1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Das Terra Institute orientiert sich in allen seinen Aktivitäten am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, der Agenda 2030 - Transformation unserer Welt. Dafür zu sensibilisieren und diese aktiv zu fördern ist zugleich Kerngeschäftsfeld und Kernkompetenz des Unternehmens.

Die Mission des Terra Institute ist es, neue Geschichten über die Rolle der Wirtschaft zu schreiben und zu verbreiten. Es will eine ganzheitliche Systemveränderung in Richtung Nachhaltigkeit vorantreiben und Unternehmen befähigen, Teil der Lösung zu sein. Das Terra Institute will hierfür selbst Modell sein – und attraktive Best Practices aufbauen.

Im Rahmen der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie hat das Terra Institute mithilfe eines im eigenen Haus konzipierten Tools eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, um eine valide Grundlage für die Definition nachhaltigkeitsrelevanter strategischer Initiativen zu schaffen. Das Tool erlaubt die Bewertung von Handlungsfeldern nach deren Impact in den Bereichen Ökologie, Soziales und Ökonomie sowie in Bezug auf die Stakeholder-Relevanz. In das Tool sind Standards wie die Gemeinwohl-Bilanz, GRI und DNK eingeflossen.

Dabei wurden durch das Terra Team zunächst insgesamt 25 Handlungsfelder aus den Bereichen Ökologie, Soziales und Wirtschaft für die Bewertung identifiziert. Diese wurden mit einer Gewichtung in Bezug auf den Erfolgsfaktor für das Terra Institute ergänzt. Die Bewertung wurde anschließend durch insgesamt 20% aller Team-Mitglieder (darunter Mitarbeiter, Praktikanten sowie freie Berater/Trainer) vorgenommen – ausgewählt nach den Kriterien Diversität und Herkunft aus allen Bereichen des Unternehmens. In einem internen Workshop wurden die wesentlichen Handlungsfelder anschließend auf Ihre Chancen und Risiken analysiert, geclustert und auf dieser Basis strategische Stoßrichtungen formuliert.

Folgende Handlungsfelder wurden bei der Durchführung der Wesentlichkeits-Analyse nach deren Impact in den Bereichen Ökologie, Soziales und Ökonomie sowie in Bezug auf die Stakeholder-Relevanz als besonders relevant für das Terra Institute bewertet:

1. Circular Economy 
2. Digitalisierung von Lerninhalten
3. Aus- und Weiterbildung
4. Regionalstrategie
5. Finanzielle Solidität
7. Kooperationen und Partnerschaften
8. Einbeziehung von Stakeholdern/Stakeholder-Dialog
9. Nachhaltiges Investitionsmanagement/Veranlagung
10. Mobilität und Transport

Auf Basis der anschließenden Analyse und Clusterung wurden folgende strategische Stoßrichtungen für die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Terra Institutes erarbeitet:

1. Circular Economy: Aus- und Weiterbildung im Thema, Erarbeitung von Geschäftsmodellen
2. Digitalisierung von Lerninhalten: Ausarbeitung von Pilotprojekten
3. Aus- und Weiterbildung: neue Lernkonzepte für Kunden
4. Regionalstrategien: sind für alle Regionen ausgearbeitet, von allen anerkannt und mit Ressourcen ausgestattet

Aus den strategischen Stoßrichtungen leitet das Board jährlich konkrete Ziele, Maßnahmenpläne und Kennzahlen ab. Sie verantworten auch das Erreichen des Ziels. Das Board kontrolliert bei ihren regelmäßigen Sitzungen anhand definierter Meilensteine die Umsetzung der Strategie bzw.  Maßnahmen und setzt eventuell neue. Auf den halbjährlich stattfindenden Terra Days werden die strategieschen Stoßrichtungen und ihre Ableitungen offen im Kreis diskutiert und gemeinsam finalisiert. Das bei diesen Gelegenheiten aktiv eingeholte Feedback fließt in die kontinuierliche Aktualisierung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeits-Strategie ein.
Durch die Definition dieser Stoßrichtungen ergibt sich für das Terra Institute die Chance konkrete, messbare Maßnahmen abzuleiten und so seine Mission gezielter zu verfolgen. Schließlich geht es so die Chance ökonomisch, soziale und ökologische Herausforderungen proaktiv an.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Alles was Unternehmen tun, zum Beispiel wie sie produzieren, Waren transportieren, bauen oder Dienstleistungen anbieten, verursacht Treibhausgase und verbraucht Ressourcen. Wenn die Ressourcen übernutzt werden oder zu viele Treibhausgase produziert werden, hat das gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit unseres Planeten und also auch auf die unsere.
Der Hebel zur Förderung einer positiven Wirkung von Unternehmen ist damit groß. Die Kernkompetenz
en vom Terra Institute liegen genau darin, Unternehmen und Organisationen in der nachhaltigen Entwicklung ihres Betriebes zu begleiten und damit positive Wirkung für den Planeten und die Gesellschaft zu schaffen.

Durch diese Aktivitäten ist Terra in hohem Maße wirksam für eine ganzheitliche Nachhaltige Entwicklung beim Kunden und in der Gesellschaft. Konkret bedeutet das:

Eine achtsame Begegnungs- und Beziehungskultur ist die beste Ausgangssituation für eine erfolgreiche Entwicklung von Kompetenzen und die Entfaltung von Talenten und individuellen Potentialen, das Terra Institute lehrt diese in Workshops und Trainings.

Auf ökologischer Ebene sieht Terra die Chance, auf einen achtsameren sowie verringerten Gebrauch der Ressourcen durch Entwicklung von Produkten im Kreislauf-Denken und somit gleichzeitig die Entstehung von neuen Wirtschaftsmodellen einzuwirken.

Durch die Geschäftstätigkeit von Terra Institute gibt es durch den CO2-Ausstoß durch Reisetätigkeit allerdings auch negative Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit, auch wenn im geringen Maße.
Nachhaltigkeitsthemen, die auf die Geschäftstätigkeit vom Terra Institute einwirken sind in erster Linie Ressourcenknappheit, Auswirkungen des Klimawandels und Mobilität.


3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die im Jahr 2016 formulierten Zielsetzungen, sind weiterhin aktuell und wurden regelmäßig weiterentwickelt. Das Terra Institute hat auf Basis der strategischen Stoßrichtungen die folgenden Ziele festgelegt:

zu 1. Förderung nachhaltiger Konsum-Muster durch intensive Nutzung von Kooperationen und Partnerschaften unter Fokussierung auf die Kernregionen des Terra-Institutes 
  • Kooperations-Strategien sind für alle Kernregionen ausgearbeitet, vom gesamten Team anerkannt und mit Ressourcen und Umsetzungsplänen ausgestattet
zu 2. Kontinuierliche Kompetenzentwicklung durch interne Aus- und Weiterbildung sowie Weiterentwicklung des Angebots von Seminaren und Schulungen für Unternehmen und Institutionen 
  • Das Konzept des Terra Academy Programms sowie die Materialien (Print & Online) zum didaktischen Ansatz und Seminarangebot sind fertig gestellt und veröffentlicht
  • Das Konzept für das Format "Terra Sommerforum" wurde im Sommer 2018 das dritte Mal erfolgreich umgesetzt und hat sich zu einem jährlichen Fixpunkt entwickelt.
  • Der Terra Kompetenzkatalog (gemeinsame Basis: Wissen, Werte, Fähigkeiten) ist ausgearbeitet, ein Umsetzungsplan zur internen Qualifizierung wird angewendet
zu 3. Förderung der Kreislaufwirtschaft – mit einem Schwerpunkt auf regionale Unternehmenskooperationen
  • Analysen zur Auswahl geeigneter Partnerunternehmen bzw. -organisationen sowie von Förderprogrammen für Koperationsprojekte sind durchgeführt, Partnerschaften sind angebahnt oder etabliert
zu 4. Kontinuierliche Optimierung des ökologischen Fußabdrucks durch die eigenen Aktivitäten des Beraterteams
  • Der Aufbau eines Systems für die Datenerhebung zur Schaffung von Transparenz in Bezug auf km-Leistung, CO2-Emissionen und Kosten bei Dienstreisen ist in Ausarbeitung
  • Bio-Hotels und Tagungshäuser mit anspruchsvollen Nachhaltigkeitskonzepten werden bevorzugt, das Catering erfolgt mit regionalen und biologischen Produkten sowie unter Bevorzugung von vegetarischen Nahrungsmitteln
  • bis Ende 2020 100% klimaneutral werden. Dazu kompensieren wir sämtliche Dienstreisen, sowie in unser Büro in Brixen Scope 1 und 2, sowie ausgewählte Aspekte des Scope 3: Büromaterialien, Mitarbeiteranfahrt, Dienstreisen, Verpflegung, Elektronik, Drucksorten, Wasser und Abfall. Schon heute werden Scope 1 und 2, sowie unsere Dienstreisen zu 35% kompensiert. Für unser jährliches stattfindendes Sommerforum haben wir bereit 2019 den CO2-Ausstoss sämtlicher Teilnehmer kompensiert.   
zu 5. Arbeit und Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Aus den SDGs hat sich das Terra Institute folgende Ziele als besonders relevante definiert: 4, 8, 9, 12, 13, 15

Alle Ziele haben dieselbe Priorität.

Das Terra Board hat sich Mitte des Jahres 2018 aufgelöst. Die zuvor definierten Ziele gelten nach wie vor. Die Verantwortung für die Zielerreichung liegt nun bei der Geschäftsführung und der Büroleitung im Hauptstandort in Brixen. Sie begleiten das Team bei der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung der Maßnahmen und übernehmen das Reporting der Fortschritte und die Evaluation. Diese erfolgen regelmäßig im Rahmen der halbjährlichen stattfindenden Terra Days.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Bei einem reinen Dienstleistungsunternehmen wie dem Terra Institute hat die Wertschöpfungskette keine zentrale Rolle inne, da sie anders als bei produzierenden Unternehmen überschaubar und ihre Auswirkungen absehbar sind.

Nichtsdestotrotz haben Aspekte der Nachhaltigkeit in den primären als auch in den unterstützenden Tätigkeiten eine wichtige Bedeutung. In den primären Aktivitäten, die die Akquisition – Lösungsfindung – Angebotserstellung – Auftragsrealisierung – und Aftersales umfassen, ist vor allem die nachhaltige Ausrichtung bzw. die Absicht der Lieferanten und Partner zu einer nachhaltigen Ausrichtung entscheidend für eine Zusammenarbeit. Im Vorfeld einer möglichen Zusammenarbeit wird das Nachhaltigkeitsverständnis des Terra Institutes klar an Lieferanten und Partner kommuniziert. Nur mit einer gemeinsamen Wertebasis bzw. mit der Bereitschaft eine Wertebasis ähnlich der des Terra Institutes zu entwickeln ist eine problemfreie Zusammenarbeit auf Augenhöhe und mit Transparenz möglich.

In den unterstützenden Aktivitäten, die die Unternehmensinfrastruktur, die Organisation und Beschaffung, die Personalwirtschaft und die Finanzwirtschaft einschließen, sieht das Terra Institute derzeit den größten Hebel in der nachhaltigen Beschaffung von elektronischen Geräten und Verbrauchsmaterialien. Elektronische Geräte werden häufig unter schlechten ökologischen und sozialen Bedingungen hergestellt, z.B. unzureichender Arbeitschutz, Kinderarbeit, nicht verantwortungsvoller Umgang mit seltenen Ressourcen, Ressourcenverschwendung durch Verkürzung der Produktlebenszeit usw. Deshalb werden bei der Beschaffung von elektronischen Geräten Hersteller mit umfassenden Nachhaltigkeitskonzepten bevorzugt. Nahezu alle Büromaterialien und Werbeartikel werden vom nachhaltigen Versandhandel memo AG bezogen, außerdem wird Recycling und Re-Using im Büroalltag der Mitarbeitenden gelebt.

Projektbedingt arbeitet das Terra Institute mit verschiedenen Unternehmen zusammen. Mit ihnen werden konkrete Nachhaltigkeitsthemen besprechen, z.B. nachhaltige Beschaffung, Transparenz, Energieeffizienz oder Sozialstandards, in gemeinsamen Terminen, Workshops oder im Rahmen von Studien.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4