1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Den Rahmen der Nachhaltigkeitspolitik des InWIS im Hinblick auf Kundenorientierung, die Bedeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Prozesse und Technologien, ständige Verbesserung, Qualitätsbewusstsein und Kommunikation bilden das Leitbild des EBZ sowie das InWIS-eigene Leitbild, mit folgenden Handlungsfeldern:

1. Bundesweit vernetzt, regional verankert
2. Qualität durch beste Rahmenbedingungen
3. Innovativ und ökonomisch nachhaltig
4. Gemeinsame Werte, vertrauensvolles Miteinander
5. Verantwortungsvoller Arbeitgeber

Die strategischen Ziele des InWIS sind darüber hinaus in dem Strategiekonzept „EBZ 2025“ beschrieben. Es handelt sich um ein Konzernkonzept mit einem Vorlauf von rund 10 Jahren, an dem sich die Tochtergesellschaften des EBZ beteiligt haben. Die strategischen Ziele werden laufend überprüft und einer Weiterentwicklung unterzogen. Dies geschieht in regelmäßigen Sitzungen und anlässlich der Aufstellung des Wirtschaftsplanes für das kommende Geschäftsjahr und einen nachfolgenden Zeitraum von weiteren fünf Jahren. Der Wirtschaftsplan wird alljährlich gemeinsam zwischen Geschäftsführung und den Leistungsbereichsleitern erstellt und in die Gesamt-Wirtschaftsplanung der EBZ-Gruppe integriert.

Ferner steht die InWIS Forschung & Beratung GmbH für die Vermehrung von Wissen, für wertorientierten Wachstum sowie für den Transport von wertvollem Wissen und Beratungsleistungen an ihre Kunden. Im Rahmen dieser eigenen Unternehmensstrategie orientiert sich InWIS intensiv an den Themenfeldern Ökologie, Ökonomie und Soziales. Bei sämtlichen Neuausrichtungen im Unternehmen wird stets nach einer Möglichkeit des nachhaltigen Handelns gestrebt, die zugleich mit den eigenen Unternehmenszielen im Einklang stehen. Auf langfristige Sicht plant InWIS die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie zu einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Derzeit liegt jedoch keine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie vor.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Gelebte Nachhaltigkeit bei der InWIS Forschung & Beratung GmbH setzt sich aus dem Dreiklang zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung zusammen. Da die InWIS Forschung & Beratung GmbH über keine Grundfinanzierung verfügt, sondern sich über Beratungs- und Forschungsvorhaben eigenständig finanzieren muss, hat die ökonomische Dimension einen hohen Stellenwert. Diesem ökonomischen Teil wird durch jährliche Wirtschaftspläne und deren regelmäßige Überprüfung Rechnung getragen.

Das InWIS verfügt über einen breiten Kundenkreis und ist sowohl regional als auch national vernetzt. Ob verbandlich organisiert oder mit Blick auf Einzelkunden, ob kommunale oder privatwirtschaftliche Akteure – InWIS stellt sich auf die individuellen Anforderungen der Kunden ein.

Durch die Tätigkeit als Dienstleistungsunternehmen in Forschung und Beratung sind direkte Auswirkungen des unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft durch das Handeln der Mitarbeitenden erfahrbar. Beispielsweise fallen CO2-Emmissionen an - allerdings nur in begrenztem Umfang, z.B. durch den Verbrauch von Strom und Heizenergie oder durch Dienstreisen. Bei Dienstreisen erfolgt die Wahl des Verkehrsträgers unter Kosten-/Nutzen- und Umweltgesichtspunkten, soweit sinnvoll sollen öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden.

Mittelbar wirkt InWIS durch entwickelte Konzepte, verfasste Berichte und aufgrund von Empfehlungen zur Änderung von Prozessen. Bei der Bearbeitung von Forschungs- und Beratungsaufträgen verfolgt InWIS einen ganzheitlichen Beratungsansatz und bezieht Erkenntnisse aus der eigenen Forschung mit ein. Durch die beratende Tätigkeit kann InWIS bezüglich aller Nachhaltigkeitsaspekte auch Anreize außerhalb des eigenen Unternehmens schaffen. So werden z.B. durch unsere Handlungsempfehlungen ökologische und soziale Projekte (z.B. Quartiersmanagement, flächensparende Stadtentwicklung) angestoßen.

Ein Großteil der Forschungs- und Beratungstätigkeit befasst sich mit dem Bau, der Bewirtschaftung und Herrichtung von Immobilien. InWIS ist bestrebt, die energetische Erneuerung von Wohnungsbeständen voran zu treiben und arbeitet dabei zusammen mit den technischen Fakultäten des Ruhrgebiets. Unter anderem ist InWIS Mitinitiator der Fortschrittkollege „Energieeffizienz im Quartier – clever versorgen. Umbauen. Aktivieren“ und „Future Water“.

Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des InWIS wirkt sich positiv auf die Qualität der Produkte, auf die Effektivität der Prozesse und damit auf das Vertrauen und die Zufriedenheit der Kunden aus. Auf diese Weise legt das Unternehmen die gewünschten Ergebnisse fest und unterstützt einen zielorientierten Ressourceneinsatz. In Klausurtagungen wird das Zusammenspiel der Nachhaltigkeitsfaktoren regelmäßig thematisiert und reflektiert. Die Leitbilder des EBZ und InWIS sind zugleich Resultat und Zeugnis dieser intensiven Auseinandersetzung mit Fragen der strategischen Nachhaltigkeit.

Aus der direkten Geschäftstätigkeit, welche zu 100 Prozent aus Dienstleistungen besteht, ergeben sich kaum erkennbare Risiken für ökologische und soziale Nachhaltigkeitsbelange. Gleichzeitig wird die Mitarbeit an städtischen und privatwirtschaftlichen Wohnungs- und Quartierskonzepten jedoch als Chance identifiziert, die nachhaltige Entwicklung der Wohnungswirtschaft und Quartiersforschung und –beratung positiv voranzutreiben.

Um dennoch mögliche Risiken im Zuge der Liberalisierung der Märkte frühzeitig erkennen und entsprechend darauf reagieren zu können,hat das InWIS im Rahmen des EBZ ein Risikomanagement-System eingerichtet, in dem alle wesentlichen Risiken mit deren Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen finanziellen Konsequenzen gelistet sind. Das operative Handling des Risikomanagements ist primär eine Führungsaufgabe des Managements (Geschäftsführung, Bereichsleiter). Entsprechend werden die Verantwortlichkeiten und Aufgaben auf die genannten Ebenen unter Einbeziehung der Risikomanager und der Revision verteilt.

Gleichzeitig besteht für das InWIS die Notwendigkeit, Chancen zu managen, die sich im Marktumfeld des InWIS abzeichnen. Damit gemeint ist die rechtzeitige Wahrnehmung und Adaption von Chancen, mit denen der Fortbestand des Unternehmens dauerhaft gesichert werden kann.

Eine Chance ergibt sich aus der fortschreitenden Digitalisierung. Der Umgang mit und die Analyse von Daten unterschiedlicher Herkunft spielt eine immer größere Rolle. Hierin sieht InWIS die Chance für neue Produktentwicklungen wie Quartiersinformationssysteme, teilautomatisierte Marktberichte oder digitale Datenerhebung. Eine weitere Chance zeigt sich in der zunehmenden Vernetzung des Hochschulstandortes Ruhrgebiet. Unterschiedliche Fakultäten forschen gemeinsam in Bereiche, die auch für das InWIS relevant sind (Quartiers- und Regionalforschung). InWIS ist nicht nur Teil dieses Think Tanks, sondern aktiver Gestalter von Innovationsprozessen und sieht dort auch eine große Chance in der Gewinnung von Humankapital.

Darüber hinaus ergeben sich neue Chancen durch die Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften des EBZ. Gemeinsame Formate zum Informations- und Wissensaustausch sollen zukünftig die Weiterentwicklung und Inwertsetzung von Produkten am Markt fördern.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Den Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des InWIS im Hinblick auf Kundenorientierung, die Bedeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Prozesse und Technologien, ständige Verbesserung, Qualitätsbewusstsein und Kommunikation bilden das Leitbild des Europäischen Bildungszentrums sowie das InWIS-eigene Leitbild.

Das InWIS hat das Ziel, sich als führendes Forschungs- und Beratungsunternehmen bei Unternehmen, Verbänden und Politik der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zu positionieren. Dazu benötigt es eine gute finanzielle Basis und eine kritische Größe, die die Ausbildung von Spezialkompetenzen ermöglicht. Für die aktuelle Strategieperiode strebt das InWIS deshalb mit beiden Gesellschaften ein moderates nachhaltiges und wertorientiertes Wachstum an. Geschäftsfelder und Dienstleistungsbereiche werden tragfähig entwickelt und chancenorientiert geführt.

InWIS begreift es als Aufgabe, als Think Tank der Wohnungswirtschaft wichtige Themen und Trends aufzugreifen, die für die Branche wegweisend sind. In diesen Themenfeldern strebt das InWIS an, bedeutende Forschungsvorhaben zu akquirieren und den Transfer der Erkenntnisse in die Praxis aktiv zu betreiben. Auch Nachhaltigkeitsthemen stehen dabei immer wieder auf der Agenda, wie beispielsweise Themen zum energieeffizienten und ressourcenschonenden bauen, modernisieren sowie bewirtschaften von Wohnungen oder unterschiedlichen Bereichen der Quartiersforschung. Unser permanenter Wissensaustausch – auch über regionale Grenzen hinweg – führt auch zur Sicherung und Steigerung der Innovationskraft der Branche. Dazu wird die inhaltliche Verzahnung mit den Professuren der EBZ Business School kontinuierlich ausgebaut. Gradmesser dafür ist die Zahl gemeinsam bearbeiteter Forschungsprojekte.

In einem zusammenrückenden Europa spielen grenzübergreifende Aktivitäten und Projekte eine immer größere Bedeutung. Das InWIS unterstützt und folgt der Strategie der Stiftung EBZ, Kontakt auf europäischer und auch auf internationaler Ebene zu intensivieren. Hierzu zählen die Pflege der bestehenden Partnernetzwerke und der Aufbau weiterer Kontakte zu vergleichbaren Institutionen und Organisationen. InWIS beteiligt sich an der Ausschreibung europäischer Forschungsvorhaben.

Anspruchsvolle Ziele erfordern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Lage sind, Forschungs- und Beratungsprojekte auf qualitativ hohem Niveau zu bearbeiten und innovative Lösungen für häufig komplexe Problem- und Fragestellungen zu erarbeiten. InWIS investiert daher in die nachhaltige Entwicklung des Personals. InWIS setzt die bestehende Personalentwicklungsstrategie ausgerichtet an den hohen Anforderungen in Zusammenarbeit mit der Personalabteilung des EBZ um und entwickelt diese weiter.

Die Ziele und Strategieentwicklung des InWIS werden regelmäßig im Rahmen verschiedener Gremien und Runden diskutiert und aktualisiert. Die Strategiediskussion und -entwicklung findet im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen der Geschäftsführer und Leistungsbereichsleiterinnen und -leiter einmal im Monat statt. Überdies bietet die einmal monatlich stattfindende „InWIS-TrendWerkstatt“ ein mitarbeiterübergreifendes Forum zur Diskussion strategischer Fragen der Weiterentwicklung des InWIS.

Neben dem übergeordneten Ziel weiterhin ökologischer und sozialer zu werden und das im Rahmen wirtschaftlicher Rentabilität, verfolgt InWIS aktuell keine quantifizierbaren Nachhaltigkeitsziele.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Die Wertschöpfung des Unternehmens beruht im Wesentlichen auf den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihrer wissenschaftlichen bzw. beratenden Tätigkeit als Consultant. Die Geschäftstätigkeit des InWIS als wissensintensives Unternehmen basiert auf der Generierung, Anwendung und Weitergabe von Wissen und Know-how.

Soziale und ökologische Auswirkungen entstehen vorgelagert hauptsächlich bei der Beschaffung von Büromaterial, der Inanspruchnahme externer Dienstleistungen (z.B. Versanddienstleistungen im Zusammenhang mit Befragungen) und dem in geringem Maße anfallenden Kraftstoffverbrauch Das Büromaterial bezieht InWIS ausschließlich über deutsche Anbieter. Bei der Auswahl wird auf die Qualität und Langlebigkeit von Produkten geachtet. Größere Druckaufträge werden über einen klimaneutralen Druck auf FSC-zertifizierten Materialien abgewickelt. Für das InWIS existiert eine Kooperationsmatrix, in der u. a. eine Bewertung des Kooperationspartners im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Fachkompetenz und Flexibilität dokumentiert sind. Eine Kontrolle der Wertschöpfungskette bis zur Herstellung der Büromaterialien entzieht sich dem Einflussbereich des Unternehmens.

Zur nachhaltigen Gestaltung der Mobilität bietet InWIS ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit der BahnCard Business ein Reisen zu 100% mit Ökostrom. So trägt das Unternehmen dazu bei, dass auf Dienstreisen ein Teil der CO2-Emissionen reduziert wird.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4