17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Managementansatz / Konzept
Unser Ziel ist es, in unserem Unternehmen und unserer Lieferkette jederzeit die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten. Aus diesem Grund ist Bilfinger seit vielen Jahren Mitglied des UN Global Compact der Vereinten Nationen und setzt die Prinzipien ethischen Wirtschaftens der Vereinten Nationen konsequent um.

Wir haben uns dazu verpflichtet, über die gesamte Lieferkette hinweg ökonomische, soziale und ökologische Mindestanforderungen zu definieren und durchzusetzen. Diese Mindestanforderungen spiegeln sich in den Richtlinien zur Beschaffung und dem Lieferantenmanagement wider.

Mit unserem Verhaltenskodex für Lieferanten formulieren wir klare Erwartungen an Integrität, Gesetzestreue und ethisches Verhalten, die den Prinzipien der Global-Compact-Initiative entsprechen. Hierzu zählen insbesondere die Bekämpfung von Korruption, verbotenen Absprachen, illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit sowie die Achtung grundlegender Rechte von Mitarbeitern und der Umwelt. Darüber hinaus fordern wir unsere Lieferanten auf, die entsprechenden Prinzipien auch bei ihren Lieferanten einzufordern.Über etwaige Compliance-Verstöße wird der Vorstand regelmäßig informiert (siehe Kriterium 19).

Wir verfolgen ein ganzheitliches und konzernweites Lieferantenmanagementsystem (HANDLE Procurement Suppliers), um einheitliche Standards im Umgang mit den Lieferanten umzusetzen, die Transparenz über die Leistungsfähigkeit der Lieferanten aufzuzeigen, das Risiko im Einkaufsprozess durch Identifizierung und frühzeitiges Erkennen von Risiken zu minimieren und die Compliance-Einhaltung zu überprüfen.

Zusätzlich zur standardisierten Bewertung im Rahmen des Lieferantenmanagements ist bei Bilfinger seit Ende 2012 ein IT-gestütztes Due-Diligence-Tool im Einsatz, mit dem wir Geschäftspartner, die eine definierte Wertgrenze überschreiten, sowie alle Vertriebsmittler auf ihre Integrität prüfen. Das Tool wurde 2017 erneuert und die Kriterien nachgeschärft. Der Einkauf hat neben den neuen Lieferanten auch die Bestandslieferanten geprüft.

2017 haben wir ein Konzept erarbeitet, wie wir die Einhaltung der Anforderungen an unsere Lieferanten mit Hilfe einer externen Agentur überprüfen können. Im Geschäftsjahr 2018 wird dieses Konzept in eine Testphase überführt und die ausgewählte Agentur beauftragt.

Mit unserem konzernweiten Lieferantenmanagementsystem und dem IT-gestützten Due-Diligence-Tool ist es uns gelungen, die Transparenz über unsere Lieferanten und deren Verhalten deutlich zu erhöhen. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die den definierten Anforderungen nicht entsprachen, wurde beendet.

Wesentliche Risiken
Eine etwaige Verletzung von Menschenrechten würde sich für Bilfinger erheblich auf die Reputation und auf die Vergabe von Aufträgen auswirken. Daher sehen wir in einer Nicht-Beachtung unserer Maßnahmen zur Gewährleistung der Menschenrechte ein hohes Risiko. Diesem begegnen wir durch die oben dargestellten Managementsysteme und Verhaltensrichtlinien.