14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Alle bei der Unternehmensgruppe angestellten Mitarbeiter fallen – bedingt durch tarifvertragliche Regelungen, Mitbestimmungsprinzipien und Betriebsvereinbarungen – unter Kollektivvereinbarungen. Die Arbeitnehmer der Unternehmensgruppe werden durch die Betriebsräte in Nord und Süd sowie den Gesamtbetriebsrat vertreten. Die Arbeitnehmerrechte sind durch die Arbeitsverträge auf Basis eines hauseigenen Tarifvertrages und eines umfassenden Regelwerks von Betriebsvereinbarungen verankert.

Die Unternehmensgruppe beschäftigt keine Mitarbeiter im Ausland und hält sich als landesverbundenes Wohnbauunternehmen selbstverständlich an die vergleichsweisen hohen gesetzlichen Arbeitsstandards in Deutschland. Das Unternehmen betreibt ein Betriebliches Gesundheitsmanagement mit zahlreichen Förderangeboten zur proaktiven Gesundheitsvorsorge. Die Arbeitssicherheit auf den Baustellen wird durch externe Sicherheits- und Gesundheitskoordinatoren überwacht. Die Betriebs- und Verkehrssicherheit wird durch jährliche Begehungen sichergestellt. Festgestellte Mängel werden beseitigt. Für die Mitarbeiter existiert ein regelmäßig tagender Gesundheitsausschuss, bestehend aus Arbeitgeber-, Arbeitnehmervertretern und dem Betriebsarzt der Empfehlungen ausspricht.  

Nachhaltiges Handeln ist aktiver Teil der Unternehmensgruppe – die Beteiligung der Mitarbeiter an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele wird aktiv gefördert. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Unternehmensgruppe basiert auf einem strukturierten Dialog mit Vertretern der Kernanspruchsgruppen, worunter die Unternehmensgruppe auch ihre Mitarbeiter fasst. Außerdem werden die Mitarbeiter durch die Weiterentwicklung von internem Fachwissen zu Nachhaltigkeitsthemen in der Baubranche zum Thema Nachhaltigkeit einbezogen. So werden seit 2017 Inhouse-Schulungen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) durchgeführt. Zwölf Mitarbeiter haben sich seit 2017 zum DGNB-Consultant ausbilden lassen.  

Für ihr eigenes Handeln hat die Unternehmensgruppe mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, hierzu entwickelten Richtlinien und zahlreichen Projekten in den vergangenen Jahren ein umfassendes Managementsystem zum Thema Nachhaltigkeit aufgestellt – dieser verankert für die Mitarbeiter die Regeln des täglichen Miteinanders. Mit dem im Berichtsjahr entwickelten Verhaltenskodex für Dienstleister und Lieferanten adressiert die Unternehmensgruppe nun gezielt ihre Lieferkette und ihre Erwartungen an die sozialen, ethischen und ökologischen Standards ihrer Geschäftspartner. Gemeinsam mit dem Kompetenzcenter Einkauf und Vertragsmanagement hat die Unternehmensgruppe den sogenannten Code of Conduct mit 15 Forderungen zu sozialem und ethischem Handeln sowie ökologischer Verantwortung erarbeitet. Der Kodex wurde im Herbst 2018 nach Abstimmung in der Lenkungsgruppe Nachhaltigkeit per Geschäftsbeschluss in Kraft gesetzt. Er ist auf der Konzern-Website veröffentlicht. Die Unternehmensgruppe beabsichtigt in den kommenden Jahren, weitere Prozesse zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht und dem damit verbundenen Schutz von Arbeitnehmerrechten in der Lieferkette zu etablieren. Hier spielen neben regulatorischen Entwicklungen wie dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) auch Reputationsrisiken eine Rolle. Denn: Menschenrechtliche Risiken in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette könne sich auch negativ auf die Reputation der Unternehmensgruppe auswirken.