1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Der Name des Unternehmens ist Programm. Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Beratungs-, Schulungs- und Produktangebotes. Glaubwürdigkeit in eigener Sache ist oberste Priorität für das Gelingen der Transformation. Stetiges Abgleichen und Infragestellen der eigenen Entscheidungen und Handlungen erfordern Disziplin, Kontiniutität und Geduld mit sich selbst. 

Unternehmensintern: 
  • Wachstum und Erfolg sind neu definiert. Statt "höher, schneller, weiter, mehr und eindimensionale Monokultur" gilt das Streben nach "besser werden statt gut zu bleiben, fördern und fordern, entwickeln und gestalten im Dialog, Vorausdenken und intelligente Vielfalt zulassen".
  • Ermittlung der Auswirkungen des persönlichen Verhaltens auf Umwelt und Gesellschaft. Dafür nutze ich folgende Indizes: slaveryfootprint und ecological footprint.
  • Sicherung der inhaltlichen Unabhängigkeit als Grundlage für freie Entscheidungen sowie faire und angemessene Zusammenarbeit
  • Aktives Risikomanagement und Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit
  • Anwendung von Wissen und Kompetenz, Vorleben als gutes Beispiel.
Unternehmensextern: 
Als geschäftsführende Gesellschafterin trage und entwickle ich das Unternehmen inhaltlich und zukunftsorientiert. Die Nachhaltigkeitsstrategie ist gleichermaßen mein persönlicher Verhaltenskodex.  

Im Focus steht die Transformation konventioneller Geschäftsmodelle zu zukunftsfähiger Wirtschaftsweise (z.B. Kreislaufwirtschaft) mit dem Schwerpunkt auf ökonomische und sozio-kulturelle Organisations- und Unternehmensentwicklung. Konkrete Leistungen: Identifikation relevanter Veränderungspotenziale, Strategieberatung, Umsetzungsbegleitung, Erarbeitung von Entsprechenserklärungen, Qualifizierung von Mitarbeitern und Nachwuchskräften, Informationsgespräche "CSR konkret", Durchführung von Workshops und Vorlesungsreihen sowie Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit in gesellschafts-, bildungs- und wirtschaftsrelevanten Formaten; Ziel: Entwicklung und Förderung nachhaltiger Lebensstile und zukunftsfähigen Wirtschaftens

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Mein Aufgabenbereich fokussiert sich auf Unternehmensentwicklung sowie Vermittlung von Kompetenzen und Wissen im Kontext der Transformation zur Nachaltigkeit, also Zukunftsfähigkeit. Die Unternehmensgröße ist nicht festgelegt: In kleineren Unternehmen überwiegt das Tagesgeschäft, d.h. externe Grundlagenarbeit ist erforderlich. In größeren und großen Unternehmen gibt es Ansprechpartner, die gern mit externer Unterstützung die bereits erarbeiteten Themen evaluieren und über diese verstärkt kommunizieren. Die Lehre bietet ein weites Feld zur Einbindung aller Nachhaltigkeitsthemen. Mit meinen Leistungen bewirke ich Veränderungen im Denken und Handeln, interdisziplinär zwischen Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft, z.B.:
Meine persönliche Anwesenheit bei Kunden und in Kooperationswerkstätten beschränke ich auf ein Mindestmaß. Auf guter Vertrauensbasis arbeite ich ergebnisorientiert, Teilergebnisse und Fortschritte werden per Mail übermittelt und telefonisch besprochen. Vorlesungen und Schulungen finden ergänzend als Webinar oder virtuelle Akademie statt. Lehraufträge ermöglichen mir ein hohes Maß an Eigenmotivation, Recherche und Fortschreibung. Wichtigste Kriterien bei Beratungsaufträgen sind die Bereitschaft zur Transformation des konventionellen Geschäftsmodells, Entscheidungsfähigkeit und Kontinuität. Bei Differenzen werden Kursanpassungen erarbeitet. Eine Bindung an bestimmte Branchen, Wirtschaftsbereiche oder Fachbereiche habe ich mir nicht auferlegt. Vorzugsweise arbeite ich in kleinen und mittleren Unternehmen und Organisationen und in der Regel mit direktem Zugang zu den Entscheidungsträgern. 

Risiken: 
Chancen:
Mit wenigen Ausnahmen arbeite ich in Deutschland. Mein Geschäftsgebiet umfasst das südliche Hessen und Rheinland Pfalz. Der Reiseaufwand ist überschaubar. Gesparte Zeit ist verfügbar für Entspannung, Erholung, Reflexion oder Weiterbildung. Bei Dienstfahrten zu Fortbildungen, Schulungen, Netzwerktreffen und Werkstätten nutze ich PKW (ggfs. Fahrgemeinschaft, Carsharing oder Taxi, z.B. nach Abendveranstaltungen.) und ÖPNV/Bahn. 

In den IHK-Bezirken Wiesbaden/Frankfurt/Rheinhessen sind rund 36.000/111.000/46.000 registrierte Mitgliedsunternehmen (Stand: 2016). Das Bundesland Hessen gilt als bundesdeutscher Durchschnitt. Insgesamt liegt das Bundesland Hessen auf einem hohen Niveau in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP): 263,4 Mrd. Euro (2015). Wäre Hessen als Einzelstaat ein EU-Mitglied, läge es damit zwischen Dänemark (266 Milliarden Euro) und Finnland (207 Milliarden Euro). Mehr als die Hälfte der Mitgliedstaaten erwirtschafteten ein geringeres BIP. Seit 2017 regieren CDU und Grüne. Mit Mainz (Universität, Industrie) und Wiesbaden (Bundesämter, Versicherungen, Consulting, Kreativbranche, Universitäten, Industriepark) liegen zwei Landeshauptstädte vis-à-vis am Rhein und bilden mit Frankfurt am Main (Flughafen, Logistik, Industriepark, Banken und Dienstleistungen, Universität), Rüsselsheim (Automobil) und Darmstadt (Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort) und im Großraum mit den Rheingau (Landwirtschaft, Tourismus), Heidelberg und Mannheim eine abwechslungsreiche Metropolenregion mit Ausnahmecharakter. Es ist eine sehr heterogene Region mit überwiegend gut ausgebauter Infrastruktur. 


3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Zielmatrix umfasst alle Bereiche des Wirkens, d.h. als Unternehmerin (Beratung, Produktion, Bildung und Lehre), Investorin und Konsumentin:

UMWELT & LEBENSRAUM
Eigenverantwortliche Bereiche sukzessive überprüfen auf Möglichkeiten zur Reduzierung des schädlichen Impacts, z.B. Konsumverhalten (nachhaltige Beschaffung, Reduzierung von Müll), Mobilität, Energienutzung // Konkret: Abschaffung des PKW, Begrünung von Dachflächen, Prüfen des Anbieterwechsels (Strom)
Impulse geben und Leitlinien entwickeln zu Sensibilisierung und Maßhaltung, z.B. Ermittlung des Ökologischen Fußabdrucks aller Beteiligten in einem Prozess (Status Quo und Entwicklung) // Konkret: Nachhaltigkeit im Alltag

SDG # 7 Erneuerbare Energie
SDG # 12 Verantwortungsvoller Konsum
SDG # 13 Maßnahmen zum Klimaschutz

GESELLSCHAFT & BILDUNG
Kontinuierliche Aufklärung und Informationsvermittlung mit direkter Wirkungsfähigkeit // Konkret: Durchführung von Informationsformaten, z.B. in Familienakademie, Schulen, Workshops, Filmevents zur Sensibilisierung für Nachhaltigkeit, Engagement im Ausschuß für Gesellschaftliche Verantwortung (IHK Wiesbaden)
Weiterführende Recherche nach Einflussfaktoren mit hohem sozio-kulturellen Multiplikatoreffekt
Fortschreibung der Lehr-/Bildungsinhalte durch alle Lernstufen

SDG # 4 Hochwertige Bildung
SDG # 8 Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
SDG # 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden
SDG # 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

WIRTSCHAFT & UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Engagement im Arbeitskreis Nachhaltigkeit (IHK Frankfurt am Main)
Durchführung ehrenamtlicher Sprechstunden für Unternehmen, z.B. CSR konkret (in Kooperation mit IHK Wiesbaden)
Projektdurchführung zur Erstellung von DNK-Entsprechenserklärungen (insbesondere mit Ermittlung des direkten und indirekten Impacts in Liefer- und Wertschöpfungskette) 
Aktuell beschäftige ich keine festen Mitarbeiter. Sollte sich dies ändern, wird selbstverständlich auch im Umgang mit Mitarbeitern darauf geachtet, dass die Prinzipien der Nachhaltigkeit eingehalten werden. 

SDG # 5 Gleichberechtigung der Geschlechter
SDG # 8 Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
SDG # 13 Maßnahmen zum Klimaschutz
SDG # 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Priorisierung
Der Bildungsbereich erhält eine hohe Priorität. Hier werden die Entscheiderinnen und Entscheider der Zukunft ausgebildet. Es ist mein Bestreben und Ziel, dass ich tragfähige Kooperationen initiiere und sowohl Disziplinen als auch Generationen miteinander ins Gespräch und ins gemeinsame Handeln bringe. 
Der Abgleich zwischen Zielsetzung und Zielerreichung anhand der Strategie-Matrix erfolgt vierteljährlich. Zuständigkeit und Verantwortung liegen bei der Geschäftsführung. 

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Im Bereich Bildung und Lehre bauen die Inhalte aufeinander auf und werden kontinuierlich fortgeschrieben, auch durch Abgleich mit aktuellen Entwicklungen. In der Beratung sind die jeweiligen Vorgehenweisens individuell auf Kundenanforderungen abgestimmt, d.h. nicht unmittelbar vergleichbar. Kundenwünsche und Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen. Lehr- und Beratungsleistungen werden in der Regel mit eigenen Ressourcen und in Werk-Partnerschaft erbracht, wobei die Auswahl der Partner/-innen auf Basis der Bekenntnis zur Nachhaltigkeit erfolgt. Grundsätze für Beschaffung, Mobiliät, Logistik, Kommunikation: lokal und regional, saisonal, fair, ökologisch. Als Dienstleistungsanbieter in Beratung und Bildung ist die Wertschöpfungsketter überschaubar: Büromaterialien, Nutzung von Energie für Rechner und Kommunikation, Nutzung von Fremdräumen (ohne Einfluss). Meinen eigenen Anteil kann ich steuern. Vor- und nachgelagerte Bereiche (in Hochschule und zu beratenden Unternehmen) kann ich nur bedingt beeinflussen, aber Veränderungen kontinuierlich anregen. 

Im Bereich der Upcycling-Produkte strebe ich die Kreislaufwirtschaft an: Nutzung von Sekundärrohstoff als Grundlage für neue Produkte, Verlängerung des Materiallebenszyklus, abschließende Nutzung als Nährstoff für einen erneut beginnenden Kreislauf. Als Problem ist bekannt: Die Herstellung der single use-Materialien erfolgt mit hohem Energieaufwand und Ressourceneinsatz und zudem häufig in China. Schaltstelle sind hier die Design- und Kommunikationsagenturen, die im direkten Gespräch mit dem jeweiligen Auftraggeber stehen. Aufgabe und Chance zur Veränderung ist hier der stetige Dialog mit den Agenturen und Produktionsfirmen. Wir stehen noch am Anfang. Für die Weiterverarbeitung zugekaufte Materialien stammen möglichst aus fairem Handel. Materialreste aus der Upcycling-Produktion fallen nur sehr gering an und gehen dann zum Wertstoffhof. Ziel ist, dass einerseits weniger single use-Werbematerial hergestellt wird bzw. die weitere Verarbeitung und Nutzung bereits bei der Herstellung integriert berücksichtgt werden (ökologische Verträglichkeit und finaler Abbau). Die Vorgehensweise dazu erfolgt bottom up: Akquise von Material und Auftrag, Herstellung stylischer Produkte, Vermittlung der Langlebigkeit des Materials mittels alltagstauglichem Einsatz, Sensibilisierung durch Darstellung von Verschwendung und Überfluss. Mit rething-Produkten liefere ich einen positiven Beitrag für das ökologische Engagement der Auftraggeber (Reduzierung von Müll, Verlängerung der Materialnutzung in neuer Form, Kommunikation über Give Aways). 



Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4

Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
Das trifft nicht zu. 
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
Das trifft nicht zu.