1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Das Unternehmen Cordes und Rieger – Kompetenz für Tourismus, Hotellerie, Gastronomie -  hat im Jahr 2013 damit begonnen, das Thema Nachhaltigkeit systematisch aufzubereiten. Wir orientieren uns dabei der logischen Struktur unseres Unternehmens, wobei wir den bei uns abgebildeten Arbeitsbereichen folgen:

•             Unternehmensmanagement und –kultur
•             Marketing
•             Controlling
•             Machbarkeitsstudien
•             Sanierung
•             M&A
•             Deutsches Institut für Hotelmanagement
•             Begleitende Beratung
•             Coaching
•             Mystery Check
•             Bewertung
•             Gutachten
•             Quality-Management
•             Nachfolge

Bei der Durchführung eines mehrtägigen Team-Workshops zur Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie wurde deutlich, dass im Unternehmen bereits ein grundlegendes Nachhaltigkeitsverständnis verankert ist. Die sorgsame Verknüpfung ökonomischer, sozialer und ökologischer Gesichtspunkte, spiegelt sich sowohl im Unternehmensbild als Ganzes als auch im Arbeitsalltag der einzelnen Arbeitsbereiche und Mitarbeiter wider.

Auf der Grundlage des erfassten Ist-Zustands wurden die Nachhaltigkeitsanforderungen und -leistungen des Unternehmens weiter operationalisiert und vertieft. So wurden bisher für jeden Arbeitsbereich eine Reihe von Aufgaben bestimmt, die bis zum nächsten Berichtszeitraum umgesetzt werden sollen. In der Zwischenzeit sorgt das Team-Nachhaltigkeit, mit jeweils einem Ansprechpartner in den einzelnen Arbeitsbereichen, für eine regelmäßige Fortschreibung der eingeleiteten Maßnahmen. Darüber hinaus werden neue Aufgabenfelder und Maßnahmen erschlossen. Durch „N-To-Do“ Listen, mit Arbeitsschritten und Zeitplänen, werden diese dokumentiert und organisiert. Eine begleitende Evaluation soll iterativ die Qualität der Fortschritte und Ergebnisse sichern.

Das Unternehmen legt dabei großen Wert darauf, dass die unternehmensinternen Maßnahmen auch konsequent in den Geschäftsbeziehungen nach Außen abgebildet werden. Das betrifft neben den Kunden und Lieferanten auch alle weiteren Stakeholder, die in einem geschäftlichen Verhältnis mit dem Unternehmen stehen. Dadurch werden die betrieblichen Chancen eines nachhaltigen Unternehmensprofils erhöht und mögliche Risiken durch frühzeitige Rückmeldung der Stakeholder reduziert. Das führt zu einer erhöhten Akzeptanz und Glaubwürdigkeit bei den Kunden, die ihrerseits zu einer langfristigen Marktperspektive der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens geworden ist.

Struktur, Prozesssteuerung und Schwerpunkthemen der Strategie bei Cordes und Rieger orientieren sich am DNK. Er bildet somit den Handlungsrahmen und die Bewertungsgrundlage der Unternehmensstrategie. Daran werden die Qualität und der Erfolg der eingeleiteten und zukünftigen Maßnahmen gemessen. DNK ist für Cordes und Rieger somit auch gleichzeitig Strategie.

Konkrete Maßnahmen sind zum Beispiel: der Einkauf nachhaltig erzeugter Produkte (fairer Einkauf, regionale Produkte), Verwendung schadstofffreier Putz- und Reinigungsmittel, Weiterbildungsangebote,  gerechte Bezahlung und flexible, familienfreundliche Arbeitszeiten, Coachings, Gleichstellung,  naturnahe und stadtnahe Arbeitsplätze,  Energie- und Ressourceneinsparung, regelmäßige Mitarbeitergespräche zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Verbesserung der Unternehmensführung. Für unsere Beratungsleistung ist Nachhaltigkeit unser Prinzip: Sowohl im Sinne der vertrauensvollen und langjährigen Zusammenarbeit auf Augenhöhe, wie auch  in Machbarkeitsstudien, Konzepten und speziell im Bereich der Nachfolge. Die  konsequente Ergänzung bildet das Deutsche Institut für Hotelmanagement, in dem wir diese Prinzipien im Bereich Weiterbildung und Qualifizierung für die Hotellerie und Gastronomie umsetzen.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Wir sehen uns als Pioniere für nachhaltige Unternehmens- und Destinationsentwicklung für klein- und mittelständsiche Unternehmen im Tourismus. Denn unser hoher Anspruch an uns, unser ständiger Austausch mit der Wissenschaft sowie unsere langjährige praktische Erfahrung führen zu individuellen Lösungen und nachhaltigem, belegbarem Erfolg.
Wir sind ein Beratungsunternehmen, das sich auf die Touristikbranche spezialisiert hat. Unser Klientel befindet sich hauptsächlich in touristischen Destinationen, deren Einbettung in die Natur ein wesentlicher ökologischer Faktor ihres Erfolges ist.
Unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit wird politisch unterstützt duch die Tourismusstrategie des Landes Schleswig-Holstein, die das Thema Nachhaltigkeit als eines der Kernthemen identifiziert hat.

Die größte Herausforderung besteht in unserer Tätigkeit den touristischen Unternehmen aufzuzeigen, dass nachhaltiges Handeln im täglichen Betrieb sowohl praktikabel als auch wirtschaftlich rentabel ist.
Das wird den Unternehmen, durch die von uns geführten Workshops, vermittelt.
Wir sehen in unserer nachhaltig ausgerichteten Entwicklung von Unternehmensaktivitäten eine Vielzahl von Chancen und positive Effekte. So zum Beispiel die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Regionalität und Saisonalität, wie auch  die Stärkung regionaler Produzenten und Lieferanten. Insbesondere sozioökonomisch gesehen legt die Generation der Millennials sehr hohen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung in allen Bereichen und sucht sich dem entsprechend ihren Arbeitsplatz aus.

Eine Chance ergibt sich durch unser Deutsches Institut für Hotelmanagement. Wir engagieren uns für nachhaltige Weiterbildung und Qualifizierung – sowohl bei der Nachwuchsförderung als auch bei Fachkräften.
Dazu gehören die Tätigkeit als Dozenten an Hochschulen, wie auch die ehrenamtliche Tätigkeit in Fachgremien, wie beispielsweise die der IHK.
Unsere Unternehmenstätigkeit führt zu keinen Risiken auf nachhaltige Aspekte.
Negativ lässt sich lediglich bewerten, dass die eingeschränkte, mobile Infrastruktur in Norddeutschland uns zur Nutzung von PKWs zwingt, Termine an einem Tag wahrnehmen zu können.

Nachhaltigkeit ist Grundvorraussetzung für den Tourismus der Zukunft.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Das Unternehmen hat den strukturierten Einstieg in eine ganzheitliche, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensentwicklung offiziell in 2017 vollzogen. Damit stellt sich das Unternehmen einem erheblichen betrieblichen Mehraufwand, weil es vom Nutzen eines nachhaltigen Unternehmenskonzepts und -managements überzeugt ist. Die geplanten und eingeleiteten Maßnahmen verfolgen dabei (per Definition) immer auch langfristige Ziele (das betrifft sowohl generische als auch spezifische), denn sonst wären sie nicht nachhaltig.

Bei den Vorbereitungen (Schlüsselfragen herausarbeiten, Maßnahmen bestimmen, Kriterien und Indikatoren des DNK als Orientierungsrahmen erarbeiten, KMU-spezifische Besonderheiten klären, ...) wurde schnell deutlich, dass mindestens zwei Ebenen von Zielen bzw. Zielsetzungen sinnvoll, wenn nicht erforderlich, sind. Das ist zum Einen die interne Unternehmensebene (direkte Umsetzung Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen) und zum Anderen die externe Ebene (Beratungsleistung und Qualifizierungsebene).

Mit der Entsprechenserklärung hat das Unternehmen begonnen, die Beratungsdienstleistung zu optimieren und Transparenz herzustellen. Diese werden stetig weiter entwickelt und ergänzt. Das betrifft auch die Hinterlegung mit Indikatoren. Der aktuelle Stand ist im Datenblatt "Zahlen-Daten-Fakten zur Nachhaltigkeit" im Unternehmensmanagementsystem hinterlegt.

Eine Bewertung, Priorisierung und Zielerreichungskontrolle erfolgte im Jahr 2018. Die Durchführung dieser Aufgaben erfolgte im Rahmen einer ex-ante Evaluation, die die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitskonzepts, seine Umsetzungsmaßnahmen und Zielerreichung miteinander in Beziehung setzt und operationalisiert. 

Diese Maßnahmen und Ziele sind explizite Antworten auf die -  unter Kriterium 2 -  skizzierten Herausforderungen, mit denen sich das Unternehmen konfrontiert sieht. Eine besondere Herausforderung stellte auch die Verknüpfung von Unternehmens- und Dienstleistungsebene dar. Der angestrebte Evaluationsprozess übernimmt dabei eine Schlüsselfunktion.

Die Ergebnisse und Fortschritte im Unternehmen zeichnen ein optimistisches Bild. Diese Einschätzung wird durch die begonnenen Kooperationen mit Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung unterstützt.

Unsere Unternehmensphilosophie bezieht sich auf die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, insbesondere Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichheit, bezahlbare und saubere Energie, nachhaltige Städte und Gemeinden, Maßnahmen zum Klimaschutz sowie nachhaltiger Konsum und Produktion.

Zu unseren mittel- und langfristigen Nachhaltigkeitszielen zählen:
- unseren traditionsbewußten Kunden die Vorzüge der Digitalisierung nahezubringen, wie auch unsere   
  Reisetätigkeit zu reduzieren und durch Videokonferenzen zu ersetzen,
- bei der Entwicklung von neuen Konzepten für Neueröffnungen und Nachfolge gehört Nachhaltigkeit zum Basisbestandteil der Konzeptionierung,
- Kauf von regionalen und fair gehandelten Produkten (Kaffee und Tee),
- ausschließlich Verwendung schadstofffreier Putz- und Reinigungsmittel.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung nachhaltiger Konzepte, da dadurch das Prinzip der nachhaltigen Unternehmensführung flächendeckend im norddeutschen Raum verbreitet wird. Die Verwendung biologisch abbaubarer Reinigungsmittel und der Kauf fairgehandelter Lebensmittel wurde im Jahr 2017 umgesetzt. Die Reisetätigkeit wird seit 2018 sukzessiv reduziert und durch Videokonferenzen ersetzt.

Das Team-Nachhaltigkeit, mit jeweils einem Ansprechpartner in den einzelnen Arbeitsbereichen, ist verantwortlich für eine regelmäßige Fortschreibung der eingeleiteten Maßnahmen. Darüber hinaus werden neue Aufgabenfelder und Maßnahmen erschlossen. Durch „Nachhaltigkeits-To-Do“ Listen, mit Arbeitsschritten und Zeitplänen, werden diese dokumentiert und organisiert. Eine begleitende Evaluation soll iterativ die Qualität der Fortschritte und Ergebnisse sichern.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Cordes und Rieger arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung des eigenen Know-hows und damit an der Verbesserung der Beratungsdienstleistung und des Qualifizierungsangebots (DIHM). Im Mittelpunkt steht dabei die Übertragung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen in die unternehmerische Wertschöpfung. Cordes und Rieger achtet innerhalb des eigenen Unternehmensmanagements  beim Bezug von Waren und  Dienstleistungen auf  die Berücksichtigung von Anbietern aus der Region und trägt damit zur regionalen Wertschöpfung bei.
Die Wertschöpfungskette eines Dienstleisters in unserem Sektor ist jedoch eher überschaubar. Die von Cordes&Rieger angebotenen Leistungen werden überwiegend mit eigenen Ressourcen erarbeitet und bei Bedarf werden ausgewählte Kooperationspartner hinzugezogen. Zu den primären Aktivitäten gehören Potentialanalysen, Machbarkeitsstudien und Konzeptentwicklungen als Potential-Aktivitäten. Zu den Prozess-Aktivitäten zählen Coaching, Umsetzungsbegleitung, Marketing- und Vertriebsunterstützung. Mystery-Checking sowie Controlling sind zu den Ergebnis-Aktivitäten zu zählen. Zu den sekundären Aktivitäten gehören beispielsweise Unternehmensführung und Produktentwicklung.

Das Unternehmen bindet bereits seit der Unternehmensgründung Grundsätze und Prinzipien der Nachhaltigkeit ein. Mit der Einführung des DNK 2016, wurde bei Cordes und Rieger aber damit begonnen, Nachhaltigkeit konsequent in allen Unternehmensbereichen zu etablieren. In diesem Rahmen sind eine Reihe von neuen Beratungsdienstleistungen in der Entwicklung. Ein Beispiel ist die Entwicklung eines branchenspezifischen DNK Leitfadens für den Tourismus.

Empfehlungen zu Lieferanten erfolgen (sofern erlaubt) auf vorherigen Zusicherungen hinsichtlich der Belieferung, Qualität, Service, Preis, Innovation und Nachhaltigkeit.

Auf den einzelnen Wertschöpfungsstufen kann es zu negativen Einflüssen auf Nachhaltigkeitsaspekte kommen. So zum Beispiel bei der Umsetzung eines Konzeptes fehlt dem Hotelier das Budget, um das Hotel konsequent baubiologisch optimal zu errichten bzw. umzubauen. Es wird dann nach möglichen naturverträglichen Alternativen gesucht.
Im Bereich der sozialen Herausforderungen richten wir uns bei Terminvergaben nach den persönlichen Belangen der Mitarbeiter.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4