1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die Debeka ist seit jeher unabhängig. Die beiden größten und ältesten Unternehmen der Gruppe – die Kranken-­ und die Lebensversicherung – werden in der Rechtsform des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG) geführt. Ähnlich wie bei Genossenschaften sind die Unternehmen dabei letztlich nur den Kunden verpflichtet, die mit Vertragsunterzeichnung Mitglieder der Debeka werden. Nach dem gleichen Prinzip werden die als Aktiengesellschaften gegründeten Tochterunternehmen (Allgemeine Versicherung, Pensionskasse und Bausparkasse) geführt. Im Jahr 2017 wurde die Debeka Asset Management GmbH gegründet. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Erbringung von Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung auf der Ebene von Aktien­ und Rentenfonds. Zielgruppe des Dienstleistungsangebotes sind die Versicherungsgesellschaften des Debeka­ Konzerns sowie andere institutionelle Investoren.  

Aus dieser Philosophie der Unabhängigkeit leiten sich die Unternehmensziele ab. Hauptziel ist die Bereitstellung umfassender und langfristiger Leistungen für die Mitglieder und Kunden. Darüber hinaus sind sichere Arbeitsplätze, eine leistungsgerechte Entlohnung und überdurchschnittliche Sozialleistungen für die Mitarbeiter ein wesentliches Ziel der Debeka-­Gruppe. Verantwortungsvolles und nachhaltiges unternehmerisches Handeln ist daher ein Kernbestandteil der Philosophie und des Geschäftsmodells der Debeka. Dies zeigte sich im vergangenen Jahr insbesondere an den Herausforderungen, die durch COVID-19 auf das Unternehmen und seine Mitarbeitenden einwirkten. Sowohl der Geschäftsbetrieb für die Mitglieder und Kunden als auch der Schutz der Mitarbeitenden konnte aufrechterhalten bzw. gewährleistet werden. Auch in ihrem Unternehmensleitbild positioniert sie sich zu Nachhaltigkeit: „Als Unternehmensgruppe, die Menschen Sicherheit gibt, ist uns zukunftsorientiertes Handeln besonders wichtig. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber den Mitgliedern und Kunden, den Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt bewusst. Deshalb schaffen wir langfristige und sichere Lösungen für unsere Mitglieder und Kunden, verfolgen eine nachhaltige Personalpolitik und achten auf einen bewussten und schonenden Umgang mit Ressourcen.“ Die Debeka entwickelt ihr Produktangebot kontinuierlich weiter, reagiert flexibel und zeitnah auf sich verändernde Kundenbedürfnisse und Rahmenbedingungen.  

Die Betrachtung von Nachhaltigkeitsaspekten ist ebenfalls Teil des Strategieentwicklungsprozesses. Im Rahmen einer externen Umfeldanalyse werden Chancen und Risiken u. a. aus ökonomischen, sozialen und ökologischen Perspektiven betrachtet. Eine interne Unternehmensanalyse ergänzt diese. Der zunehmenden Bedeutung des Themas trägt die Debeka in der Geschäftsstrategie Rechnung. Das Thema Nachhaltigkeit ist im Leitbild und in der aktuellen Geschäftsstrategie verankert. Wir arbeiten kontinuierlich daran, dieses Thema innerhalb der Geschäftsstrategie stärker zu gewichten und zu priorisieren. Die nachgeordneten Teilstrategien wurden um einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte ergänzt. Wir achten bei Entscheidungen auf die Schonung von Ressourcen und insgesamt auf eine angemessene Berücksichtigung nachhaltiger Entscheidungsgründe. In Bezug auf Nachhaltigkeit verfolgt die Debeka seit jeher die folgenden wesentlichen strategischen Maßnahmen und Prinzipien:  

Die Debeka setzt auf Versicherungs-­ und Bausparprodukte mit einem überdurchschnittlichen Preis­Leistungs­-Verhältnis, eine hohe Kunden­- und Serviceorientierung sowie ein kostenbewusstes Handeln auf allen Ebenen. Eine nachhaltige Personalpolitik, im Sinne sicherer und dauerhafter Arbeitsplätze mit sehr guten Sozialleistungen sowie Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, ergänzt die langfristige Ausrichtung.  

Bei der Kapitalanlage werden ethische, ökologische und soziale Belange durch den Ansatz von Debeka­eigenen ESG-­Kriterien berücksichtigt. ESG steht für Environment (Umwelt), Social (Sozial) und Governance (Unternehmensführung).  

Ausführungen zu weiteren wichtigen Bestandteilen und den daraus resultierenden Chancen entnehmen Sie bitte den Kriterien 2 und 3.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Gegenüber ihren Mitgliedern und Kunden geht die Debeka langfristige, oft lebenslange Verpflichtungen ein. Dies erfordert die Berücksichtigung vor allem ökonomischer, aber auch ökologischer und sozialer Aspekte. Das Geschäftsmodell der Debeka steht vor diesem Hintergrund für Demografiefestigkeit dank Kapitaldeckung, Freiheit von Subventionen und solider Finanzen.  

So sind z. B. die Beiträge in der privaten Krankenversicherung so kalkuliert, dass sie Vorsorge für die steigenden Gesundheitskosten der älter werdenden Versicherten treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden sogenannte Alterungsrückstellungen gebildet, die auf dem Kapitalmarkt angelegt werden. Sie finanzieren die steigenden Gesundheitskosten im Alter. Diese nachhaltige Finanzierung ist generationengerecht, da sich die Private Krankenversicherung durch die Bildung von Alterungsrückstellungen und der Unabhängigkeit von Staatszuschüssen und Subventionen selbst finanziert. Auch in der Lebens-­ und Rentenversicherung werden langfristig Deckungsrückstellungen zur Sicherung der Verpflichtungen gegenüber den Kunden gebildet. Weiterhin leistet die Debeka Allgemeine Versicherung mit der Aufnahme umweltschonender Fortbewegungsmittel in ihrem Produktangebot (Elektromobilität) einen Beitrag zur Reduzierung bzw. Stabilisierung der allgemeinen Emissionswerte.  

Im Rahmen der Risikoinventur und der laufend stattfindenden Risikoüberwachung werden Risiken für die Debeka-Gruppe identifiziert, gesteuert und bewältigt, damit wir auch zukünftig unseren Mitgliedern und Kunden als leistungsstarker Partner zur Absicherung von Personen­- und Sachschäden zur Seite stehen. Derzeit sind keine wesentlichen sozialen und ökologischen Risiken bekannt. Entsprechende Chancen ergeben sich aus aktuellen Herausforderungen im Unternehmensumfeld, die von der Debeka im Hinblick auf ihre ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung zu handhaben sind:  

Kapitalmarkt
Das anhaltende Zinstief wirkt sich insgesamt negativ auf die Spar­- und Vorsorgemöglichkeiten aus. Daher wird es für die Versicherungsunternehmen zunehmend schwerer, Lösungen zu erarbeiten, um die Attraktivität der Produkte zu erhalten. Seit 2015 ergänzt die Debeka Lebensversicherung ihr Angebot um Produkte, die bei reduzierter klassischer Garantie die Chance bieten, stärker an der Entwicklung der Aktienmärkte zu partizipieren.  

Kapitalanlage
Im Rahmen einer verantwortungsvollen und bewusst nachhaltigen Kapitalanlage setzt die Debeka eigene ESG­-Kriterien an. Durch norm­- und geschäftsfeldbasierte Ausschlusskriterien stehen bestimmte Einzeltitel bzw. Branchen für die Kapitalanlage nicht zur Verfügung. Auf diese Weise wird die Konformität mit den Prinzipien des „United Nations Global Compact“ (UN GC) sowie der „International Labour Organisation“ (ILO) sichergestellt. Die Debeka eigenen ESG­-Kriterien sehen vor, dass keine Kapitalanlagen von Emittenten bzw. Schuldnern erworben werden dürfen,

Die Debeka nutzt die IT-Anwendung eines global führenden Anbieters von unternehmensbezogenen Nachhaltigkeitsanalysen und ESG-Ratings, um sicherzustellen, dass die ESG-Kriterien eingehalten werden. Nach einer getätigten Investition und während der gesamten Laufzeit wird die Einhaltung der ESG-Kriterien – einschließlich zeitlich nachfolgender Aktualisierungen – durch regelmäßige Screenings bewertet und überwacht.

Die Debeka prüft den Beitritt zu den "United Nations Principles for Responsible Investment" (UN PRI).

Digitalisierung
Viele Unternehmen nutzen verstärkt Möglichkeiten der Digitalisierung, um Schritte in Richtung einer stärkeren Automatisierung zu tätigen und im Endergebnis Kosten zu reduzieren. Digitalisierung ist für die Debeka kein Selbstzweck, sondern immer Mittel zum Zweck. Unser Ziel ist es, dass wir Mitgliedern und Kunden einen Mehrwert bieten und dieser für die Debeka langfristig zu Kosten-­ und Ressourceneinsparungen führt.  

Demografie und Personal
Der demografische Wandel stellt auch die Debeka vor große Herausforderungen. Dies betrifft vor allem die Personalrekrutierung. Die Debeka legt großen Wert auf eine fundierte Aus-­ und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter im Innen-­ und Außendienst. Das Unternehmen steht für eine nachhaltige Personalpolitik und bietet allen Beschäftigten langfristige berufliche Perspektiven. Kommt es im Zuge der Digitalisierung zum Wegfall von Arbeitsbereichen, so sollen die Auswirkungen auf den Personalbestand sozialverträglich, d. h. ohne betriebsbedingte Kündigungen, umgesetzt werden.  

Zeichnungspolitik
Die ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen, die aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten auftreten werden, stellen für das Versicherungsgeschäft eine Herausforderung hinsichtlich der Zukunftsfestigkeit einzelner Geschäftsmodelle bis hin zur Ausgestaltung von Produkten und Tarifen dar. Denn die vielfältigen kommenden Veränderungen gehen wahrscheinlich mit erhöhter Risikobelastung des versicherten Bestands einher. Gegebenenfalls ist bspw. mit intensiveren Überlegungen zu Aspekten der Prämienkalkulation wie Eigenbehalte, erforderlichen Risikozuschlägen oder Zeichnungsgrenzen zu rechnen. Die Chance für die Debeka liegt darin, zukünftig ihre Produktpalette auf die kommenden Transformationen sowohl in­ Leben-­ als auch in Nichtlebensversicherungsbereiche zu adaptieren, um gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben und auf die Erfordernisse eines nachhaltigen Umfelds zu reagieren.  

Regulierung
Vor dem Hintergrund ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung gelten für Versicherungsunternehmen gesetzliche Vorschriften, die riskante Geschäfte untersagen, unternehmensgefährdende Risiken vermindern und negative Entwicklungen rechtzeitig erkennen lassen. Die Debeka verfügt über ein umfangreiches Kontroll-­, Berichts-­ und Meldewesen, das eine effektive Steuerung der Debeka-Versicherungsunternehmen und ihrer Risiken ermöglicht. Sie erfüllt alle aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Berichte über die Solvabilität und Finanzlage der Debeka geben darüber Aufschluss. Weitere Aspekte, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der einzelnen Unternehmen der Debeka­-Gruppe haben, werden in den jeweiligen Geschäftsberichten näher erläutert.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die folgende Aufzählung stellt eine Priorisierung anhand der Unternehmensstrategie und Unternehmensphilosophie dar. Innerhalb der Geschäftsstrategie setzt sich die Debeka Ziele, die im Wesentlichen auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind:  

Langfristiger und hochwertiger Versicherungsschutz
Die Debeka setzt sich zum Ziel, ihren Mitgliedern und Kunden dauerhaft einen langfristigen und qualitativ hochwertigen Versicherungsschutz bereitzustellen. Zu dessen objektiver Überprüfung unterzieht sie sich regelmäßig externen Ratings. Ebenfalls überprüft sie ihre Qualität anhand regelmäßiger Befragungen zur Kundenzufriedenheit. Das nachweislich sehr hohe Vertrauen ihrer Mitglieder und Kunden betrachtet die Debeka als einen wichtigen Faktor für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.  

Arbeitsplätze und Sozialleistungen
Die Debeka setzt sich dauerhaft sichere Arbeitsplätze und überdurchschnittliche Sozialleistungen für ihre Beschäftigten zum Ziel. Sie strebt den Erhalt des sehr guten Status Quo bei der Ausgestaltung von Beruf und Familie an. Dabei erprobt sie das mobile Arbeiten als Beitrag zu mehr Flexibilität für die Mitarbeiter. Die Debeka setzt darauf, die Mitarbeiter (bei einem Wegfall der Tätigkeit als Folge der Digitalisierung) entsprechend weiterzuqualifizieren und die Arbeitskraft zu erhalten. Behaupten sich die Produkte der Debeka als Spitzenleistungen im Wettbewerb, d. h. werden die ökonomischen Ziele erfüllt, sind auch die Existenz des Unternehmens und damit die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert. Darüber hinaus gehende Erträge werden regelmäßig genutzt, um die Angestellten am Erfolg zu beteiligen.  

Vertrieb und Kundenbeziehungen
Die Debeka strebt langfristige Partnerschaften mit ihren Mitgliedern und Kunden an. Grundlage für eine nachhaltige Kundenbeziehung sind eine Betreuung und Beratung, die selbstverständlich über den Vertragsabschluss hinausgehen. Hierfür tritt die Debeka mit ihrer mitgliederzentrierten Philosophie ein. Diese soll kontinuierlich in das alltägliche vertriebliche Handeln integriert werden. 2013 ist die Debeka dem Verhaltenskodex für den Vertrieb (GDV) beigetreten. Unabhängige Wirtschaftsprüfer überprüfen regelmäßig dessen Einhaltung. Die Debeka bekennt sich weiterhin zum festangestellten Außendienst, der ausschließlich zu den Produkten berät und diese vertreibt. Im Innendienst werden die unternehmensübergreifenden Services in einem eigenständigen Organisationsbereich gebündelt. 

Sichere Kapitalanlage
Bei der Anlage der anvertrauten Beiträge und Gelder ist die Debeka auf langfristige Sicherheit und einen laufenden Ertrag bedacht. Sie berücksichtigt ethische, ökologische und soziale Belange bei der Kapitalanlage. Dies gewährleistet sie durch klar definierte ESG­-Kriterien. Mit der Anwendung dieser Kriterien übernimmt die Debeka Verantwortung bei den Investitionen.  

Ressourcenbewusstes Wirtschaften
Zur Unternehmensphilosophie gehört ein auf allen Ebenen nachhaltig kostenbewusstes Handeln. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen ist daher ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Daraus ergeben sich Ziele, die zur langfristigen und auch nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens beitragen. Sie werden dezentral in den verantwortlichen Bereichen bewertet, priorisiert und ihre Erreichung kontrolliert. Regelmäßige Abstimmungen zwischen den verantwortlichen Bereichen sichern einen einheitlichen Informationsstand zu folgenden Zielen:  


In den Kriterien 5 bis 7 werden Kontrolle und Zuständigkeiten für die Zielerreichung erläutert. 

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sind die Basis für eine bessere und nachhaltigere Zukunft. Sie motivieren sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Sinne der Nachhaltigkeit zu handeln. Auch für die Debeka sind diese Nachhaltigkeitsziele wichtig. So konnten wir die nachfolgenden Ziele bereits integrieren:  

Ziel #3. Gesundheit und Wohlergehen:
Wir bieten unseren Mitgliedern einen lebenslangen Krankenversicherungsschutz. Auch teure Behandlungen werden auf der Basis der geschlossenen Verträge erstattet. Dadurch sichern wir die Gesundheitsvorsorge und das Wohlergehen unserer Mitglieder. Auch für unsere Mitarbeiter/innen achten wir darauf im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements die gut etablierten Maßnahmen zu erhalten, bestehende Angebote stetig zu überarbeiten und dem medizinischen Fortschritt anzupassen.
 
Ziel #4. Hochwertige Bildung:
Wir unterstützen den Ansatz des lebenslangen Lernens. Die fortwährende Qualifizierung unserer Mitarbeiter/innen ist für uns von großer Bedeutung und fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Wir setzen auf eine fundierte Aus­- und Weiterbildung und haben insbesondere in unserer Ausbildung einen sehr hohen Standard.  

Ziel #5. Geschlechtergleichheit:
Wir fördern unsere Mitarbeiter/innen unabhängig von Geschlecht und Alter. Es existieren verschiedenen Maßnahmen der Personalentwicklung, z. B. Seminare und Workshops. Die Personen werden dadurch bei der Erreichung ihrer Karriereziele unterstützt. Unser Ziel ist es, langfristig mehr Frauen in Führungspositionen einzusetzen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Internet: https://www.debeka.de/unternehmen/portrait/v289a.html  

Ziel #7. Bezahlbare und saubere Energie:
In unserer Hauptverwaltung in Koblenz, unserem mit Abstand größten Standort, fördern wir den Ansatz der bezahlbaren und sauberen Energie durch die Nutzung von Ökostrom und haben bundesweit für unsere Betriebsstätten einen entsprechenden Rahmenvertag unterzeichnet.  

Ziel #8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum:
Wir verfolgen eine nachhaltige Personalpolitik. Wir bieten unseren Mitarbeiter/innen sichere Arbeitsplätze mit sehr guten Arbeitsbedingungen und überdurchschnittlichen Sozialleistungen. Wir sind einer der größten Arbeitgeber in Rheinland­-Pfalz und der größte Ausbilder in der Versicherungsbranche. Dadurch tragen wir zum allgemeinen Wirtschaftswachstum, insbesondere in der Region Mittelrhein, bei.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als Versicherungs-­ und Finanzdienstleister erbringt die Debeka den Großteil ihrer Wertschöpfung selbst. Ihre Produkte und Dienstleistungen durchlaufen schwerpunktmäßig die Schritte Produktentwicklung, Vertrieb und Service für Mitglieder und Kunden sowie die Schadens­- und Leistungsbearbeitung. Außerdem spielt die Kapitalanlage eine bedeutende Rolle für die Wertschöpfung. Auf allen (wesentlichen) Stufen wird darauf geachtet, dass die Wertschöpfung verantwortungsvoll erbracht wird. Hierzu nutzt die Debeka zum Beispiel in der Kapitalanlage Ausschlusskriterien und die Beratung sowie der Vertrieb der Produkte erfolgen ausschließlich über den festangestellten Außendienst.  

Die Einhaltung von Nachhaltigkeitsaspekten in jeder Phase der Wertschöpfung wird durch deren Verankerung im Leitbild und in der Geschäftsstrategie gewährleistet. Demnach werden bei strategischen und operativen Entscheidungen ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Bei allen Anschaffungen, Einrichtungen von Büroräumen usw. sind neben technischen und wirtschaftlichen Erfordernissen insbesondere Umweltschutzgesichtspunkte zu berücksichtigen. Darauf achtet ein eigens hierfür eingerichteter Ausschuss aus Führungskräften und Arbeitnehmervertretern. In einer Rahmenbetriebsvereinbarung bestehen detaillierte und auf die jeweiligen Produkte zugeschnittene Verfahrensabläufe (Checklisten), die bei Bestellungen angewendet werden. Die Vereinbarung soll die Nachhaltigkeit und ein nachhaltigkeitsbewusstes Verhalten des Unternehmens und der Mitarbeiter fördern. Die Debeka achtet bei allen Zulieferern auf die Einhaltung der Mindestlöhne und beurteilt die Qualität von Waren und Dienstleistungen. Sie prüft außerdem die Preis-­ und Lieferleistung, die kaufmännische Qualität sowie die Termin­- und Mengentreue. Eine Kommunikation mit den Zulieferern findet zu diesen Kriterien statt, sofern Grund zur Beanstandung besteht. Über die Zulieferer hinaus (1. Ebene) erfolgt bisher keine weitere Prüfung.

In der neuen „Beschaffungsrichtlinie“ ist u. a. festgelegt, dass die Bedarfsstellen vorab die ökologischen und sozialen Kriterien analysieren. Dazu zählt bspw. ob und in welcher Form Aspekte einer umweltfreundlichen und energieeffizienten Systemlösung berücksichtigt werden können. Ebenfalls zählen die Ermittlung und Einhaltung sozialer Kriterien zu den Anforderungen. Hierzu wird ein entsprechendes Vorgehen abgestimmt.  

Insbesondere die über 8.000 festangestellten Außendienstmitarbeiter können Kundenbedürfnisse erkennen und aufnehmen. Dieses Wissen findet systematisch Eingang in die Produktentwicklung und
-optimierung.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4