1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Als Anstalt des öffentlichen Rechts ist die Sparkasse Leverkusen in besonderem Maße mit der Region Leverkusen sowie dem Gemeinwohl verbunden. Zur langfristigen Förderung der Region spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Die Sparkasse Leverkusen zielt darauf ab, die Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales in einem ausgewogenen Verhältnis mit der Geschäftspolitik zu vereinen.

Die Basis der Nachhaltigkeit bilden die Nachhaltigkeits-Leitsätze auf deren Grundlage die Nachhaltigkeits-Strategie in 2021 erstellt wird. Die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit finden bereits Berücksichtigung im Geschäftsablauf (siehe Kriterium 12). Dazu zählt unter anderem eine Verbesserung der Work-Life-Balance durch Angebote zum mobilen Arbeiten, Austausch von kleineren Bildschirmen an den Arbeitsplätzen (Bereitstellung von größeren Bildschirmen) und Ausbau der Stiftungsarbeit (Bürgerstiftung). Ein weiteres Ziel ist die Unterstützung der Kommune im kulturellen Bereich, zum Beispiel bei der finanziellen Unterstützung von Ausstellungen im Stadtgebiet (u. a. Museum Morsbroich). 

Zu den internationalen Zielen der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDGs) leistet die Sparkasse Leverkusen ihren Beitrag, zum Beispiel durch die Beachtung der Geschlechtergleichheit und dem Schutz von Ressourcen durch die Nutzung von Ökostrom. Weitere Standards berücksichtigt die Sparkasse Leverkusen derzeit noch nicht.

Die Sparkasse Leverkusen wurde errichtet, um die kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand zu sichern, die finanzielle Eigenversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Entwicklung der Region zu fördern. Dieser öffentliche Auftrag prägt ihr gesamtes Geschäftsmodell. Erwirtschaftete Mittel, die nicht im Rahmen der Geschäftstätigkeit oder zur Sicherung der Rentabilität benötigt werden, verwendet die Sparkasse Leverkusen zur Förderung gesellschaftlicher, sozialer und kultureller Zwecke.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Mit einer Bilanzsumme von 3,9 Mrd. Euro ist die Sparkasse Leverkusen Marktführerin in der Stadt und durch die Fokussierung ihrer Geschäftstätigkeit auf die Region ein wichtiger Finanzpartner für viele Menschen und Unternehmen vor Ort. Sie sieht es als eine der wichtigen Aufgaben an, die Region zu fördern. Kundenzufriedenheit gehört zu den priorisierten Unternehmenszielen, denn nur dadurch kann zu einer nachhaltigen Entwicklung des Geschäftsgebietes beigetragen werden. Nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften ist ein Selbstverständnis für die Sparkasse Leverkusen. Als gemeinwohlorientiertes und kommunal verankertes Unternehmen übernimmt die Sparkasse an der Schnittstelle von Unternehmen, Verbrauchern und kommunaler Verwaltung eine verantwortungsvolle Rolle.

Das Engagement der Sparkasse Leverkusen geht weit über ihr Kerngeschäft – die ganzheitliche und umfassende Beratung in allen Geldfragen und umfangreiche Finanzdienstleistungen – hinaus. Denn ihr Anliegen ist es, an der positiven Entwicklung der Region für die Menschen, die hier leben und arbeiten, mitzuwirken. Mögliche Risiken bestehen dazu bei:

Kreditvergabe: Anlageoptionen:
Soziale, wirtschaftliche und ökologische Faktoren sind fester Bestandteil der Entscheidungen zur Weiterentwicklung der Sparkasse – zum Wohl der Region. Im Hinblick auf den Umgang mit Ressourcen sieht sich die Sparkasse Leverkusen künftigen Generationen gegenüber verpflichtet und achtet auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen.

Da die Erstellung der Nachhaltigkeits-Strategie für 2021 terminiert ist, sind derzeit nur vereinzelt Nachhaltigkeits-Aspekte definiert. Berücksichtigung finden Aspekte aber bereits im Geschäftsablauf. Im Rahmen der jährlichen Weihnachtsaktion werden nachhaltige Give-aways verschenkt und Baumspenden geleistet. Auch für Dienstfahrzeuge der Geschäftsleitung und der obersten Führungsebene sind alternative Antriebsarten grundsätzlich vorgesehen. Zum Schutz der Umwelt wurde die Möglichkeit des mobilen Arbeitens ausgeweitet.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Mit der Durchführung des Nachhaltigkeits-Kompasses in 2020 wurden Ziele eines nachhaltigeren Geschäftsbetriebes definiert. Dazu zählen zum Beispiel die Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in der Geschäftspolitik, die Formulierung von Leitsätzen, eine Prüfung von Vergabestandards beim gesellschaftlichen Engagement.

Quantitative und qualitative Ziele, unter Berücksichtigung der Sustainable Development Goals, werden in der kommenden Nachhaltigkeits-Strategie definiert und priorisiert.

Die Nachhaltigkeits-Strategie wird in den Strategie-Prozess der Sparkasse eingebunden und im jährlichen Überwachungsprozess kontrolliert und weiter fortgeschrieben. .

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Anders als in anderen Branchen erbringt die Sparkasse Leverkusen durch ihre Dienstleistungen einen Großteil der Wertschöpfung selbst. Dennoch wird beim Einkauf der für den Bankbetrieb erforderlichen Mittel (zum Beispiel Büromaterial oder IT-Komponenten) darauf geachtet, mit regionalen Anbietern bzw. Unternehmen aus der Organisation der Sparkassen-Finanzgruppe (zum Beispiel der DekaBank und der Sparkassen FinanzInformatik) zusammen zu arbeiten. Des Weiteren besteht eine Kooperation zwischen der Sparkasse und der Proservice Dienstleister GmbH (Proservice) einem externen Dienstleister, der sich dem FairKepKodex des Bundesverbandes der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) verpflichtet.

Seit Anfang 2018 werden die Materialien für den laufenden Geschäftsbetrieb überwiegend über die bundesweit agierende Sparkassen-Einkaufsgesellschaft mbH (SEG), Wiesbaden, beschafft. Dieses Unternehmen ist mit dem Prüfsiegel "Gesicherte Nachhaltigkeit" des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit & Ökonomie, Münster, zertifiziert. Auf eine hauseigene Analyse etwaiger sozialer und ökologischer Probleme bei der Produktion der von uns bezogenen Materialien wird daher verzichtet. Befindet sich innerhalb der Finanzgruppe kein Anbieter für die erforderliche Leistungserbringung, werden gezielt Anbieter in der Region, in Teilen auch überregional tätige Anbieter, angesprochen, deren Strategie sich an einem langfristigen und nachhaltigen Unternehmenserfolg ausrichtet und die an das deutsche Rechtssystem (zum Beispiel Arbeitsschutzrecht, Umweltgesetze) gebunden sind.

In den Verhandlungen mit den Lieferanten und Geschäftspartnern wird das Thema Nachhaltigkeit offen angesprochen. Mit der Erstellung der Nachhaltigkeits-Strategie soll eine Festlegung von Nachhaltigkeitskriterien erfolgen. 

Im Zuge der Installation einer Kälteanlage für die Klimatisierung der Hauptverwaltung wurde zum Beispiel sehr darauf geachtet, dass verbrauchsarme Techniken verbaut wurden und die Anlage nicht ständig unter Volllast laufen muss. Die Anlage wird zudem nur bedarfsgesteuert eingesetzt, das heißt nicht das ganze Jahr über.

Um das Handwerk in der Stadt zu stärken, wurden Aufträge, sofern angeboten, wieder von Unternehmen aus Leverkusen durchgeführt.

Die Sparkasse Leverkusen verfolgt als Allfinanzanbieter die Zielrichtung, mit ihren Produkten und Dienstleistungen alle finanzwirtschaftlichen Bedürfnisse ihrer Kundschaft zu befriedigen. Wesentliche Entscheidungskriterien bei der Produktauswahl und Produktentwicklung sind der Kundennutzen und -wünsche, die Qualität, das Risiko sowie die Rentabilität, abgeleitet aus den strategischen Zielen der Sparkasse. Da die Sparkasse ausschließlich immaterielle Dienstleistungen und Produkte anbietet, wird im Rahmen der Wertschöpfungskette bis hin zur Kundschaft darauf geachtet, dass möglichst wenige Medienbrüche entstehen und somit gänzlich auf Papier verzichtet werden kann. Dieses Ziel wird nicht in allen Wertschöpfungsketten erreicht; für 2021 werden weitere digitale Legitimationsverfahren eingeführt, die eine Kundenunterschrift auf Papier durch eine digitale Signatur ersetzen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4