1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Das Lifestyle Hotel Sand lebt seit vielen Jahren die Überzeugung, dass guter Lifestyle nur in Harmonie mit der Natur und im Einklang mit dem umgebenden Gemeinwesen zum anhaltenden Wohlbefinden seiner Gäste beitragen kann. Der Name SAND ist daher gelebte Überzeugung und wohldurchdachtes Programm: (S) Sustainability (A) Aspires (N) Natural (D) Design. Der Name wurde gewählt, weil er inspiriert in der Natur und Natürlichkeit etwas Gutes, Unwiederbringliches zu sehen. Er inspiriert in und mit der Natur etwas Gutes, Harmonisches zu machen.

Gleichzeitig soll er sowohl Gästen als auch Mitarbeitern widerspiegeln, dass in einem natürlichen Lifestyle, einer mit Style gepflegten Nachhaltigkeit der Wunsch zum Ausdruck kommt, aus einem harmonischen Umgang mit der Natur, Vitalität und Gesundheit für einen selbst zu schöpfen. Das SAND möchte dabei so individuell wie möglich sein und der Individualität der Gäste mit der Individualität der natürlichen Materialien, die im Haus und Service Verwendung finden, entsprechen.

SAND kommuniziert ein ehrliches Produkt in einem modernen Ambiente, gespeist durch den offenen und dynamischen Zeitgeist einer nachhaltigen Entwicklung. Sand ist ein evolutionäres Hotel, das den in unserer Zeit immer stärker erzwungenen Bruch zwischen Arbeit und Leben eine Balance entgegensetzen will: sein Work-Life-Balance-Konzept.

Das verpflichtet das SAND-Team zur Offenheit gegenüber den Kunden und weiteren Stakeholdern bzw. Anspruchsgruppen. Mit ökologischer Verantwortung wird ein klares Profil entworfen, Mit der Unverfälschtheit seines natürlichen Designs, wird verantwortungsvolles Handeln heute für eine lebenswerte Zukunft mit charmanter Leichtigkeit präsentiert: Keep it simple.

Die darin zum Ausdruck kommende Wertschätzung, bedingt hohe Ansprüche: Offenheit, Identifikation und Natürlichkeit. Eine klare Positionierung gegenüber den Zielgruppen ist die erwünschte Folge. Soll diese glaubwürdig sein, müssen sich alle Geschäftsbereiche des Hotels darauf einstellen. Für die Geschäftsführung heißt das vor allem: die definierten Ziele und Aufgaben in allen Bereichen umsetzen. Das bedeutet, den qualitativ hochwertigen, reduzierten Lebensstil hingebungsvoll zu pflegen und nach "Außen" glaubwürdig zu kommunizieren. Das Besondere soll sich im Individuellen widerspiegeln: die "Corprate Identity" (CI) als Spiegel der Fantasie des Natürlichen. Dazu gehört die Gestaltung des Service sowie die der Raumgestaltung. Dies kann nur unter Einbeziehung der Mitarbeiter gelingen. Ihre erfolgreiche Einbindung in den Prozess der Ideenfindung, Umsetzung und kontinuierlichen Verbesserung ist daher der Schlüssel zum Erfolg; insbesondere dann, wenn der Gast/Kunde im Prozess der Qualitätssicherung und -steigerung (zum Beispiel im Zuge notwendiger Renovierungs- und Sanierungsarbeiten) weiterhin und ohne Unterbrechung auf das gewohnt und erwartet hohe Niveau vertrauen kann.

Front Office und Reservierung müssen dementsprechend ihre Vorstellungen in Bezug auf Ausstattung, Mitarbeiter und Design in vielerlei Facetten zum Ausdruck bringen können. Hierzu gehören zunächst einmal die Themen Kleidung, professionelles Auftreten und inhaltliche und materielle Gestaltung von Texten zur Information für und Interaktion mit den Gästen. Den Gästen soll transparent vermittelt werden, dass das Preis-Leistungsverhältnis der Ausdruck einer verantwortungsvollen Gestaltung von hochwertigen Produkt- und Dienstleistungen unter sorgsamer Berücksichtigung der Belange der Natur ist. Dieser Anspruch soll durch ein "stimmiges" Angebot und gelebter Überzeugung der Mitarbeiter und Geschäftsführung aktiv nach außen getragen werden.

Der Bereich des Housekeeping (HSK) ist für die Darstellung und Gewährleistung von Nachhaltigkeit in Unternehmen ein Schlüsselbereich. Duft und Inventar sollen nicht nur Sauberkeit vermitteln, sondern die Natürlichkeit der Rohstoffe und Materialien vermitteln. Die bereits eingeführte Umstellung auf ökologisch unbedenkliche Reinigungsmittel und öko-fair gehandelte Materialien und Produkte in der Ausstattung, soll im Verlaufe der im Zuge der Entsprechenserklärung aufgestellten Grundsätze zur Einführung einer systematischen Nachhaltigkeitsberichterstattung und einer gelebten nachhaltigen Unternehmenspraxis weiterentwickelt und konsequent in die Praxis überführt werden. Dazu gehören auch adäquate Kontrollmechanismen und ihr Austausch mit den anderen Abteilungen (Arbeitsbereichen) im SAND.

Der Bereich Food & Beverage und Küche hat sich vorgenommen, die Strategie des Unternehmens schwerpunktmäßig über die Zubereitung von besonderen Speisen und Getränken zum Ausdruck zu bringen. Es soll ein stimmiger Gesamteindruck kreiert werden, der für den "nachhaltigen Genuss" auch einen durch natürliches Design stimulierten "Raumklang" aus Möbeln, Dekoration und speziellem Detail-Equipment vorsieht. Ergänzt wird dies durch korrespondierende Kleidung, Kundenfreundlichkeit, kombiniert mit ausgeprägtem Fachwissen und Kompetenz in relevanten Bereichen der Nachhaltigkeit, ausgeprägtes Teamwork und dem Bestreben die herausgehobenen Produkte in bester Qualität stets vorrätig zu halten.

Aus Sicht von Koch und Küche gehört dazu auch ein klares Profil in der Qualität und Präsentation der Speisen und Getränke. Im Frühstückssegment wird der kleine Überraschungseffekt kultiviert, mit dem in unregelmäßiger Abfolge immer wieder mal der "WOW-Effekt" beim Kunden herausgekitzelt wird. Der Kunde soll die "Richtung" deutlich erkennen, die mehr durch Kontinuität als im schnellen Wechsel einen anspruchsvollen Stil verspricht. Der Kunden soll wissen was ihn erwartet und das damit verbundene Versprechen eine stetige Vorfreude auf den nächsten Besuch im SAND wecken.

Die Geschäftsführung sieht in der Entsprechenserklärung eine wertvolle Orientierungshilfe auf dem eingeschlagenen Weg, die Corporate Identity des SAND an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit auszurichten. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung der Teampräsenz durch ein abgestimmtes Erscheinungsbild, dass sowohl Individualität und Teamgeist einerseits und Wellbeing und Lifestyle-Charakter des Hotels verkörpert. Die CI soll anregen und entspannen zugleich: Nachhaltigkeit und Wohlbefinden sollen einen individuellen, fantasievollen Rahmen vorfinden, in dem jeder seine eigene Definition von Nachhaltigkeit in entspannter Atmosphäre träumen kann.
Eines der zentralen Maßnahmenpakete im Sinne der Entsprechenserklärung wird sein, den definierten Anspruch parallel in die Bereiche Personal, Marketing, Produkte, Verkauf und Finanzen zu integrieren, bzw. diese kontinuierlich neu im Sinne eines integrativen, ganzheitlichen Ansatzes auszurichten. Dabei sind Schlichtheit, Zurückhaltung und Höflichkeit Schlüsselwerte bei der Vermittlung der Unternehmensphilosophie an die Kunden und Stakeholder. Befinden sich Hotel und Gastronomie auch gerade in einer massiven Umbau-/Neubauphase, so ist der GF dennoch bewusst, dass schon jetzt an die weitere Entwicklung und Verbesserung in der Produktgestaltung, der Mitarbeitereinbindung, der abgestimmten Qualitätssteigerung und Nachhaltigkeitserweiterung im Zusammenhang mit einem abgewogenen Verhältnis von Modernisierung und Auslastungsquote im Beherbergungsbereich. Denn auch bei der Nachhaltigkeit muss die Finanzierung stimmen.

Geschäftsführung, Management und Team sind sich bewusst, dass der sich daraus ableitende hohe Anspruch an die Service- und Produktqualität nur realisieren lässt, wenn sowohl ein respektvoller Umgang mit der Natur als auch mit den Mitarbeitern im Unternehmen praktiziert und immer wieder aufs Neue hinterfragt wird. Um diesen iterativen Prozess auf eine systematische Grundlage zu stellen, hat das SAND die Entsprechenserklärung des DNK ausgefüllt. Dies wird als Einstieg in eine nun schrittweise zu entwickelnde jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung gesehen.

In diesem Zusammenhang wird auch die Sanierung des bestehenden Gebäudes und die Erweiterung durch einen neuen Gäste- und Wellnesstrakt gesehen. Dabei werden umfangreiche energetische und ressourcenspezifische Maßnahmen zur Nachhaltigkeit umgesetzt. Insbesondere die Nutzung von Erdwärme und Sonnenenergie zur Versorgung mit Wärme und Elektrizität stehen dabei im Mittelpunkt. Hinzu kommt die Konzentration auf natürliche Materialien bei der Ausstattung der Zimmer und der Gebäudeausstattung im Allgemeinen. Darüber hinaus werden in den einzelnen Geschäftsbereichen des SAND im Rahmen und in Folge der Entsprechenerklärung umfangreiche Analysen und Maßnahmenentwicklungen zur weiteren Umsetzung der Nachhaltigkeit im Unternehmen durchgeführt.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Entsprechend unserer Maxime "Lifestyle Aspired By Natural Design", arbeiten wir kontinuierlich an der Erweiterung und Verbesserung unser Nachhaltigkeitsagenda. Im Mittelpunkt steht dabei die sinnliche Annäherung und haptische Erfahrung unsrer Kunden von seelischer Ausgeglichenheit und körperlichem Wohlbefinden durch natürliches Design (basierend auf natürlich verarbeiteten Rohstoffen).

Unsere Kunden/Gäste streben nach einem Genuss durch vielfältige Naturerfahrung, einen hochwertigen Service verbunden mit gelebter Freundlichkeit und hoher Professionalität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu kommt eine gesundheitsfördernde Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen. Durch die aktuell durchgeführte Sanierung und bauliche Erweiterung des Hotels, insbesondere des neuen Wellnessbereichs und der Konzentration auf natürliche Materialien, konnten wir unseren Qualitätsstandard noch einmal erhöhen und explizit mit unseren Überlegungen zur Nachhaltigkeit verbinden.

Unsere Bestrebungen zur stetigen Verbesserung hin zu einem ganzheitlichen, nachhaltigen Leitbild, werden durch die aktuellen Trends in der Tourismuspolitik und -wirtschaft bestätigt. Unsere am "LOHAS-Lifestyle"-orientierten Gäste erfordern allerdings ein ausgeprägtes Fingerspitzengefühl für die "sozio-kulturelle" Integrationsleistung von Nachhaltigkeit und weltläufigem Lifestyle.

Wir haben im Rahmen der Entsprechenserklärung damit begonnen, die Relevanz einer nachhaltigen Unternehmensführung und Arbeitspraxis für alle Abteilungen im SAND zu erfassen, analysieren und dokumentieren. Damit haben wir einen Prozess eingeleitet, der die Wesentlichkeit unserer Geschäftsprozesse transparent macht und es uns erlaubt, darauf mit angemessenen unternehmerischen Entscheidungen zu reagieren.

Die bereits erhobenen und im Verlaufe der nächsten Monate folgende Datenerfassung wird in eine noch zu konkretisierende Form der Nachhaltigkeitsberichterstattung übertragen. Diese wird dann als Standard für die iterativ erfolgenden Aktualisierungen unser kontinuierlich auszubauenden Nachhaltigkeitsmaßnahmen, im Rahmen einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie zu Grunde gelegt werden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stehen dabei die Bereiche Bauen/Neubau, Modernisierung und Digitalisierung im Mittelpunkt. Im Zuge der aktuellen Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen werden im größtmöglichem Umfang natürliche, nachwachsende Rohstoffe als Baumaterialien und wo sinnvoll auch recycelte Materialien eingesetzt. Dadurch soll gleichzeitig das Wohlbefinden der Kunden gesteigert und der Verbrauch an endlich verfügbaren Rohstoffen reduziert werden.

Diese grundsätzlichen Überlegungen lassen sich auf viele Arbeitsbereiche bzw. Abteilungen des Unternehmens übertragen. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Reservierung und Küche/Gastronomie im Allgemeinen. Durch gezieltes Einkaufen sollen künftig noch mehr Verpackungsmaterialien eingespart werden. Durch den Einkauf vielfältig verwendbarer Rohstoffe können bei der Zubereitung der Speisen Lebensmittel im erheblichen Umfang eingespart werden.

In diese Richtung zielt auch eine umfassende Digitalisierungsstrategie. Im SAND wird eine papierlose Verwaltung angestrebt. Auch die Kommunikation mit den Kunden soll so rein digital ausgerichtet werden. Sie wird ein wichtiger Bestandteil der neuen Nachhaltigkeitsstrategie und ein Spiegelbild der Corporate Identity.

Digitalisierung heißt in diesem Zusammenhang auch neue Chancen für die Kundenbindung und Einwerbung neuer Kunden. Insbesondere im Verbund mit der ökologischen Komponente und der Transparenz sozialer Prozesse im Unternehmen und mit den externen Stakeholdern wird das Vertrauen zum bestehenden Kundenstamm und potenzieller Neukunden erweitert bzw. aufgebaut. Die erweiterte Präsenz in den digitalen Medien erfordert allerdings auch solide Berichterstattung und selbstkritische Analyse der aufbereiteten Informationen. Andernfalls kann der positive Effekt schnell in das Gegenteil umschlagen ("Shit Storm"). Daher wird eine wichtige Aufgabe sein, die Mitarbeiter im Umgang mit den sozialen/digitalen Medien zu sensibilisieren. Das betrifft auch und insbesondere die Aufstellung und Formulierung der eigenen Qualitätsstandards.

Eine zentrale Herausforderung für das Unternehmen ist auf den ersten Blick der demografische Wandel unserer Gesellschaft. Für die Hotelkunden mit gehobenen Ansprüchen bedeutet das, dass auch das Alter der Kunden stetig zunehmen wird. Daher stellt sich die grundsätzliche Frage nach der Kombination von Barrierefreiheit (seniorengerechte Zimmer) und Räumlichkeiten im Allgemeinen. Das SAND sieht sich in diesem Fall als Lifestyle Hotel - "inspired by natural design" - in der Freiheit, Lifestyle Vorrang vor Barrierefreiheit einzuräumen.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Mit der Entsprechenserklärung hat das SAND den Einstieg in eine ganzheitliche, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensentwicklung systematisch begonnen. Im weiteren Verlauf werden die bisher sporadisch festgelegten, geplanten und eingeleiteten Maßnahmen auf ihre unternehmensinterne Relevanz überprüft. Neue Ziele und Maßnahmen werden definiert und in einen Maßnahmenkatalog überführt. Von besonderer Bedeutung wird dabei die Einführung von geeigneten, methodischen Bausteine sein, die für die wiederkehrende Entsprechenserklärung die notwendige Datengrundlage bilden werden. Daraus ergibt sich dann folgende Wirkungskette: Datenerfassung und -management/Nachhaltigkeitsbericht/Aktualisierung der Entsprechenserklärung.

Mit der Einführung einer unternehmensinternen Wirkungskette im Nachhaltigkeitsmanagement (s.o.) soll eine überprüfbare Verbesserung und Operationalisierung der geplanten und erreichten Maßnahmen erreicht werden. Nachhaltigkeit als dauerhafter Prozess geht damit einher mit der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung im Unternehmen. Das Ziel ist eine verantwortungsvolle Unternehmenspraxis nach Innen und Außen. Damit soll den sich wandelnden Ansprüchen der Gesellschaft an eine gesunde Umwelt, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Teilhabe (auch im Sinne einer unternehmerischen Teilhabe der Mitarbeiter und weiterer Stakeholder) Rechnung getragen werden.

Im konkreten wurden zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Reihe von Einzelzielen bzw. Maßnahmen erörtert, die im Zuge der weiteren Operationalisierungsbestrebungen in den einzelnen Arbeitsbereichen entsprechend ihrer Relevanz sukzessive umgesetzt werden sollen. Im Wesentlichen sind dies: regionaler Einkauf (aus "bewusstem Anbau") mit dem Ziel ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis für bestmögliche Qualität mit einer schonenden Nutzung der natürlichen Ressourcen zu erzielen; dazu gehört auch bei Einkauf und Zubereitung auf eine möglichst vielfältige Verwendung der Rohstoffe und Materialien zu achten; die weitere konsequente Reduzierung von "Chemie" im allen Arbeitsbereichen des Hotels; weniger Verpackungsmaterial durch Mehrwegverpackung/-behältnisse und Wiederbefüllung; Erstellung eines Energiesparfahrplans (z.B. in Verbindung mit der laufenden Investitionsplanung); bewusster Einkauf durch Erweiterung der Inventur- und Warenkontrolle um Nachhaltigkeitsaspekte; Digitalisierung der Service- und Verwaltungsabläufe (z.B. Buchungen, interne Kommunikation, Einkaufsplanung und Warenkontrolle); durch Achtsamkeit und Empathie Wohlfühlatmosphäre mit nachhaltigem Lifestyle verbinden; traditionelle Formen der Lagerung und Zubereitung wiederentdecken (z.B. Kühlung im Keller). Im Zuge der Priorisierung der im Prozess der Entsprechenserklärung erarbeiteten strategischen Überlegungen und praktischen Maßnahmen, soll ein Maßnahmen- und Umsetzungsplan "Nachhaltigkeit im SAND" erstellt und für das jeweilige Geschäftsjahr nach Schwerpunktmaßnahmen gewichtet werden. Dieser wird dann als Fahrplan ("Roadmap") dem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht zu Grund gelegt.

Nachhaltigkeits-Team:
Bei den Vorbereitungen (Aufsetzen eines Nachhaltigkeitsteams, Projektgruppen bilden, Schlüsselfragen herausarbeiten, Maßnahmen bestimmen, Kriterien und Indikatoren des DNK als Orientierungsrahmen erarbeiten, KMU-spezifische Besonderheiten klären, . . .) wurde schnell deutlich, dass mindestens zwei Ebenen von Zielen bzw. Zielsetzungen sinnvoll, wenn nicht erforderlich, sind. Das ist zum einen die Unternehmensebene (direkte/unmittelbare Ebene) und zum anderen die Destinationsebene (indirekte/mittelbare Ebene). Dahinter steckt die Einsicht, dass ein touristisch ausgerichteter Restaurant- und Hotelbetrieb, Nachhaltigkeit nur sinnvoll anstreben und langfristig sichern kann, wenn der Betrieb mit seinen unternehmerischen Aktivitäten in eine "gesunde", vielfältige Natur- und Kulturlandschaft eingebunden ist.

Hinterlegung mit Indikatoren
Das Unternehmen hat begonnen, die direkten und indirekten Ziele zu bestimmen und Umsetzungsmaßnahmen einzuleiten. Diese sind nicht abschließend und werden im Verlaufe der nächsten Monate weiterentwickelt und ergänzt. Das betrifft auch die Hinterlegung mit Indikatoren. Der aktuelle Stand ist im Datenblatt "Zahlen-Daten-Fakten zur Nachhaltigkeit" im Unternehmensmanagementsystem hinterlegt.

Bewertung, Priorisierung und Zielerreichungskontrolle
Eine Bewertung, Priorisierung und Zielerreichungskontrolle erfolgt im Verlauf des Jahres 2017. Die systematische Durchführung dieser Aufgaben und ihre kontinuierliche Verbesserung und Erweiterung, soll durch eine begleitende Evaluation (ex-ante) sichergestellt werden. Am Ende des Prozesses steht ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht, der die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitskonzepts, seine Umsetzungsmaßnahmen und Zielerreichung miteinander in Beziehung setzen und operationalisieren soll. Der Bericht soll im Zuge der regelmäßigen Aktualisierung der Entsprechenserklärung fortgeführt werden.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt (Zeitpunkt der Entsprechenserklärung) hat das SAND noch keine Analyse zur Nachhaltigkeit seiner Wertschöpfungskette durchgeführt. Im Rahmen der DNK-Éntsprechenserklärung (Frühjahr 2017) wurde aber die schrittweise Einführung einer umfassenden Nachhaltigkeitsanalyse der Wertschöpfungskette beschlossen. Im Rahmen der der Entsprechenserklärung zugrundeliegenden Zustandserfassung der "Ist-Situation" wurde deutlich, dass die unternehmensübergreifende Umsetzung am effektivsten vollzogen werden kann, wenn der Blick von der abteilungsbezogenen Sicht- und Handlungsweise auf eine Projektebene verlagert wird.

Ein gezielter nachhaltiger Wareneinkauf ist per se in der Philosophie des SAND, nicht zuletzt ausgedrückt durch die Namensgebung, verankert. Der darin zum Ausdruck kommende Lifestyle-Konzept, beruht auf der sorgsamen Auswahl in Einkauf und Weiterverarbeitung: ein schöner, erholsamer Aufenthalt durch hochwertige Naturprodukte. Eine Werte-Ethik im Einklang mit Mensch und Natur: "well being, emotion, place to be". Im SAND soll Wertigkeit im doppelten Sinn abgebildet werden: den fairen Umgang mit Mensch und Natur wiederspiegeln (durch Produktauswahl und -gestaltung) und dem Kunden größtmögliche Wertschätzung durch Empathie in der Wertigkeit in den Dienstleistungen ausdrücken (faire Preise, emotionale Ansprache, Energie und Ausgeglichenheit erzeugen durch die Reduzierung auf das Wesentliche). Das Erscheinungsbild von Architektur und Interieur, von Mitarbeitern und "Food & Beverage" als Spiegelbild einer ganzheitlichen Wertschöpfung. Die zu erreichen ist das Ziel des SAND. Diese Sichtweise wird auch die Grundlage für die Strukturierung des zu erstellenden Nachhaltigkeitsberichts bilden.

Dieser Prozess wird von folgenden Fragen gelenkt: Welche der heute erbrachten Leistungen werden nachhaltig erstellt/produziert bzw. in welchem Umfang? Was für Auswirkungen haben die Ergebnisse dieser Analyse auf die bestehende Wertschöpfungsstruktur/-kette? Was hat das für Auswirkungen auf die betriebswirtschaftliche Kalkulation des Unternehmens? Welche Leistungen verändern sich dadurch in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung bzw. haben welchen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens? Und was hat das für strategische Auswirkungen auf die Geschäftsphilosophie? Das wiederum wird Auswirkungen auf die Produktentwicklung, das Sales & Marketing, die Rezeption/das Reservierungswesen, den Wareneingang, das Check-in-Check-out, die Leistungserstellung und die Instandhaltung haben. Wichtige Fragen werden dabei sein: Soll das Unternehmen die ganze Servicekette unter sich halten, oder ist es nachhaltiger, wenn das Unternehmen sich auf weniger Schritte konzentriert? Was für Argumente gibt es aus Sicht der Nachhaltigkeit, die Kontrolle über gewisse Wertkettenschritte zu behalten? Und was für Argumente gibt es dafür, andere Teilbereiche auszulagern?

Mittelfristig soll eine Nachhaltigkeitsanalyse entstehen, die Aufwand und Ertrag für die einzelnen Schritte der Wertekette betrachten. Dabei sollen möglichst viele Maßnahmen nach ihrer strategischen und betriebswirtschaftlichen Bedeutung für das Geschäftsmodell erfasst und bewertet werden. Wertekettenschritte sollen dabei einer nachhaltigen Grenzkostenbetrachtung unterworfen werden. Das Erreichen der Gewinn- oder Verlustpunkte wird dabei in Beziehung zur strategischen Bedeutung gesetzt. Davon wird es abhängen, ob ein Teil-Outsourcing oder die Kooperation mit anderen Unternehmen erforderlich wird, um die angestrebten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat das Unternehmen zwar noch keine Analyse zur Nachhaltigkeit seiner Wertschöpfungskette vorgenommen; allerdings bezieht das SAND schon heute einen Großteil seiner Waren und Dienstleistungen von Anbietern aus der Region und trägt damit zur regionalen Wertschöpfung bei. Es soll nun in 2017 damit begonnen werden, mit Lieferanten und Handwerksbetrieben Gespräche zu führen, um einheitliche Rahmenvereinbarungen zur Berücksichtigung von Grundsätzen gesellschaftlicher Verantwortung im Unternehmen zu verankern. Je nach Ausrichtung der Geschäftsbeziehungen wird versucht, die Partnerschaften in ausgewählten Bereichen (Umweltschutz, Beitrag zum Gemeinwohl, Arbeitnehmerrechte, Verbraucherinteressen, etc.) auf der Grundlage anerkannter Nachhaltigkeitsgrundsätze neu zu etablieren. Bis Ende 2017 soll eine erste komplette Erfassung der Wertschöpfung mit Blick auf ein nachhaltiges Unternehmensmanagement vorliegen.

Wertschöpfung in der Gastronomie erfolgt z.B. zwischen dem Wareneinkauf und dem Verkauf von Food-&-Beverage-Leistung. Zwischen Vorleistung und Weiterverkauf liegt der Prozess der Leistungserstellung, welcher aus dem Einsatz der Firmenressourcen (Personal und Gerätschaften) und Fähigkeiten besteht. Dadurch rücken vorrangig folgende Fragen in den Fokus: Welche der heute erbrachten Leistungen werden nachhaltig erstellt/produziert? Was für Auswirkungen haben die Ergebnisse dieser Analyse auf die bestehende Wertschöpfungsstruktur/-kette? Was hat das für Auswirkungen auf die betriebswirtschaftliche Kalkulation des Unternehmens? Welche Leistungen verändern sich dadurch in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung bzw. haben welchen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens? Und was hat das für strategische Auswirkungen auf das Geschäftsfeld des Unternehmens? Was für Wertschöpfungsprozesse werden erforderlich, um die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen?

Der Unternehmensbereich der Hotellerie hält die Wertkette größtenteils unter eigener Kontrolle. Eine umfassende Wertschöpfungsanalyse soll bis Ende 2017 erfolgen. Sie wird aus mehreren systematischen Schritten bestehen: z.B. Produktentwicklung, Sales & Marketing, Reservation, Wareneingang, Check-in, Leistungserstellung, Check-out und Instandhaltung. Wichtige Fragen werden dabei sein: Soll das Unternehmen die ganze Servicekette unter sich halten, oder ist es nachhaltiger, wenn das Unternehmen sich auf weniger Schritte konzentriert? Was für Argumente gibt es aus Sicht der Nachhaltigkeit, die Kontrolle über gewisse Wertkettenschritte zu behalten? Und was für Argumente gibt es dafür, andere Teilbereiche auszulagern?

Eine Nachhaltigkeitsanalyse soll den veränderten Aufwand sowie Gewinn für die einzelnen Schritte der Wertkette betrachten. Jede Maßnahme soll nach ihrer strategischen Bedeutung für das nachhaltige Geschäftsmodell sowie die damit einhergehenden Erfolgs- und Kostentreiberfaktoren erfasst und bewertet werden. Wertkettenschritte sollen dabei in Beziehung zu ihrem Gewinn betrachtet werden. Solche mit hoher Wertschöpfung, jedoch geringem Gewinn oder sogar Verlust sowie schwacher strategischer Bedeutung, werden einer kritischen Überprüfung unterzogen. In solchen Fällen kann ein Teil-Outsourcing oder die Kooperation mit anderen Unternehmen Sinn machen, um den Umfang und Wirkungsgrad der angestrebten Nachhaltigkeitsziele stetig zu erweitern bzw. zu verbessern.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4