die Leitlinie wurde in 2020 aktualisiert. Darüber hinaus werden seit 2018 Umwelt-Kennzahlen erhoben, die auch Rückschlüsse auf die Nachhaltigkeitsfortschritte in Bezug auf die Wertschöpfungskette zulassen.

Die WERTGARANTIE Group achtet beim Einkauf ferner auf die Bündelung von Aufträgen, um Versender-Ressourcen zu schonen. In Bezug auf einzukaufende Druckerzeugnisse arbeitet die WERTGARANTIE Group zu fast 100 % mit einer Druckerei in der Region zusammen.

Der Vertrieb der Versicherungsprodukte erfolgt in der Regel im stationären Fachhandel und über eigene E-Commerce-Lösungen. Hier werden Ressourceneinsparungspotenziale durch die Digitalisierung genutzt. Mittels eines umfangreichen Schulungs- und Coaching-Programms stellt die WERTGARANTIE Group die Qualität der Beratung des Kunden sicher.

Mit den Geschäftspartnern steht die WERTGARANTIE Group auf WERTGARANTIE-Veranstaltungen, im Rahmen von Trainings und Schulungen sowie durch Befragungen der Fachhandelspartner zum Thema Nachhaltigkeit im Austausch. Die WERTGARANTIE Group trägt dem in der Fachhandelsbefragung zum Ausdruck gebrachten Wunsch nach einer stärkeren Einbeziehung in die Nachhaltigkeitsaktivitäten von WERTGARANTIE Rechnung. So wird der Fachhandel beispielsweise auch in die für das Frühjahr 2021 geplante Kampagne zum Thema „Reparieren statt Wegwerfen“ eingebunden.

Der Kundenservice wird durch digitale Angebote ergänzt, um für Kunden auch außerhalb der üblichen Bürozeiten (nämlich im Zeitraum zwischen 20 und 8 Uhr) erreichbar zu sein. 

Die positivste Wirkung auf die Wertschöpfungskette erzielt die WERTGARANTIE Group durch das Versicherungsangebot für technische Geräte, das durch den Reparaturansatz, wie in der Studie „Reparieren statt Wegwerfen“ belegt, nachweislich Rohstoffverbräuche reduziert und damit Umweltauswirkungen und soziale Risiken vermindert. Dies lässt sich beispielhaft an Smartphones veranschaulichen, da diese häufig unter gravierenden Folgen für Umwelt und Mensch produziert werden. Für die Herstellung werden rund 60 verschiedene Stoffe wie Kunststoffe, Keramik und Glas benötigt. Darunter sind etwa 30 verschiedene – teils sehr seltene – Metalle sowie „Seltene Erden“, die nur sehr begrenzt zur Verfügung stehen. Für die Gewinnung der nur 0,034 Gramm Gold, die für die Produktion eines Handys benötigt werden, müssen 100 Kilogramm Gestein bewegt werden, was sowohl unter ökologischen als auch sozialen Gesichtspunkten kritisch ist. 

Die WERTGARANTIE Group legt beim Reparaturbetrieb großen Wert auf eine Zusammenarbeit mit Partnern, die eine hohe Qualität der Ersatzteile gewährleisten können, um Folgereparaturen oder folgende wirtschaftliche Totalschäden zu vermeiden. Um auch hier einen hohen Qualitätsstandard zu sichern, werden regelmäßig persönliche Audits in den Reparaturbetrieben durchgeführt. Schließlich liegt die Entscheidung, ob eine Reparatur noch möglich ist, bei den Reparaturwerkstätten, die die Schäden fachgerecht bewerten können. In der Technischen Versicherung konnte 2020 bei 419.447 von 558.545 Schadensfällen eine Reparatur durchgeführt werden. Das entspricht Reparaturen im Wert von 78.939.781,72 Euro.

Damit konnte WERTGARANTIE die Reparaturquote mit 75 % gegenüber den Vorjahren (68 % in 2017; 72 % in 2018; 73 % in 2019) weiter steigern.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4