1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Für FutureCamp ist nachhaltige Entwicklung das unternehmerische Leitmotiv. Es prägt unsere gelebte Unternehmenskultur nach innen und unsere Leistungen als unabhängiges Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen nach außen.

Wir leben und konkretisieren die Ziele der Nachhaltigkeit in all ihren Dimensionen. Besonders verpflichtet sind wir dem Klimaschutz als ökologischem und ökonomischem Ziel. Wir sind aktiv und wahrnehmbar wirksam – im Interesse unserer privatwirtschaftlichen und öffentlichen Kunden sowie als Beitrag zum lokalen und internationalen Klimaschutz.

Das Spektrum unserer Dienstleistungen verdeutlicht diesen Anspruch: Nachhaltigkeits- und Klimastrategie, Emissionshandel und Klimaschutzprojekte, Energiemanagement und -effizienz, Carbon Footprinting, freiwillige CO2-Kompensation und Wassermanagement.

Wir legen Wert auf eine flexible interne Struktur und eine motivierende Arbeitskultur und -umgebung. Bei der Gestaltung der Zusammenarbeit sind uns die Eigenverantwortung der Mitarbeiter sowie die Vereinbarkeit von Beruf mit individueller Lebensplanung und familiären Rahmenbedingungen wichtig.

So hat unsere Nachhaltigkeitsstrategie zwei Ausrichtungen:
Wir orientieren uns dabei an den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDG) mit Schwerpunkt auf die SDG 13, 7, 17,12, 3 und 4. Die damit verbundenen Herausforderungen erfüllen wir durch Professionalität, Kundenorientierung, Flexibilität und eine sehr hohe fachliche und methodische Kompetenz.

Unsere Maßnahmen zur Umsetzung sehen zusammengefasst wie folgt aus:
Angesichts unseres Kerngeschäfts sehen wir uns in einer Vorbildrolle bei der Erhebung und Reduktion von Treibhausgasemissionen, im Energie- und Ressourcenmanagement sowie in der Berichterstattung über diese Themen. So erheben wir seit 2006 unseren CO2-Unternehmensfußabdruck und haben nach und nach verschiedene Maßnahmen zur Energie- und Dienstreiseeinsparung umgesetzt. Dies versetzt uns in die Lage, mit gutem Beispiel voranzugehen und somit Hürden und Zweifel bei unseren Kunden bei ihrer eigenen Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen besser zu verstehen bzw. zu beseitigen.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Ökologische, sozioökonomische und politische Besonderheiten unseres unternehmerischen Umfelds

Die durch den anthropogenen Klimawandel verursachte globale Erwärmung auf möglichst unter 2° zu begrenzen, ist eine der größten Aufgaben in der Menschheitsgeschichte. Die dafür notwendige Transformation in eine  treibhausgasneutrale Wirtschaft und Gesellschaft bis 2050 gehört zu den größten Herausforderungen, denen sich Unternehmen und Gesellschaft gegenüber sehen. Mit unseren Dienstleistungen in den Themenfeldern Klimaschutz, Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit agieren wir bei der Beratung unserer Kunden in genau diesem Spannungsdreieck von sozioökonomischen, ökologischen und politisch-rechtlichen Anforderungen.


Positive und negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte

Wir wirken als Impulsgeber und Treiber einer nachhaltigeren Entwicklung bei unseren Kunden. Wo immer möglich und sinnvoll, gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran. Unsere Dienstreisen, die unser Geschäft mit sich bringt, können sich negativ auf das Klima auswirken, längere Arbeitsspitzen  auf die Gesundheit. Es ist allerdings Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie, derlei Entwicklungen durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken.


Chancen und Risiken

Die dynamische Entwicklung in der Umwelt- und Klimapolitik, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene ist für uns Chance und Risiko zugleich.
Politische Trendwenden, Umweltereignisse von größerer Tragweite oder technologische Durchbrüche können und müssen in Wirtschaft und Gesellschaft die Bereitschaft zum Handeln verändern. Dies eröffnet für uns Chancen: So werden manche Klimaschutzmaßnahmen erst durch Änderungen in der Förderungspolitik wirtschaftlich - und wir erhalten einen Beratungsauftrag, wie ein Unternehmen sich hier am besten positioniert. Brüssel oder Berlin beschließen neue Richtlinien bzw. Gesetze - und wir können einer Landesverwaltung dabei helfen, die Vorgaben auf Landesebene herunter  zu brechen und umzusetzen. Manche unserer Kunden müssen auf eine wachsende Nachfrage nach ökologisch und fair erzeugten Produkten reagieren - und wir werden beispielsweise gebeten,  bei der Umstellung auf eine CO2-effizientere Produktion oder der grundlegenden Neuausrichtung hin zu einer nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen.

Ein Risiko ist, hier nicht rechtzeitig und umfassend genug Schritt zu halten - etwa, dass wir selbst nicht auf dem Laufenden bleiben bzw. uns nicht in geeigneter Weise an neue Herausforderungen anpassen, hinter unsere Wettbewerber zurückfallen oder den Handlungsbedarf bei unseren Kunden nicht schnell genug oder nicht richtig einschätzen. Auch ein gewisses Reputationsrisiko besteht aus der hohen Komplexität der Klimaschutzproblematik und ihrer Lösungsansätze sowie aus der inzwischen teilweise emotional geführten gesellschaftlichen Diskussion heraus: Hier gilt es, unsere Dienstleistungen klar und auch für Laien nachvollziehbar erklären zu können.

In Konsequenz halten wir unser Beraterteam immer auf dem aktuellsten Wissensstand, etwa durch Weiterbildungsmaßnahmen und den Bezug von Fachnewslettern und -zeitschriften. Durch Mitarbeit in bzw. Leitung von verschiedenen Gremien (z. B. der Arbeitsgruppe "Emissionshandel zur Bekämpfung des Treibhauseffektes") unter Federführung des Umweltbundesamts, durch die Mitgliedschaft in NGOs und thematisch nahestehenden Verbänden sowie den regelmäßigen Besuch einschlägiger Fachkonferenzen und Fachmessen bleiben wir auf dem neuesten Stand. Alle Aspekte der Nachhaltigkeit beziehen wir in unser Nachhaltigkeitsmanagement ein.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Operationalisierung und Definition von Nachhaltigkeitszielen

Unsere Ziele sind in internen Prozessen operationalisiert. Sie werden im Rahmen unserer jährlichen internen Strategietagung kritisch bewertet, weiterentwickelt und kontrolliert. Konkretes dazu  findet sich in den Kapiteln  12 und 13.

Mittel- und langfristig streben wir die folgenden Nachhaltigkeitsziele an:

Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen:


Nachhaltigkeit im Rahmen unserer Beratungsdienstleistungen:
Wir möchten mittel- und langfristig einen Beitrag dazu leisten, Unternehmen, öffentliche Auftraggeber und andere Organisationen nachhaltiger zu machen und für diese dadurch einen dauerhaften Mehrwert zu schaffen. Höchste Priorität hat hier die Wirksamkeit unserer Leistungen: Sie müssen bei unseren privatwirtschaftlichen oder öffentlichen Auftraggebern zu tatsächlich größerer Energieeffizienz,  verbessertem Nachhaltigkeits- oder Umweltmanagement, genaueren CSR-Ratings etc. führen und dürfen gleichzeitig die jeweilige Organisation weder finanziell noch strukturell überfordern. Nur dann  kommt zu einem spürbaren Mehrwert, und nur dann ist ein Beratungsunternehmen wie unseres auf Dauer marktfähig. Die damit verbundenen Herausforderungen erfüllen wir durch Professionalität, Kundenorientierung, Flexibilität und eine sehr hohe fachliche und methodische Kompetenz.


Kontrolle und Zuständigkeiten

Die Gesamtverantwortung für die Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele liegt bei Geschäftsführung. Um die Umweltaspekte in der Betriebsführung  kümmert sich ein aus drei Personen bestehendes Nachhaltigkeitsteam.

Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen:
Nachhaltigkeit im Rahmen unserer Beratungsdienstleistungen:
Insbesondere bei langjährigen Kunden achten wir darauf, dass sie ihre Nachhaltigkeitsleistung stetig verbessern. Wir wenden dabei durchweg international und national anerkannte Standards an, ob im Bereich Carbon Footprinting und Wassermanagement, Umwelt- und Energiemanagement oder der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Wir  halten unsere Auftraggeber über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden und ermuntern sie, Optimierungspotenziale umzusetzen, wo immer das möglich  und sinnvoll erscheint. Dies bedeutet u. a.  dass wir hinterfragen, wenn beispielsweise Emissionen erneut ansteigen. Gemeinsam mit dem Auftraggeber suchen wir dann nach neuen Lösungen. Die damit verbundenen Herausforderungen erfüllen wir durch Professionalität, Kundenorientierung, Flexibilität und eine sehr hohe fachliche und methodische Kompetenz.


Bezug zu SDGs

Unserem Unternehmensleitbild folgend beziehen sich unsere internen Nachhaltigkeitsziele v. a. auf das SDG 13 „Climate Action“, SDG 12 „Sustainable consumption and production“ und SDG 8 “Employment, decent work for all and social protection”. Unsere Geschäftsaktivitäten sind im Prinzip auf die Erreichung sämtlicher 17 Ziele ausgerichtet, wobei die Schwerpunkte je nach Geschäftsbereich und Projekt sehr unterschiedlich sein kann. So beinhaltet die Entwicklung von Klimaschutzprojekten neben dem SDG 13 immer auch eine ganze Reihe von weiteren SDGs; bei Projekten zum Wassermanagement steht Ziel u. a. auch Ziel 14 „Life below water“ im Vordergrund etc.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Betrachtung unserer Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette

Unsere Wertschöpfungskette erstreckt sich von der Auftrags- und Materialbeschaffung über die Erbringung unserer Dienstleistungen im eigenen Büro oder beim Kunden. Zur Beschaffung gehört der Einkauf für den Bürobetrieb (Energie, Büromaterialien, IT-Ausstattung, etc.) ebenso wie der Bezug von Dienstleistungen, z. B. von Kooperationspartnern und von Weiterbildungsanbietern. Unsere eigenen Dienstleistungen erfolgen meist in Form von zusammengestellten Inhalten (Dokumente über Berechnungen, Informationen, Berichte, Studien, …) oder gehaltenen Vorträgen, Schulungen, Workshops etc.


Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten für die dargestellten Wertschöpfungsstufen

Wir integrieren Nachhaltigkeitsaspekte in jede Stufe unserer Wertschöpfungskette, soweit dies möglich ist und ökonomisch sinnvoll erscheint.

Was unsere Auftrags- und Materialbeschaffung betrifft, haben wir bereits mehrere Maßnahmen ergriffen:

In der Phase der Erbringung unserer Dienstleistungen liegt unser Augenmerk vor allem auf der Verringerung unserer
Wir müssen unsere Dienstleistung häufig unter Zeitdruck und in Arbeitsspitzen erbringen. Um dennoch eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu ermöglichen, wurde ein sehr flexibles Arbeitszeitmodell entwickelt, welches das Arbeiten von Zuhause aus ebenso erlaubt wie Teilzeitarbeit. Alle zwei Wochen kommt eine Physiotherapeutin ins Haus, um Haltungsschäden vorzubeugen.
Die interne Kommunikation zu Nachhaltigkeitsthemen mit den Mitarbeitern findet Raum in direkten Gesprächen, in einmal jährlich stattfindenden Strategietagungen, in den dreimonatlichen Treffen der Mitarbeiterinteressenvertretung sowie im zweiwöchentlichen JourFixe statt.


Kommunikation mit zuliefernden Betrieben und anderen Geschäftspartnern

Büromaterial beschaffen wir vorwiegend über einen Lieferanten. Dieser hat die Weisung immer die   umweltverträglichere Variante eines Produktes anzubieten.
Der Großteil unserer eigenen Treibhausgasemissionen stammt aus Reisen, die mit der Erbringung unserer Dienstleistungen verbunden sind. Wir ermutigen unsere Kunden und Geschäftspartner aktiv Telefon- und Webkonferenzen an Stelle von persönlichen Treffen mit uns zu nutzen. Dafür bieten wir ein Webkonferenztool an, das auf jedem Mitarbeiterrechner installiert ist. Unsere Mitarbeiter werden in der Verwendung der Software laufend geschult. Für externe Teilnehmer bieten wir Probeläufe an und geben Hilfestellung bei der Einrichtung. Auf diese Weise vermeiden wir nicht nur CO2-Emissionen sondern sparen auch relevant Zeit und Kosten auf unserer Seite und der unserer Kunden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4