1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Wir sind der festen Überzeugung, dass nachhaltiges Handeln unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Dauer fördert und ein solches Vorgehen auch im Interesse unserer Auftraggeber und Lieferpartner liegt.

Wir haben unseren Weg die Strategie der Werte genannt: wir wollen Werte für Einzelpersonen, Institutionen und die Gesellschaft schaffen und erhalten. Dabei betrachten und berücksichtigen wir in unserer Arbeit die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. 

Als Spezialisten für die Revitalisierung von Einzelgebäuden und ganzen Stadtteilen denken wir ganzheitlich und wissen, dass gesellschaftliche Wandlungsprozesse von Architektur ebenso beeinflusst werden, wie dies umgekehrt der Fall sein kann. 

Da Wandel ein immerwährender Prozess ist, haben wir den Anspruch, das sich auch das Ergebnis unserer Arbeit verändernden Ansprüchen anpassen kann – wir betreiben Wandlungsarchitektur. Damit meinen wir, dass man Gebäude bereits bei der Planung so konzipiert, dass, bei einem neuen Anspruch in Zukunft, mit vergleichweise geringem Aufwand, die Immobilie gewandelt weiter genutzt werden kann.

Aus unserer Sicht liegen die wesentlichen Hebel zur Nachhaltigkeit in der Konzeption von Baumaßnahmen und der Auswahl von Lieferpartnern sowie der Auswahl von Dienstleistern für die Umsetzung unserer Ideen.

Nachhaltigkeit ist in der Geschäftsstrategie des Unternehmens verankert.

Die wichtigsten Bestandteile dieser Strategie sind im Kriterium Wesentlichkeit beschrieben. 
Mit dieser Strategie decken wird die wesentlichen Zukunftsthemen urbanen Lebens ab und sichern dem Unternehmen eine auskömmliche Entwicklung.
Wie wir unsere Startegie umsetzen, beschreiben wir im Kriterium Tiefe der Wertschöpfungskette.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Folgende Herausforderungen der Nachhaltigkeit haben wir in unserem Geschäftsfeld erkannt:

Lebenswerte Städte
Als Architekten und Stadtplaner haben wir wesentlichen Einfluss auf die Lebensqualität in Städten. Dies beginnt bereits in der Planung mit der Berücksichtigung der vorhandenen Bebauung, den Verkehrswegen, den Verkehrsmedien, den Grünflächen und vielen weiteren Aspekten. Um eine Siedlungsfläche zukunftsfähig zu gestalten und zu strukturieren, sind Erfahrung, Offenheit für neue Lösungen und Wandlungsfähigkeit unsere Grundlagen. Als Planungsbüro bieten wir Lösungen dazu an.

Demografie
Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung werden in Deustchland immer mehr Menschen immer älter. Mit diesem Prozess ändern sich auch die Ansprüche an Nutzung und Infrastuktur von Gebäuden. Den älter werdenden Menschen zunehmend früher Alternativen für ein der Lebensphase angepasstes Wohnen und Leben zu ermöglichen, sehen wir als einen wachsenden Bereich unserer Aufgaben.

Internationalisierung
Nicht nur in Deutschland wandelt sich aus verschiedenen Gründen die homogene deutsche in eine heterogene internationale Bevölkerung. Diese Entwicklung braucht auch in der Architektur neue Lösungen zur Überwindung von vermuteten Differenzen, Schaffung von Begegnungsflächen und Raum für die Chancen der Vielfalt. Wir berücksichtigen diese Herausforderung bei der Konzeption von Einzelgebäuden wie auch bei der Stadtplanung.

Klimawandel
Die Veränderung unseres Klimas stellt sowohl beim Neubau als auch bei der Bestandpflege von Gebäuden vielfältige und zusätzliche Anforderungen an uns. Besonders in Innenstädten werden zunehmend längere Hitzeperioden zu erheblichen Gesundheitsgefahren führen. Häufiger werdende Starkregenereignisse führen zu räumlich sehr begrenzten Überflutungen. Der Energieverbrauch der Gebäude selbst ist zu senken und auf erneuebare Quellen umzustellen. Wie haben den Ansruch, die Aspekte des Klimawandels und die Konsequenzen daraus in unsere Überlegungen und Ergebnisse einfließen zu lassen.

Preisentwicklung
Baugrund, Gebäude und Baukosten werden auf bereits hohem Niveau immer teurer. Die Preisentwicklung und der Markt grenzen damit diejenigen aus, die die steigenden Preise in guten Lagen nicht mehr bezahlen können. Um eine gesellschaftliche Trennung zu vermeiden oder mindestens abzumildern, kann preiswertes Bauen durch kluges Bauen eine Lösung sein. Wir als Architekten sehen aber auch die Städte in der Verantwortung, durch Nutzung der eigenen Möglichkeiten die Zukunftsfähigkeit der eigenen Kommune zu gestalten.

Flächenverbrauch
In Deutschland wird erheblich zuviel Fläche verbraucht. Diese Entwicklung muss auch bei verhältnismaßig kleinen Baumaßnahmen gebremst werden. Damit dies gelingt, sehen wir eine Chance in der behutsamem Verdichtung im Bestand und in intelligenter Raumnutzung.

Architektur als Identifikation
Die Identifikation von Städten geht immer einher mit prägnanten Gebäuden. Architektur stiftet also Identifikation, Einmaligkeit und Heimatgefühl. Diese sinnliche Wirkung beschreibt den Wert der guten Form aus angemessenem Material in bester Verarbeitung. Unserer Meinung nach hat jedes bestehende Gebäude seine Einmaligkeit und bereits diese Idee rechtfertigt, vor einem Abriss über eine Weiternutzung nach Umbau nachzudenken.

Energie
Bereits vor einer Nutzung als Gebäude verbauchen Herstellung, Bearbeitung und Transport von Baumaterialen unterschiedlich viel Energie. Wer nachhaltig bauen will, muss sich auch mit diesen Aspekten beschäftigen und kann zum Beispiel mit intelligenter Holzauswahl aus nachhaltiger europäischer Forstwirtschaft gezielt stärken und lange Wege sparen un die Position engagierter Walsbauern verbessern. Der Energiebedarf während der Nutzungsphase ist durch vorausschauende Planung entscheidend zu beeinflussen. Nachhaltige Lösungen erzielen hier nicht allein geringe Verbrauchswerte, sondern berücksichtigen auch Aspekte wie guten Brandschutz und Recyclingfähigkeit von Isoliermaterialien.

Einfachheit
Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und eine gute Form sind ebenso Kriterien für Gebrauchsgegenstände wie für Architektur und deren Ausführung. Deswegen müssen Innovationen relevant sein und sich in der Praxis bewähren, bevor wir diese in die Planung einbeziehen. Denn oft sind klassische Materialien mit einfacher Technik gegenüber den aktuellen Angeboten überlegen – und verbrauchen im Betrieb keine Energie.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Wir wollen Gebäude als Neubau und im Bestand entwerfen, die einen hohen Gebrauchswert über Generationen haben, klimaneutral zu betreiben sind und deren Gestaltung eine Idee hat. Die dafür verwendeten Materialien sollen zu einem möglichst hohen Anteil aus Recyclat bestehen. Neues Baumaterial stammt möglichst aus natürlichen Quellen, ist möglichst gering bearbeitet und ist selbst recyclingfähig. Die Materialien sollen eine möglichst geringe Menge grauer Energie verbraucht haben.
Wir wollen Gebäude planen, deren Errichtung die Ressourcen so gering wie möglich belastet.

Wir arbeiten mit Lieferpartnern und Handwerkern zusammen, die ähnliche Qualitätsansprüche wie wir haben und mit denen wir uns gemeinsam weiterentwicklen können.

Unseren eigenen Fußabdruck betrachten wir aufmerksam und reduzieren permanent negative Auswirkungen auf die Umwelt. Unser Büro betreiben wir in einem Denkmal, dass wir vor dem Verfall bewahrt und mit einem erhaltenden Konzept saniert und haustechnisch ertüchtigt haben. Rund die Hälfte der Flächen werden mit feinstaubarmer weil hochwertiger und moderner Holzfeuerung beheizt. Ergänzt wird diese erneuerbare Energiequelle durch Erdgas, dass hocheffizient mit Brennwerttechnik genutzt wird. Der Strom für unserer Unternehmen kommt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen.

Unsere Aufträge finden wir mit wenigen Ausnahmen in der Region. Deswegen legen wir 50 % aller geschäftlichen Wege mit dem Fahrrad zurück. Die mit PKWs zurückgelegten geschäftlichen Wege liegen unter 10.000 Kliometern pro Jahr. Geschäftsreisen ab der Mittelstrecke werden ausschließlich mit der Bahn absolviert. Geschäftsreisen mit dem Flugzeug werden nicht unternommen.

Innerhab der nächsten drei Jahre planen wir mittels PV-Anlagen und Speichertechnologie den Strombedarf des Unternehmens zu einem möglichst hohen Anteil selbst zu decken. Damit dies gelingen kann, überprüfen wir ständig die Effizienz der eingesetzten elektrischen Geräte und optimieren diese.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Unsere Wertschöpfungskette umfasst die Stufen Beratung | Konzeption | Bauleitung.

In allen drei Bereichen bieten wir aktiv unser Wissen um nachhaltige Architektur an. Selbst wenn nachhaltige Lösungen nicht gewünscht werden, schlagen wir entsprechende Alternativen vor.

Bei der Beratung entwickeln wir ein möglichst tiefes Verständnis des Bauvorhabens und setzen den jeweiligen Ort, die beabsichtigte Nutzung und die Wünsche des Auftraggebers in Beziehung zueinander. Bei der Konzeption fließen die im Kapitel Wesentlchkeit genannten Aspekte ein und werden in der Planung berücksichtigt.

Die Bauleitung schließlich kennzeichnet sich durch eine qualitative Auswahl von Handwerkern, deren Ergebnisse für konstruktive Beständigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Anwendungsbereitschaft stehen.

Ein wesentlicher Vorteil unserer Bauleitung besteht aus einem Netzwerk spezialisierter Experten, die sich zusätzlich auf der Basis gemeinsamer Erfahrungen in der praktischen Zusammenarbeit bewährt haben. Dazu fordern und fördern wir die Dialogbereitschaft untereinander und eine Bereitschaft zum konstruktiven Umgang mit sachlicher Kritik.

Im Dialog mit den Handwerkern und Lieferpartnern kommunizieren wir die Nachhaltigkeitsansprüche intensiv und motivieren zu nachhaltigeren Lösungen auch im Detail. Zusätzlich thematisieren wir Nachhaltigkeit in Informations- und Diskussionveranstaltungen wie zum Beispiel Werkstattgesprächen, teilweise mit externen Experten. Dazu laden wir Handwerker und Lieferpartner aktiv ein.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4