15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) verpflichtet die Investitionsbank Berlin (IBB) zur Gleichstellung der bei ihr beschäftigten Frauen und Männer, zur beruflichen Förderung der beschäftigten Frauen sowie zum Abbau von Benachteiligungen bei der beruflichen Entwicklung der Frauen. Vor diesem Hintergrund gilt nun schon der zweite Frauenförderplan für die Jahre bis zum 31.12.2017. Frauenförderung ist Führungsaufgabe und die Erfahrung aus dem ersten Frauenförderplan zeigt, dass nur das, was verbindlich geregelt wird, auch gute Chancen auf Realisierung hat. Mit dem Beurteilungs- und Zielvereinbarungssystem IBB (BuZ) steht uns ein Instrument zur Verfügung, das diese Verbindlichkeit herstellt. Eine zentrale Maßnahme des zweiten Frauenförderplans ist das Mentoringprogramm für Frauen.
Die IBB unterstützt Berufseinsteiger mit Migrationshintergrund in der Weise, dass sie bei der Besetzung von Ausbildungs- und Dualstudiums-Plätzen diskriminierungsfrei berücksichtigt werden.

Die Gruppe der Menschen mit Behinderung, deren Teilhabe am Berufsleben auf Basis des Sozialgesetzbuchs IX gefördert werden soll, werden im Unternehmen integriert. Die Verpflichtung zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erfüllen wir vollumfänglich. Eine Schwerbehindertenvertreterin nimmt zu Gunsten schwerbehinderter Beschäftigter eine Überwachungs-, Vermittlungs-, Unterstützungs- und Beratungsfunktion ein.

Zwischen den Betriebsparteien sind in 2014 deshalb wie schon in den Vorjahren Dienstvereinbarungen zu folgenden Gesundheits-Themen gültig: Betriebliches Gesundheitsmanagement, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Gleitzeit, Bildschirmarbeitsplätze, Nichtraucherschutz.
Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement definierte der Steuerungskreis Gesundheit im Jahr 2014 Maßnahmenpakete, die langfristig die Gesundheit und den Arbeitsschutz der Beschäftigten stärken sollen. Folgende Maßnahmenpakete werden 2015 – wie schon 2014 - bearbeitet:
- Ein Employee Assistance Programm bietet seit August 2014 den Beschäftigten Beratung zu gesundheitlichen, sozialen und beruflichen Belastungen an.
- Die Betriebssportgemeinschaft bietet diverse Bewegungs-Kurse an, die durchgeführte Blutuntersuchungs-Aktion, Augenuntersuchungs-Aktion sowie die Grippeschutzimpfung dienen der Früherkennung beziehungsweise der Prävention von Krankheiten. Besondere ergonomische Arbeitsplätze werden bei ärztlicher Indikation eingerichtet.
- Die Bereitstellung eines Entspannungsraums, eines Massageraum und eines Massage-Angebots bieten allen Beschäftigten Möglichkeiten der selbstverantwortlichen, ganzheitlichen Gesundheitsförderung.

Die IBB hat seit 2007 ein Betriebliches Eingliederungsmanagement, das die Anforderungen des Sozialgesetzbuchs (SGB IX) vollumfänglich erfüllt. Die Einzelfall-Maßnahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagement übersteigen die Anforderungen der Dienstvereinbarung. Sie dienen der Prävention längerer krankheitsbedingter Fehlzeiten und den Betroffenen bei der Wiedererlangung ihrer Arbeitsfähigkeit.
Dem Arbeitsschutz dienen Maßnahmen, die auf gesetzlichen Arbeitsschutz-Bestimmungen beruhen. Dazu gehören Unfallverhütungsvorschriften (UVV), die Vorschriften der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), das BGB bezüglich der Unternehmerverantwortung und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).
Die schon in den 1990er Jahren etablierten flexiblen Arbeitszeit-Modelle bieten gute Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.