1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Der Nachhaltigkeitsgedanke bestimmt die Beratungsarbeit der PD und ist gleichzeitig Anspruch an unsere Arbeits- und Rahmenbedingungen. Als öffentliches Unternehmen nimmt die PD eine Vorbildfunktion wahr. Unser Nachhaltigkeitsansatz zeigt sich in unternehmensbezogenen Maßnahmen als auch in einer nachhaltigen, lebenszyklusorientierten Beratung der öffentlichen Hand.

In unsere Geschäftstätigkeit fließt im Wesentlichen der Anspruch ein, natürliche Ressourcen zu schonen. So achten wir darauf, unsere Kunden effizient und ressourcenschonend zu beraten und begleiten sie dabei, ihre Vorhaben auch als investive Projekte strategisch zu planen und auf ihre Nachhaltigkeit hin zu überprüfen. Beispiele sind u.a. die Berücksichtigung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in den Bereichen energieeffizientes Bauen, Gebäudesanierung und langfristigen Gebäudebewirtschaftung sowie im Bereich der Verwaltungsmodernisierung die Einführung der E-Akte oder die papierfreie Archivierung. Zudem bietet uns die Beratungstätigkeit die Möglichkeit, von Kunden zu lernen und Best Practices für das eigene Unternehmen zu erfahren.   Die PD hat Nachhaltigkeit im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses in ihr Leitbild aufgenommen und betrachtet die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, die detaillierte Empfehlungen gibt, wie Unternehmen und ihre Beschäftigten einen Beitrag für eine auch zukünftig lebenswerte Umwelt leisten können, übergreifend als Dach über ihre eigenen Aktivitäten. Bereits seit 2012 legt die PD ihre Nachhaltigkeitsinitiative sowie die zugehörigen Aktivitäten nach den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) offen.   Die unternehmensbezogene Nachhaltigkeitsinitiative der PD ist in die Geschäftstätigkeit integriert. Sie basiert im Wesentlichen auf vier Säulen: 1) Ökologisches Engagement, 2) Soziales Engagement, 3) Vernetzung und Mentoring sowie 4) Interne Maßnahmen zum bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Beispiele hierfür sind u.a. PD ist seit 2017 Mitglied im Unternehmensnetzwerk UPJ e.V., dem Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland, um Aktivitäten hinsichtlich Corporate Citizenship bzw. Corporate Social Responsibility witer auszubauen, und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB). Im Zuge des Beitritts verfügt die PD über ein eigenes Mitgliedsprofil auf der DGNB-Webseite.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Die PD hat Nachhaltigkeit im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses in ihr Leitbild aufgenommen. Der Anspruch an unsere Beratungstätigkeit ist u.a.: "Wir begleiten die Anliegen unserer öffentlichen Auftraggeber von Anfang an mit nachhaltigen und umsetzbaren Lösungsvorschlägen." sowie "Nachhaltigkeit definieren wir nicht nur für unsere Beratungsarbeit, sondern auch als Anspruch für unsere Arbeits- und Rahmenbedingungen (wie z.B. Work-Life-Balance)." Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung stehen als Dach über unseren Aktivitäten.

Unsere strategische Beratung bietet die Chance zu wirksamer Verwaltungsmodernisierung und der Berücksichtigung und Implementierung umweltfreundlicher Aspekte bei Infrastrukturvorhaben. Insbesondere bei wesentlichen tiefgreifenden Veränderungsprozessen wie etwa dem demografischen Wandel, der fortschreitenden Digitalisierung oder der Energiewende sehen wir in unserer Beratungstätigkeit die Chance positive Veränderungen für die öffentliche Verwaltung zu erzielen. Ziel ist es, dass die öffentliche Hand ihre Aufgaben wirtschaftlich und für noch spätere Generationen nachhaltig erfüllen kann. Wir sehen uns unter anderem der Digitalen Agenda 2014 – 2017 der Bundesregierung verpflichtet, welche durchgängige, elektronisch vernetzte und vor allem medienbruchfreie Prozessketten zwischen allen Verfahrensbeteiligten vorsieht. Hierfür ist eine flächendeckende Digitalisierung der Verwaltung die Voraussetzung.

Ein Beispiel für die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen: In Brandenburg haben der Landkreis Dahme-Spreewald, die Gemeinde Eichwalde sowie die Städte Königs Wusterhausen, Lübben (Spreewald) und Wildau ein gemeinsames Modellprojekt gestartet, um die E-Rechnung einzuführen. Die PD hat dieses Vorhaben begleitet und dafür einen Handlungsleitfaden erstellt, der auch anderen Kommunen durch einen praxisorientierten Einstieg in das Thema E-Rechnung und ein Vorgehensmodell zur Einführung eines elektronischen Workflows für die E-Rechnungsverarbeitung einen greifbaren Mehrwert liefert und eine Hebelwirkung erzeugt.

Bei der wirtschaftlichen Beratung und Projektsteuerung großer Hochbauprojekte zielt die Beratung der PD auf nachhaltige Baustandards ab. Wir verfolgen einen gesamtheitlichen Lebenszyklusansatz, der den Energie- und Wasserverbrauch über Jahrzehnte des Betriebs berücksichtigt und den Einsatz ressourcenschonender, innovativer Technologien forciert. So wurde der von uns beratene Neubau des Berliner Dienstsitzes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit dem Nachhaltigkeitszertifikat in Gold nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) ausgezeichnet.

Unser Auftrag besteht in einer unabhängigen, fachlich-fundierten und wirkungsorientierten Beratung für unsere Kunden. Nicht wirtschaftliche und nicht nachhaltige Projekte raten wir unseren Kunden konsequent ab.
 
Regelmäßig spiegeln Grundlagenarbeiten zu den Themen Energieeffizienz, Elektromobilität sowie moderner Partnerschaftsmodelle im Gesundheitswesen die Bedeutung des Themas im Beratungsportfolio wider. Unsere Berater greifen Themen auf, die die öffentliche Verwaltung bewegen, und veröffentlichen dazu Fachpressebeiträge in verschiedenen Zeitschriften sowie im PD-eigenen, monatlich erscheinenden Newsletter "Blickpunkt PD", welche auch eine Verwertbarkeit für die öffentliche Verwaltung bieten.

Den Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf die Umwelt sind wir uns bewusst. Als bundesweit agierendes Beratungsunternehmen mit Sitz in Berlin bedingt die Geschäftstätigkeit einige unvermeidbare Belastungseffekte für Mitarbeiter und Umwelt. Wir gehen diese gezielt über Nachhaltigkeitsmaßnahmen an, um positive soziale und ökologische Folgewirkungen zu erreichen. So hat die PD u.a. ein betriebliches Gesundheitsmanagement (s. Kriterium 15) eingeführt, um Erkrankungen vorzubeugen und eine schnelle Regeneration der Mitarbeiter zu fördern.

Das ökologische Risiko, das von unserer Tätigkeit als Beratungsunternehmen ausgeht, ist maßgeblich das Reisen zum Kunden und die damit verbundenen CO2-Emissionen. Hierzu war es eine wesentliche Entscheidung in 2017, im kommenden Jahr eine Betriebsstätte in Düsseldorf zu eröffnen. Diese bietet die wesentliche Chance, die Kundennähe zu erhöhen und die Reisetätigkeit der Berater zu reduzieren. Alle Mitarbeiter sind angehalten, bei Beratungsterminen am Dienstort des Kunden wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sofern abzusehen ist, dass sich für die Projektbearbeitung eine BahnCard amortisiert, schafft die PD diese für die Mitarbeiter an. Darüber hinaus sollen kurze Absprachen per Video- oder Telefonkonferenz abgehalten werden, um die Reisetätigkeit zu verringern. Für einen ressourcenschonenden Bürobetrieb arbeitet die PD mit einer modernen IT-Infrastruktur. Dabei ermöglicht beispielsweise die Nutzung eines softwaregestützten Dokumentenablagesystems, den Verbrauch an Ressourcen wie Strom und Papier zu verringern (Leistungsindikatoren zu dem Kriterium 11 und 12).
 

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die PD fühlt sich in besonderer Weise unseren öffentlichen Auftraggebern verpflichtet. Wir beraten die öffentliche Hand stets mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit und Qualität ihres Handelns - auch im Sinne einer verbesserten Bürgerorientierung - zu steigern. Der öffentliche Auftrag verpflichtet uns zu einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Beratung, die neutral und abhängig erfolgt. Von unwirtschaftlichen, nicht nachhaltigen Projekten raten wir konsequent ab. Die kontinuierlich wachsende Nachfrage nach Beratungsleistungen durch die PD belegt ein wachsendes Interesse der öffentlichen Hand an langfristig funktionierenden Lösungen für moderne Verwaltungen und öffentliche Infrastruktur.

PD intern werden bei allen wichtigen Entscheidungsprozessen Nachhaltigkeitsaspekte von der Geschäftsführung und den fachlich zuständigen Stellen mitgedacht. Einzelne Maßnahmen werden bedarfsabhängig in verschiedenen Austauschformaten von Geschäftsführung, Geschäftsleitung, Senior Management und Mitarbeitern besprochen. Dabei dienen die Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen als Orientierungsrahmen für Nachhaltigkeit und fließen thematisch in die Nachhaltigkeitsziele für das laufende und kommende Geschäftsjahr ein, insbesondere folgende: Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichheit, bezahlbare und saubere Energie, nachhaltige Städte und Gemeinden, Maßnahmen zum Klimaschutz sowie nachhaltiger Konsum und Produktion. Interne Nachhaltigkeitsziele sind bisher überwiegend qualitativer Natur (s. auch Kriterium 2); eine quantitative Zielsetzung erfolgte 2017 noch nicht. Wichtig ist für uns, dass wir unternehmensintern auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen wie Papier, Strom und Wasser achten und konsequent energiesparende Geräte anschaffen. Als wachsendes Unternehmen haben wir in 2017 vor allem einen klaren Fokus auf die Themen Gesundheitsvorsorge, Mentoring, Weiterbildung, Work-Life-Balance und Reduktion von Dienstreisen gesetzt. Ziel war und ist es, die für uns wichtige Qualität in der Beratung zu sichern und unseren Mitarbeitern ein ansprechendes Arbeitsumfeld zu ermöglichen. Das jährliche Budget für die IT-Ausstattung wurde erhöht, um energiesparendere Geräte beschaffen zu können und ein IT-gestütztes, papierloses Arbeiten bei der PD zu ermöglichen. Zur Verringerung der Reisetätigkeit und der damit verbundenen CO2-Emissionen durch Flugreisen hat die PD 2017 mit der Entwicklung einer Regionalisierungsstrategie (Errichtung von Büros außerhalb Berlins) begonnen, dem der Aufsichtsrat zugestimmt hat. Die PD wird ihre Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit weiter fortsetzen.

 

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als Beratungsunternehmen der öffentlichen Hand fühlt sich die PD einer nachhaltigen Unternehmensführung verpflichtet und achtet auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien. Dies gilt sowohl für die Erbringung eigener Beratungsleistungen als auch für den Einkauf von Vorprodukten und Dienstleistungen. Die PD gehört nicht zu den produzierenden Unternehmen, insofern fällt der mit der Leistungserbringung verbundene CO2-Ausstoß im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen wie etwa dem Handel oder der Energieerzeugung gering aus (weitere Informationen zur Implementierung nachhaltiger Prozessabläufe bei der PD finden sich unter Kriterium 3 und 6).

Die Mitarbeiter sind angewiesen, im Rahmen der Beratungsleistungen und der Beschaffung von Arbeitsmaterialien (etwa aus dem Bereich der Hard- und Software) auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitsaspekten bei den Zulieferern zu achten. Deshalb bezieht die PD ihre Vorprodukte und Arbeitsmaterialien hauptsächlich von Anbietern, die die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien im Rahmen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsberichterstattung offenlegen bzw. durch eine unabhängige Zertifizierung nachweisen können (siehe hierzu auch Kriterium 17). Bislang erfolgt von Seiten der PD noch keine systematische Ansprache von Lieferanten und Geschäftspartnern, um hierüber Mindestnachhaltigkeitsstandards für die Zusammenarbeit mit der PD zu definieren.

Wie unter Kriterium 3) "Ziele" dargelegt, ist unser Beratungsanspruch stets, unseren Kunden eine unabhängige, fachlich-fundierte und wirkungsorientierte Beratung zu bieten, die eine langfristig funktionierende Lösung für moderne Verwaltungen und öffentliche Infrastruktur beinhaltet. Von unwirtschaftlichen, nicht nachhaltigen Projekten raten wir konsequent ab.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4