15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Der Verhaltenskodex hält fest, dass die W&W-Gruppe keinerlei Diskriminierung oder Belästigung im Arbeitsumfeld duldet, sei es aufgrund von Alter, Behinderungen, Herkunft, Geschlecht, politischer Haltung oder gewerkschaftlicher Betätigung, Rasse, Religion oder sexueller Orientierung. Die W&W-Gruppe beurteilt alle Mitarbeiter und Führungskräfte nach deren Leistung und Potenzial. Etwaige Probleme am Arbeitsplatz werden ernsthaft, vertraulich und unverzüglich gelöst. Daneben ist der Kontakt zu den Geschäftspartnern durch eine enge Kooperation und offene Kommunikation geprägt, die es dem W&W-Konzern ermöglicht, einer diskriminierenden Handlungsweise entschieden entgegenzutreten.

Gründung der Projektgruppe „Gender Diversity“ (02/2011)
Diversity@W&W identifiziert und erarbeitet potentielle Maßnahmen einer gezielten Nutzung, positiven Gestaltung und bewussten Förderung personaler Vielfalt im Sinne eines produktiven und wertschätzenden Umgangs mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Beschäftigten der W&W-Gruppe:

- Verabschiedung Maßnahmepaket an Gesamtboard im Juli 2011
- Feinkonzeption der Maßnahmen bis Dezember 2011
- Start der Maßnahmen ab Januar 2012

Das W&W-Projekt „Gender Diversity“ wurde im August 2011 außerdem mit dem BPM Corporate Award ausgezeichnet, der für Unternehmen steht, die ein pragmatisches, innovatives und effektives Konzept haben, um Frauen im Unternehmen zu fördern. Die Jury bewertet sowohl einzelne Maßnahmen, um den Frauenanteil im Unternehmen zu erhöhen als auch die Rahmenbedingungen, die die Karriere weiblicher Mitarbeiter unterstützen.

Seit Ende 2010 ist die W&W-Gruppe aktiv im X Company Netzwerk Stuttgart vertreten. Das Ziel des Netzwerks ist es, den wirtschaftlichen Mehrwert von gemischten Führungsteams aufzuzeigen und in den beteiligten Organisation konkrete Maßnahmen anzustoßen, damit mehr Frauen in Führungspositionen kommen.

Interkultureller Vertrieb bei der Wüstenrot Bausparkasse
Die Wüstenrot-Vertriebsorganisation „Interkultureller Vertrieb“ (DKI), die sich insbesondere an den Kreis türkisch- sowie italienisch-stämmiger Bausparkunden wendet, feierte ihr 25-jähriges Jubiläum. Mit der Errichtung einer speziellen Vertriebseinheit zur Betreuung dieser Bevölkerungsgruppen im Jahr 1986 zählt Wüstenrot zu den Pionieren des sogenannten Ethno-Marketing in Deutschland.

Integration von Menschen mit Behinderung
Wüstenrot stellt jungen, behinderten Auszubildenden von der Diakonischen Einrichtung Karlshöhe Räumlichkeiten zur Verfügung. Diese nutzen auch Pausenräume und Kantine des Unternehmens und werden so in den Alltag integriert.

Abteilung Arbeits- und Gesundheitsschutz
- Betriebsärzte
- Sicherheitsbeauftragte
- Arbeitsschutzausschuss
- Fachkräfte für Arbeitssicherheit

W&W Gesundheitsmanagement
- Konzernsteuerkreis über 10 Geschäftseinheiten
- Arbeitskreis zu Gesundheitsthemen (13 Personen)
- Arbeitskreis Gefährdungsbeurteilung (14 Personen)
- Netzwerk Sucht
- Betriebsärztlicher Dienst
- Betriebssportgruppen der W&W-Gruppe
- Kooperationen mit Fitnesscentern

Mit den Leistungen innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagement (siehe auch GRI LA8) hat sich die W&W-Gruppe im Rahmen des Corporate Health Award als Exzellenz-Unternehmen in der höchsten Kategorie platziert. (Voraussetzung für die Auszeichnung ist das Vorhandensein eines systematischen, strategischen und ganzheitlichen Gesundheitsmanagements, das zu den besten der Branche zählt und Vorbildfunktion hat.)

Angemessene Bezahlung
- In den Vergütungsgrundsätzen der W&W-Gruppe ist festgehalten, dass die Gesamtvergütung der Mitarbeiter wettbewerbsfähig sein muss, d.h. sie ist so gestaltet, dass Mitarbeiter gewonnen, gehalten und bestmöglich motiviert werden.
- Die Auszeichnung als FairCompany von Karriere.de bestätigt den fairen Umgang mit Berufsanfängern in der W&W-Gruppe. Dafür musste sich W&W dazu verpflichten, bestimmte Regeln einzuhalten, die für faire Praktikumsbedingungen sorgen, wie u.a. auch eine adäquate Arbeitsentschädigung zu zahlen.

Vereinbarung von Familie und Beruf
W&W unterstützt aktiv die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die eine zunehmende Herausforderung für die Beschäftigungs- und Personalpolitik darstellt. Ein Ziel ist es dabei auch, die Attraktivität der W&W-Gruppe als Arbeitgeber zu stärken:

- Pilotprojekt „Flexibles Arbeiten“ zur besseren Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Seit November 2011 erproben Mitarbeiter Modelle orts-unabhängigen Arbeitens, z.B. regelmäßige Tätigkeit von unterwegs, computergestützte Zusammenarbeit räumlich verteilter Teams oder Tätigkeit von zu Hause aus. Flexibilität soll in Bezug auf den Arbeitsort sowie auf die Arbeitszeit gewährleistet sein. Ziel sind attraktive und bedarfsgerechte Arbeitsplätze, die es erleichtern, Mitarbeiter verschiedener Funktionsgruppen zu gewinnen und dauerhaft zu binden.
- Das Angebot für Kinderbetreuung wird jährlich ausgebaut. Die betriebliche Kindertagesstätte „Feuerseepiraten“ wurde 2011 genehmigt und bietet seit Februar 2012 mit bis zu 30 Betreuungsplätzen die Möglichkeit, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Auch am Standort Ludwigsburg ist eine betriebliche Kindertagesstätte in Planung.
- Betriebliche Elternzeit im Anschluss an die gesetzliche Elternzeit.
- Betriebliche Pflegezeit bis zu 3 Jahren.
- Kinder-„Notfallbetreuung“ in Kooperation mit dem Eltern-Kind-Zentrum e.V. S- West (EKiZ).
- Eltern-Kind-Büros zur Notfallbetreuung.
- Kooperation mit der pme Familienservice GmbH zur Beratung und Vermittlung von „childcare“- und „eldercare“-Angeboten.
- Betriebliche Kinderweihnachtsfeier für 3-9 Jährige.
- Möglichkeit zur Teilnahme an betrieblichen Schulungen während der Elternzeit.
- Seminar zum Wiedereinstieg nach Elternzeit - Wiedereinstieg@W&W.