1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Bekenntnis zu Nachhaltigkeit
Der Vorstand der Haspa hat 2017 folgendes Nachhaltigkeitsverständnis verabschiedet:

„Seit 1827 fördert die Haspa das Gemeinwohl und die Lebensqualität in der Metropolregion Hamburg durch das Angebot von Finanzdienstleistungen und ein vielfältiges gesellschaftliches Engagement. Bei unseren geschäftspolitischen Entscheidungen und unserem täglichen Handeln haben wir die Bedürfnisse und das Wohl heutiger und künftiger Generationen stets im Blick. 

Aus unternehmerischer Verantwortung und unserem Selbstverständnis als Sparkasse bekennen wir uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Das heißt, wir bringen wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen in Einklang und gehen mit Ressourcen schonend um. Mit unserer unternehmerischen Haltung, unseren Produkten und vielfältigen Initiativen geben wir Impulse für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte sind für uns insbesondere die Achtung der Menschenrechte und des Nichtdiskriminierungsgebots, die Beachtung von Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen sowie die Bekämpfung von Korruption. Die Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben ist für uns dabei selbstverständlich.  

Nachhaltiges Denken und Handeln verstehen wir als Chance, für unsere Anspruchsgruppen Mehrwerte zu schaffen. Zu unseren wichtigsten Anspruchsgruppen zählen unsere Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter, die HASPA Finanzholding als unsere Eigentümerin, sowie alle am nachhaltigen Handeln der Haspa Interessierten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.“

Nachhaltigkeitsstrategie
Wir fühlen uns aus unserer Tradition heraus dem Gedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dieser ist in unserem nachhaltigen, regionalen Geschäftsmodell als Sparkasse fest verankert. Die Aussagen zum Geschäftsmodell bilden die Grundlage für unsere Geschäftsstrategie.

In unserer Geschäftsstrategie – inklusive ihrer Teilstrategien – sind dementsprechend wesentliche Aspekte des nachhaltigen Denkens und Handelns der Haspa bereits integriert. Deshalb verzichten wir auf die Formulierung einer eigenständigen Nachhaltigkeitsstrategie.

In einer 2017 durchgeführten Bestandsaufnahme haben wir die Nachhaltigkeitsleistung der Haspa auf Basis der Sparkassen-Indikatoren ermittelt und Potenziale für die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsleistung identifiziert, aus denen wir Maßnahmen ableiten werden. Zu den wesentlichen Handlungsfeldern gehören die Steigerung des Kundennutzens und der Arbeitgeberattraktivität, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Unternehmensbereich Vorstandsstab steuert und koordiniert im Auftrag des Vorstands die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten. Mit dem Vorstandsstab vereinbarte Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden von den Unternehmensbereichen umgesetzt. Wir planen die Bestandsaufnahme zur Nachhaltigkeitsleistung der Haspa anhand der Sparkassen-Indikatoren jährlich zu aktualisieren.

Zu den Grundlagen unserer Geschäftsstrategie gehören zudem unsere Haspa-Prinzipien und die Markenausrichtung der Sparkassen. Die Markenausrichtung unterstreicht, dass der traditionelle Anspruch der Sparkassen weiterhin Gültigkeit hat. Dieser Anspruch kommt – in einer modernen Interpretation – in der Markenkernaussage zum Ausdruck: „Wir machen es den Menschen einfach, ihr Leben besser zu gestalten.“ Eingelöst wird dieses Markenversprechen durch die Markenkernwerte „Menschen verstehen“, „Sicherheit geben“ und „Zukunft denken“. Sie leiten unser Handeln.

Menschen verstehen: Wir machen die hohe Präsenz vor Ort zur erlebten menschlichen Nähe. Wir wollen für Menschen und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg zu jeder Zeit der wichtigste persönliche Ansprechpartner in Finanzfragen sein – unabhängig von Einkommen, Vermögen oder Herkunft. Wir hören unseren Kunden zu und wollen verstehen, was sie bewegt. Umgekehrt sorgen wir dafür, dass sie auch uns besser verstehen. Wir werden komplexe Finanzthemen vereinfachen und Lösungen bieten, die für alle verständlich sind. So können wir unseren Kunden helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, und insgesamt dafür sorgen, dass das Leben jedes Einzelnen besser gelingt.

Sicherheit geben: Wir wollen Sicherheit weiterdenken und den hohen Vertrauensvorsprung, den wir bei unseren Kunden genießen, ausbauen. Denn Sicherheit hat bei der Haspa eine lange Tradition und schafft Vertrauen. Für unsere Kunden und für alle Menschen in unserem Geschäftsgebiet schaffen wir Werte und sind durch unsere enge Verbindung zur Metropolregion Hamburg ein verlässlicher Partner – auch in Zeiten der Veränderung. Wir werden weiterhin die Sicherheit der Einlagen unserer Kunden gewährleisten, unsere Beratungskompetenz auf hohem Niveau halten und mit Filialen und Centern physisch vor Ort präsent sein. Ergänzt wird dies um die Sicherheit in der digitalen Welt.

Zukunft denken: Wir wollen unsere Kunden darin unterstützen, die richtigen finanziellen Lösungen für ihre Zukunft zu finden. Dafür behalten wir das große Ganze im Blick und zeigen unseren Kunden realistische Wege auf, ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Wir ruhen uns nicht aus, sondern wollen unsere Kunden mit neuen Ideen inspirieren. Dabei jagen wir nicht jedem Trend hinterher, sondern werden Vorreiter für Themen, die für unsere Kunden relevant und nützlich sind. Nach innen gerichtet fördern wir eine Kultur der Veränderungsbereitschaft, eine Kultur, die Mitarbeitern Mut macht, neue Wege zu gehen.

Unsere Verbundenheit mit der Metropolregion Hamburg ist in unserem Geschäftsmodell und unseren geschäftlichen Beziehungen mit unseren Privat- und Firmenkunden begründet, geht aber noch weiter. Wir verstehen die Hamburger besser als jede andere Bank, weil wir persönliche Beziehungen pflegen. Und wir beraten sie nachhaltiger und kompetenter, weil wir uns persönlich für ihre Zukunft verantwortlich fühlen. Wir fördern aktiv das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeiter. Und wir engagieren uns gezielt für die Entwicklung der Region.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Chancen und Risiken nachhaltigen Wirtschaftens
Für die Erreichung der von den Vereinten Nationen verabschiedeten „Agenda 2030“ mit 17 globalen Nachhaltigkeitszielen („Sustainable Development Goals – SDGs") sind weltweit große Anstrengungen erforderlich. Bereits 2016 hat die Bundesregierung die nationale Nachhaltigkeitsstrategie auf die Umsetzung der Agenda 2030 ausgerichtet und überarbeitet. Viele Bundesländer, Kommunen und auch erste Unternehmen haben ihre Ziele und Beiträge inzwischen ebenfalls definiert. Auch in Hamburg wurde Anfang 2017 ein Fahrplan für die „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg“ beschlossen.

Der Finanzwirtschaft kommt bei der Ausgestaltung einer „nachhaltigen Wirtschaft" eine wichtige Rolle zu. Die Frage nach einem nachhaltigen Finanzsystem wurde im Rahmen verschiedener Initiativen, unter anderem der Deutschen Börse und des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) diskutiert. Auf Ebene der Europäischen Union hat die High-Level Expert Group on Sustainable Finance eine Stärkung des Markts für grüne Anleihen sowie die konsequente Offenlegung von Nachhaltigkeitsaspekten als wesentliche Handlungsfelder identifiziert.

Nachhaltigkeits- und Klimarisiken gerieten 2017 mit Blick auf die Finanzmarktstabilität zunehmend in den Fokus. So kündigte die Bundesbank im Oktober 2017 erstmals an, Klimarisiken im Kreditgeschäft im Rahmen ihrer Aufsichtsfunktion stärker zu berücksichtigen (physische Risiken durch Wetterextreme, Risiken aus Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft). Das Risiko kohlenstoffintensiver Fehlinvestitionen sowie die Schmälerung von Unternehmenswerten durch verlorene Vermögenswerte sind dabei wichtige Aspekte. Betroffen sind davon nicht nur Branchen aus dem Rohstoff- und Energiebereich, sondern auch die Bereiche Transport, Chemie, Logistik, Automobil und Schwerindustrie.

Um den Klimawandel zu verlangsamen, den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern und bessere Lösungen für die weltweit damit einhergehenden sozialen Fragen zu entwickeln, braucht es Innovationen, Investitionen und mehr Kapital als aus öffentlichen Mitteln bereitgestellt werden kann.

Die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung werden die Wirtschaft national und auch weltweit verändern. Sie eröffnen bedeutende Marktchancen für neue Technologien, innovative Ideen und neue Arbeitsweisen. Mit Produkten und Dienstleistungen, die einen positiven Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten, können Unternehmen aller Branchen und Größenklassen – und damit auch die Haspa – neue Geschäftschancen erschließen.

Damit Unternehmen nachhaltige Innovationen entwickeln und nachhaltig handeln können, brauchen sie einen verlässlichen und kompetenten Finanzpartner, der ihr Geschäft und die Anforderungen der Märkte kennt, der Risiken sowie Chancen differenziert beurteilen und passende Finanzierungslösungen gemeinsam mit dem Kunden entwickeln kann. In diesem Bedarf liegen Geschäftsentwicklungspotenziale für die Haspa. Wir sehen in der Förderung nachhaltiger Entwicklung eine Chance, wenn diese auf der Grundlage eines freiwilligen Engagements der Kreditwirtschaft erfolgt. Die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung kann für Kreditinstitute in einem durch hohen Wettbewerb, Niedrigzinsen, steigende Regulatorik und technologischen Wandel geprägten Umfeld zugleich auch eine zusätzliche Belastung darstellen.

Die nachhaltige Entwicklung der Region ist wesentlich für den zukünftigen Erfolg der Haspa. Unser Ziel ist, der meistempfohlene Finanzpartner in Hamburg zu sein. Zur Erreichung dieses Ziels investieren wir in die Zukunft unseres Unternehmens, um mit unserem nachhaltigen, regionalen Geschäftsmodell weiterhin das Gemeinwohl und die Lebensqualität in der Metropolregion Hamburg zu fördern. Hierzu gehören die Investitionen in die Filiale der Zukunft und die Stärkung der Präsenz vor Ort, außerdem der Ausbau der digitalen Angebote für unsere Kunden und die Stärkung der Multikanalfähigkeit verbunden mit Investitionen in die IT. Zusätzlich erschließen wir neue Geschäftsfelder für die Haspa. Wir ergreifen Chancen, die sich aus der regionalen Verankerung und der persönlichen Nähe zu den Menschen in der Region ergeben.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Nachhaltigkeitsziele
Bei der Festlegung unserer Nachhaltigkeitszielsetzung orientieren wir uns an den Haspa-Prinzipien, den Haspa-Markenwerten und an unserem Nachhaltigkeitsverständnis. Für die Bewertung unserer Nachhaltigkeitsleistungen verwenden wir die Sparkassen-Indikatoren des DSGV (Haltung, Produkte und Initiativen).

Unser Ziel ist es, die Haspa mit ihrem regionalen, nachhaltigen Geschäftsmodell als Marktführerin dauerhaft zu positionieren und sie konsequent auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir den Kundennutzen weiter steigern, unsere Neu- und Bestandskunden begeistern und an uns binden. Für die Jahre 2018 bis 2020 haben wir weitere Steigerungen der Kundenzufriedenheit und der Weiterempfehlungsbereitschaft geplant, um das Ziel „meistempfohlener Finanzpartner in Hamburg“ zu erreichen. Ein weiteres Ziel ist die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Dabei stehen Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie die Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter im Mittelpunkt und sind wesentliche Faktoren für den Erfolg der Haspa. Die Messung erfolgt über Mitarbeiterbefragungen.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Nachhaltigkeitsstandards
Die Haspa ist mit ihrem Finanzdienstleistungsangebot ein wichtiger Motor des regionalen Wirtschaftskreislaufs. Sie arbeitet zum Wohle der Menschen und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg. Unsere Wertschöpfung erbringen wir – unserem nachhaltigen Geschäftsmodell entsprechend – im Wesentlichen selbst und richten unser Finanzdienstleistungsangebot an regionalen Bedürfnissen aus.

Mit Service und Beratung sowie bedarfsgerechten Produkten fördert die Haspa eine stabile Entwicklung der regionalen Wirtschaft, des Standorts sowie der Infrastruktur in ihrem Geschäftsgebiet. Als regionales Kreditinstitut tragen wir zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Lösung demografischer Herausforderungen und zur Bewältigung sozialer Aufgaben bei. 

Die Nachhaltigkeitsstandards in unserer Wertschöpfungskette zeigt die folgende Übersicht.

Passivgeschäft
Nachhaltigkeitskriterien sind für einzelne Passivprodukte definiert und werden in den jeweiligen Produktinformationen dokumentiert. Hierzu zählen nachhaltige Fonds (vgl. hierzu Kriterium 10, Nachhaltige Fonds), der Hamburger Stiftungsfonds sowie der im Jahr 2017 von der Haspa aufgelegte Hamburger Nachhaltigkeitsfonds „Best in Progress“  (vgl. hierzu Kriterium 10, Eigenemissionen mit Nachhaltigkeitsbezug).

Aktivgeschäft
Die Kreditrisikostrategie der Haspa ist ein verbindliches Rahmenwerk für alle Mitarbeiter, das ihnen Orientierung gibt, wie sie das Kreditgeschäft unter angemessener Berücksichtigung von Risiken betreiben sollen. In der Kreditrisikostrategie sind Aspekte enthalten, die auf Nachhaltigkeit im weiteren Sinne einzahlen. So wollen wir zum Beispiel keine Geschäfte machen, die wir nicht verstehen. Dies gilt gleichermaßen für Geschäfte, die für uns nicht transparent sind, für die wir entweder prozessual bzw. DV-technisch oder durch die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht ausgestattet sind. Wir wollen Geschäfte vermeiden, die nicht unserem Selbstverständnis entsprechen und den Ruf der Haspa belasten könnten. Dazu gehört auch, keine Verträge abzuschließen, die direkte oder indirekte (d. h. über Drittländer) Geschäfte in Kriegs- und Krisenländern (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierte Länder) zur Folge haben. Hierzu wird im Unternehmensbereich Kredit und Recht bezugnehmend auf eine Embargoliste des Zolls eine Ländernegativliste geführt, die regelmäßig aktualisiert wird.

Eigenanlage
Bei den Eigenanlagen wird zur Portfoliodiversifikation weltweit in Assetklassen investiert, denen Länderrisiken zugrunde liegen können. Zur Begrenzung der Länderrisiken und zur Vermeidung von damit in Zusammenhang stehenden Reputationsrisiken verfolgen wir das Ziel, weder direkt (z. B. Staatsanleihen, CDS) noch indirekt (z. B. Unternehmensanleihen, Aktien, ABS) in Kriegs- und Krisenländern zu investieren (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierte Länder). Hierzu wird im Unternehmensbereich Kredit und Recht bezugnehmend auf eine Embargoliste des Zolls eine Ländernegativliste geführt, die regelmäßig anlassbezogen aktualisiert wird. Wir verfolgen außerdem das Ziel, Investitionen in Agrarprodukte auszuschließen.

Einkauf und Beschaffung
Grundlage für den Beschaffungsprozess ist die Haspa-Einkaufsrichtlinie. Darin ist das Regionalprinzip verankert, nach dem wir auf die Einbindung ortsansässiger oder regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen bzw. Anbieter Wert legen. Darüber hinaus ist für Niedriglohnbranchen die Bezahlung nach dem Mindestlohngesetz in Verträgen und den Allgemeinen Einkaufsbedingungen der Haspa festgelegt. Wir halten alle gesetzlichen Standards in den Bereichen Entsorgung, Trinkwasser und Energie ein. Bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen halten wir die Vorgaben gemäß EEWärmeG und EnEV ein.

Nachhaltigkeitsaspekte sind darüber hinaus für einzelne Beschaffungsbereiche implementiert worden: So ist seit 2015 der Bezug von Strom vollständig auf Ökostrom aus nachhaltiger Erzeugung umgestellt. Unser Stromanbieter garantiert außerdem, dass mindestens 25 Prozent des bezogenen Stroms aus besonders jungen und hochmodernen Wasser-, Wind- und Biomassekraftwerken stammt.

Die Papierbeschaffung wurde nach folgenden Umweltkriterien umgestellt: geringere Grammaturen (75 g statt 80 g), recycelbares, zertifiziertes Papier (EU Ecolabel, PEFC-Label, ECF- und FSC-Label). Für die Kontoauszugsdrucker verwenden wir seit Mitte 2015 FSC-zertifiziertes KAD-Papier.

Im IT-Bereich setzen wir standardmäßig auf den möglichst weitreichenden, ressourcenschonenden Einsatz von Thin Clients und zentralisierten Servern sowie auf die ressourcenschonende, teamübergreifende Aufstellung von technischen Multifunktionsdruckern (Fax, Kopierer, Drucker, Scanner).

Im Beschaffungsprozess für die Umgestaltung der Filialen im Rahmen des neuen Konzepts „Filiale der Zukunft“ haben wir bei der Anbieterauswahl für die Handwerkerleistungen und für das Mobiliar neben der regionalen Verankerung auch darauf Wert gelegt, dass soziale Standards eingehalten werden und ökologische Aspekte, wie z. B. Wiederverwertbarkeit/Recyclingquoten beim Mobiliar oder Energieeffizienz bei Ausstattung und technischen Anlagen (z. B. durch Nutzung energiesparender LED-Technik), berücksichtigt werden.

Mit den für die Haspa bedeutsamsten Lieferanten werden Jahresgespräche geführt. Dabei werden die interne Bewertung des Lieferanten mit ihm besprochen und mögliche bzw. notwendige Veränderungen – ggf. auch im Bereich Nachhaltigkeit – diskutiert. Ziel ist es, eine positive Lieferantenentwicklung zu erreichen bzw. eine positive Bewertung dauerhaft zu erhalten. Mit unseren Kooperationspartnern aus dem Produktbereich werden mindestens jährliche Strategiegespräche über die Zusammenarbeit, mögliche Verbesserungen des Produktportfolios oder die Ausrichtung auf neue Kundenbedürfnisse geführt. 

Die Einhaltung der oben genannten Vorgaben wird im Rahmen der unter Einbindung des Vorstands etablierten Regelprozesse geprüft, gesonderte Verfahren wurden nicht etabliert. Darüber hinausgehende Nachhaltigkeitsstandards sind nicht definiert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4