Sparkasse Göttingen
Allgemeines | Allgemeine InformationenAllgemeine Informationen
| Unternehmensname | Sparkasse Göttingen |
|
| Unternehmenswebsite | www.spk-goettingen.de | |
| Anzahl Mitarbeiter | 500 - 4.999 | |
| Berichtsjahr | 2025 | |
| Leistungsindikatoren-Set | EFFAS | |
| Berichtspflichtig im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes | Ja und Erklärung iSd CSR-Berichtspflicht prüfen | |
| Berichterstattung zur EU-Taxonomie | CSR-RUG berichtspflichtig und i.S.d. EU-Taxonomie berichten | |
| Kontakt |
Sparkasse Göttingen
Sabine Hirschlinger Groner Landstr. 2 37073 Göttingen Deutschland 0551/405-2523 sabine.hirschlinger@spk-goettingen.de |
|
Beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell (u. a. Unternehmensgegenstand, Produkte/Dienstleistungen)
Die Sparkasse Göttingen ist die älteste kommunale Sparkasse Deutschlands. Sie wurde im Jahr 1801 errichtet, um die kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand zu sichern, die finanzielle Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Entwicklung der Region zu fördern. Lange bevor Nachhaltigkeit in den Fokus der öffentlichen Betrachtung gekommen ist, haben wir unser Geschäftsmodell an sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten ausgerichtet. Das tun wir bis heute. Dieser öffentliche Auftrag ist im Sparkassengesetz des Landes Niedersachsen niedergelegt und prägt unser gesamtes Geschäftsmodell: Wir handeln nicht ausschließlich gewinn- sondern auch gemeinwohlorientiert.
Wir arbeiten rentabel, um unsere Kapitalbasis für die Zukunft zu stärken. Erträge, die wir nicht zur Stärkung unseres Eigenkapitals verwenden, fließen in die Region zurück zur Finanzierung wichtiger Projekte und Strukturen. Als Sparkasse fördern wir mit unserer Geschäftstätigkeit verlässlich die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensqualität in der Region.
Wir verfolgen eine verantwortungs- und risikobewusste Geschäftspolitik. Wir refinanzieren uns hauptsächlich über unsere Einlagen oder im Interesse unserer Kunden bei Förderbanken. Wir kennen unsere Kunden persönlich und betreuen sie langfristig, deshalb fördern wir Investitionen mit Maß und Weitblick. Unsere geschäftspolitischen Ziele machen wir transparent. Wir verhalten uns fair und respektieren die Gesetze.
Die Sparkasse Göttingen ist ein regionales Wirtschaftsunternehmen mit der Aufgabe, auf der Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse für ihr Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise und insbesondere des Mittelstands mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen in der Fläche sicherzustellen. Sie unterstützt in ihrem Geschäftsgebiet die kommunale Aufgabenerfüllung des Trägers im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich.
Die Sparkasse Göttingen betreibt alle banküblichen Geschäfte, soweit das Sparkassengesetz oder die Satzung keine Einschränkungen vorsehen. Weitere Geschäfte, die auch von anderen Kreditinstituten üblicherweise den Kunden angeboten werden und mit zulässigen Geschäften der Sparkasse im engen Sachzusammenhang stehen, sind ebenfalls zulässig.
Weitere Informationen zu den Geschäftsergebnissen und der wirtschaftlichen Lage können dem Bundesanzeiger unter dem Stichwort "Sparkasse Göttingen" entnommen werden.
1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse Göttingen
1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse Göttingen
Die Sparkasse Göttingen ist gemäß § 3 NSpG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Niedersachsen (SVN), Hannover und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Göttingen unter der Nummer HRA 3542 im Handelsregister eingetragen.
Träger der Sparkasse Göttingen ist der Sparkassenzweckverband, der von der Stadt Göttingen und dem Landkreis Göttingen gebildet wird. Geschäftsgebiet der Sparkasse ist das Gebiet des Trägers.
Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Der Vorstand bestand zum 31. Dezember 2025 aus der Vorstandsvorsitzenden und dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Der Vorstand leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung und vertritt die Sparkasse gerichtlich und außergerichtlich. Der Verwaltungsrat bestand zum 31. Dezember 2025 aus der Vorsitzenden und 17 weiteren Mitgliedern. Der Verwaltungsrat berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung.
Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband Niedersachsen und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann („gesetzliche Einlagensicherung“). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten („freiwillige Institutssicherung“). Ergänzend zu den bestehenden Sicherungsmitteln wird ab 2025 ein zusätzlicher Fonds zum institutsbezogenen Sicherungssystem von den Instituten befüllt.
Die Sparkasse bietet als selbstständiges regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden, Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und -produkte an. Der im Sparkassengesetz verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft - insbesondere des Mittelstands - und der öffentlichen Hand mit Bankdienstleistungen sicherzustellen.
2. Wesentliche nachhaltigkeitsbezogene Rahmenbedingungen und Herausforderungen mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Sparkasse Göttingen
Wesentliche langfristige Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell der Sparkasse bestehen in der Entwicklung der Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt, der Digitalisierung, dem demografischen Wandel, der Transformation der europäischen Wirtschaft zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und der damit verbundene Schaffung eines EU-Rahmens für ein nachhaltiges Finanzwesen. Klimawandel und Umweltschädigung bestimmen die globalen Herausforderungen unserer Zeit. In Deutschland und weltweit haben die Unwetterkatastrophen des Jahres 2025 gezeigt, wie real die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch den Klimawandel ist. Die weltweite Wirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens und der Abschwächung des Klimawandels erlangen eine zentrale Bedeutung und können auch über die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen entscheiden. Ein wichtiger Treiber in diesem Zusammenhang ist die Finanzwirtschaft.
Wesentliche langfristige Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell der Sparkasse bestehen in der Entwicklung der Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt, der Digitalisierung, dem demografischen Wandel, der Transformation der europäischen Wirtschaft zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und der damit verbundene Schaffung eines EU-Rahmens für ein nachhaltiges Finanzwesen. Klimawandel und Umweltschädigung bestimmen die globalen Herausforderungen unserer Zeit. In Deutschland und weltweit haben die Unwetterkatastrophen des Jahres 2025 gezeigt, wie real die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch den Klimawandel ist. Die weltweite Wirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens und der Abschwächung des Klimawandels erlangen eine zentrale Bedeutung und können auch über die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen entscheiden. Ein wichtiger Treiber in diesem Zusammenhang ist die Finanzwirtschaft.
Volkswirtschaftliches Umfeld
Europa zeigte im Aggregat 2025 weiter ein intaktes Wachstum. Besonders Spanien und Polen wuchsen weiter stark. Für die EU dürfte die noch nicht amtlich vorliegende Jahreszahl in der Größenordnung von 1,5 Prozent, für den Euroraum bei 1,4 Prozent einlaufen. Deutschland bildete dagegen innerhalb Europas (mit Finnland) einmal mehr das Wachstumsschlusslicht.
Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland ist aus einer Kombination von hohen Löhnen, hohen Energiekosten, einem aufgewerteten Euro und seit 2025 nun auch noch durch die US-Zölle stark unter Druck.
Das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft rettete sich 2025 nur knapp über die Nulllinie. In seiner Erstschätzung vom 15. Januar 2026 bezifferte das Statistische Bundesamt die reale jahresdurchschnittliche Wachstumsrate für das deutsche Bruttoinlandsprodukt auf 0,2 Prozent. Damit war 2025 das dritte schwache Jahr in Folge für die deutsche Volkswirtschaft.
Für die Bewertung der mittelfristigen Lage kommt verschärfend hinzu, dass die Jahre 2023 und 2024 in einer neuen Vermessung noch schlechter verliefen als zuvor gedacht. Im Sommer 2025 hat das Statistische Bundesamt eine größere Datenrevision und Neuberechnung vorgestellt. Dabei gab es zwar auch einige Aufwärtsrevisionen, so für die Jahre 2021 und 2022, doch für die jüngeren Jahre des Abschwungs 2023 und 2024 erfolgte die Neufassung abwärts. Diese Jahre müssen mit den neuen gemeldeten Raten von - 0,9 Prozent bzw. - 0,5 Prozent nun tatsächlich als Rezession und nicht mehr nur als Stagnation eingeordnet werden.
Entsprechend haben sich auch die Beschäftigungsstrukturen in Deutschland verschoben. Zur Einordnung der letzten Jahre als Rezession passt, dass es in einigen weiter schrumpfenden Industriesektoren nach langem Stillhalten der Unternehmen bei Arbeitsmarktdispositionen nun doch gehäufter zur Freisetzung von Beschäftigten kam. Die Arbeitslosenquote ist 2025 leicht auf 6,3 Prozent angestiegen. Im Jahr davor lag sie bei 6,0 Prozent und 2022 sogar nur bei 5,3 Prozent.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Entsprechenserklärung auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
