1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Nachhaltigkeit bzw. Zukunftsfähigkeit steht im Mittelpunkt der unternehmerischen Aktivitäten. Authentizität ist geboten und Grundlage für Glaubwürdigkeit. Die eigene, also interne Nachhaltigkeitsstrategie umfasst:
Unternehmensextern:
Als geschäftsführende Gesellschafterin trage und entwickle ich das Unternehmen inhaltlich und gestalte seine sowie meine Entwicklung zukunftsorientiert. Die Nachhaltigkeitsstrategie ist gleichermaßen persönlicher Verhaltenskodex. Referenzrahmen dafür sind der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, das Leitbild Ehrbare Kaufleute und die persönliche Formel E R F O L G. Sie steht für Entschlossenheit, Risikobereitschaft, Fleiß, Ordnung, Lebensfreude, Gelassenheit.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, ist damit geografisch in Südhessen und in der Metropolregion Rhein-Main. Wiesbaden ist hessische Landeshauptstadt, Sitz der Landesregierung, der Staatskanzlei und der Ministerien. Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) hat seinen Sitz in Wiesbaden. In der Region sind Industrie- und  Dienstleistungsunternehmen jeglicher Größe vertreten.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Auftragsthemen haben z. B.: 

(1) Rahmenbedingungen / externe Faktoren
- indirekte CSR-Berichtspflicht für Unternehmen, die Teil der Lieferkette eines Berichtspflichtigen sind
- Landesverfassung Hessen mit Artikel 26c Staatsziel zur stärkeren Berücksichtigung der Nachhaltigkeit (Beschaffung)
- Koalitionsvertrag Hessen, z. B. mit Landesprojekten wie "CO2-neutrale Landesverwaltung" 
- Bedarf von Unternehmen nach niedrigschwelligem Zugang zu Nachhaltigkeitsberichtsformat
- Grundlagen zum EU Green Deal 
- Vermittlungsformat (Präsenz, virtuell, hybrid)

(2) Themenerweiterung und -entwicklung
- Entwicklung von Formaten nach Zielgruppen
- Anpassung von Kommunikationsformaten für heterogene Kundenstruktur

Die Kundenstruktur (Unternehmen und Organisationen) ist divers: Produktions- und Handelsunternehmen mit globaler Liefer- und Wertschöpfungskette, Schulungsanbieter, kommunale Verwaltungseinheiten, Finanz-, Kreativ- und Kulturbranche. Die Größe der Auftraggeber ist nicht festgelegt: In kleineren Unternehmen überwiegt das Tagesgeschäft, d. h. häufig ist Grundlagenarbeit erforderlich, die mit externer Unterstützung geleistet wird. In größeren Unternehmen binden die internen Verantwortlichen gern externe Kompetenzträger ein zur Evaluation der erarbeiteten Themen und zum Design der Kommunikation (ggü. internen und externen Stakeholdern) sowie zur Weiterentwicklung des Status Quo.

Die Aufträge umfassen schwerpunktmäßig: Grundlagenschulungen, die Identifikation der Handlungsfelder zur Unternehmensentwicklung, Vermittlung von Kompetenzen und Handlungswissen im Kontext der Transformationsanforderungen, Reduzierung komplexer Zusammenhänge, Ausarbeitung und Durchführung von Schulungen und Workshops zur Qualifizierung der Mitarbeiter. Dazu gehören:

Wichtigste Kriterien bei Beratungsaufträgen sind die Bereitschaft zur Transformation des konventionellen Geschäftsmodells, Entscheidungsfähigkeit und Kontinuität. Bei Differenzen werden Kursanpassungen erarbeitet. Eine Bindung an bestimmte Branchen, Wirtschaftsbereiche oder Fachbereiche habe ich mir nicht auferlegt. Vorzugsweise arbeite ich in kleinen und mittleren Unternehmen und Organisationen und in der Regel mit direktem Zugang zu den Entscheidungsträgern.  Die Hochschullehre bietet ein weites Feld zur Einbindung aller Nachhaltigkeits- und Zukunftsthemen mit dem Fokus auf Interdisziplinarität zwischen Ökonomie, Ökologie, Gesellschaft sowie Kunst und Kultur  - als vierte Dimension der Nachhaltigkeit. Dazu gehören u. a.: Fortschreibung von Lehrinhalten (z. B. Agenda 2030, CSR RUG, Green Deal, Sorgfaltspflichten, Sustainable Finance) und deren Umsetzung in praxisorientierten Projekten von Studierenden sowie Aufbau von Kooperationen. Lehraufträge ermöglichen ein hohes Maß an Eigenmotivation, Recherche und Fortschreibung und eigenständiger Entwicklung der Inhalte im Sinne von Freiheit bei der Ausgestaltung der Lehre. Die unmittelbare Anwesenheit bei Kunden, Auftraggebern und Kooperationspartnern war bereits vor 2020 auf ein Mindestmaß beschränkt. Auf Grundlage gegenseitigen Vertrauens arbeiten wir ergebnisorientiert, Teilergebnisse und Fortschritte werden per Mail übermittelt, telefonisch und mittlerweile in Videokonferenzen besprochen. Lehrveranstaltungen und Schulungen finden ergänzend als Webinar oder virtuelle Akademie statt.


Risiken: Chancen:
Ausbildungs- und Berufsweg, die Fähigkeit zum Wissenstransfer und ein tragfähiges Netzwerk an Menschen in unterschiedlichen Lebensabschnitten mit sich ergänzendem Wissen bieten eine Bandbreite von Referenzen mit hoher Umsetzungskompetenz und -bereitschaft. Auch die gemeinsame Realisierung von Kundenaufträgen im interdisziplinären Dialog der Generationen ist möglich.
Mit wenigen Ausnahmen arbeiten wir in Deutschland. Das Geschäftsgebiet umfasst hauptsächlich das südliche Hessen und mittleres Rheinland-Pfalz; einzelne Auftraggeber sind in Süddeutschland und in NRW. Der Reiseaufwand ist überschaubar bis gering, vielfach durch virtuelle Formate ersetzbar. Gesparte Zeit ist verfügbar für Entspannung, Erholung, Reflexion oder Weiterbildung. Bei Dienstfahrten zu Fortbildungen, Schulungen, Netzwerktreffen und Werkstätten nutze ich PKW (ggfs. Fahrgemeinschaft, Carsharing oder Taxi, z. B. nach Abendveranstaltungen) und ÖPNV/Bahn. 

Nachrichtlich: 

In den IHK-Bezirken Wiesbaden/Frankfurt/Rheinhessen sind rund 37.000/112.000/46.000 registrierte Mitgliedsunternehmen (Stand: 2020). Das Bundesland Hessen gilt als bundesdeutscher Durchschnitt. Insgesamt liegt Hessen auf einem hohen Niveau in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 294 Mrd. Euro (2019):

- BIP je Erwerbstätigen: rund 83.000 Euro
- Arbeitslosenquote: 4,4 Prozent (bundesweiter Durchschnitt: 5 Prozent)
- Schuldenstand: rund 44,2 Milliarden Euro (zur Mitte des Jahres 2020 auf Rang 5)
- Länderfinanzausgleich: Hessen ist eines der vier Geberländer mit, rund 1,9 Milliarden Euro

Mit Mainz (Universität, Industrie) und Wiesbaden (Bundesämter, Versicherungen, Consulting, Kreativbranche, Hochschulen, Industriepark) liegen zwei Landeshauptstädte vis-à-vis am Rhein  und bilden mit Frankfurt am MAin (Flughafen, Logistik, Industriepark, Banken, Dienstleistungen, Universität), Rüsselsheim (Automobil) und Darmstadt (Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, Raumfahrt) und im Großraum mit dem Rheingau (Landwirtschaft, Tourismus), Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim eine abwechslungsreiche Metropolenregion mit gut ausgebauter Infrastruktur. 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Zielmatrix umfasst alle Bereiche des Wirkens, d. h. als Unternehmerin, Anlegerin und Konsumentin:

UMWELT & LEBENSRAUM: Regelmäßige Überprüfung auf Möglichkeiten zur Reduzierung des schädlichen Impacts, z. B. Konsumverhalten (nachhaltige Beschaffung, Reduzierung von Müll), Mobilität, Energienutzung // Update: Neuordnung der Mobilität (Elektroroller, Fahrrad), Renaturierung Grünflächen, Nutzung von Regenwasser, Ausbau der privaten Imkerei, Entsiegelung von Flächen, Abschaffen überflüssiger Geräte, regelmäßige Evaluierung. Relevante SDGs: # 7 Erneuerbare Energie, # 12 Verantwortungsvoller Konsum, # 13 Maßnahmen zum Klimaschutz, # 15 Leben an Land
ZIEL IN ZAHLEN (Beispiele):
- gefahrene Kilometer (per Fahrrad plus 500 p.a.)
- gelaufene Wegstrecken (plus 1.500.000 Schritte)


GESELLSCHAFT & BILDUNG: Kontinuierliche Aufklärung und Informationsvermittlung mit direkter Wirkungsfähigkeit // Konkret: Durchführung von Informationsformaten, z. B. Aktionsformat „Wiesbaden engagiert“, Filmevents zur Sensibilisierung für Nachhaltigkeit,  Weiterführende Recherche nach Einflussfaktoren mit hohem sozio-kulturellen Multiplikatoreffekt, Engagement im bne-Netzwerk Wiesbaden (Bildung für  nachhaltige Entwicklung), Erschließung weiterer Handlungsbereiche (hier: Nachhaltigkeit in Einrichtungen der Kunst und Kultur) und dadurch Entwicklung des DNK-Leitfadens für Kunst und Kultur, Fortschreibung der Lehr-/Bildungsinhalte durch alle Lernstufen. Relevante SDGs: # 4 Hochwertige Bildung, # 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden, # 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
ZIEL IN ZAHLEN (Beispiele):
- mind. drei intergenerative Projektarbeiten in Praxispartnerschaft konzipiert und realisiert p.a. 
- mind. ein Fachbeitrag wird p. a. veröffentlicht: in 2020 wurde die Publikation "CSR in Hessen" konzipiert, die in 2021 erscheint (Herausgeberin: Anke Trischler)


WIRTSCHAFT & UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Ausrichtung der eigenen unternehmerischen Tätigkeit an Referenzrahmen DNK und SDGs. Weitergabe und Skalierung des Wissens durch Engagement im Ausschuss Nachhaltige Wirtschaft und in der Vollversammlung (IHK Wiesbaden), im Ausschuss Nachhaltigkeit (IHK Frankfurt), im Steuerungskreis Wirtschaftsinitiative (Nachhaltigkeitsstrategie Hessen), Durchführung ehrenamtlicher Sprechstunden für Unternehmen, z. B. CSR konkret bzw. Nachhaltigkeit (in Kooperation mit IHK Wiesbaden). Relevante SDGs: # 8 Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum, # 12 Verantwortungsvolle Produktion
ZIEL IN ZAHLEN (Beispiele):
- p. a. wird mind. eine DNK-Erklärung pro bono für eine gemeinnützige Institution oder ein KMU erstellt --> Call for papers: Qualifizierte Anfragen werden gesichtet, geeignete Bewerbung wird ausgewählt
- ca. 20 Stunden p. a. stehen für ehrenamtliche Sprechstunden mit Schwerpunkt "Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement" bzw. "CSR konkret" für Mitgliedsbetriebe der IHK Wiesbaden zur Verfügung  
- monatlicher Jour Fixe für Planung und Steuerung der Ausschuss-Arbeit (weitere 12 bis 15 Stunden pro bono)
- Engagement in Vollversammlung (weitere 12 bis 15 Stunden)

Die Anzahl der Mitarbeiter blieb bislang unter 10 und umfasste Mini-Jobber, Aushilfen und Werkstudenten und diente vor allem dem Erwerb von Praxiserfahrungen durch die Beschäftigten. Im Umgang mit jedem Mitarbeiter wird darauf geachtet, dass die Prinzipien der Nachhaltigkeit eingehalten werden. Relevante SDGs: # 5 Gleichberechtigung der Geschlechter, # 8 Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum, # 13 Maßnahmen zum Klimaschutz, # 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele   Im Sinne von SDG 17 haben wir im Blick, die Zusammenarbeit überregional auszubauen und führen dazu Gespräche, u. a. in der Metropolregion Basel sowie südliches Baden-Württemberg. Hier sehen wir zukunftsweisende Aktivitäten.

PRIORISIERUNG: 

BILDUNG erhält eine hohe Priorität. Hier werden die Entscheiderinnen und Entscheider der Zukunft ausgebildet. Es ist mein Bestreben und Ziel, dass ich tragfähige Kooperationen initiiere und sowohl Disziplinen als auch Generationen miteinander ins Gespräch und ins gemeinsame Handeln bringe. 
  • Lehrinhalte werden dynamisiert und kontinuierlich aktualisiert.
  • Kooperationen, z. B. für Studienabschlussarbeiten werden initiiert.
  • Praxisrelevante Studierendenprojekte werden handhabbar realisiert.
Weiterhin priorisiert wird der Bereich UNTERNEHMENSFÜHRUNG.
  • Ausweitung des Partnernetzwerks: transgenerative Zusammenarbeit
  • Weiterentwicklung von interdisziplinären Dialogformaten
  • regelmäßiger Experten-Austausch und kontinuierliche Weiterbildung
Der Abgleich zwischen Zielsetzung und Zielerreichung anhand der Strategie-Matrix erfolgt halbjährlich. Zuständigkeit und Verantwortung liegen bei der Geschäftsführung. Die Dokumentation erfolgt jeweils zum Ende des Kalenderjahres.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfung der Transformation zur Nachhaltigkeit GmbH basiert auf Beratungs-, Konzeptions- und Dienstleistungen. Für die Realisierung werden handelsübliche Waren und Dienstleistungen in Anspruch genommen und dabei nach Möglichkeit und Verfügbarkeit die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette betrachtet. Die Wertschöpfungskette ist überschaubar: Büromaterialien, Nutzung von Energie für Rechner und Kommunikation, Nutzung von Wasser, Entsorgung, Nutzung von Fremdräumen (ohne Einfluss), Büro (Versorger ist gesetzt) und Homeoffice (eigenen Anteil kann ich unmittelbar steuern). Die Grundsätze für Beschaffung, Mobilität, Logistik, Kommunikation, Bewirtung sind denkbar einfach: lokal und regional, saisonal, fair, ökologisch. In jedem Fall gilt: Vor- und nachgelagerte Bereiche (in Bildungsinstituten und Unternehmen) kann ich beeinflussen und Veränderungen kontinuierlich ansteuern. Auch die Ablehnung von Aufträgen ist denkbar und erfolgt nach dem Leitbild „Purpose statt Profit“.   

Für die Bewirtung von Kunden werden Kaffee, Obst und Schokolade aus nachweislich nachhaltiger Produktion gereicht; das Mineralwasser kommt aus der Region, Verpackungen werden möglichst vermieden. Bestellungen und Auftragsvergaben erfolgen unter Berücksichtigung von CO2-Emissionen (Vermeidung, Reduzierung, Kompensation) und der Einhaltung von Sorgfaltspflichten. Hierzu wird entsprechend recherchiert vor Auftragsvergabe bzw. Bestellung. Lehr- und Beratungsleistungen werden in der Regel mit eigenen Ressourcen und in Werk-Partnerschaft erbracht, wobei die Auswahl der Partner/-innen auf Basis des Bekenntnisses zum Prinzip der Nachhaltigkeit und der nachvollziehbaren Realisierung (z. B. mittels DNK-Entsprechenserklärung) erfolgt.   

Update: Der Produktionsbereich „rething - Upcycling-Produkte“ wurde 2019 vollständig an den Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden Rheingau Taunus e. V. übergeben. Im dort neu geschaffenen Berufsbildungsbereich ist auch der Erwerb hauswirtschaftlicher Tätigkeiten eingebunden. In diesem Kontext wurde ein Nähatelier eingerichtet, zu dessen Ausstattung wir mit Geräten und Material beitragen konnten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4

keine branchenspezifische Ergänzungen
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Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
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