1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als beratendes Unternehmen für Energiemaßnahmen ist es für uns selbstverständlich, dass der Nachhaltigkeitsgedanke ein grundlegender und wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie ist. Darüber hinaus haben wir es uns zur Aufgabe gemacht den Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Durchführung unserer Projekte mit einzubinden und bei den Beratungstätigkeiten an unsere Kunden zu kommunizieren.

Daraus ergibt sich eine doppelte Strategie, die nicht nur darauf abzielt unser eigenes Handeln der Nachhaltigkeit zu verschreiben, sondern auch als Multiplikator den Gedanken der Nachhaltigkeit an unsere Kunden weiter zu geben.

Bei der Beratung von Kommunen, großen Industrieunternehmen und KMUs zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, sowie der Planung von ganzheitlichen Energiekonzepten sind alle Mitarbeiter angehalten die Aspekte der Ökologie, der Ökonomie und der Soziologie, im Projektkontext kritisch zu hinterfragen und zu bewerten. Das heißt, bei der Planung und Analyse von Maschinen oder Energieversorgungsanlagen sowie der Beratung zu Arbeits- und Produktionsprozessen ist ein kreativer, stetiger Verbesserungsprozess notwendig, zu dem wir jeden Mitarbeiter motivieren. Direktes Fördern des Kreativprozesses erfolgt durch Techniken wie Mind Mapping, Metaplantechnik und ein kollektives Notizbuch. Mit aktuell neun Mitarbeitern ist es möglich erarbeitete neue Lösungsansätze bei wöchentlichen Teammeetings zu diskutieren und effektiv umzusetzen. Als junges, wachsendes Unternehmen haben wir dabei die Chance die Nachhaltigkeitsthemen von Anfang an in alle Weiterentwicklungsprozesse unseres Betriebes mit einzubeziehen. Dabei richten wir die strukturelle Organisation der Nachhaltigkeitsbetrachtungen nach den Kriterien des DNK aus. Wir können bei pbr NETZenergie feststellen, dass diese Aufrechterhaltung eines stetigen Weiterentwicklungsprozesses zur Nachhaltigkeit, das Arbeitsklima, die Mitarbeitermotivation und die Außendarstellung des Unternehmens sehr positiv beeinflussen.     


Unsere Strategie, bei unseren Projekten, die Kunden für die Integration der Nachhaltigkeit, in ihre unternehmerischen Entscheidungsprozesse, zu motivieren, beinhaltet eine engagierte Kommunikation, Information und Netzwerkarbeit. Vermittelt werden dabei branchenspezifische neue Erkenntnisse und technische Innovationen. Zusätzlich werden Denkanstöße gegeben, um auch etablierte Prozesse zu hinterfragen. Dieser Ansatz treibt besonders eine nachhaltige Innovation bei der Energieversorgung und Energieeffizienz voran, sodass von den Nachhaltigkeitszielen der UN (Sustainable Development Goals), Goal 7: „Affordable and clean Energy“ und „Goal 9: Industry, Innovation and Infrastructure“ unterstützt werden.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Als Besonderheit bezüglich des ökologischen, sozioökonomischen und politischen Umfeldes im Tätigkeitsfeld der pbr NETZenergie GmbH ist die deutsche Energiewende zu nennen. Die Energiewende erzeugt häufig wechselnde politische Rahmenbedingung, sowie dynamische gesellschaftliche Auswirkungen durch die grundlegende Umstellung der Energieversorgung. Aus diesem Grund ist es für die pbr NETZenergie GmbH sehr relevant, diesen Herausforderungen mit stetiger Weiterbildung der Mitarbeiter, Innovation und auch der Sensibilisierung der Kunden für ökologische Themen (im Energiesektor) zu begegnen.

Darüber hinaus gibt es weitere Aspekte im Bereich Ökonomie, Ökologie und Soziales, die für die pbr  NETZenergie GmbH sowohl intern als auch im Umgang mit unseren Kunden und unseren Dienstleistungen relevant sind. Wir sehen die DNK-Berichtserstattung als ideale Möglichkeit, um als Unternehmen die Wesentlichkeit dieser zentralen Nachhaltigkeitsaspekte für uns zu beurteilen und Differenzen zu den Erwartungen unserer Stakeholder zu diagnostizieren. Um dies zu bewerkstelligen haben wir bereits im Zuge der letzten Berichterstellung einen Stakeholder Dialog veranlasst und aus den Ergebnissen eine Wesentlichkeitsmatrix erstellt. In der Wesentlichkeitsmatrix sind die wichtigsten Nachhaltigkeitsaspekte aufgeführt, auf die die Geschäftstätigkeit der pbr NETZenergie GmbH Einfluss hat.

Die Schwerpunkte sind im Wesentlichen, wie nachfolgend beschrieben, gleichgeblieben.
Der Dialog hat zum einen ergeben, dass die Energieeffizienz in unserem Unternehmen für unsere Steakholder die größte Relevanz hat. Dieses Ergebnis bestätigt uns in unserer Unternehmensphilosophie, da wir davon überzeugt sind, dass eine Beratung zur Energieeffizienz nur dann erfolgreich abläuft, wenn der Nachhaltigkeitsgedanke im eigenen Unternehmen gelebt wird. Da wir, durch unser Arbeitsfeld der energetischen Optimierung, den ökologischen Fußabdruck unserer Kunden reduzieren, stellt die Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie aus ökologischer Sicht bei uns, sowie bei unseren Kunden, eine Chance dar.

Ein weiterer zentraler Nachhaltigkeitsaspekt bildet für unsere Stakeholder die Förderung des nachhaltigen Ökonomiebewusstseins unserer Kunden. Dies ist Teil unseres Kerngeschäfts und hat für uns eine signifikante Bedeutung. Beispielsweise unterstützen wir bei investiven Maßnahmen zur Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz, die durch langfristige finanzielle Einsparungen einen großen nachhaltigen Effekt haben.       

Neben dem ökologischen ist für uns auch der soziale Aspekt von zentraler Bedeutung. Auch wenn unsere Kunden darauf vergleichsweise weniger Wert legen, ist unsere Motivation soziale Maßnahmen Unternehmensintern durchzuführen sehr hoch, da dadurch ein produktives und angenehmes Arbeitsklima gewährleistet werden kann. Die soziale Verantwortung eines Unternehmens geht allerdings über die Büromauern hinaus, sodass wir uns auch bei diversen Projekten in der Region unseres Unternehmensstandortes engagieren (vgl. Kriterium 18).

Der demografische Wandel stellt unser Unternehmen vor die Herausforderung auch zukünftig qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Diesem Problem wirken wir entgegen, indem wir selbst verstärkt die Ausbildung unterstützen. Wir bieten daher die Betreuung von Abschlussarbeiten in verschiedenen Fachbereichen (Bachelor- und Masterarbeiten) an und übernehmen die Absolventen nach Möglichkeit anschließend gerne.


3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

In unserer Gesellschaft erhält das Thema Nachhaltigkeit immer mehr Bedeutung und Interesse. Um diesem wachsenden Interesse und dem damit einhergehenden Beratungsbedarf auch in Zukunft mit derselben Qualität nachgehen zu können, sind wir als junges Unternehmen in einem ständigen Wachstum.

Damit wir in Zukunft unsere Kunden noch besser beraten können, setzen wir uns das Ziel noch persönlicher auf die Kundenbedürfnisse einzugehen und für die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte zu sensibilisieren. Sie sollen von uns nicht nur eine kompetente, sondern auch eine individuelle Beratung und Unterstützung für Nachhaltigkeitsziele bekommen.  Um die Digitalisierung voranzutreiben soll eine 360°-Kamera angeschafft werden, die eine Besichtigung von Anlagen ermöglicht, ohne anwesend zu sein. Dadurch werden Fahrtstrecken eingespart, was zum einen eine Reduzierung des Energiebedarfs bedeutet und zum anderen eine deutliche Zeitersparnis und somit eine Kostenreduktion für den Kunden. Des Weiteren soll eine App entwickelt werden, die die Übertragung von Daten, wie z.B. Anlagenkatastern erleichtert.


Bis 2021 werden unsere Mitarbeiter bei der Anreise dank der Umstellung der Firmenfahrzeuge auf Elektro den direkten Schadstoffausstoß auf 0 % reduzieren. Durch Online-Konferenzen werden zudem Fahrtstrecken eingespart und somit Emissionen vermieden. Eine weitere Möglichkeit Ressourcen einzusparen und somit die Umwelt zu entlasten, sehen wir in einem Qualitätsmanagement. Dieses wird in Zukunft den Papierverbrauch überwachen und kritisch hinterfragen. So wollen wir bis 2020 den anfallenden Papierverbrauch um 50 % reduzieren. Neben den beschriebenen, sind weitere Ziele und Handlungsfelder in der unten aufgeführten Grafik dargestellt. Diese werden in den folgenden Kriterien genauer aufgeschlüsselt.
Ziele und Handlungsfelder

Eine Priorisierung der genannten Ziele nehmen wir nicht vor, da wir alle Ziele mit gleicher Priorität verfolgen. Das Kontrollieren dieser Ziele soll durch eine jährliche Aufbereitung des DNK Berichtes durchgeführt werden. Dabei werden die Ziele des Vorjahresberichtes mit der Ist-Situation abgeglichen. Mögliche Abweichung können dann gezielt mit der Geschäftsführung diskutiert werden (vgl. Kriterium 5). Wie bereits in Kriterium 1 beschrieben adressieren diese Ziele die UN Sustainable Goals 7 und 9.       Die Unternehmensstrategie ist im Insgesamten auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Dies äußert sich durch eine breite Aufstellung der Geschäftsfelder unter anderem auch im Bereich der Beratung zum Thema Klimaanpassung.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Bei der pbr NETZenergie GmbH haben wir unsere gesamte Wertschöpfungskette in eigener Hand, denn alle unsere Dienstleistungen werden durch eigene Mitarbeiter bereitgestellt. Somit stellen wir sicher, dass der soziale Nachhaltigkeitsaspekt umfangreich berücksichtigt wird.

Wir verkaufen keine materiellen Produkte deren Herstellungsprozess bzw.  Wertschöpfungskette untersucht werden kann. Bei unserer Dienstleistungstätigkeit werden lediglich die üblichen Büromaterialien und IT genutzt. Die einzige dauerhaft genutzte materielle Ressource ist Papier, welches wir nur einsetzen, wenn es wirklich notwendig ist oder durch umweltfreundliches Graspapier ersetzen. Graspapier bietet eine ökologische, nachhaltige und regionale Alternative zu herkömmlichen Papier. Auch bei der Herstellung werden deutlich weniger Ressourcen, wie z.B. Wasser, benötigt.
Bei der Nutzung der IT wird darauf geachtet das nach Arbeitsschluss alle Verbraucher ausgeschaltet werden. Der Energiebedarf durch Heizung und Beleuchtung wird durch unseren neuen Bürostandort in einem DGNB-zertifizierten Gebäude deutlich gesenkt. Energie wird z.B. durch die helligkeitsgesteuerte Arbeitsplatzbeleuchtung eingespart.

Bezüglich der Wertschöpfungskette konzentriert sich unser Ansatz auf die Beratungsdienstleistungen, die die nachhaltige Wertschöpfung unserer Kunden und ihre Produktion erhöhen.

Ein deutlicher Anteil am Energieverbrauch wurde bisher durch Dienstreisen verursacht. Dieser konnte nun jedoch deutlich reduziert werden. Zum einen wurde ein E-Fahrzeug angeschafft und zum anderen wurde die Nutzung von Videokonferenzen eingeführt, die zahlreiche Kundenbesuche, ohne negative Auswirkungen ersetzen, konnten.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt einige unserer Mitarbeiter, auf Grund der Schließung der Kitas und Schulen, derzeit vor große Herausforderungen. Dieses Problem ist der Geschäftsführung bekannt. Um jetzt und auch in Zukunft eine bessere Vereinbarkeit zu ermöglichen und die Mitarbeiter zu entlasten werden nicht nur flexible Arbeitszeiten, sondern auch die Arbeit im Home-Office ermöglicht. Diese Modelle sollen auch in Zukunft weiter angeboten und ausgeweitet werden. Ab diesem Jahr steht es daher jedem Mitarbeiter frei, einen Tag in der Woche im Home-Office zu arbeiten.
Weitere Probleme in sozialen und ökologischen Bereichen werden derzeit nicht gesehen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4