1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Nachhaltigkeit ist eine zentrale Grundlage unseres Unternehmens und unserer Geschäftstätigkeit. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie stützt sich auf ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis und berücksichtigt ökologische, soziale und ökonomische Aspekte. Unser übergreifendes Ziel ist die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs unter Berücksichtigung der sozialen und ökologischen Verantwortung. Dieser Verantwortung sind wir uns im Kontext zunehmender globaler Herausforderungen in Bezug auf eine Nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft bewusst.

In vier strategischen Bereichen arbeiten wir daran, unsere Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu verbessern. Das heißt, negative Auswirkungen zu reduzieren und positive zu verstärken. Die vier Bereiche sind:
  • Umwelt & Klima
  • Mitarbeiter & Gesellschaft
  • Management & Governance
  • Liefer- & Wertschöpfungskette  
Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2025 streben wir an, die Nachhaltigkeitsleistung innerhalb unseres Unternehmens und unserer Wertschöpfungsketten sowie auch bei unseren Kunden durch unsere Geschäftstätigkeiten weiter zu verbessern. Dafür haben wir uns mittel- und langfristige Ziele gesetzt (Vgl. 3. Ziele). Wir streben an:
  • Unseren Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung durch unser systematisches Umweltmanagement zu optimieren.
  • Weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, Diversität zu leben und unser gesellschaftliches Engagement im Bereich Nachhaltigkeit auszubauen.     
  • Die konzernweite organisatorische Integration des Nachhaltigkeitsmanagements, eine belastbare und transparente Berichterstattung sowie erfolgreiche externe Nachhaltigkeitsratings sicherzustellen.
  • Nachhaltigkeit ganzheitlich in unserer Lieferkette zu integrieren sowie unsere Dienstleistungen und Lösungen im Bereich Nachhaltigkeit weiter auszubauen. 
Mit entsprechenden internen Standards und Prozessen sowie der Ergreifung von Maßnahmen arbeiten wir daran, unsere Ziele zu erreichen und weiterzuentwickeln. Dabei orientieren wir uns an international anerkannten Standards und Managementsystemen. Gemäß der gegebenen Wesentlichkeit, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit als Dienstleister ergibt, orientiert sich unser individuelles Umweltmanagement und das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement an den entsprechenden ISO-Standards (ISO 14001, ISO 45001). Im Bereich Sozialstandards orientieren wir uns an den ILO-Kernarbeitsnormen und den UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Wir bekennen uns zu den zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC), den UN Sustainable Development Goals (SDGs) und engagieren uns in verschiedenen Fachinitiativen im Kontext Nachhaltigkeit (z.B. CEOs bekennen Farbe, Forum Compliance & Integrity).

Interne Richtlinien und Grundsätze legen dabei unsere Ausrichtungen zu den einzelnen Themenfeldern fest. Diese werden mittels interner Risiko- und Auditprozesse überprüft. Zu unseren konkreten Maßnahmen im Kontext Nachhaltigkeit gehören beispielsweise interne Programme zur Steigerung der Energieeffizienz, die Umstellung auf Erneuerbare Energien, Förderung papierloser Prozesse und von Recyclingpapier, die Reduktionen von Reisen sowie Fuhrparkemissionen, die Förderung virtueller Meetings und digitaler Zusammenarbeit, externe Nachhaltigkeitsratings, die Beteiligung unserer Stakeholder, Mitarbeiterbefragungen, nachhaltigkeitsbezogene Geschäftsentwicklung sowie Verpflichtungen und Überprüfungen unserer Lieferanten in Bezug auf Nachhaltigkeit.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Nachhaltigkeit spielt für die Geschäftstätigkeit von DEKRA eine zentrale Rolle. Als Unternehmen profitieren wir von einer nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft sowie einem dadurch stabileren und sichereren Marktumfeld. Unsere Tätigkeitsschwerpunkte sind zudem eng mit Nachhaltigkeit verbunden. Mit unseren Dienstleistungen haben wir den Anspruch, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten: Wir fördern Nachhaltigkeit und Sicherheit in allen Lebensbereichen und bieten Expertendienstleistungen u.a. in den Bereichen Verkehrssicherheit, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Aus- und Weiterbildung sowie Umwelt- und Energiemanagement an.


Entlang unserer sechs zentralen Nachhaltigkeitsgrundsätze (Verantwortungsbewusste Unternehmensführung, Wertschöpfung, Innovation & Zukunftsfähigkeit, Mitarbeiter, Umwelt sowie Gesellschaft & Sicherheit) sowie unserer strategischen Handlungsbereiche (Umwelt & Klima, Mitarbeiter & Gesellschaft, Management & Governance, Liefer- & Wertschöpfungskette) arbeiten wir systematisch daran, einen Beitrag zu einer Nachhaltigen Entwicklung entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette zu leisten.


Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Schwerpunkte unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten führen wir unter der Berücksichtigung interner und externer Anforderungen durch. Dabei spielt die aktive Einbeziehung unserer Stakeholder eine wichtige Rolle. Durch Stakeholder-Befragungen unserer wichtigsten Anspruchsgruppen (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, politische Vertreter, Verbände, Wettbewerber, Wissenschaft und Forschung, Zivilgesellschaft/NGOs, Sonstige)  überprüfen und erweitern wir die Schwerpunkte unseres Nachhaltigkeitsmanagements gemäß der Relevanz der Handlungsfelder und der externen Auswirkungen (vgl. 9. Beteiligung von Anspruchsgruppen). Mitarbeiter, Kunden und andere Stakeholder spiegeln uns zudem stetig und proaktiv ihre Erwartungen wider.


Für uns haben sowohl ökonomische, als auch soziale und ökologische Nachhaltigkeitsaspekte eine große Bedeutung. Wesentlichkeit heißt für uns, unseren Fokus im Bereich Nachhaltigkeit zum einen dort zu setzen, wo wir die größten positiven und negativen Auswirkungen auf eine Nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft und auf unsere Stakeholder haben. Zum anderen dort, wo diesbezügliche Entwicklungen unsere Geschäftstätigkeiten in Bezug auf Chancen und Risiken am stärksten beeinflussen und für unsere Stakeholder und ihre Entscheidungen eine hohe Relevanz haben.


Auch als Dienstleistungsunternehmen verbrauchen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeiten Ressourcen (z.B. Energiebedarf für Büro-, Labor- und Prüfhallenbetrieb) und verursachen Emissionen (z.B. reisebedingte Treibhausgasemissionen). Außerdem haben wir eine besondere Verantwortung für unsere Mitarbeiter, deren interdisziplinäre Expertise unser Geschäftsmodell ausmacht. Zudem beziehen wir Produkte und Dienstleistungen von Lieferanten und arbeiten gemeinsam mit Kunden und anderen Partnern an Nachhaltigkeitsprojekten.


Wesentliche Themen sind für uns unter anderem CO2-Emissionen (durch Mobilität und Energieverbrauch), Energieeffizienz (Büros, Labore, Prüfhallen), Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeiterengagement, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Partnerschaften und Initiativen für Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit im Einkauf sowie nachhaltigkeitsbezogene Dienstleistungen und Lösungen. Es ergeben sich für uns Herausforderungen und Risiken im Kontext von Nachhaltigkeit, wenn z.B. Auswirkungen des Klimawandels oder sozialer Ungleichheit unsere Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Zudem stellen wir uns konkreten Herausforderungen in Bezug auf unsere Tätigkeiten – wie indirekten Klimaauswirkungen durch Geschäftsreisen – und arbeiten daran, diese zu minimieren und innovative Lösungen zu entwickeln.


Nachhaltigkeit ist für uns aber vor allem ein großes Potenzial und eine Chance. Durch Verantwortungsübernahme für Nachhaltigkeit können wir die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in DEKRA als Unternehmen und Marke maßgeblich unterstützen und intern zur Prozess- und Ressourcenoptimierung beitragen. So ist Nachhaltigkeit für uns weiterhin ein Wettbewerbsvorteil und ein integraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Die Chancen des wachsenden Marktes für nachhaltigkeitsbezogene Dienstleistungen aus dem TIC-Bereich (Testing, Inspection, Certification) sind für uns angesichts bereits bestehender Angebote und vorhandener Expertise im Besonderen gegeben. Das Potenzial für das „Geschäftsmodell Nachhaltigkeit“ mit Beratungs-, Prüf-, Zertifizierungs- und Audit-Dienstleistungen in den Bereichen Umwelt, Energie, Klima, soziale Standards, Lieferkettenkontrolle sowie Nachhaltigkeitsmanagement und -strategie werden in Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend nachgefragt. Hier können wir unsere Expertise verstärkt einbringen und zu einer Nachhaltigen Entwicklung beitragen.


Aus unserer Wesentlichkeitsanalyse und Stakeholder-Befragung (vgl. 9. Beteiligung von Anspruchsgruppen) ergeben sich die folgenden 16 wesentlichen Themenfelder:
  • CO2-Emissionen und Klimaschutz
  • Verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen und Materialien
  • Energieeffizienz und nachhaltige Gebäude 
  • Nachhaltige Innovationen und Digitalisierung
  • Nachhaltigkeitsbezogene Dienstleistungen/ Lösungen
  • Nachhaltigkeit in Beschaffung und Lieferkettenmanagement
  • Engagement für Sicherheit und eine sichere Welt
  • Gesundheitsschutz und Sicherheit
  • Mitarbeiterentwicklung und Weiterbildung
  • Diversität, Anti-Diskriminierung, Inklusion und Chancengleichheit
  • Sozialstandards und Menschenrechte
  • Compliance, Integrität und ethisches Verhalten
  • Transparente Kommunikation und Berichterstattung zu Nachhaltigkeit
  • Neutralität und Unabhängigkeit als Expertenorganisation und Third Party
  • Engagement für Nachhaltigkeit, Partnerschaften und Initiativen
  • Einbeziehung von Anspruchsgruppen/Stakeholdern

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Wir haben das Ziel, unsere Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich und langfristig zu verbessern und einen positiven Beitrag zu einer Nachhaltigen Entwicklung und den Sustainable Development Goals (SDGs) zu leisten. Bis 2025 streben wir an, ein Nachhaltigkeitsvorreiter zu sein. Dazu gehört, dass wir weiterhin wirtschaftlich erfolgreich sind und unsere Vision, der globale Partner für eine sichere Welt zu werden, umsetzen und leben.

Gemäß unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2025 verfolgen wir folgende übergreifende Ziele:
  • Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2025 unsere Stromversorgung auf 100% Erneuerbare Energien umzustellen und unsere CO2-Emissionen (bzgl. Energieverbrauch, Fahrzeugflotten sowie Dienstreisen) ggü. 2018 um 50% zu reduzieren.
  • Es ist weiterhin unser Ziel, Arbeitsunfälle zu verhindern, die Arbeitssicherheit weiter zu verbessern und Gefährdungspotenziale auszuschließen. Wir wollen diesbezüglich  unsere Unfallquote bis 2025 (ggü. 2018) um 30% reduzieren.
  • Zudem streben wir an, das Mitarbeiter-Engagement bis 2025 um 20% (ggü. 2019) zu erhöhen. Die Vielfalt in unseren Management-Teams in Bezug auf Geschlechterverteilung wollen wir bis 2025 um >15% (ggü. 2019) erhöhen. In Bezug auf die Weiterentwicklung und -bildung unserer Mitarbeiter streben wir an, die durchschnittlichen jährlichen Schulungstage pro Mitarbeiter bis 2025 auf >5 Tage zu erhöhen.
  • In unserer Lieferkette streben wir an, bis 2024 100% der über den Globalen Einkauf betreuten Lieferanten auf Nachhaltigkeit zu überprüfen. 
  • Wir wollen unseren Nachhaltigkeitsbeitrag durch die Expertise unserer Mitarbeiter bei unseren Partnern ausbauen und den Umsatz mit nachhaltigkeitsbezogenen Dienstleistungen und Lösungen bis 2024 erhöhen.
  • Schließlich ist es unser Ziel, unser gesellschaftliches Engagement und diesbezügliche Partnerschaften und Initiativen für Nachhaltigkeit auszubauen.

Diese Ziele verfolgen wir priorisiert, da sie gemäß unserer kontinuierlichen Analysen in Bezug auf die für uns wesentlichen Themen im Bereich Nachhaltigkeit die größte Bedeutung haben.

Mittels internen Managementsystemen und regelmäßigen internen Abfragen sowie der entsprechenden Kennzahlenüberwachung und Berichterstattung werden Entwicklungen in Bezug auf die Zielerreichung überwacht und Maßnahmen in Bezug auf Optimierungspotenziale abgeleitet. Hierzu zählen das Umweltmanagement, das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement, die Mitarbeiterbefragung (Engagement-Survey), der Personalbericht und das Einkaufsreporting mit der Zuständigkeit im jeweiligen Fachbereich.

Durch unsere Ausrichtung im Bereich Nachhaltigkeit und unsere Unterstützung der zehn Prinzipien des UN Global Compact streben wir an, einen Beitrag zum Erreichen der SDGs zu leisten. Durch unsere Geschäftstätigkeiten haben wir negative und positive Auswirkungen auf eine Nachhaltige Entwicklung. Wir arbeiten darauf hin, orientiert auch an den 17 SDGs, die negativen Auswirkungen zu reduzieren und die positiven zu verstärken. Wir verlinken unsere Ziele mit den SDGs. Die Integration der SDGs in unsere Nachhaltigkeitsausrichtung wird auch in unserer externen Nachhaltigkeitsberichterstattung berücksichtigt.

Wie folgend am Beispiel SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie“ aufgezeigt, integrieren wir die SDGs in unsere Ziele und Maßnahmen. Durch den Charakter unserer Tätigkeiten als Expertendienstleister und die Unterstützung unserer Partner und Kunden vor Ort, sind Geschäftsreisen notwendig. Darüber hinaus betreiben wir Labore, Prüfhallen und Büros, wofür Energie benötigt wird. Dadurch werden klimaschädliche Treibhausgasemissionen verursacht. Wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren (-50% bis 2025 ggü. 2018) und wollen dadurch zu SDG 13 beitragen. Wir arbeiten daran, Dienstreisen, wenn notwendig, möglichst ökologisch zu gestalten und wann immer vermeidbar durch virtuelle Meetings zu ersetzen und die digitale Zusammenarbeit zu stärken sowie unseren Fuhrpark in Bezug auf klimaschädliche Emissionen zu optimieren. In Bezug auf unseren Energieverbrauch durch Gebäude stellen wir unseren Strombezug bis 2025 schrittweise auf Erneuerbare Energien um (Ziel: 100% bis 2025), entwickeln Programme zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Eigenproduktion von Erneuerbaren Energien. Den Strombezug in Deutschland haben wir bereits 2020 vollständig auf Erneuerbare Energien umgestellt. Dadurch wollen wir zu SDG 7 beitragen. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden durch unsere Dienstleistungen auch im Bereich Klimaschutz und Erneuerbare Energien. Beispielsweise durch Beratung im Bereich Klimaschutz und Klimabilanzierung oder durch die technische Prüfung von Erneuerbare Energien Anlagen.

Durch alle unsere Expertendienstleistungen für Sicherheit tragen wir auch zu SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) bei. Hier kommt unsere Unternehmensvision, „der globale Partner für eine sichere Welt“ zu sein, zu tragen. Denn Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung für eine Nachhaltige Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Ein konkretes Beispiel dafür ist unser Einsatz für die Verkehrssicherheit (SDG 3.6). Unter anderem durch jährlich über 26 Mio. straßensicherheitsrelevante Fahrzeugüberprüfungen, durch unsere innovative Unfallforschung oder durch den internationalen DEKRA Verkehrssicherheitsreport.

Insgesamt unterstützen wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie und -Ausrichtung die SDGs und streben an, durch unsere tägliche Arbeit zu deren Erfüllung beizutragen.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Nachhaltigkeit nimmt in der gesamten Wertschöpfungskette von DEKRA eine große Bedeutung ein. Auch als Dienstleistungsunternehmen ohne Produktionsstandorte und entsprechende Effekte verschaffen wir uns kontinuierlich ein Bild über die positiven und negativen ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit und adressieren diese durch die entsprechenden Fachbereiche, wie EHS (Umwelt, Gesundheit und Sicherheit), Compliance, Nachhaltigkeit, Qualität, Einkauf, Personal, Innovation und Vertrieb.

Vom Einkauf, über interne Prozesse, bis hin zu unseren Kundenbeziehungen spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. DEKRA ist ein Expertendienstleister für Sicherheit und zählt zur sogenannten TIC-Branche (Testing, Inspection, Certification). Am Anfang der Wertschöpfungskette steht das Expertenwissen unserer Sachverständigen, das durch die laufende Aus- und Weiterbildung an den Stand der Technik und Sicherheitsstandards ausgerichtet wird. Die Erbringung unserer Dienstleistungen erfordert den Bezug von Produkten und Materialien, die unsere Arbeit ermöglichen, wie etwa Büroausstattung und Prüfequipment. Unsere Dienstleistungen erbringen wir an unseren eigenen Unternehmensstandorten und vor Ort bei unseren Kunden.

In unseren Einkaufsstandards für den Globalen Einkauf fordern wir von unseren Lieferanten und deren Zulieferern die Einhaltung von Nachhaltigkeitsmindeststandards und überprüfen deren Einhaltung. Dies ist in der Richtlinie für Nachhaltigkeit im Einkauf, im Nachhaltigkeitsverhaltenskodex für Lieferanten und in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen von DEKRA festgelegt. DEKRA erwartet von seinen Lieferanten ein sozial und ökologisch verantwortungsbewusstes Verhalten. Über unsere Einkaufsbedingungen, Lieferanten-Selbstauskünfte sowie durch bedarfs- und risikoorientierte Audits überprüfen wir unsere Lieferanten. Unsere Einkäufer werden regelmäßig zu Nachhaltigkeit geschult.

An der Verbesserung interner Prozesse hinsichtlich Nachhaltigkeit arbeiten alle Unternehmensbereiche mit der Unterstützung zentraler Funktionen wie Qualität, EHS (Umwelt, Gesundheit, Sicherheit), Compliance und Nachhaltigkeit. Hierzu bestehen Standards und Prozesse von übergreifendem Charakter (z.B. Compliance Guidelines, Nachhaltigkeitsgrundsätze) und spezifischer Natur (z.B. DEKRA Sustainable Printing Policy, Dienstreise-Empfehlungen und -Vorgaben, Energieeffizienzprogramme).

Auch bei der Weiter- und Neuentwicklung von Dienstleistungen (DEKRA Service Divisions) achten wir selbstverständlich darauf, dass wir einen positiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten können und durch unsere Dienstleistungen einen nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden schaffen.

Geschäftspartner werden nach einem risikobasierten Ansatz einer Integritätsprüfung unterzogen (Business Partner Screening).

Nachhaltige und faire Kundenbeziehungen sind eine der Grundlagen für unseren Geschäftserfolg. Das heißt für uns, dass wir stetig im Dialog mit unseren Kunden stehen und permanent daran arbeiten, die Kundenzufriedenheit – auch hinsichtlich der Anforderungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit – sicherzustellen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4