15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Vergütung und weitere Leistungen
Die ganzheitliche Wertschätzung unseres globalen Teams ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur, um den langfristigen und nachhaltigen Geschäftserfolg von Henkel sicherzustellen. Deswegen ist es uns wichtig, dessen Leistung auch durch eine angemessene und marktgerechte Vergütung anzuerkennen. Wir nutzen leistungsabhängige Vergütungsbausteine, um individuelle Beiträge zu belohnen. Im Unterschied zu dem weltweit einheitlichen Vergütungssystem für unsere Führungskräfte basieren die Vergütungssysteme für unsere Tarifmitarbeiter auf lokalen Anforderungen und bestehenden Tarifverträgen. Für uns ist es selbstverständlich, dass keine systematischen Unterschiede bei der Vergütung von männlichen und weiblichen Mitarbeitern bestehen. Neben fixen und leistungsabhängigen Gehaltskomponenten umfasst unser Vergütungssystem auch Sachbezüge sowie Bausteine zur sozialen Absicherung.
https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=109

Unser Verständnis von Diversity & Inclusion
Es ist unser Selbstverständnis, dass wir unsere Stellen ausschließlich nach Kompetenz, Potenzial und Leistung besetzen. Weder bei der Einstellung neuer Mitarbeiter noch im alltäglichen Umgang miteinander dulden wir diskriminierendes Verhalten. Wir haben den Anspruch, das volle Potenzial unserer Mitarbeiter unabhängig von externen Rahmenbedingungen entfalten zu lassen. Dazu wollen wir Barrieren in unserem Denken und in unseren Prozessen identifizieren und beseitigen. Wir sind davon überzeugt, dass eine vielfältige Belegschaft sowie eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur wichtige Erfolgsfaktoren in einer globalisierten Welt sind. Mit unserer globalen Richtlinie „Global Diversity & Inclusion“ haben wir uns verpflichtet, Vielfalt und wertschätzendes Verhalten bei Henkel weiter zu stärken.

Wir wollen ein integratives Arbeitsumfeld schaffen, das alle Dimensionen der Vielfalt fördert. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der individuelle persönliche Merkmale sowie Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten umfasst. Beispiele sind:

Generationen: Grundsätzlich fördern wir über alle Generationen hinweg lebenslanges Lernen durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen. Ganz konkret nutzen wir Mentoring in unterschiedlichen Unternehmensbereichen und Ländern, um den Wissenstransfer und einen Perspektivenwechsel zwischen erfahreneren und weniger erfahrenen Mitarbeitern zu fördern. Gesellschaftliche Veränderungen, wie die alternde Bevölkerung in den Industriestaaten, stellen hohe Anforderungen an Unternehmen. Um dieser demografischen Entwicklung zu begegnen, hat Henkel in Zusammenarbeit mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen einen „Demografieradar“ entwickelt, mit dem wir die zukünftige Altersstruktur unserer Belegschaft in Deutschland unter bestimmten Rahmenbedingungen simulieren können.

Gender: Wir haben das Ziel, den Frauenanteil im Unternehmen auf allen Ebenen kontinuierlich zu erhöhen. Dazu nutzen wir gezielte Maßnahmen bei der Mitarbeitergewinnung und -förderung. Wir unterstützen die berufliche Entwicklung von Frauen in allen Führungsebenen weltweit. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen lag im Jahr 2017 bei 34,5 Prozent.

Kulturen: Internationale Mitarbeiter mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sind in einem global agierenden Unternehmen wie Henkel sehr wichtig, um ein entsprechendes Marktverständnis zu schaffen. Um den Herausforderungen gemischter Teams begegnen zu können, bieten wir interkulturelle Trainings und Workshops an. Ziel dieser Angebote ist, ein erhöhtes Bewusstsein für unterschiedliche Wertesysteme und deren Einfluss auf das tägliche Handeln zu schaffen.

Lebensphasen: Ausbildung, Karrierewege und soziale Beziehungen prägen unsere Mitarbeiter in ihren unterschiedlichen Lebensphasen. Die daraus entstehenden Aktivitäten und Verpflichtungen stellen sie vor die Herausforderung, Lebens- und Arbeitswelt sinnvoll zu verbinden. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter, indem wir flexible Arbeitsmodelle anbieten. Darüber hinaus helfen wir Familien tatkräftig bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zum Beispiel durch das Angebot von Kinderbetreuung und unsere sozialen Dienste.
https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=111

Globales Gesundheitsmanagement
Um an allen Standorten eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung sicherzustellen, arbeiten wir kontinuierlich an der Etablierung einheitlicher Grundsätze im weltweiten Gesundheitsmanagement bei Henkel. Ein wichtiger Schritt war 2014 die Einführung von globalen Kennzahlen zum  Gesundheitsschutz: Verfügbarkeit von Ersthelfern und medizinischer Notfallversorgung, Durchführung arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen sowie die Zahl der Fälle von Berufskrankheiten. Sie werden von allen Henkel-Standorten weltweit in jedem Quartal berichtet.
https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=117

Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit innerhalb des Unternehmens und entlang der Wertschöpfungskette hat bei uns höchste Priorität. An unserem langfristigen Ziel „Null Unfälle“ halten wir fest. Als Zwischenziel wollen wir unsere weltweite Unfallrate bis Ende 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2010 senken. Dazu arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Arbeitssicherheit durch bewusstseinsfördernde Schulungen und investieren in die Erhöhung der technischen Sicherheit. Wir überprüfen regelmäßig, ob unsere Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SHE) strikt eingehalten werden. Wir möchten auch die Arbeitssicherheit bei unseren Lohnherstellern sowie bei den an unseren Standorten tätigen Mitarbeitern externer Firmen verbessern.
https://www.henkel.de/nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf/#page=120